Coronavirus: Ziele Covid-19 Maßnahmen

Hallo,
wo liegen eigentlich die Ziele der Massnahmen, die bei der Covid-19 Erkrankung durchgefuehrt werden?
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Soll die Ausbreitung gestoppt werden, so dass in einigen Tagen / Wochen das Virus „verschwunden“ ist? Niemand wird angesteckt, niemand erkrankt, alles vorueber? Wirtschaft wieder Vollgas?
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Soll die Ausbreitung verlangsamt werden? Dafuer spricht, dass fuer die Erkrankten die Mediziner viele Moeglichkeiten haben sollen, den Patienten zu helfen. Solange nicht zu viele Patienten auf einmal der Hilfe beduerfen.
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Wann wird die Ausbreitungswelle zu Ende sein? Wieviele Infizierte wird es gegeben haben, wenn wir in 10 Jahren zurueckblicken? Kann es sein, dass praktisch jeder (bis auf paar Ausnahmen) sich infizieren wird? Dann haetten wir in Deutschland irgendwann zig Millionen Infizierte in Summe, von denen fast alle laengst schon wieder gesund sind. Somit waere Punkt zwei von entscheidender Wichtigkeit, um den Medizinbereich funktionsfaehig zu halten.
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Auch Mediziner werden erkranken und arbeitsmaessig ausfallen, jeder fuer einige Zeit.
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Mit Erreichen einer Impfmoeglichkeit aendert sich selbstverstaendlich der Ablauf. Vielleicht im Sommer 2021 kann ein Impfstoff verbreitet angewendet werden. Bis dahin verzoegern was geht?

#coronavirus

[Überschrift editiert, verschlagwortet vom www Team]

Hallo,

Das wäre sicher das Ideal gewesen, was sich viele wünschen und so manche einer vielleicht sogar für möglich hielt.

Darauf wird es in der Praxis hinaus laufen.

Warte mal, ich suche eben schnell nach meiner Glaskugel.

Die Glaskugel lädt gerade ein Update herunter.

Der Leiter der Virologie der Charité warf die Zahl von 70% in den Raum. 70% der Bevölkerung müssten sich anstecken, um eine Massenimunisierung zu erreichen.

Er präzisierte diese Zahl aber einige Tage später um die Information, dass man derzeit noch gar nicht weiß, ob einmal erkrankte überhaupt immun werden.

Warten wir mal ab.

Grüße
Pierre

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Sollte man dann nicht Corona-Partys veranstalten, wie bei Masern auuch? Damit wären dann die Probleme gelöst :slight_smile:

Eine der dümmsten Ideen, die man dazu haben kann.
Das Kernproblem, neben einer allermeistens harmlos verlaufenden Infektion ist der prozentuale Anteil derer, die intensivmedizinische Hilfe brauchen.
Ab hier nur Mathematik:
Was gibt das Gesundheitssystem her, wieviele Bedürftige werden es sein, wenn sich innerhalb von wenigen Wochen erheblich viele, z.B. durch Coronaparties angesteckt haben werden (Und die Vorerkrankten weiter angesteckt haben werden.)
Die Zahl ist so erschreckend hoch, dass ich die gleich wieder verdrängt habe.

Dann kommt es zu Situationen, die wir uns nicht vorstellen konnten in unserem Schlaraffenland.
Dann ersticken Leute und Ärzte müssen entscheiden, wem sie helfen: Der, der am jüngsten ist?. Die, die es eher schaffen könnte? Und so weiter.

Bitte nicht den Virus suchen gehen.

Im Moment geben sich gerade allerhand Leute unglaublich großartige Mühe, genau diese Situation zu verhindern.
Mal abgesehen vom Sekundärpreis einer eskalierenden Epidemie. Der uns alle treffen wird.

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Es ist ja nun nicht so, daß die verfügbaren Betten in den Krankenhäusern alle frei wären. Im Gegentum: im Moment ist die Auslastung wohl sehr gut, was nicht zuletzt an der noch umlaufenden Grippe liegt und natürlich an den Krankenhausschließungen, hinter denen auch die Idee steht, die verfügbaren Betten an den Bedarf anzupassen. Wobei mit Bedarf die Zahl der Betten gemeint ist, die im allgemeinen durchschnittlich gebraucht wird zzgl. 10% Puffer.

Wie ich an anderer Stelle schon einmal erwähnte: das nächstgelegene Kreiskrankenhaus, in dessen Einzugsbereich gut 100.000 Menschen leben, hat rd. 350 Betten. Man braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, was da wohl los ist, wenn sich innerhalb kurzer Zeit auch nur 10% der Bevölkerung anstecken und davon dann 15% im Krankenhaus auflaufen, bei denen die Krankheit einen schweren Verlauf nimmt.

Hinzu kommt, daß die Vorgaben des RKI vorsehen, daß medizinisches Personal, das einen Infizierten „normal“ (d.h. ohne Schutzausrüstung) behandelte, selber 14 Tage in Quarantäne muß. D.h., es gibt nicht nur zu wenig Betten, sondern auch in kürzester Zeit zu wenig Personal, um die Leute zu behandeln. Das ist übrigens gerade das Hauptproblem in Heinsberg und Umgebung. Dort bricht nämlich gerade die gesamte medizinische Versorgung zusammen, weil immer mehr Ärzte & Co. für 14 Tage ausfallen.

Also: die Erkrankung mag für die meisten harmlos sein, aber in der Gesamtschau ist es schon wichtig, Erkrankungen zu vermeiden bzw. über den Zeitverlauf zu strecken.

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Fuer diese Anstrengungen mal ganz allgemein meinen Dank hinein in den Medizinbetrieb.

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Hallo,
derzeit hoert man ueber die Medien, die Verdoppelung der Infizierten-Zahl geschehe alle ca 6 Tage, und die Regierung will mit den Ausgangsbeschraenkungen die Dauer der Verdoppelung auf 10 Tage erhoehen.
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Auch eine gestreckte Zeit fuer eine Verdoppelung bedeutet Verdoppelung.
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Mit 10 Tagen kommen wir auf
66.900 am 31.03.2020
133.800 am 10.4.
268.000 am 20.4.
536.000 am 30.4.
1.070.000 am 10.5.
2.140.000 am 20.5.
4.300.000 am 30.5.
Stellt sich die Frage, koennen wir vom 10. bis zum 20. Mai die 1 Prozent = 10.000 schwerkranke bis zum 20.Mai heilen, denn dann kommen die naechsten.10.000 in die Intensivstationen (vereinfacht formuliert)
Daraus folgert:
A) selbst 10 Tage fuer eine Verdopplung sind knapp.
B) Die derzeitigen Massnahmen duerften verstaerkt werden.
C) Die Wirtschaft leidet laenger als bis zum Juni
D) Die Ueberlastung des Gesundheitssystems kann nur mit Impfung (millionenfach) vermieden werden.

Mehr Mathe:
Wollen wir herunter auf nur 10 Mio Infizierte gesamt im naechsten Fruehjahr zum geschaetzten Beginn der Impfung von ganz vielen Menschen (nicht erste Versuche mit Impfung), muesste die heutige Ansteckungsgeschwindigkeit auf Verdoppelung in 50 Tagen reduziert werden.
Alles Mathe, doch diese Theorie zeigt, die Massnahmen duerften intensiviert werden und die Wirtschaft leidet llaaannge.