CO2 Bilanz beim PKW-Bau

Moin!
Weiß hier jemand, wieviel CO2 (und vielleicht auchsonstige Schadstoffe) bei der Produktion eines PKW´s anfällt/anfallen?
Sehr interessant wäre das ganze natürlich modellspezifisch (z.B. 3L Lupo, mit den ganzen ausgefallenen Werkstoffen oder oder ein moderner Kleinbus)

Führe mit einem Freund die Diskussion, was umweltechnisch sinnvoller ist.

Einen Neuwagen zu kaufen oder meinen VW T3 mit Kat (Euro3) und Partikelfilter auszurüsten.
Da wäre es halt recht interessant zu wissen, was bei der Produktion so verbraucht wird und was in die Atmosphäre gepustet wird.

Vielen Dank

lg
Jan

Hallo Jan!

Ich finde die Frage gut.
So gut, dass ich auch nicht wüsste, wo eine ideologiefreie Antwort darauf zu finden ist :wink:

Allerdings hege ich den Verdacht, dass es einfach herauszufinden wäre, nämlich über den Preis.
Werden nämlich Strafbesteuerungen oder Subventionen herausgerechnet, dann dürften die Kosten in ungefähr dem Energieverbrauch entsprechen.
Und solange der nicht aus biologischen oder atomaren Quellen stammt, dürfte der Energieverbrauch proportional zu den CO2-Emissionen sein.

Mein Fazit: Solange ein älteres Fahrzeug die Kosten einer Neuanschaffung deutlich unterbietet, schneidet es mit größter Wahrscheinlichkeit besser in der CO2-Bilanz ab, als ein Neufahrzeug.
Das halbwegs genau auszurechnen ist zugegebenermaßen nicht einfach, vor allem weil unsere total verblödeten Herrscher Ideen haben, wie z.B. den theoretischen Verbrauch anstelle des tatsächlichen als Steuergrundlage nehmen zu wollen, emissionsarme Diesel alleine für’s rumstehen stärker zu besteuern, andererseits Flugzeugkraftstoffe von der Steuer zu befreien, etc. …

Gruß,
Peter

Hallo Jan,

Sorry, wenn ich das so sage, aber ich glaube du machst einen grundsaetzlichen Denkfehler.

Dein derzeitiges Auto ist ja offenbar noch fahrtuechtig. Wenn du es jetzt verkaufst und dir ein neues, abgasaermeres zulegst, wird jemand anders dein altes Auto weiterfahren, ggf. im Ausland, wo Feinstaub etc. noch Fremdwoerter sind. Grundsaetzlich ist es daher - gesamtoekologisch gesehen - besser, dein altes Auto nachzuruesten. Dann faehrt dieses umweltfreundlich weiter, und eventuell vermeidest du ganz den Bau eines neuen Autos.

Einen weiteren Umstand musst du ebenfalls mit einrechnen. Neue Modelle und neue Erfindungen in Sachen Sicherheit und Umweltschutz machen es oft erforderlich, gesamte Autofabriken komplett auszutauschen. Die alte Montagetechnik ist aber oft „noch gut“ und wird deshalb nach Fernost, Suedamerika oder Afrika verkauft. So kommt es, dass in anderen Erdteilen mit deutscher Montagetechnik Autos gebaut werden oder wurden, die in Europa laengst nicht mehr dem Standard entsprechen. Beispiele von VW sind der Jetta in China, der 2er Golf in Suedafrika oder der Kaefer in Brasilien.

Grundsaetzlich gilt daher: es ist am umweltfreundlichsten, Autos so lange zu fahren, bis sie den Geist aufgeben, und waehrenddessen in vernuenftigem Umfang nachzuruesten. Wenn das Auto dann schrottreif oder sonst absolut nicht mehr zeitgemaess ist (z.B. wegen sehr hohem Verbrauch), sollte es auch wirklich verschrottet und nicht in den Nahen Osten oder nach Afrika verkauft werden.

Gruss
Christoph

Hallo Christoph!

Das ist ja genau das was ich meine. Ein bereits bestehendes Fahrzeug weiterzunutzen ist sinnvoller als ein Neues zu kaufen das erst hergestellt werden muß.
Nur ein paar Zahlen wären halt mal interessant.

lg
Jan