Hallo,
ich hab durch Zufall dein Posting gelesen, weil da
„Computer“ stand. Ich bin EDVler - reinrassig, seit
der Ausbildung…
Die Klassenlehrer meiner Tochter sehen es als
selbstverständlich an, das sich in ihrem Zuhause ein Computer
mit Internetzugang befindet, sowie ein Farbdrucker und
Scanner. Es häufen sich Hausaufgaben, die mit diesen
völliger Schwachsinn. Weitere Worte die mir dazu einfallen
kann ich hier nicht wiedergeben.
DSL ist kein Standard in Deutschland (auch wenns die
deutsche T-Com gerne hätte) und für ISDN/analog-Zugänge
muss noch kräftig bezahlt werden, da es dort keine
pauschalen Abrechnungssysteme gibt. Also sind wir weit
davon entfernt einen Internetzugang als selbstverständlich
zu bezeichnen.
Scanner - ich lach mich halbtot - wer kann von den deutschen
home-Usern schon mit einem Scanner umgehen ? Blatt reinlegen
und auf einen Knopf drücken: ja, aber das wars auch schon.
Voraussetzungen gefordert werden. Handschriftliche Arbeiten
werden nicht akzeptiert und dementsprechend bewertet.
Unverschämtheit
Schriftart und Größe sind auch vorgegeben. Teilweise sollen
hoffentlich dann auch DIN-gerecht
max. 10 Worte auf einem DinA4 Blatt stehen.
aha - Sollen das Folien für einen Vortrag geben ?
Man sollte annehmen, das die Schule die Möglichkeiten bieten
sollte, dort die Aufgaben am schulischen PC durchzuführen.
ja
Meistens ist aber Nachmittags, keiner mehr da und innerhalb
der Schulzeiten darf das nicht gemacht werden. Das kann doch
nicht sein. Was ist mit den Elternhäusern, die keinen PC
haben. Aus welchen Gründen auch immer. Und ein Besuch im
Internetcafe muß auch bezahlt werden.
uneingeschränkte Zustimmung
Wie seht ihr das ?
Welche Schulklasse ?
Mein Sohn hat Abitur inzwischen fertig - und er hat nie
zwingend einen PC benötigt. Hilfreich mag ich durchaus
zugestehen, aber ein MUSS sollte und war es nie.
Computerunterricht in der Schule ist keine schlechte Idee,
dann sollten die Lehrer sich entsprechend qualifizieren,
aber außer Word/Excel bringen die eh nichts auf die Reihe.
Das was einen Computer ausmacht, wissen die nicht. Die
sehen es nur aus AnwenderSicht.
Und dazu ein Beispiel:
In den letzten 10 Jahren hat der Computer sich von einer
Kommandozeile zu einem grafischen System entwickelt, also
eine sehr gravierende Änderung für den Benutzer.
Glaubt irgend jemand ernsthaft, dass das, was jetzt und heute
in den Schulen bzgl. Computer gelehrt wird in 10 Jahren
noch relevant ist ? Glaubt irgend jemand, dass er mit seinem
Word/Excel-Wissen in 10 Jahren noch irgend einen
Personalchef von seinen Computerkenntnissen überzeugen kann ?
Hier denke ich: NEIN
Glaubt irgend jemand, dass er mit dem Wissen um Datenbanken,
Filesysteme, MutliUsersysteme, Rechnerarchitekturen in 10
Jahren noch was anfangen kann ? Hier denke ich: JA
Fazit: das was heute in den Schulen gelehrt wird, können
die Kinder mit dem Eintritt ins Berufsleben vergessen.
(und fürs Internet oder Word/Excel braucht man keine
Ausbildung oder Ähnliches)
aber eine Diskette formatieren wird z.B. nicht gelehrt.
oder auf neue EDV übersetzt: Wie mache ich einen USB-Stick
bootfähig ? Korrekt, das wird nicht gelehrt. Dazu fehlt
ja auch das Know-How und das würde ja auch in Richtung
meiner 2. Glaubensfrage gehen.
Gruß
Manfred