Compton Effekt

Hallo!
Beim Compton Effekt wurde Röntgenstrahlung (hohe Frequenz) durch Graphit gestrahlt. Danach war zu messen, dass ein Teil dessen Wellenlänge gleich der selben Wellenlänge vor dem Auftritt auf das Graphit war und ein weiterer eine größere Wellenlänge besaß (es wurde Energie an Elektronen abgegeben). Dazu wurde die Strahlung in alle Richtungen abgelenkt.
Nun wurde dafür die Hochfrequente Röntgenstrahlung benutzt. Warum aber kann man dieses Phänomen nicht bei sichtbarem Licht (höhere Frequenz als Röntgenstrahlung) erkennen? Wird das Licht einfach normal weiter emmitiert oder kommt es gar nicht durch das Graphit??
Wäre über eine Antwort sehr glücklich.^^

gruß ryan

Hallo,
ich kenn zwar den Compton Effekt nicht, aber ich trau mich mal eine unsicher Antwort in Form einer Frage zu geben: Warum ist Graphit für uns schwarz?
Gruß
Heinrich

Hallo!

ich kenn zwar den Compton Effekt nicht, aber ich trau mich mal
eine unsicher Antwort in Form einer Frage zu geben: Warum ist
Graphit für uns schwarz?

Damit hat es nichts zu tun, sondern mit der Compton-Wellenlänge des Elektrons. Der Compton-Effekt berechnet sich nach der Formel:

Δλ = λC (1 - cos φ)

Offensichtlich ist die Wellenlängenverschiebung unabhängig von der Wellenlänge des eingestrahlten Lichts. Wenn man mal für φ = π/2 einsetzt, kommt raus:

Δλ = λC = 2,43 * 10-12 m

Die Wellenlänge von sichtbarem Licht ist rund um den Faktor 200.000 größer. Das bedeutet, dass sich die Wellenlänge des gestreuten Lichts nur um 0,0005 % vom ungestreuten Licht unterscheidet - kaum messbar. Da die Wellenlänge von Röntgenstrahlung aber durchaus in der Größenordnung der Compton-Wellenlänge des Elektrons liegen kann, sieht man dort den Effekt viel deutlicher.

Michael

Hallo nochmal,

Warum aber kann man dieses Phänomen nicht bei sichtbarem Licht
(höhere Frequenz als Röntgenstrahlung) erkennen?

Natürlich hat sichtbares Licht nicht eine höhere, sondern eine niedrigere Frequenz als Röntgenstrahlung. Davon abgesehen gilt das, was ich weiter unten gesagt habe.

Michael

Vielen dank Michael, vielleicht hätte ich einfach mal direkt die compton formel auch gleich nutzen sollen, tut mir leid :wink:
Ja klar, sonnenlicht hat eine niedrigere frequ und damit niedrigere energie als röntgenstrahlung, war ein flüchtigkeitsfehler von mir…

gruß ryan

MOD: Überflüssiges Zitat gelöscht.