Hallo Marco,
derer gab es nun mehrere. Drei sind besonders wichtig.
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Da war einmal Johannes der Täufer. So geheißen, weil er derjenige gewesen sein soll, der Jesus getauft hat.
Die Geschichte wird natürlich in allen vier Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas, Johannes) anders dargestellt:
Während die übrigen Evangelien den Täufer unvermittelt einführen, also keine Vor- und Berufungsgeschichte von ihm kennen , weiß das Lukasevangelium von den wunderbaren Umständen seiner Geburt und Namensgebung im Hause seiner hochbetagten Eltern, des jüdischen Priesters Zacharias und seiner Frau Elisabeth. So konnte man auch eine Begegnung zwischen den beiden noch schwangeren Frauen Elisabeth und Maria erzählen, bei der das Kind Johannes angesichts der Nähe des Christus im Mutterleib „gehüpft“ sein soll (Lukas 1, 41) - ein großes Zeichen der Verbundenheit zwischen Johannes und Jesus.
Der Evangelist Matthäus läßt in Änderung der Markusvorlage Johannes und Jesus die Rollen tauschen : „Ich müsste von dir getauft werden und du kommst zu mir?“ (Matth.3,14).
Das Interesse, den Propheten des kommenden Weltgerichts zum Zeugen des gekommenen Messias Jesus zu machen, zeigt sich besonders im Johannes-Evangelium. Während noch im Markus-Evangelium das Offenbarungsgeschehen der Ernennung von Jesus zum Gottessohn als Vision Jesu erzählt wird, versteht es das vierte Evangelium als Bezeugung der Würde Jesu durch Johannes den Täufer vor allen anderen.
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Ja, und dann ist da natürlich noch der Evangelist Johannes.
Das Evangelium nach Johannes unterscheidet sich deutlich von den anderen Evangelien. Johannes erzählt Geschichten von Jesus, die die anderen nicht kennen. Er erzählt von Reden Jesu, die einen eigenen Charakter haben.
Johannes erzählt von Jesus als „Wort“ Gottes, das Fleisch geworden ist. Er erzählt von der Kreuzigung als der „Erhöhung Jesu“, in der Jesu Herrlichkeit deutlich wird. Johannes liegt daran, die Ereignisse um Jesus in ihrem tieferen Sinne zu begreifen, die für die Gemeinde bleibende Bedeutung hat.
Der Evangelist Johannes kannte wahrscheinlich ein oder zwei der anderen Evangelien. Doch er hat von den Ereignissen um Jesus auch auf anderen Wegen Kenntnisse. Er schreibt das Evangelium um das Jahr 100 n. Chr.
Das Symbol des Johannes ist nach der Überlieferung der alten Kirche der Adler. Vielleicht deshalb, weil der Anfang des Evangliums von Gott und dem Licht spricht, also im Himmel beginnt. Vielleicht auch deshalb weil Johannes so hochfliegende, weitsichtige Gedanken hat
Für die alte Kirche war klar, das dieses Evangelium von dem Jünger und Apostel Johannes, dem Sohn des Zebedäus und Bruder des Jacobus, geschrieben wurde. Belegen läßt sich das aber nicht. Im Evangelium selbst spielt ein „Lieblingsjünger“ eine eigene Rolle. Vielleicht war der Evangelist ein Schüler dieses Jüngers?
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Und dann gibt es eben noch jenen Jünger Jesu, den ich eben erwähnt habe. Daß er der gleiche wie der Evangelist ist, ist eher unwahrscheinlich - schließlich lagen ca. 100 Jahre zwischen Jesu Leben und der verfassung eben jenes Evangeliums…
Johannes war der Sohn des Zebedäus und der Salome und Bruder Jakobus’ des Älteren, von Beruf Fischer mit einem energischen, ja aufbrausenden Charakter, der ihm den Beinamen „Donnersohn“ einbrachte. Vor seiner Berufung zum Apostel war er Anhänger Johannes’, des Täufers, und wurde dann Jesu „Lieblingsjünger“.
Er war auch von den Jüngern der Einzige, der auf der Schädelstätte war, als Jesus starb.
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Tja, da hast Du schon mal drei Johanni.
Jetzt mußt Du Dir nur noch einen aussuchen.
Ganz liebe Grüße, Nike