Computer hacken

Hallo, Frau J. hat von Ihrem Exfreund erfahren dass er ihren Computer gehackt und nun Zugriff auf alle Konten hat.

Nun die Frage:
Ist das strafbar und ist das nachvollziehbar, wenn Frau J. nun Anzeige erstatten will.
Vermutlich hat er seine Aktivitäten von einem Internetcafe aus gestartet. Ist das dann auch nachvollziehbar? (durch eventuelle Kameraufzeichnungen).

Gruß
Kosmo

Ist das strafbar

Ja.

und ist das nachvollziehbar, wenn Frau J.
nun Anzeige erstatten will.

Ja, klar ist schon nachvollziehbar, wenn man da Anzeige erstatten möchte.

Vermutlich hat er seine Aktivitäten von einem Internetcafe
aus gestartet. Ist das dann auch nachvollziehbar? (durch
eventuelle Kameraufzeichnungen).

Das weiß keiner. Vielleicht.

Hi Kosmokatze,

Hallo, Frau J. hat von Ihrem Exfreund erfahren dass er ihren
Computer gehackt und nun Zugriff auf alle Konten hat.

Frage: ist denn der Exfreund vorher schon als Hacker in Erscheinung getreten? Man wird idR nicht von einen Tag auf den naechsten Hacker und dann auch gleich so einer, der erfolgreich Aktionen auf dem Rechner eines anderen durchführen kann. Für mich hört sich das eher wie Angeberei oder Angstmacherei an… es sei denn, es könnte durch Transaktionen auf dem Konto nachgewiesen werden…

Ist das strafbar und ist das nachvollziehbar, wenn Frau J.
nun Anzeige erstatten will.

strafbar, siehe
http://www.rrzn.uni-hannover.de/hacking_viren-strafe…

Nachvollziehbar, kommt auf die Qualitaeten des Hackers an.

Ist das dann auch nachvollziehbar? (durch
eventuelle Kameraufzeichnungen).

Nicht jedes Internet Cafe hat Kameras, noch weniger haben Kameras, die auf den Bildschirm des Kunden gerichtet sind … und last but not least, inwieweit die Aufnahmen einer direkt auf den Bildschirm gerichteten Kamera, die ohne Wissen des Computernutzers Mitschnitte macht, vor Gericht als Beweis benutzt werden können, dazu könnten sich hier die anderen Rechtsgelehrten äussern (meiner bescheidenen Meinung nach geht das nicht so ohne weiteres)

Gruss
norsemanna

Frage: ist denn der Exfreund vorher schon als Hacker in
Erscheinung getreten? Man wird idR nicht von einen Tag auf den
naechsten Hacker und dann auch gleich so einer, der
erfolgreich Aktionen auf dem Rechner eines anderen durchführen
kann. Für mich hört sich das eher wie Angeberei oder
Angstmacherei an… es sei denn, es könnte durch Transaktionen
auf dem Konto nachgewiesen werden…

Das hat er sicher nicht selber gemacht, sondern ein Bekannter der in der Computerbranche tätig ist.

Ist das strafbar und ist das nachvollziehbar, wenn Frau J.
nun Anzeige erstatten will.

strafbar, siehe

http://www.rrzn.uni-hannover.de/hacking_viren-strafe…

Nachvollziehbar, kommt auf die Qualitaeten des Hackers an.

Ist das dann auch nachvollziehbar? (durch
eventuelle Kameraufzeichnungen).

Nicht jedes Internet Cafe hat Kameras, noch weniger haben
Kameras, die auf den Bildschirm des Kunden gerichtet sind …
und last but not least, inwieweit die Aufnahmen einer direkt
auf den Bildschirm gerichteten Kamera, die ohne Wissen des
Computernutzers Mitschnitte macht, vor Gericht als Beweis
benutzt werden können, dazu könnten sich hier die anderen
Rechtsgelehrten äussern (meiner bescheidenen Meinung nach geht
das nicht so ohne weiteres)

Wie Frau J. mittlerweile erkundet hat, ist es über die feststellung der IP Adresse möglich.

Die Frage ist noch, ob man irgendwelche Geräte an den Pc anschliessen muss oder irgendwelche Programme verwenden muss, die man im Internetcafe nicht anschliessen oder installieren kann.

Gruß
Kosmo

Hi Kosmo,

Das hat er sicher nicht selber gemacht, sondern ein Bekannter
der in der Computerbranche tätig ist.

meine Wenigkeit selbst ist auch in der Computerbranche taetig, und ich war auch schon mal auf einer „Hacking in progress“ Veranstaltung. Du kannst mir ruhig glauben, dass 99% der in der Branche Taetigen normalerweise nicht wissen, was da zu tun waere …

Nachvollziehbar, kommt auf die Qualitaeten des Hackers an.

Wie Frau J. mittlerweile erkundet hat, ist es über die
feststellung der IP Adresse möglich.

Ja, sofern eine Verbindung mit einem Fremdrechner aufgebaut wurde, kann man eine IP Adresse sehen ; man kann diese sogar mit geeigneter Software naeher lokalisieren. Nur die Person vor dem Computerbildschirm kann man dadurch nicht herausfinden.

Eine Firewall vor dem Rechner der J. kann derartige von aussen kommenden Verbindungen groesstenteils unterbinden. Verbindungen, die vom Rechner der J. aus aufgebaut werden, z.B. mittels eines vorher dort installierten und automatisch beim Starten hochgefahrenen Prozesses, sind dann ein separates Thema.

Die Frage ist noch, ob man irgendwelche Geräte an den Pc
anschliessen muss oder irgendwelche Programme verwenden muss,
die man im Internetcafe nicht anschliessen oder installieren
kann.

In der Regel darf man in einem Internet Cafe ueberhaupt keine eigenen Programme verwenden, die „Attacke“ muesste also mit Bordmitteln durchgefuehrt werden…

Gruss
norsemanna

Hi Kosmo,

Das hat er sicher nicht selber gemacht, sondern ein Bekannter
der in der Computerbranche tätig ist.

meine Wenigkeit selbst ist auch in der Computerbranche
taetig, und ich war auch schon mal auf einer „Hacking in
progress“ Veranstaltung. Du kannst mir ruhig glauben, dass 99%
der in der Branche Taetigen normalerweise nicht wissen, was da
zu tun waere …

Hm…fraglich ist, wer das gemacht hat. Das wird eventuell die Polizei heruasbekommen können.

Nachvollziehbar, kommt auf die Qualitaeten des Hackers an.

Wie Frau J. mittlerweile erkundet hat, ist es über die
feststellung der IP Adresse möglich.

Ja, sofern eine Verbindung mit einem Fremdrechner aufgebaut
wurde, kann man eine IP Adresse sehen ; man kann diese sogar
mit geeigneter Software naeher lokalisieren. Nur die Person
vor dem Computerbildschirm kann man dadurch nicht
herausfinden.

Die Anzeige wird gegen den Exfreund von Frau J. laufen. in der Tat, und das wird hier gerade klar, wird die eweisführung schwierig werden. Verantwortlich wird vermutlich der Inhaber des betreffenden Internetanschlusses sein oder ?(dieser wird nicht identisch mit dem Exfreund von Frau J. sein weil dieser keinen Internetanschluß hat.)

Eine Firewall vor dem Rechner der J. kann derartige von
aussen kommenden Verbindungen groesstenteils unterbinden.
Verbindungen, die vom Rechner der J. aus aufgebaut werden,
z.B. mittels eines vorher dort installierten und automatisch
beim Starten hochgefahrenen Prozesses, sind dann ein separates
Thema.

Frau J. hat eine firewall und ein Virenprogramm. Die wurden irgendwie umgangen. Der Exfreund behauptet mit einem Dateianhang der einen trojaner enthielt.

Die Frage ist noch, ob man irgendwelche Geräte an den Pc
anschliessen muss oder irgendwelche Programme verwenden muss,
die man im Internetcafe nicht anschliessen oder installieren
kann.

In der Regel darf man in einem Internet Cafe ueberhaupt keine
eigenen Programme verwenden, die „Attacke“ muesste also mit
Bordmitteln durchgefuehrt werden…

Was sind Bordmittel?
Kann man das noch nachvollziehen woher die mittlerweile warscheinlch gelöschten Nachrichten mit den Anhängen kamen?

Gruß
Kosmo

Hi Kosmo,

bevor wir hier gaenzlich off-topic werden, sollten wir den technischen Teil ausserhalb des Forums diskutieren, es sei denn der Mod sieht hier ein Allgemeininteresse vorliegen.

Hm…fraglich ist, wer das gemacht hat. Das wird eventuell
die Polizei heruasbekommen können.

tja … mit den Mitteln, die die deutsche Polizei zur Verfuegung gestellt bekommt…

Frau J. hat eine firewall und ein Virenprogramm. Die wurden
irgendwie umgangen. Der Exfreund behauptet mit einem
Dateianhang der einen trojaner enthielt.

Ohne den Spielverderber spielen zu wollen: Hat den Frau J. ausser den Behauptungen des Ex auch andere Indizien dafuer, dass tatsaechlich jemand auf ihrem Rechner war oder taetig geworden ist?

In der Regel darf man in einem Internet Cafe ueberhaupt keine
eigenen Programme verwenden, die „Attacke“ muesste also mit
Bordmitteln durchgefuehrt werden…

Was sind Bordmittel?

Kann man das noch nachvollziehen woher die mittlerweile
warscheinlch gelöschten Nachrichten mit den Anhängen kamen?

Bordmittel sind gaengige Internettools, wie Webbrowser, News- und Chatclients. Ab und zu, aber seltener sind auch telnet und/oder ssh clients verfügbar.

Was Mails an den Account der J. angeht, so waren die Anbieter eine ganze Zeit (siehe Wiki Vorratsdatenspeicherung) gehalten, die Vorgaenge zu protokollieren. Mittlerweile sind wohl die meisten Daten davon wieder gelöscht,… aber nachfragen beim Mailanbieter kostet ja nichts. Auf der Maschine selbst haengt es von dem verwandten Mailprogramm und Betriebssystem ab.

Gruss
norsemanna