Computer kurz vor dem Ruhestand

Hallo allerseits

Mein Laptop (HP-Pavillon dv4000) hat schon ein paar Jahre und noch viel mehr Arbeitsstunden auf dem Buckel. Langsam fängt er an, gewisse Macken zu entwickeln. Ich werde mir aber wohl eh im Herbst dann ein neues Gerät mit Windows 7 zulegen. Es geht mir also nicht darum, den alten Knaben zu reparieren. Ich möchte mehr meine Neugier stillen, den Problemen auf den Grund zu gehen :wink:

Angefangen hat alles damit, dass ich die USB Anschlüsse nicht mehr nutzen konnte. Sobald ich dort ein Gerät eingesteckt habe, war alles eingefroren (Bildschirm, Maus, Tastatur, Sound…). Das ist aber nicht immer passiert.

Das nächste Gebrechen (ein paar Wochen später): Der Gerätemanager von Windows meldet ständig eine Überspannung am USB-Hub. Geräte habe ich keine eingesteckt. Muss also wohl ein einem internen USB-Gerät liegen.

Und nun, seit letzter Woche, startet der Laptop gar nicht mehr, es sei denn, wenn ich das Gehäuse an einer Ecke leicht unterlege. Habe herausgefunden, dass es auch funktioniert, wenn ich auf das Gehäuse oberhalb des Touch-pad drücke. Ergo gehe ich davon aus, dass die Verbiegung beim Unterlegen eben auch dort einen Druck auslöst, weshalb das Ganze dan wieder funktioniert.
Witzig ist auch, dass, sobald ich nicht mehr drücke, wiederum alles einfriert. Wenn ich dann aber wieder drücke, dann geht alles ganz normal weiter :wink:

Würde mich einfach Wunder nehmen, ob jemand auch schon mal solche Probleme hatte. An was könnte es wohl liegen? In der Nähe des Druckpunkts liegt meines Wissens der RAM-Slot sowie die Komponente fürs W-LAN.

viele Grüsse,

Stephan

Moien

Und nun, seit letzter Woche, startet der Laptop gar nicht
mehr, es sei denn, wenn ich das Gehäuse an einer Ecke leicht
unterlege.

Willkommen in der wunderbaren Welt des Flexing. Die grösseren, fest verlöteten Chips (Northbridge, GPU,… ) können sich teilweise von Board lösen, resp. winzige Wackelkontakte entwickeln. Hauptursache ist leichtes Durchbiegen des Board und Spannungen durch Temperaturunterschiede. Das kommt besonders häufig bei den ersten paar Gerätegenerationen nach Einführung der ROHS vor (ROHS = anderes Löt = 0 Erfahrung der Hersteller = jede Menge Spass. Ist bei manchen Herstellern scheinbar immernoch ein Thema).

Witzig ist auch, dass, sobald ich nicht mehr drücke, wiederum
alles einfriert. Wenn ich dann aber wieder drücke, dann geht
alles ganz normal weiter :wink:

(Ohne das Gerät zu kennen, dv4000 ist nur die Serie): Ich würde auf einen Chip aus dem Intel-Chipset tippen. Thinkpads T4* sterben genauso und es fängt fast immer mit dem USB Problemen an. Eigentlich müsste dein PCMCIA/CardBus Slot auch tot sein. Desen Pins liegen auch in der Nähe.

RAM-Slots sind recht flexibel und sterben nicht so oft. Auch die Slots für WLAN (mini-Pci, mini-Pcie) sind erstaunlich robust.

Man kann ein Board neu verlöten lassen. Es kostet allerdings meistens deutlich mehr als der Zeitwert des Gerätes.

cu