Hallo!
Für unsere Webseite (kleine Computerfirma) werde ich Computerteile einzeln fotografieren müssen. Sie sollen dann u.a. als gif/png weiterverarbeitet werden (also einen transparenten Hintergrund bekommen, evt. mit Schatten). Es geht um sehr kleine Dinge wie Prozessoren, Widerstände, LEDs, Schaltplatinen, Tastaturtasten usw. Auch das innere eines Computers würde ich gerne fotografieren.
Wie gehe ich da am besten vor? Hat das schon mal jemand gemacht? Als Ausrüstung habe ich zur Verfügung: Eine Minolta Z2 mit Supermakro, (keine Reflex), ein Stativ, einen externen Blitz, Weitwinkelkonverter und Nahlinsen.
Ich dachte daran, einen großen schneeweißen Karton, wie ihn Architekten zum Zeichnen benutzen, als Hintergrund zu kaufen. Die einzelnen Teile würde ich mit den Nahlinsen anvisieren und entweder indirekt beblitzen (an die Decke) oder gar nicht - also mit Stativ einfach länger belichten und die Bürolampen als Ausleuchtung benutzen.
Was brauche ich noch? Ist eine Leselampe (oder mehrere) eine gute Idee (die Dinge sind ja sehr klein!)? Welche Objekte könnte man noch ablichten? Was kann ich schon jetzt ausprobieren? Der Termin ist am Mittwoch, gemeinsam mit dem Webseitenbauer!
Für Tips dankbar
datafox
Hi!
Habe es zwar selber nur einmal gemacht, trotzdem glaube ich, dass gewöhnliche Bürolampen keine gute Lichtquelle für solche Aufnahmen ist.
Ich schätze, dass die Aufnahmen einen gehörigen Rotstich bekommen würden,
den man zwar ausgleichen könnte, worunter aber wahrscheinlich die Qualität leiden würde. Das mit indirekt Blitzen klingt gut, vielleicht kann man auch indirekt gegen eine Styroporplatte blitzen. Aber wie gesagt: Habe es selber erst einmal gemacht. Warten wir auf die Tipps der Experten.
H.A.N.D.: Ulli
Lichtzelt !
Hallo datafox!
Um Nahaufnahmen von kleinen Teilen zu machen eignet sich am besten ein Lichtzelt. Das kannst du selbst bauen indem du aus ein paar Stäben ein Gestell baust und weißes Seidenpapier darüber hängst. Es muss natürlich eine Öffnung für die Kamera haben. Das Lichtzelt wird von außen, am besten von mehren Blitzen, angeleuchtet.
Vorteil: du hast absolut keine Schatten. Das kann aber auch dazu führen, daß die Bilder langweilig erscheinen. Aber wenn es nur um eine möglichst aufschlußreiche Visualisierung der Realität geht, dann dürfte das OK sein.
Als Hintergrund würde ich ein etwas stabileres hellgraues Papier (ca. 140 g/m^2) wählen, das gleichzeitig Boden und Rückwand darstellt. Im Übergangsbereich wird es mit einem großen Biegeradius (> 5 cm) von der Horizontalen zur Vertikalen umgelenkt. Kein Knick!
Such mal im Internet mit dem Suchwort „Tabletop-Fotografie“. Hier das, was Wiki zu dem Thema mein. Da ist z.B. eine Grafik-Karte ganz hübsch fotorafiert worden. http://de.wikipedia.org/wiki/Tabletop-Fotografie
Ich hoffe, ich konnte dir helfen.
Liebe Grüße,
Thomas.
Hallo datafox!
Es gab früher so einen Beleuchtungskasten (Analogfotografie), auf dem man Negative betrachten konnte. Oder Selbstbau: Kiste mit Glasdeckel (Milchglas?), von innen (steuerbar) beleuchtet und mit Butterbrotpapier, Durchschlagspapier unterlegt oder aufliegend. Die Kleinteile draufgelegt und schon kann man schlagschattenfrei fotografieren. Zur Not ginge auch Glasplatte, die von unten vermittels eines Spiegels (45°)angeleuchtet werden kann. Altes weißes Bettlaken als Hintergrund (Ränder mit weichem Draht vernäht/ vertackert, biegsam) als geneigter Hintergrund, mit altem Diaprojektor von Rückseite durchleuchtet verhindert ebenfalls Schlagschatten. Sowas kann man aber auch fix und foxi für ca. 150 Euro kaufen. Mit Stativ arbeiten. Für die Schreibtischlampen usw. kann man sich aus Pappe Blenden machen. Indirektes Licht: Größerer Karton, mit zerknitterter Alufolie beklebt. Evtl. geeigneter Maßstab mitfotografieren. Vielleicht können Sie 2/ mehrere Aufnahmen mit versch. Beleuchtung aufnehmen und dann im PC mischen? Bildbearbeitung später im PC.
Gruß und Masseltov HR
hallo datenfuchs.
nur so eine idee: bei kleinen bzw. flachen teilen könntest du’s auch mit einem normalen flachbettscanner probieren. u.u. geht das schneller/besser/einfacher.
gruß
michael
oh Gott …
das ist ein Fotoforum…
was glaubst Du, wie gut die Qualität der Bilder wird, wenn ich sie abscanne? Die Ausleuchtung?
Aber ne nette Idee ists schon
)
Grüße ILAY
das ist ein Fotoforum…
ist doch das gleiche prinzip 
was glaubst Du, wie gut die Qualität der Bilder wird, wenn ich
sie abscanne?
Die Ausleuchtung?
natürlich nicht erstklassig, aber immerhin brauchbar. evtl. reicht das ja für die präsentation eines widerstands oder eines steckers auf einer website.
Aber ne nette Idee ists schon
)
eben. guckst du z.b. hier:
http://mypage.bluewin.ch/chesi/grafik/gr_0155.htm#gx_7
http://www.mikroskopie-mikrofotografie.de/experiment…
gruß
michael
Das ist nich annähernd das gleiche Prinzip…
Außer das am Schluß Pixeldateien entstehen.
Das ist nich annähernd das gleiche Prinzip…
man muß sich nur weit genug annähern:
ein objekt wird über ein optisches system auf einer sensorfläche abgebildet und digitalisiert.
daß scanner in der regel nur mit einer sensorzeile arbeiten, lassen wir jetzt mal außer acht 
gruß
michael
was glaubst Du, wie gut die Qualität der Bilder wird, wenn ich
sie abscanne? Die Ausleuchtung?
))
Wenn es darum geht, ein flaches Objekt auch wirklich flach zu fotografieren, denn ist in der Tat ein Scanner das Geeignete (der fotografiert nunmal Papierblätter, welche flach sind…). Zb. die RAM-Bauteile… da dachten wir an einen Scanner. Ich habs ausprobiert, sieht aber langweilig aus. Besser ist, wenn man so einen kleinen RAM-Teil aus kurzer Entfernung und aus einem Winkel fotografiert. Das sieht dann perspektivisch spannend aus (und so weitwinkelig-wuchtig).
Gruß
dataf0x
Hallo Thomas!
Das erste „Shooting“ habe ich schon heute hinter mir. Ein Lichtzelt haben wir zwar nicht gebaut, aber das Stichwort „diffuses Licht“ hat mich auf die richtige Spur gebracht: Draußen war glücklicherweise eine Wolkendecke (selten hier im April), welche herrliches Licht produzierte. Am Ende habe ich einfach draußen auf der Veranda einen A2-Papierbogen aufgespannt und zusätzlich mit dem externen Blitz nach oben auf die weiße Balkondecke geblitzt. Das Ergebnis ist besser als erwartet. Keine Schatten und ein schneeweißer Hintergrund. Sogar die Flachbildschirme und glänzenden Gehäuse sahen toll aus. 
Gruß
dataf0x
evtl.
reicht das ja für die präsentation eines widerstands oder
eines steckers auf einer website.
Nö leider nicht. Die Aufgabe ist, die klassischen „Herstellerfotos“ auf den Webseiten zu imitieren (gleichmäßige Ausleuchtung ohne Schatten, weißer Hintergrund). Diese tollen Bilder sind nämlich alle copyrightgeschützt und dürfen nicht einmal für das Bewerben des Weiterverkaufs dieser Teile benutzt werden (warum eigentlich? Ist das nicht dumm von denen?). Da wir keine Lust haben, uns mit denen gerichtlich anzulegen, habe ich die Bilder selber gemacht.
Gruß
dataf0x
Hi
ein kleiner Aufnahmetisch ist doch finanziell wohl machbar, oder?
wenn du viel arbeitest ist heisslicht vermutlich in il nicht das wahre, ist schon warm genug, aber zB sowas hier…
#http://www.foto-walser.biz/myfactory20/Shop/Shop.asp…
reicht sicher für ein paar aufnahmen. Ich benutze nen Durst reprotisch mit heisslicht… steinalt aber ok - mit selbstgebastelter Hohlkehle
HH
Hi
Hohlkehle, Distanz vom Hintergrund, je nach gegenstand ev. Standfüsse bauen (die nat. unsichtbar plaziert sein sollten) und mit fixogum deinen Prozessor oder was auch immer fixieren. Ich nehm auch manchmal glasplatten mit distanz vom nHinztergrund, aber eher bei draufsichten.
ich hab mir aus ner Multiclamp und nem klemmstativ ein recht flexibles aufnahmestatif gebaut was ich in fast jede position bringen kann.
http://img6.imageshack.us/img6/9748/manfrotto025vf.jpg
http://img6.imageshack.us/img6/1186/manfrotto019jh.jpg
HH
Hallo dataf0x!
Schön, wenn sich die ersten Erfolge so schnell einstellen. Falls es mal keine Wolken gibt, kann das Lichtzelt als Diffusor für das natürliche Sonnenlicht dienen. Das Prinzip funktioniert nicht nur bei Blitzlicht.
Weiterhin viel Erfolg!
Liebe Grüße,
Thomas.
Michael, lies einfach, was zum Beispiel Helge schreibt…
Oder was der Frager selbst für einen Anspruch hat.
Das ist echte Produktfotografie, was Du vorschlägst ist nett, aber ein Scherz.
Hallo erstmal,
das ist ein Fotoforum…
wo?
HIER ist erstmal ein Fotografiebrett INNERHALB eines Experten Forums. DAS ist ein Unterschied.
DAS HIER ist kein „ich kann alles mögliche schreiben“ Forum 
was glaubst Du, wie gut die Qualität der Bilder wird, wenn ich
sie abscanne? Die Ausleuchtung?
Wie beschrieben wird es eh nachbearbeitet werden und die 300dpi Quali für Hochglanz Zeitschriften wird wohl eh so wie ich fox kenne auch nicht benötigt.
Aber ne nette Idee ists schon
)
Eine Gute sogar!
Gruß
h.
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Hy,
reicht das ja für die präsentation eines widerstands oder
eines steckers auf einer website.
Nö leider nicht. Die Aufgabe ist, die klassischen
„Herstellerfotos“ auf den Webseiten zu imitieren (gleichmäßige
Ausleuchtung ohne Schatten, weißer Hintergrund). Diese tollen
Bilder sind nämlich alle copyrightgeschützt und dürfen nicht
einmal für das Bewerben des Weiterverkaufs dieser Teile
benutzt werden (warum eigentlich? Ist das nicht dumm von
denen?). Da wir keine Lust haben, uns mit denen gerichtlich
anzulegen, habe ich die Bilder selber gemacht.
Also die Bilder unterliegen IMMER dem Urheber. In den USA kann dieses veräussert werden (copyright) in den meisten anderen Ländern wie Deutschland nicht. Was weitergegeben werden kann ist das Nutzungsrecht (begrenzt auf ein medium wie Print oder online oder eben unbegrenzt). Ob der Hersteller der Bauelemente allerdings begeistert ist wenn ein Händler Y sen eigenes Ding macht ist wieder ne andere Sache…
Bilder machen ist Ok, aber ob die rechtlich verwendet werden dürfen 8also die eigenen gemachten) würde ich den hersteller nochmal schriftlich bestätigen lassen, wenn das schon so losgeht.
Vom fotografieren her würde ich auch eben wie besprochen vorgehen.
gruß
h.
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Hallo, Ilay,
ich denke es geht hier weniger um die Machart als um das Ergebnis.
Ganz abgesehen davon ist ein Scan nichts anderes als ein Foto.
Auch ging es nicht darum Fotos einzuscannen, sondern die (kleinen) Bauteile direkt auf den Scanner zu legen.
Ich habe das einmal beispielsweise getan: http://www.die-postlers.de/pix/diode.jpg
Diese Leuchtdiode wurde mit 600 DPI gescannt auf einem handelsüblichen Flachbettscanner. Sicher läßt sich das Ergebnis durchaus noch verbessern.
Für den geforderten Zweck ist diese Methode sicher die am wenigsten aufwendige.
Gruß
Eckard
pfui Teufel
Hi,
so jetzt gebe ich auch noch meinen Senf dazu.
der scann unterscheidet sich im wesentlichen von einer von einer
Person erstellten Aufnahme darin, daß die Person die die Aufnahme
macht eine Ihrer Persönlichkeit entsprechenden Gestaltungsmöglichkeit
hat.
Bei der Diode am Flachbettscanner scheiden diese völlig aus mit der
Ausnahme daß man die Diode senkrecht waagrecht oder diagonal auflegen
kann und damit die im Scanner eingebaute Lichtquelle unterschiedlich
genutzt wird, das ganze wenn man will noch mal 2 (offener und
geschlossener Deckel).
Beim fotografieren werden 10 Personen 10 verschieden Aufnahmen
machen.
Und selbst ein und derselben Person ist es möglich zig sich deutlich
voneinander unterschiedlicher Aufnahmen zu machen.
Dies wird bei dem einen oder anderen Produkt je nach Einsatz auch
notwendig sein, insbesonders wenn man die Kundschaft nicht langweilen
will.
deshalb gibts auf die Aufnahmen auch einen vom Gesetzgeber
vorgegebnen Urheberrechtschutz der eben nur personenbezogen sein
kann(deshalb will und oder kann der Hersteller der Bauteile die Fotos
auch nicht einfach weiterverschenken).
Ein Scan kann deshalb auch keinen Schutz haben, weil Maschine macht
„FOTO“.
Also wenn man auch verhindern will, daß die Konkurenz sich die Bilder
klaut, ist es sinnvoller Aufnahmen zu machen, und das ist auch nicht
ganz so Verkaufshindernd. Irgendwie wundert mich schon wieso so viele
von Wirtschaftsflaute etc. sprechen, aber andererseits die Ursachen
dafür zielgerichtet mit viel Mühe ausüben.
Man kann sich immer entscheiden ob man was verkaufen will, dann muß
man es auch anständig präsentieren, oder man outet sich als
Garagenfirma und erzielt geringe Verkaufzahlen und Erlöse.
Ganz eindeutig zu beobachten bei Internetauktionen.
Auktionen die gute Aufnahmen verwenden erzielen beim vergleichbaren
Produkt, teilweise mehrere 100 Prozent höhere Preise.
OL