ich möchte Teilnutzenwerte aus einer Conjoint Analyse mittels Clusteranalyse aggregieren.
Welches Proximitätsmaß wäre hier zu wählen bzw. gibt es überhaupt irgendwelche Bestimmungen hierzu. Ich bin davon ausgegangen, dass es sich bei den Teilnutzenwerten um metrische Daten handelt und somit ein Distanzmaß in Frage kommt. In der Praxis wird es auch häufig so gemacht (hier wird die euklidische Distanz am meisten verwendet). Jetzt habe ich aber erstaunlicherweise im Buch: Multivariate Analysemethoden 11. Aufl. S. 583 gelesen, dass nach einer Conjoint Analyse immer ein Ähnlichkeitsmaß verwendet werden soll.
Es wäre schön, wenn jemand seine Meinung zu diesem Sachverhalt äußern würde!
Jetzt habe ich
aber erstaunlicherweise im Buch: Multivariate Analysemethoden
11. Aufl. S. 583 gelesen, dass nach einer Conjoint Analyse
immer ein Ähnlichkeitsmaß verwendet werden soll.
Die angesprochene euklidsche Distanz ist genaugenommen die „Unähnlichkeit“ zwischen den als Vektoren dargestellten Informationsreihen über k Dimensionen.
Ein Distanzmaß ist ein Maß für Unähnlichkeit - und das wiederum ist doch ein Ähnlichkeitsmaß…
Clusteranalysen werden an Hand von Distanzen durchgeführt - das von Dir vorgeschlagene Verfahren ist also schlüssig.
Was mich stört, ist dass nach der Conjointmessung doch eine Regressiosngleichung (nach Kruskal 1964) vorliegen sollte? Das heißt Du hast nur eine Information pro Teilnutzen? Das wäre nach einem Empfinden für eine Clusteranalyse aus inhaltlichen Gründen zu wenig.
Schließlich könntest Du die Teilnutzen an einem Zahlenstrahl abtragen und diejenigen, welche Dicht beieinander liegen, bilden ein Cluster. D.h. letztlich würden die Teilnutzen nur nach der Höhe ihrer Bedeutsamkeit gruppiert - aber diese Information hat man doch schon aus der Coinjointanalyse.