Hallo Experten,
ich nehme nun schon seit ca. 2 Jahren Citalopram und bin damit sehr zufrieden. Irgendwie habe ich aber den Eindruck, dass es zu sehr „dämpft“ und ich mich zu nichts mehr richtig aufraffen kann. Ich wollte es deshalb absetzen, habe jetzt aber festgestellt, dass ich wieder voll in Depressionen abrutsche.
Nun meine Frage: Wie lange sollte man es nehmen, wie weiss ich, wann ich es absetzen sollte. Ist eine Einnahme über Jahre hinweg wirklich unschädlich? Mein Arzt meinte, man kann es so lange nehmen, so lange man es braucht, was ich mir schwer vorstellen kann.
Danke für die Auskünfte.
Leopold
Hallo Leopold,
Nun meine Frage: Wie lange sollte man es nehmen, wie weiss
ich, wann ich es absetzen sollte.
dazu gibt es verschiedene Empfehlungen, je nachdem, ob der Patient schon mehrere depressive Episoden durchlebt hat und / oder wie stark die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Episode ist. Bei Menschen, die ein hohes Risiko für erneute depressive Episoden haben, gilt eine längerfristige oder sogar eine Dauermedikation als angezeigt. Zudem sollten Antidepressiva nie abrupt abgesetzt, sondern die Dosis über einen langen Zeitraum schrittweise verringert werden, um die Wahrscheinlichkeit einer neuen depressiven Episode („Rückfall“) gering zu halten.
Ist eine Einnahme über Jahre hinweg wirklich unschädlich? Mein Arzt meinte, man
kann es so lange nehmen, so lange man es braucht, was ich mir schwer
vorstellen kann.
Alle Medikamente können unerwünschte Wirkungen zeigen. Bei Antidepressiva sind diese aber weniger an die Zeit gekoppelt als bei anderen Medikamenten. Süchtig machen sie auch nicht.
Grüße,
Oliver Walter
Hallo,
Alle Medikamente können unerwünschte Wirkungen zeigen. Bei
Antidepressiva sind diese aber weniger an die Zeit gekoppelt
als bei anderen Medikamenten. Süchtig machen sie auch nicht.
Das stimmt so nicht. Es gibt sehr wohl Antidepressiva, die süchtig machen, z.B. Tafil!!
Die ständige Einnahme von solchen Medikamenten und Medikamenten überhaupt halte ich für schädlich. Leider kommt man nicht immer drum herum.
Wer allerdings nicht gewillt ist, in seinen Lebensgewohnheiten etwas zu ändern - sprich eine Therapie machen - wird seine Depressionen auch beibehallten.
Es gibt aber schon ganz gute Alternativen, z.B. Bachblütentherapie. Damit hat eine Kollegin super Erfahrung gemacht und die Leber wird auch nicht belastet.
LG Sylvi
Hallo,
Das stimmt so nicht. Es gibt sehr wohl Antidepressiva, die
süchtig machen, z.B. Tafil!!
Tafil ist ein Benzodiazepin-Tranquilizer.
Grüße,
Oliver Walter
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Na ja … ob Bachblüten in Fällen schwerster Depression helfen, wage ich mal zu bezweifeln. Da wird bei leichten Befindlichkeitsstörungen wohl viel Glaube mit eine Rolle spielen.
Und eine Therapie alleine ist wohl auch nicht das allseligmachende Allheilmittel.
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