Die Frage ist vielleicht etwas
blöd, aber gibt es da vielleicht irgendwelche „Schalldämpfer“
oder so etwas in der Art, damit man das Rauschen nicht mehr so
stark hört?
Das Mittel der Wahl wäre vermutlich, die Krachmacher ausfindig zu machen - also mal das Gehäuse öffnen und reinlauschen - und diese gegen leisere Komponenten auszutauschen. Ob sich das lohnt, sei mal dahingestellt. Das hängt davon ab, wie hochwertig der PC ist, wie aktuell die Bauteile noch sind und welche Komponenten überhaupt den Lärm verursachen. Als mögliche Krachmacher kommen die Lüfter von Netzteil, CPU-Kühler und Grafikkartenkühler und Festplatten bzw. CD/DVD-Laufwerke mit hohem Betriebsgeräusch in Frage.
Es macht natürlich keinen Sinn, einer alte, laute 10 GB-Festplatte jetzt noch ein aufwendiges Dämmgehäuse zu spendieren, welches den aktuellen Wert der Platte um ein 10faches überschreitet. Dann kauft man lieber gleich eine aktuelle und leise Festplatte.
Ebenso ins Geld gehen könnte ein neues, leises Netzteil. Ein ordentliches Silentnetzteil übersteigt sicher leicht den Wert eines 7 Jahre alten Billig-PC’s. CPU- und Grafikkartenkühler lassen sich dagegen recht preiswert durch leisere Komponenten ersetzen, aber hier könnte das Alter deines Computers Probleme bereiten - weil entsprechende Ersatzteile einfach nicht mehr hergestellt werden.
Bei billigen PC’s liegt das Geräuschproblem auch oft schon am Gehäuse, welches aus dünnem Blech gefertigt und nicht stabil verarbeitet ist. Hier nimmt das Gehäuse die Vibrationen der bewegten Bauteile (Lüfter, Festplatten und Laufwerke) auf und wird zum summenden, brummenden und klappernden Resonanzkörper.
Also kann man das Problem irgendwie lösen (mildern) oder hilft
da nur der Kauf eines neuen PC’s?
S. oben, man muss die Ursachen finden und für sich persönlich eine Kosten-/Nutzenabschätzung machen. Manche Lärmursachen (lockere Schrauben, ausgeschlagene Lüfterlager) lassen sich ohne große Mühe und Kosten beseitigen. Wenn der Lärm ein prinzipielles Problem von lauten Billigbauteilen ist, kann der Austausch teuer und aufgrund des PC-Alters problematisch werden und lohnt sich vermutlich nicht mehr.
Allerdings heißt auch Neukauf nicht, dass du einen leisen PC bekommst. Die meisten Discounter-PC’s und Billigangebote (aber z.B. auch durchaus preisintensive Rechner von Assemblern wie Dell) sind auch heute noch klapprige, heiße und lärmende Zeitgenossen. Wenn man einen leisen PC will, muss man schon auf eine gewisse Qualität der Bauteile achten und das hat seinen Preis.
Wichtige Kriterien für einen leisen PC:
- stromsparender Prozessor (z.B. AMD Athlon 64, Finger weg von Pentium 4)
- Silent-Netzteil
- geräumiges, stabiles und hochwertiges Gehäuse (Blech lässt sich ned mit dem
Finger eindrücken, nix wackelt oder hat Luft, kein Plastemüll, Klappen machen
keinen wackeligen Eindruck, Laufwerke sind nicht verschraubt, sondern auf
flexiblen Schienen eigeschoben)
- leise Festplatten (z.B. von Samsung oder Hitachi, Finger weg von
kugelgelagerten WD-Modellen und allen Seagate-Platten)
- leise CD/DVD-Laufwerke (muss man testen)
- auf Zusatzinfos, wie Schalldämmung, passive Kühlelemente, prinzipiell
durchdachte Kühllösungen (Definition von Wärmezonen, Kühler mit Heatpipe-
Design, große, langsamdrehende Lüfter) achten
LG, Jesse