Coronaabstand abhängig von Lungenvolumen?

Hallo,
jemand mit einem großen Lungenvolumen oder eine Person mit erhöhter Speichelproduktion müßte beim sprechen usw. Tröpfchen weiter verbreiten als andere. Ist das so? Sollten Menschen die ein großes Lungenvolumen besitzen oder auch sehr viel Speichel produzieren eher noch größere Abstände einhalten?

Gruß und Dank
Desperado

ich denke das alles umgekehrt.

wegen meines durch eine erkrankung stark reduzierten lungenvolumens achte ICH auf abstand, um mir keine infektion jedweder art einzufangen.

ich erwarte von niemandem und würde es niemandem vorschreiben, abstand und distanz zu wahren. dafür bin ausschließlich ICH selbst verantwortlich und ich kann das auch selbstverantwortlich umsetzen.

wenn alle ähnlich denken würden und nicht angst und repressalien verbreiten würden, wäre uns allen geholfen.

pasquino

Wenn du im Supermarkt an der Kasse nicht die erste Person bist, die nächste Person dir aber schon in den Nacken atmet, würde mich mal interessieren, wie das mit dem

machst. Ich spreche da aus Erfahrung …

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Nach hinten sagen, was stoert. Du hast einen Feind mehr, aber Abstand.

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ich mach da eine einfache deutliche ansage, das hat bisher immer funktioniert.

deutlich schwieriger ist/war es beispielsweise, eine interne geschäftliche schulungs-veranstaltung in einer externen tagungsstätte abzusagen. alles gebucht, kosten, stornierungen usw.

es geht. man muss nur konsequent und sachlich vorgehen.

pasquino

Kollege, liest du alles, was ich schreibe? :stuck_out_tongue: Ich habe da konkrete Aussagen aus seinem Posting zitiert, aber für dich zitiere ich gerne noch etwas:

Darum ging es mir!

Hmm, also doch anderen vorschreiben, Abstand zu wahren?

wenn ich bedrängt werde - und das ist das wesentliche und ursächliche - dann wehre ich mich dagegen. generell, coronaunabhängig.

du wirst das wohl auch so machen…

aber ich mach daraus keinen kategorischen imperativ.

pasquino

In unserem Supermarkt sind Aushänge, dass pro 20 qm ein Kunde eingelassen wird. Aber im Fahrstuhl drängt man sich zusammen. Da ist doch ein Denkfehler. Wenn ich darauf bestehe allein mit dem Fahrstuhl zu fahren, habe ich regelmäßig Diskussionen und Geschrei der anderen Kunden. So schlimm ist es ja wohl nicht, bei drei Fahrstühlen einen anderen zu nehmen.

Bei uns steht am Fahrstuhl, dass max. 4 Personen erlaubt sind, und immer, wenn ich da war, habe ich beobachten können, dass sich die Leute daran gehalten haben. Wobei ich nicht weiß, ob sie mit dem neuen Lockdown die Anzahl verringert haben, angebracht wäre es ja.

Hallo,

Ja, auch ich sehe da eine Korrelation, aber keine zwingende Kausalität. Nach meinem Kenntnisstand macht die Lautstärke und Kraft mit der man spricht oder gar schreit, die Tröpfchenmenge aus. Ein Glasbläser mit gewaltigem Oberkörper, der leise und gedämpft spricht wird wahrscheinlich weniger Tröpfchen und Aerosol in der Luft verteilen, als die schlanke Furie, die lautstark den ganzen Laden zusammenbrüllt.

Man sollte generell mit viel Bedacht mit allen seinen Mitmenschen umgehen. Leise sprechen scheint mir da wichtiger zu sein, als etwas mehr Abstand zu haben. In geschlossenen Räumen zusammen mit Menschen aus anderen Haushalten und ungenügender Entfernung im Freien sollte man die Maske tragen, die dann einen großen Teil der Aerosole auffängt.

Grüße
Pierre

Genau. Bis man diese aber identifiziert hat und mit einem Warnschild versehen kann, sind alle geimpft.
Udo Becker

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Nein. Das funktioniert konsequent nicht. Von 20 Situationen, in denen von hinten oder der Seite jemand zu nahe kommt, ist vielleicht die Hälfte Unachtsamkeit. In diesen Fällen hilft es, etwas zu sagen. In den anderen Fällen artet das in Nullkommanix in eine Diskussion aus, die dazu führt, dass erst recht Aerosole durch die Gegend geblasen werden. Das funktioniert um so besser, je schlechtere Mund-Nase-Bedeckungen das Gegenüber hat, so der Stofffetzen überhaupt beides bedeckt. Man hat damit also nicht nur mit niedriger Distanz zu tun, sondern auch fehlendem Schutz.

Dann gibt es noch die Situationen, in denen es sich schlicht nicht vermeiden lässt, dass man sich zumindest kurzzeitig näher kommt.

Es müssen alle mitspielen.

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Da scheint es noch mehr beachtenswerte Faktoren zu geben:

  1. mit zunehmender Kälte halten sich die Aerosole länger in der Luft ( https://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Corona__ndash__Bei_Kaelte_mehr_Abstand1771015590844.html )
  2. eine defekte Zahnreihe und eine freie Nase helfen beim zusätzlichen Verwirbeln (https://www.spektrum.de/news/verstopfte-nase-foerdert-superspreading/1799819)
  3. eine Immunität gegen Covid-19 hält wohl auch nicht ewig: https://www.spektrum.de/news/covid-19-immunitaet-haelt-bei-den-meisten-mindestens-acht-monate-an/1816175

mfg M.L.

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Ja,
Mindestens 8 Monate sind dem Wortlaut nach jede laengere Zeit als 8 Monate. Zum Beispiel 24 Monate.
Da stellt sich die Frage, warum 8 Monate und warum nicht 24 Monate zugesichert werden? … … … Denk
Das wird gerade geprueft. 8 Monate sind rum, wenn 24 Monate rum sind, kann man vielleicht dann 24 Monate bestaetigen. Das Ergebnis erwarten wir in 24-8 = in 16 Monaten, im April 2022.

Es gibt bereits zwei Coronaviren, die in Deutschland als Erkältungsviren kursieren. Wahrscheinlich ist, so sagte ein hinlänglich bekannter Virologe vor ungefähr 10 Monaten, daß SARS2 - nachdem die Bevölkerung einmal durchinfiziert bzw. geimpft ist - auch als Erkältungsvirus endemisch wird.

Dieses ganze Durcheinander mit der Wirksamkeit, der Immunität usw. geht ein bißchen darauf zurück, daß wohl noch nicht ganz klar ist, ob die Wirkung des Impfstoffs bzw. die Immunreaktion darauf dazu führt, daß man sich erst gar nicht mehr infiziert oder eben vor einem schweren Verlauf weitestgehend (auch die endemischen Cotonaviren) täten gelegentlich) geschützt ist.

Ich glaube nicht, dass das relevant ist. Wie weit du dich ausbreiten, hängt davon ab, wie stark du niesen/husten/sprechen

Abstand einhalten und Maske auf, müßte dann reichen

Wie will man das festlegen? Es steht ja keinem „Lama“ auf die Stirn geschrieben.
Man könnte aber schon sagen, man hält vor solchen Personen einen größeren Abstand ein. Das Lungenvolumen lässt sich so ohne weiteres nicht von aussen bestimmen. Man könnte von der Stimme vielleicht darauf schließen. Wenn derjenige also eine kräftige Stimme hat.
Sicher ist der Ausstoß an infektiösem Material höher, wenn man lauter spricht oder singt und dabei vielleicht noch viel Speichel produziert. Deswegen geht man auch immer noch bei Kindern von einer geringeren Gefahr aus.