Hallo Elke,
Selbstverwirklichung über die Kinder - das mag Spaß machen,
aber auf Dauer gehts nicht gut.
Ich bin mir sogar sicher, dass das gar keinen Spaß machen wird. Wenn der junge „Mann“ „lässig“ mit rotem Hemd, Krawatte, enger Jeans, Kette dran, Krawatte und Hut am ersten Schultag erscheint, dann…
- wird vielleicht (Betonung auf vielleicht!) das ein oder andere Mädel denken: „coooool“, wobei die an dem Tag im Zweifel auch mit was anderem beschäftigt sind
- die restlichen Mädels sind mit was anderem beschäftigt oder finden es doof
- von den Jungs findet es vielleicht (mit wieder Betonung auf vielleicht) auch wer „coool“, wird das aber bestimmt nicht positiv finden, weil sofort der Hahnenmechanismus in Gang kommt
- der Rest der Jungs wird nur mit Hahnenmechanismus reagieren oder mit was anderem beschäftigt sein
- die Lehrer werden mit was anderem beschäftigt sein oder
- sich ihren Teil denken: nämlich dass „der Neue“ offenbar der Meinung ist, er ist der Partyhengst und es an „sittlicher Reife“ für einen disziplinierten Schulbeginn mangeln lässt; die Mutter hat den Stempel „Eislaufeltern“ (stand hier nebenan irgendwo) weg
Es wird also bei einigen zu keiner nennenswerten Reaktion kommen, weil die mit was anderem beschäftigt sind, bei den anderen aber zu einer negativen Reaktion. Eine, die sich - weil erstes Kennenlernen - zack irgendwo im Unterbewusstsein fest setzt. Da kann sich auch ein noch so guter Pädagoge nicht von frei machen.
Viel „Spass“ bei den Folgen…
LG Petra

S: Mir ist es total wurscht, wer seine Kinder wie anzieht,