AG (Agentur) und AN (Freelancer) gehen einen Einzelauftrag für ein Projekt ein.
Geplante Arbeitszeit:
Tag 1: 15:00 - ca. 19:00 Uhr
Tag 2: 15:00 - ca. 22:00 Uhr
Tag 3: 15:00 - ca. 19:00 Uhr
= 15 Stunden
Die Vergütung wird pro Stunde berechnet. An Tag 1 und 3 ist die Arbeit bereits 2h früher getan.
Durchgeführte Arbeitszeit:
Tag 1: 15:00 - 17:00 Uhr
Tag 2: 15:00 - 22:00 Uhr
Tag 3: 15:00 - 17:00 Uhr
= 11 Stunden
Der AG hat dem AN in diesem Fall einen bestimmten Verdienst in Aussicht gestellt! Da die Arbeit nun schneller erledigt war, was nicht am AN lag, würde der AN einen Verdienstausfall tragen wenn er nicht den vollen Betrag auf die Rechnung schreiben würde.
Wie ist in diesem Fall die Definition von circa? Kann die komplett geplante Arbeitszeit berechnet werden, oder lediglich die Durchgeführte?
Servus!
Bin selbst freier Bildungssöldner *g* und stehe manches Mal auch vor der Entscheidung: auf die Rechnung oder nicht!?
Die eine ist die rechtliche, die andere die nachhaltige Seite.
Zur rechtlichen Seite: Berechnen kann ich nur, was ich auch geleistet habe oder wenn ich mit Zeitangaben (von 12:30 bis 17 Uhr) gebucht bin. Daher z.B. nicht brutto (inklusive der Pausen) sondern netto.
Bin ich bis 17 Uhr gebucht und der Auftraggeber entscheidet kurzfristig „Hitzefrei“, könnte ich die Zeit berechnen.
Aber ob ich das tue, hat mit der „Nachhaltigkeit“ zu tun: gute Geschäfte hängen auch in Deutschland manchmal von der „Chemie“, dem „good will“, dem guten Verhältnis zwischen Auftraggeber und -nehmer ab… also…: es kommt darauf an.
ICH würde in Deinem Falle berechnen, was Du geleistet hast. Denn u.U. ist es im nächsten Monat so, dass Du mehr als die Zirkaangabe leistest… und dann willst ja auch Dein Geld.
Fairness hat sich für mich in den letzte Jahren immer auch ausgezahlt!
das ca. wurde eher als mindestzeit angesehen… AN wird in zukunft nicht mehr für diesen AG arbeiten.
deshalb wollte ich eigentlich nur wissen, ob AN die „nicht geleisteten stunden“ berechnen kann bzw. ob er darauf bestehen kann das sie ausgezahlt werden. der AN plant sich ja die zeit ein und nimmt sich nichts vor, hätte ja noch einen anderen job annehmen können!
wenn der AG schlecht plant, warum soll AN den schaden tragen? habe hierzu leider nichts im arbeitsrecht gefunden :-/