Computerreparatur - wie vorgehen ?

Hallo miteinander,

mein Rechner, gekauft im Dezember 2004, und der Bildschirm, finden sich nicht mehr. Der Rechner geht scheinbar normal an, der Bildschirm meldet „no signal“. Schließe ich den Bildschirm an den Schleppi an, funktioniert er, daher wird der Defekt wohl beim Rechner liegen, denke ich mal.

Ich habe die Geräte damals bei einem Händler hier am Ort gekauft. Wollte aufstrebende Firmengründer unterstützen und dachte auch, im Zweifelsfall ist dann der Weg nicht so weit. Den Laden gibt es noch, die damalige Beratung war im nachhinein betrachtet nicht optimal, aber immerhin kann ich mich jetzt an jemanden wenden und den Rechner anschauen lassen.

Allerdings habe ich damit ein Problem: Auf dem Rechner sind sowohl sehr persönliche Dateien (Bilder, Steuererklärung, Baufinanzierung, wer-weiss-was-Postings…), als auch Firmendaten wie zum Beispiel Abrechnungen meiner Kunden. So ganz wohl ist mir nicht bei dem Gedanken, dass ein paar Computerfreaks sich durch mein Privatleben lesen - falls das hier jemand nachvollziehen kann…

Wie läuft denn so eine Reparatur ab ? Kann ich beispielsweise einen Termin machen und dabeibleiben ? Oder muss ich den Rechner aus den Händen geben ?

Wie macht Ihr das eigentlich, speichert Ihr alle sensibleren Dateien extren ?

Danke vorab für Tipps !

Viele Grüße,

Inselchen

Vorschlag…
Hallo Inselchen,

das Problem scheint eine lockere oder defekte Grafikkarte zu sein.
Auch ein defektes Verbindungskabel kann man nich ausschließen.

Vorschlag für Vorgehensweise:

Compi öffnen, und Grafikkarte rausziehen und wieder fest reinstecken.
Evtl das Verbindungskabel zwischen Compi und Monitor ersetzen.

Wenns dann nicht klappt, einfach mal ne andere Grafikkarte reinstecken und Compi starten

Ich glaube, dass das Problem schon zeigen sollte. Da dein Monitor nichts anzeigt, ist es wahrscheinlich kein Treiberfehler.

Gruß

Klaus

noch was…
Noch was…

Die Grafikkarte ist die Karte, an dem das Verbindungskabel zum Monitor hängt.

Sie ist mit einem kleinen Schräubchen befestigt, das du erst abschrauben musst, bevor du die Karte rausziehst.
Nach dem wieder reinstecken das Schräubchen wieder anschrauben.

Karte wirklich fest reindrücken !!!

Gruß

Klaus

Rein thoretisch könnte auch der Prozessor kaputt sein. Dann läuft beispielsweise alles an(Lüfter, Festplatte etc.) aber der Bildschirm bleibt schwarz.

Falls du deinen Rechner zur Reperatur bringen willst, bau doch einfach die Festplatte aus und behalte sie daheim.
Den Monitor kann man nämlich auch ganz gut ihne Festplatte checken.
Bis zu dem Punkt wo dein Betriebssystem geladen wird spielt die Festplatte keine Rolle.

Bevor du aber deine Festplatte ausbaust, schau dir mal die Garantiebedingungen an. Es gibt Firmen, die ihren Kunden zur Wahrung der Garantie verbieten die Rechner überhaupt zu öffnen.

Rein thoretisch könnte auch…

Rein theoretisch könnte auch einfach die Bildwiederholrate höher eingestellt sein, als der Monitor es verträgt. Dann schaltet dieser zwecks Selbstschutz automatisch ab.

Das findet man schnell raus, indem man Windows einfach mal im abgesicherten Modus startet. Wenn der Monitor dann ein Bild anzeigt, ist nichts kaputt und es muss lediglich die Bildwiederholrate auf einen für den Monitor verträglichen Wert heruntergesetzt werden.

Gruß, Jesse

Rein thoretisch könnte auch…

Rein theoretisch könnte auch einfach die Bildwiederholrate
höher eingestellt sein, als der Monitor es verträgt. Dann
schaltet dieser zwecks Selbstschutz automatisch ab.

Da lautet die Meldung eher anders („Signal out of range“).

Das findet man schnell raus, indem man Windows einfach mal im
abgesicherten Modus startet.

Nun, die ersten Zuckungen des Rechners finden ja in einem allgemin verträglichen Graphik-Modus statt, also der BIOS-Test und so. Zumindest das sollte bei einem kaputten Windows (Pleonasmus-Alarm!) zu sehen sein.

Wenn der Monitor dann ein Bild
anzeigt, ist nichts kaputt und es muss lediglich die
Bildwiederholrate auf einen für den Monitor verträglichen Wert
heruntergesetzt werden.

Hm, ja.

Ansonsten sollte sich das Problem in der Tat schnell im Laden orten lassen, also Termin absprechen und dann danebensitzen, während der Rechner gewartet wird.

Gruß,

Sebastian

Allerdings habe ich damit ein Problem: Auf dem Rechner sind
sowohl sehr persönliche Dateien (Bilder, Steuererklärung,
Baufinanzierung, wer-weiss-was-Postings…), als auch
Firmendaten wie zum Beispiel Abrechnungen meiner Kunden.

Hallo,

die schlechte Nachricht zuerst: ein verantwortungsvoller PC-Fachmann wird als erstes alle Daten der Festplatte sichern. Zwar muss für Datensicherheit zuallererst der Kunde selbst sorgen, aber trotzdem würde ich keinen Schadensersatzprozess riskieren, falls während der Reparatur irgendwelche Daten verlorengehen. Wenn ich in einem Firmenetzwerk etwas in Ordnung bringen muss, brauche ich je nach Problem vollen Zugriff, notfalls muss ich für die Zeit der Reparatur als Domain-Admin eingerichtet werden, also softwaremässig als Chef aller Chefs.

Ich persönlich bewahre solche Sicherungen mindestens noch einige Tage auf, bevor sie vernichtet werden, wenn überhaupt. Manche Kunden sind froh, wenn ich ab und zu ein Duplikat erstelle, weil das die einzige überhaupt existierende Sicherung ist. Entscheidend ist natürlich, was der Kunde will.

Die gute Nachricht ist, dass ich bei einer Reparatur gar keine Zeit habe, persönliche Liebesbriefe zu lesen oder was auch immer, ich konstatiere höchstens zufällig, das es ein Verzeichnis „Liebesbriefe an Roland“ gibt oder was auch immer. Ausserdem wäre ich beim Verrat von Firmengeheimnissen ja immer mitverdächtig und würde mir meine Geschäftgrundlage entziehen, wenn an meiner Zuverlässigkeit der geringste Zweifel entstünde.

Letztlich musst du jemandem, der deinen Computer repariert, ebenso vertrauen wie einem Arzt oder Rechtsanwalt, das war noch nie anders, seit es Computer gibt, es sei denn, du hast eine eigene Service-Abteilung wie Bosch oder DaimlerChrysler. Wenn du wie vorgeschlagen die Festplatte ausbaust, kann nur noch ein Bruchteil der Funktionen überprüft werden, in deinem Fall eben, ob die Grafikkarte i.O. ist; und das Risiko beim Ein- und Ausbau trägst du sowieso selbst.

Gruss Reinhard

Rein thoretisch könnte auch…

Rein theoretisch könnte auch einfach die Bildwiederholrate
höher eingestellt sein, als der Monitor es verträgt. Dann
schaltet dieser zwecks Selbstschutz automatisch ab.

Dazu müsste man doch aber im Betriebssystem sein oder nicht?

Danke :smile:)))))))))))))))
Hallo Klaus,

1000 Dank und *Sternchengeb* - Karte ausgebaut, wieder eingebaut und die Kiste läuft wieder *freufreufreu* !

Viele Grüße,

Inselchen

Hallo Reinhard,

auch Dir vielen Dank für die Ausführungen.

Von den wichtigsten Dateien mache ich regelmäßig Sicherheitskopien, daher wäre dieser Schaden gering. Mir ging es mehr darum, dass die Jungs des Computerladens in persönlichen und geschäftlichen Dingen stöbern könnten. Wir sind hier auf dem Lande, daher sieht man sich immer und überall :wink:.

Letztlich musst du jemandem, der deinen Computer repariert,
ebenso vertrauen wie einem Arzt oder Rechtsanwalt, das war
noch nie anders, seit es Computer gibt, es sei denn, du hast
eine eigene Service-Abteilung wie Bosch oder DaimlerChrysler.

In dieser Hinsicht war ich bisher immer völlig naiv *zugeb*, das habe ich noch nie bedacht.

Danke nochmals und viele Grüße,

Inselchen

Hallo Inselchen,

gibt es was Schöneres als einem Anderen mit etwas ganz Kleinem eine ganz grosse Freude zu machen?

Gruß

Klaus

Hallo,

ich nutze Steganos Safe7, war kostenlos auf irgendeiner Heft-CD drauf und funktioniert ganz prima. Die Software richtet einen eigenen Bereich (virtuelle Partition) ein, auf dem die persönlichsten Daten vorhanden sind. Natürlich erfordert es anfangs etwas arbeit, da einzelne Dateien und Programmpfade verlegt werden. Aber im Zweifelsfalle kommt keiner an Deine Daten - wenn er nicht das Passwort kennt. Es gibt zwar keine 100%ige Sicherheit - aber einigermaßen sicher dürfte es dennoch sein.

Gruß

Detlev

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