Comp 24/7 laufen lassen. Gut? Schlecht?

Hallo

Ein Kumpel lässt seinen (stinknormalen) Comp schon seit Wochen laufen und meint das es besser sei als wenn man ihn halt herunterfährt um ihn dann am nächsten Tag wieder hochzufahren.

Ich hab ja auch mal gehört das rebooten schlechter für die Festplatten sein soll als wenn man die Teile gleich an lässt. Aber kann mir trotzdem nicht vorstellen das es für einen Comp besser ist ihn immer laufen zu lassen.

Was ist nun dran?

MfG
Lilly

Hallo Lilly

Ein Kumpel lässt seinen (stinknormalen) Comp schon seit Wochen
laufen und meint das es besser sei als wenn man ihn halt
herunterfährt um ihn dann am nächsten Tag wieder hochzufahren.

Kommt drauf an. Wenn ich den PC herunterfahre und erst einige Stunden später wieder hochfahre, so tut ihm das nicht wirklich weh. Im durchschnittlichen Einsatz dürfte das in etwa ausgeglichen sein, also weder das Eine noch das Andere nennenswerte Vorteile haben.

Wenn Dein Kumpel allerdings Win9x verwendet, bekommt er spätestens nach 49 Tagen ein Problem, dann muss er rebooten. Ist ein Bug.

Ansonsten ist es so, dass die meisten Leute ihren PC ohnehin alle x Monate oder so gegen ein neueres Modell tauschen und daher die Komponenten eher selten ihre maximale Betriebsdauer erreichen.

Einen normalen PC, an dem man arbeitet, würde ich zumindest ab und an herunterfahren. Laufenlassen würde ich nur einen Rechner, den ich als Server verwende.

CU
Peter

Hallo Lillian,

ich denke auch, den Geräten macht es nichts aus, wenn sie über Nacht ausgeschaltet sind und erst am Morgen wieder eingeschaltet werden. Sollte allerdings die CPU ein Athlon sein, der ja auch gut und gerne Wärme produziert, so wird sich m.E. die Lebensdauer bei Dauerbetrieb verringern.
Ganz anders sieht es aus, wenn man die ganze Sache energiepolitisch betrachtet. Ich gehe mal davon aus, dass in dem PC ein 300 Watt Netzteil werkelt. Vereinfacht nehmen wir an, dass der Rechner in der Zeit zwischen 22:00 und 8:00 nicht benutzt wird, so macht das jeden Tag 2,4 Kilowattstunden, die einfach verbraten werden (wie gesagt, diese Rechnung stimmt nicht ganz, wenn die Energieverwaltung das Management übernimmt). Über ein Jahr gerechnet sind das 876 Kw/h - da kommt ganz schon 'was zusammen.

Gruß, Jürgen

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Hi,

eingeschaltet werden. Sollte allerdings die CPU ein Athlon
sein, der ja auch gut und gerne Wärme produziert, so wird sich
m.E. die Lebensdauer bei Dauerbetrieb verringern.

ein Athlon verbrät weniger Energie als ein Pentium 4. Spielt aber keine Rolle, wenn die CPU gut gekühlt ist (egal ob AMD oder Intel). Und jetzt verrate mir mal, warum eine AMD CPU kürzer Leben soll als eine Intel CPU.

Gruss,

Herb

Hallo Herb,

ich verweise da gerne auf diverse Tests u.a. auf Tom’s Harwareseite
( http://www.tomshardware.de ). Nach mehreren Athlon-PC’s bin ich seit Januar auf einen P4 2,8 GHz umgestiegen. Im Sommer konnte ich keinen der Athlon’s ohne Öffnen eines Seitenteils des Gehäuses länger als 1 Std. laufen lassen, trotz 4 Kühlern. Mit meinem P4 geht das erstaunlicherweise. Auch das Monitoring spricht da eine ganz andere Sprache - der P4 ist einfach viel kälter im Betrieb. Wenn jetzt die CPU ständig bei 70° und mehr -und das bei 24 Std. und 7 Tagen in der Woche- passiert, so kann das kaum der Lebensdauer zuträglich sein.

Gruß, Jürgen

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Hi Jürgen,

tja, Toms Hardware ist auch nicht mehr das, was es einmal war :wink: Sich auf nur eine Quelle zu verlassen ist IMHO nicht angeraten. Gut finde ich unter anderem http://www.aceshardware.com , die sind immer noch unabhängig und lassen sich nicht ein auf das gegenseitige rumhacken, wie Tom’s und HardOCP das gerne tun. Die folgenden Daten hab ich von
http://www.au-ja.org/review-p43200vsxp3200-2.phtml

Bei den Athlons gab es früher das Problem, dass der STOP-Grant Modus nicht funktioniert hat, was ein runtertakten effektiv verhinderte. Das lag an den Boards. Heutzutage geht das.
Die TDP eines Pentium 4 3,2 GHz liegt bei 82 Watt mit einer max. Temperatur von 70 Grad. Das bedeutet, dass der Prozessor im Worst Case zwischen 90 und 100 Watt zieht.
Die TDP eines Athlon XP 3200+ liegt bei 60,4 Watt (typ.) und 76,8 Watt (max). Die maximal erlaubte Temperatur bei diesem Athlon ist 85 Grad.

AMD und Intel geben unterschiedliche Werte an. Intel scheut sich, die maximalen Werte anzugeben, stattdessen veröffentlichen sie nur Werte, die mit Standardanwendungen erreicht werden.

Dass sich Dein Athlon so aufgeheizt hat, kann auch an falscher Lüftung liegen. Viele Lüfter heisst nicht unbedingt gut. Und 70 Grad gehen noch.

Beim P4 ist der Witz an der Sache, dass er sich runtertaktet, wenn’s ihm zu warm wird. Wenn Du also keine ausreichende Kühlung hast, dann nutzt Dir der 3 GHz Bolide gar nix, weil er viel langsamer läuft. Der Benutzer bekommt davon aber nicht viel mit, ausser eben, dass die Kiste keine volle Leistung bringt…

Gruss,

Herb

Hallo,
wie in einigen Antworten schon erwähnt, kommt es in jedem Fall, egal ob Athlon, Pentium oder meinetwegen C64, zum unsinnig erhöhtem Stomverbrauch (also Geldausgabe), auch im „Stand by Modus“
Die CPU kann aktiven Dauerbetrieb eher verkraften als die ATA-Festplatten, letzter sind ausdrücklich nicht für den Dauerbetrieb gedacht, nur einige gewähren sog. durchschnittl. Betriebszeit in Stunden.
Außerdem, warum sollte man seine teuer gekauft Hardware nicht „pfleglich“ behandeln? Mein alter Pentium 233 / inzwischen KT300 leistet noch gute Dienste (Scanner,Drucker,Backups, Programme austesten, trotz häufiges nauf und nunter gfahre!

MfG
WRC