Coaching kritische Phasen

Liebe/-r Experte/-in,

gibt es ein Buch oder eine Webseite oder auch hier gleich direkt ein paar Tipps wie man kritischen Phasen im Coaching/Beratung umgeht:

  1. Der Einstieg (zäh, Klient spricht nicht viel)
  2. Pausen (eher fruchtlose leere Phasen des Schweigens)
  3. Ende (Klient kommt nicht zum Ende, Zeit drängt)

Danke!

Thomas

Hi Thomas,
dazu gibt’s natürlich eine ganze Menge Literatur (Einstieg z.B.: Jäger, Roland: Praxisbuch Coaching: Erfolg durch Business-Coaching. Offenbach 2001). Wenn Du Dir’s ein bißchen einfacher machen willst, dann google mal unter trigon: fünf Phasen des Coachings.
Im Grunde kann nach meiner Erfahrung als Coach und Senior Consultant grundsätzlich jede Phase eines Coachings eine kritische Phase sein. Und vor allem ist Coaching nicht gleich Coaching. Business-Coaching setzt z.B. ganz andere Schwerpunkte als ein Personality-Coaching etc.

LG und viel Erfolg

Dr. Matthias Meyn

Hallo und Guten Abend,

also zunächst ein Hinweis: Die Phasen können in jedem Verkaufsgespräch vorkommen, deshalb stehen sie auch in vielen guten Verkaufsbüchern.

Zu 1: Gut auf den Klienten vorbereiten (Was liegt ihm, wie tickt er? Fragen stellen/Thema direkt ansprechen: Woranliegts?)
Zu 2: Bei Pausen verhält es sich ähnlich, Thematisieren wie oben, alternativ Pause machen und neu einsteigen
Zu 3: Wieso kommt er nicht zum Ende? Das Zeitfenster sollte VORHER festgelegt sein. Zusammenfassen hilft sehr gut, Ende ansagen und einläuten, zur Not die Uhr abnehmen.

Hallo und Guten Abend,

also zunächst ein Hinweis: Die Phasen kommen vor und können auch in anderen Situationen wie im Verkaufsgespräch brüskieren, deshalb stehen sie auch in vielen guten Verkaufsbüchern.

Zu 1: Gut auf den Klienten vorbereiten (Was liegt ihm, wie tickt er? Fragen stellen/Thema direkt ansprechen: Woranliegts?)
Zu 2: Bei Pausen verhält es sich ähnlich, Thematisieren wie oben, alternativ Pause machen und neu einsteigen
Zu 3: Wieso kommt er nicht zum Ende? Das Zeitfenster sollte VORHER festgelegt sein. Zusammenfassen hilft sehr gut, Ende ansagen und einläuten, zur Not die Uhr abnehmen.

Lieber Thomas Ant,
da wäre erst mal wichtig, „als wer“ du anfragst. Bist du selbst Coach oder übst du dich darin? Zu den Fragen, die du stellst, lassen sich zwar in vielen Büchern Hinweise finden, aber ich empfehle dir dringend, das nicht aus einem Buch zu klären, sondern eine „anständige“ Coaching-Ausbildung dazu zu machen. In deinem Zusammenhang geht es um die Gestaltung von lebendigem Kontakt und das lernt man nicht über Bücher. Ich selbst habe dazu am meisten in meiner Gestalt-Ausbildung gelernt. (Übrigens: der KLlient darf alles, auch langweilig sein. Kritische Phasen sind noch mal was anderes…)
Ich hoffe, das entmutigt dich nicht, aber: Lernen ist genauso „Kontaktsache“ wie Coaching.
MFG
Reinhard Billmeier

Hallo,

natürlich gibt es jede Menge Literatur dazu. Und möglicherweise ist das genau die „Falle“. Denn oftmals sind hinter dem Wunsch, besser mit s.g. kritischen Phasen umzugehen, eigene Ängste verborgen. ZB. die Angst vor Peinlichkeit (Schweigen), die Angst, der Klient, könnte einem zu wenig Fortschritte vorwerfen etc. Das ist deshalb nicht unwichtig, weil an diesen Stellen vom Coach Prozesse eingeleitet werden könnten, bei denen es tatsächlich mehr um ihn als um den Klienten geht.
Daher liefert eine gute Coaching-Ausbildung nicht nur Methoden, sondern ermöglicht es dem angehenden Coach, auch die eigenen Themen zu erkennen und zu bearbeiten.

Hört, hört…
Statt praktischer Hilfe, Selbstreflektion fördern. Gerade zu analytisch genial :smile:

Hört, hört…
Statt praktischer Hilfe, Selbstreflektion fördern. Gerade zu
analytisch genial :smile:

Nein, nicht statt - beides!
Ich bin Coach und ich weiß, auch dank einer guten Ausbildung, dass man sich massiv blinde Flecken und Tenzenden zum „Kunstfehler“ einhandeln kann, wenn man da nicht dual ist. Ein ganz wichtiger Punkt ist dabei, eigene Kriterien dafür zu entwickeln, wann man gute Arbeit macht. Sonst kann es passieren, dass „betretenes Schwiegen“ genau das ist, was der Klient jetzt braucht und Du unterbrichst es, weil du dich angesichts der Falten auf der Stirn Deines Klienten zur Effizienz gedrängt fühlst.

Es geht übrigens dabei eher um Selbstcoaching als um Selbstreflexion. Gute Bücher zu dem Thema sind „Beratung ohne Ratschlag“ von Sonja Raddatz und „Coaching und Beratung“ von Björn Migge.