Copd

Hallo Ihr,

eine Freundin wohnt ziemlich weit weg, wir chatten und telefonieren regelmäßig.

Dass sie COPD hat, ist nichts neues. Nur akzeptieren kann sies noch immer nicht. Obwohl klar ist, dass es sie für immer begleiten wird.

Allerdings macht sie vieles mit sich aus, die Dinge auf den Tisch zu packen, fällt ihr sehr schwer.
Und Hilfe annehmen, „bringt ja doch nichts“.

Habt ihr ne Idee, wie man ihr unter die Arme greifen könnte? Zuhören, schon klar…und weiter? Fällt euch sonst noch was ein?

Liebe Grüße vom Beetlebaby

Hallo,

eine Freundin wohnt ziemlich weit weg, wir chatten und
telefonieren regelmäßig.

was heißt ‚ziemlich weit weg‘ ? In einem fernen Land? Nicht in Deinem Bundesland?

Allerdings macht sie vieles mit sich aus, die Dinge auf den
Tisch zu packen, fällt ihr sehr schwer.

Wann wurde denn die Krankheit diagnostiziert?
Evtl. braucht sie ein bisschen Zeit um sich mit ihrer Krankheit auseinanderzusetzen und sie anzunehmen, zu akzeptieren also, lass ihr die Zeit.

Und Hilfe annehmen, „bringt ja doch nichts“.

Doch, es bringt viel, sich mit ‚Gleichgesinnten‘ auszutauschen,sie muß es nur auch wollen und sehen, es gibt z.B. COPD-Foren und besser noch oder zusätzlich Lungensportgruppen, wo es sehr freundschaftlich und durchaus auch fröhlich zugeht, ohne das einem immer die Krankheit direkt vor Augen geführt wird, es geht hierbei um das Miteinander und Füreinander, in erster Linie, und es tut gut, sich mit Gleichgesinnten austauschen zu können, ohne gleich ob der Erkrankung in tiefe Depressionen zu verfallen und zu erkennen und zu sehen, das man auch durchaus mit COPD noch ein gutes und erträgliches Leben führen kann, auch mit Hilfe eines guten Arztes und einer richtigen Einstellung der benötigten Medikamente, die leider nicht ausbleiben.

Habt ihr ne Idee, wie man ihr unter die Arme greifen könnte?
Zuhören, schon klar…und weiter? Fällt euch sonst noch
was ein?

Lass ihr evtl. erst mal Zeit, um mit der Diagnose überhaupt klar zu kommen.

Gruß
Kieckie

Hallo Du,

Du tust bereits jetzt mehr, als es Freunde für gewöhnlich tun…

Grüße
EP

Hi,

als Ergänzung (nicht als Widerspruch) zu dem bereits Gesagten: Was für ein Typ ist Deine Freundin?

Ich zum Beispiel drücke sehr deutlich aus, ob ich Hilfe brauche oder eben nicht, und ich kann auch sehr gut einschätzen, ob ich hilfe brauche (und wenn ich mich verschätzt habe, mach ich keinem außer mir einen Vorwurf). Falls Deine Freundin da ähnlich gebaut ist, solltest Du die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass sie vielleicht tatsächlich keine Hilfe will.
Ich bn ebenfalls chronisch erkrankt, habe aber keine akuten Probleme. Wenn ein Freund käme (meine Freunbde wissen aber nichts) und mir Hilfe anböte, würde ich sagen, danke, es bringt nichts - du kannst mich nicht heilen, akut brauche ich keine Hilfe, und reden bringt nichts, weil ich mich nicht ausheulen will oder trösten lassen muss. Wenn er dann nochmal kommt, verzeihe ich es milde, danach wird es kritisch.

Bei Deiner Freundin mag das ja anders sein, ich wollte nur mal die Möglichkeit genannt haben. Denn das eine wird tatsächlich bleiben: Du kannst sie nicht heilen, und du kannst ihr auch nur extrem begrenzt helfen. Vielleicht mit zuhören, aber das ist auch alles - wenn sie es braucht, ist es sehr viel, aber wie gesagt, es macht sie nicht gesund :frowning: nur nicht kränker :wink:

die Franzi

Hallo Kieckie,

was heißt ‚ziemlich weit weg‘ ? In einem fernen Land? Nicht in
Deinem Bundesland?

Nicht in einem fernen Land, das nicht, aber in einen anderen Bundesland. Zwischen uns liegen knapp 250 km, leider.

Wann wurde denn die Krankheit diagnostiziert?

Sie weiß schon einige Jahre davon und solang es ging, hat sie es von sich weggeschoben. Sicher gabs Zeiten, wo es ihr nicht gut ging, aber es ging dann doch wieder ein wenig besser und der Mut hat sie nicht verlassen. „Mich schmeist so schnell nichts um.“

Letzte Woche fiel eine Lungenfunktionsprüfung allerdings um etliches schlechter aus, als gehofft. Hängt ganz sicher auch mit dem langen Winter zusammen, denn sie ging immer walken, Rad fahren… das ging ja nun lange nicht. Und jetzt sind ihre Worte: „Besser wird es nicht mehr, nichts mehr dran zu machen.“

Doch, es bringt viel, sich mit ‚Gleichgesinnten‘
auszutauschen,sie muß es nur auch wollen und sehen, es gibt
z.B. COPD-Foren und besser noch oder zusätzlich
Lungensportgruppen,

Einiges habe ich gefunden im Netz. Bei einem war sie, hat sie mir mal verraten, sogar schon mal angemeldet, ist dann aber wieder gegangen. Den Mut der anderen bewundert sie, klar…„nur für mich ist das nichts“.
Gestern habe ich, auch wenns mir mindestens genauso weh getan hat wie ihr gesagt: Du hast nur 2 Möglichkeiten. Kehrs weiter untern Tisch, wehr dich gegen alles, was es dir leichter machen kann…oder aber nimm alles, was du kriegen kannst an Hilfe mit. Überlg dir mal, was für dich besser wäre, denn du bist das Wichtigste was du hast.

Lungensportgruppen und Selbsthilfegruppen habe ich im Netz nur fast 80 km weiter gefunden. Zu weit ums jede Woche zu fahren, erst recht, wenns einem mies geht. Ich hoffe sehr, sie fragt mal beim Lungenarzt, der muss doch sowas auch wissen.

Nur dein…sie muss es nur wollen, das ist genau der springende Punkt.

Ich danke dir und bleib weiter dran. Denn sicher, man kann nicht aus seine Haut. Aber hier gehts um zuviel, als das ich so schnell aufgeben würde.

Bye! Beetlebaby

Kieckie

Hallo EP,

auch dir n Dankeschön. Solche Worte tun gut.

Ich denk halt, dazu sind Freunde da, oder nicht? Mir fehlt die Möglichkeit, sie einfach mal in die Arme zu nehmen, also bleibt mir s zuhören.
Und meine Gedanken kann ich nach dem Auflegen des Telefonhörers nicht abschalten.

Ich wünsch dir einen schönen Nachmittag!
BB

Hallo Franzi,

als Ergänzung (nicht als Widerspruch) zu dem bereits Gesagten:
Was für ein Typ ist Deine Freundin?

Ich nehms nicht als Widerspruch und find schon, du hast recht. Es wird hoffentlich auch wieder Tage geben, da gibts anderen Gesprächsstoff, nur im Moment bleiben wir halt, egal aus welcher Ecke wir uns nähern, immer beim Thema X stecken.

Wenn ichs heilen könnte, wäre ich Erfinder und der glücklichste Mensch auf der Welt, es ist klar, dass es nicht um Heilung geht. Aber mir zumindest darum, alles was möglich ist zu nutzen.
Und wenn dies nur über einen Tritt geht, dann trete ich halt.

Sie hat es mir vor langer Zeit im Vertrauen erzählt und ich weiß, dass es viele in ihrem Umkreis nicht wissen. Es ist ganz allein ihre Entscheidung, wen sie wie weit in sich reingucken lassen möchte.

Aber ich weiß es, weiß auch, dass es ihr schlecht geht, sehr schlecht im Moment und das ist für mich ein Grund, zu überlegen, was ich noch Gutes für sie tun kann.

Und ein kleines bißchen von dieser…hm… Last???.. teile ich im Moment mit euch. Und bin froh, dass ich das tun kann.

Einverstanden?
Ciao! BB

Hallo nochmal,

Nur dein…sie muss es nur wollen, das ist genau der
springende Punkt.

ich wünsche ihr wirklich, das sie es erkennt und Hilfe annimmt.

Ich danke dir und bleib weiter dran.

gerne, ich schicke Dir hier noch zwei Links, die ihr vllt. ja irgandwann einmal helfen können, wenn sie es denn zulässt:

http://www.curado.de/COPD/COPD-Forum-1434/

http://www.lungenemphysem-copd.de/pages/oeffentlich/…

Alles Gute,
Kieckie

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Hallo Kieckie,

danke dir.
Ich geb die Hoffnung nicht auf, denn nach dem, was ich so gelesen hab, besteht zumindest die Möglichkeit, es ein wenig aufzuhalten.

Vielleicht wirds, wenn jetzt wieder ein bißchen Sport möglich ist und sie wieder ein wenig rein kommt, auch ein bißchen besser. Sie würde jetzt sagen, geht nicht, was kaputt ist, ist kaputt…trotzdem wird sie mir die Hoffnung nicht nehmen. Nur so gehts Leben weiter, auch bei mir.

Sicher ist die Aussicht auf möglicherweise eine Sauerstofftherapie nicht grad schön. Erst recht alles versuchen, dass bis dahin noch ne Menge Zeit bleibt. Und drum Gedanken machen, wenn was anderes nicht mehr hilft. Fürs erster halt jeden Tag geniesen, wos ein bißchen besser geht.

Schönen Abend wünsch ich dir!
BB

Hallo,

Habt ihr ne Idee, wie man ihr unter die Arme greifen könnte?
Zuhören, schon klar…

Das ist auch sehr wichtig für sie, wie du anderweitig geschrieben hast:

Es wird hoffentlich auch wieder Tage geben, da gibts anderen Gesprächsstoff,
nur im Moment bleiben wir halt, egal aus welcher Ecke wir uns nähern, immer ::beim Thema X stecken.

und weiter? Fällt euch sonst noch
was ein?

Es läge an dir. Du gehörst scheinbar zu den Personen, die anregen könnten (sollte dich freuen und ehren).
Mal einen Besuch über ein WE planen? Frühling und Sommer sind lang. Vorschlag unterbreiten und gemeinsam die gegenseitigen Möglichkeiten abklären.

Grüße
Tommy

Erfolgsmeldung für alle, die mir geholfen haben!
Hallo Ihr,

ich denke, ihr guckt vielleicht noch mal vorbei und will euch deshalb verraten, dass zumindest ein kleiner Erfolg da ist.

Vorhin hat sie angerufen und mir erzählt, dass sie sich bei so einem Forum angemeldet hat. Dass sies mal wieder verlassen hat vor einiger Zeit war ein Fehler, den sie erst bemerkt hat, als sie drüber nachgedacht hat.
Und ich bin sicher, da gibt es Menschen, die ihr am allerbesten helfen können, mit Tipps und Erfahrungen. Ich bin natürlich auch weiter für sie da, auf jeden Fall, solang sie das möchte.

Thommy, auch dir noch einen Dank, noch ein paar Tage muss ich warten, bis ich Sternchen vergeben darf, dann bekommt ihr alle noch eins. Versprochen!
Natürlich ist es geplant, mal ein paar Tage hinzufahren, schon allein, damit sie mal auf andere Gedanken kommt. Das machen wir eh, von der Krankheit mal abgesehen, ein oder wenns geht auch mehrmals im Jahr. Und ich freu mich drauf.

Schönen Abend wünsch ich euch!
BB