Corporate Social Responsibility

Liebe/-r Experte/-in,

ich setze mich zur Zeit mit dem Thema CSR auseinander. Die Thematik wird in der Literatur ja sehr vielfältig abgehandelt. Ich habe zwei zentrale Fragen, die mir die Literatur nicht beantworten konnte:

  1. Ist das „sozial“ in (C-S-R) gleich ethisch ? Inwiefern lässt sich das gleichsetzen, inwiefern nicht ?

  2. Worin bestehen die Konkretionen, die „CSR“ gegenüber Unternehmensethik bietet ?

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar. :smile:

Lieben Gruß

Lena

Liebe Lena,

übersetze den Begriff CSR doch mit „Unternehmensverantwortung gegenüber der Gesellschaft“. Dann müsste sich Deine beiden Fragen eigentlich von selbst beantworten. Überlege, wie ein gesellschaftsverantwortliches Handeln aussehen wird, wenn der oberster Wert „Profit um jeden Preis heißt“ und der Sharholdervalue anderen Werten übergeordnet ist? Würde sich an dem erkennbaren Handeln etwas änderne, wenn das Unternehmen weitere Werte hätten, die über das pure Profitstreben hinausgehen? Eben.

Bei der Ethik geht es um das „richtige“ Handeln (Emanuel Kant). Das richtige und verantwortliche Handeln wird geprägt durch die Werte, die eine Gesellschaft oder eine Unternehmun hat. Es wäre doch interessant, wenn Du ein paar Firmen befragtest, welche Werte und Grundprinzipien sie haben und wie sich das in ihrem Tun oder Nicht-Tun äußert.

Beispiele: wie kann ich für eine intakte Umwelt sein und gleichzeitig den Absatz von giftigen Desinfektionsmittel oder Duftspendern im WC als Ziel vor Augen haben. Wieso baue ich Waschmaschinen, die der Energieeffizienzklasse C oder schlechter entsprechen? Womit begründe ich die Absatzförderung von großen, emissionsträchtigen Geländefahrzeugen, die nachweislich überwiegend im Stadtverkehr betrieben werden und warum mache ich das 3-Liter Auto so teuer, dass es kein Mensch kaufen will (Bsp. VW-Lupo)? Wieso mache ich meine Mitmenschen mit Zucker-Snacks krank? Warum müssen meine Mitarbeiter im Textillager Atemschutzmasken tragen, wo es sich doch angeblich nur um unbedenkliche Textilien handelt? Wieso bringen wir den Viktoria-Barsch in den Handel, obwohl er unter höchst bedenklichen Bedingungen gefangen und importiert wird? Warum gibt es eine Exportförderung auf Waren, die in anderen Ländern die Landwirtschaft kaputt macht (Beispiel Hühnerfleischexport nach Afrika). Warum verlagern wir gesundheitliche Produktion in Länder aus, deren Gesetzgebung diesbezüglich laxer ist?

Die Liste der Negativ-Beispiele ließe sich fortsetzen. Es gibt aber auch positive, wie z.B. Henkel, die als eine der ersten Waschmittelhersteller auf Phosphate verzichtet hat oder dafür sorgte, dass ihr Waschmittel auch bei niedrigeren Waschtemperaturen wirkt. Die kleine österreichische Schokoladenhersteller Zotter, der seine Rohstoffe aus fairem Handel bezieht und im Herstellerland Afrika aktiv Sozialprojekte fördert.

Ich hoffe, Dir weitergeholfen zu haben.

Beste Grüße,

Sausewind

Hallo Sausewind,

vielen Dank für die schnelle und umfassende Antwort. Da sind wirklich einige interessante Denkanstoße dabei. Dennoch fokussiert mein Arbeitsthema eine andere Richtung:

Ermöglichung einer ‚Corporate Social Responsibility’ durch die Organisationsstruktur des Unternehmens“

In diesem Zusammenhang würde ich gerne betrachten, wie Unternehmen, die im Bereich CSR tätig sind ihre Strukturen ausrichtet um ein Wertemanagement im Unternehmen zu verwirklichen. Wobei die Organisationsstruktur hier als Teil eines ‚Wertemanagements’ verstanden wird.

Dahinter steht die Frage, wie die Organisation aufgebaut ist – Also, welche Abteilungen, Personen usw. mit welchen Befugnissen ausgestattet wurden und wie diese Organisation in praktischen Fällen eine Lösung ethischer Konflikte erleichtert oder behindert hat.

Sind einzelne organisatorische Möglichkeiten z.B. (Ethik-Hot-Line; die Einrichtung einer besonderen Staabsabteilung usw.) im Unternehmen implementiert und wenn ja wo innerhalb der Organisationsstruktur?

…und gerade bei dem Thema CSR und Ausrichtung der Organisationsstruktur ist die Literatur eher dünn besäht. Falls Du noch eine hilfreiche Idee hast, wäre ich sehr dankbar.

LG Lena

Hallo Sausewind,

vielen Dank für die schnelle und umfassende Antwort. Da sind wirklich einige interessante Denkanstoße dabei. Dennoch fokussiert mein Arbeitsthema eine andere Richtung:

Ermöglichung einer ‚Corporate Social Responsibility’ durch die Organisationsstruktur des Unternehmens“

In diesem Zusammenhang würde ich gerne betrachten, wie Unternehmen, die im Bereich CSR tätig sind ihre Strukturen ausrichtet um ein Wertemanagement im Unternehmen zu verwirklichen. Wobei die Organisationsstruktur hier als Teil eines ‚Wertemanagements’ verstanden wird.

Dahinter steht die Frage, wie die Organisation aufgebaut ist – Also, welche Abteilungen, Personen usw. mit welchen Befugnissen ausgestattet wurden und wie diese Organisation in praktischen Fällen eine Lösung ethischer Konflikte erleichtert oder behindert hat.

Sind einzelne organisatorische Möglichkeiten z.B. (Ethik-Hot-Line; die Einrichtung einer besonderen Staabsabteilung usw.) im Unternehmen implementiert und wenn ja wo innerhalb der Organisationsstruktur?

…und gerade bei dem Thema CSR und Ausrichtung der Organisationsstruktur ist die Literatur eher dünn besäht. Falls Du noch eine hilfreiche Idee hast, wäre ich sehr dankbar.

LG Lena.

Hallo Lena,

wenn ich Dich richtig verstanden habe, geht Deine Frage in Richtung Wertemanagement. Meiner Meinung spielt hier die Geisteshaltung des Top-Managements und der Eigentümer die wesentliche Rolle. Organisationsstrukturen helfen da wenig. CSR und Nachhaltigkeit sind eine Philosophie, die von der Unternehmensspitze gewollt und vorgelebt werden muss. Die Unternehmensstruktur spielt da keine Rolle. Oder hast Du ein Diplomarbeitsthema und musst alles in diese Richtung biegen?

Ich kenne Unternehmen, die CSR-Stabstellen und -Beauftragte haben, weil es momentan zum guten Ton gehört. Das lebt nicht, das ist tot und reine Ressourcenverschwendung. Die Leute in diesen Abteilung sind auch hochgradig frustriert, weil sie genau das Gegenteil von dem erleben, was sie für richtig heißen. Aktuelles Beispiel ist der Paketdienst der Post (DHL) in den USA, die ihre Mitarbeiter dort ausbeuten. Oder denke an Siemens, die Schmiergeldzahlungen nicht nur geduldet sondern gefördert haben, oder die Deutsche Bahn, die ihre Mitarbeiter bespitzelt hat. Bei kleinen und mittleren Betrieben sieht es auch nicht besser aus: wie glaubwürdig wirkt ein Chef, wenn er zu Sparmassnahmen aufruft und sich zwei Wochen später einen neuen Luxuswagen auf den Firmenparkplatz stellt. Von den Bonuszahlungen bei nachhaltigem Misserfolg möchte ich gar nicht reden. Das hat etwas mit Charakter zu tun!

Natürlich kann man Werte auch schulen, aber das passiert unabhängig von der Organisationsstruktur. Vielleicht ist eine Werte-Polizei hilfreich, um die Aufmerksamkeit und das Wertebewußtsein zu schärfen. Wenn man so etwas einrichtet, muss man aber auch den Mut haben, die Konsequenzen daraus zu ziehen.

Ein Geschäftsführer hat mir neulich gesagt:„Meine Mitarbeiter wissen nicht, was CSR ist, aber sie handeln in diesem Sinn.“ Und genau das ist es, um das es geht. Um den Geist und die Einstellung. Das braucht keine besonderen Strukturen. CSR muss gelebt werden.

Beispiele: Das Kunststoffunternehmen Poloplast in Oberösterreich hat in den lettzten 5 Jahren den Anteil an giftigen PVC-Rohen um 50% gesenkt, gleichzeitig haben sie einen 4-Schicht-Betrieb eingeführt. Beides war riskant, weil die Verwendung von anderen Rohstoffen und der 4-Schicht Betrieb die Kosten erhöht hat. Letztlich war es aber erfolgreich, weil die Firma Marktanteile mit neuartigen Produkten gewinnen konnte. Aufgrund der zusätzlichen Schicht sind die Krankenstände zurückgegangen und die Mitarbeiterzufriedenheit ist gestiegen. Dadurch sind die Personalkosten letztlich gesundken und die Qualität hat sich verbessert. An der Organisationsstruktur hat sich nicht geändert. Es war einzig und alleine der Wille der Geschäftsführung etwas zum Guten zu ändern und erst in zweiter Linie auf den Profit zu schauen.

Oft würde es schon helfen, die Mitarbeiter in die Kirche zu schicken, damit sie sich mit Glauben und Nächstenliebe beschäftigen.

Soweit so gut, jetzt muss ich etwas zur Klimaneutralität tun und schwinge mich aufs Fahrrad. Seit langem haben wir wieder schönes Wetter :smile:

Würde mich freuen, wenn Du mich übr Deine Gedankengänge und Erkenntnisse auf dem Laufenden hältst.

Gruß,

Sausewind

Hey Sausewind,

hoffe Du kannst das gute Wetter ein wenig genießen. :smile: Ich hocke hier in der Bibliothek und bin fast am verzweifeln :frowning:
Deine Vermutung war vollkommen richtig. Ich schreibe z.Z. meine Bachelorarbeit und muss die ganze Thematik in diese Richtung drücken.

Mein Thema: „Ermöglichung einer CSR durch die Organisationsstruktur des Unternehmens“ …STEHT ! :frowning:

Ich bin auch der Meinung, dass das Thema komplett fehlformuliert ist. Wichtige Aspekte wie die Unternehmenskultur, partizipative Führung, intrinsische Motivation durch Identifikation werden garnicht berücksichtigt.

Mein Prof. stellt sich das wohl wie folgt vor:

Darstellen, was alles zu einem Wertemanagement gehört und dann auf die Organisationsstrukturen beziehen, und deren Möglichkeiten beschreiben, alles was was zu einem Wertemanagement gehört zu verwirklichen.

Dabei stellt er sich wohl vor, dass ich auf verschiedene Organisationsmodelle eingehe und überprüfe, ob sie mögliche Konflikte zwischen ökonomischen Zielen und ethischen Prinzipien trasparent machen und ihr Überwindung ermöglichen, oder aber nicht !

Dabei soll ich dann auch auf die von dir erwähnten organisatorischen Möglichkeiten bezug nehmen (Ethik-Hotline ; Einrichtung einer Stabsabteilung usw.)

Natürlich soll das Ganze mit Beispielen aus der Praxis geschmückt werden. (Wer hat welche Befugnisse, wie ist das Unternehmen aufgebaut und wie erleichtert diese Organisation die Lösung ethischer Konflikte)

Wie Du siehst wird das eine sehr trockene und meiner Meinung nach nicht sinnige Abhandlung des Themas werden. Die Literaturbasis ist total schwach. (einzelne ethikförderliche Organisationsstrukturen werden genannt. --> flache Hierarchien, kommunikatives Klima usw.)

Dennoch das ganze nicht erfüllend. Ebenso bin ich mir nicht sicher, was der Prof. erwartet!

Soll ich auf total veraltete Organisationsmodelle (Stab-Linien-Organisation) eingehen und dann sagen…ohhh sehr steile Hierarchie, schlechte Kommunikation, das ist aber nicht gut für eine gelebte Unternehmenswerte?!

Das kann doch nicht der Sinn der Arbeit sein, vorallem weil deine genannten Beispiele zeigen, wie interessant und vielseitig (vorallem praxisnah) das Thema CSR betrachten und analysieren kann.

Falls Du irgendwelche Ideen hast, ich nehme ALLES dankend an, denn z.Z. weiß ich nicht, wie ich dieses Thema bewältigen soll.

Lieben Gruß :smile:

Lena

Hi Lena,

hocke hier in der Bibliothek und bin fast am verzweifeln :frowning:

Das gehört einfach zum Studium, da müssen alle einmal durch. :wink:

Ein kleiner Tipp an dieser Stelle: schau doch einmal was AMAZON zum Thema Wertemanagement zu bieten hat. Lies vor allem die Rezensionen, da bekommst Du einen guten Überblick über Meinungen und Ansatzpunkte für Deine Ausführungen.

Mein Thema: „Ermöglichung einer CSR durch die
Organisationsstruktur des Unternehmens“ …STEHT ! :frowning:

Dann mach doch einfach am Ende des Titels ein Fragezeichen hin. Vielleicht eröffnet sich dann bei Dir eine völlig neue Perspektive. :smile:

Ich bin auch der Meinung, dass das Thema komplett
fehlformuliert ist…

Du könntest natürlich auch das Thema etwas abwandeln, wie klingt z.B. dieses: „Einführungsstrategien von CSR unter Berücksichtigung unterschiedlicher Organisationsformen.“

Mein Prof. stellt sich das wohl wie folgt vor
Darstellen, was alles zu einem Wertemanagement gehört und dann
auf die Organisationsstrukturen beziehen, und deren
Möglichkeiten beschreiben, alles was was zu einem
Wertemanagement gehört zu verwirklichen.

So weit ist diese Übung einfach: Du stellst einfach auf 10 bis 15 Seiten dar, was man denn unter Wertemanagement versteht und wie sich die Autoren vorstellen, wie man so etwas im Unternehmen umsetzen kann. Achte darauf, worin sie sich in der Meinung unterscheiden und wo sie sich einig sin.

Dabei stellt er sich wohl vor, dass ich auf verschiedene
Organisationsmodelle eingehe

Genau, jede unterschiedliche Organisationsformen haben natürlich einen unterschiedlichen Bedarf an Kommunikation. Zehn Mitarbeiter kann ich auf Zuruf führen, bei 30.000, die im In- und Ausland verstreut sind und auf rechtlich eigenständige Organisationen aufgeteilt sind, schaut es schon anders aus.

… und überprüfe, ob sie mögliche
Konflikte zwischen ökonomischen Zielen und ethischen
Prinzipien trasparent machen und ihr Überwindung ermöglichen,
oder aber nicht !

Alleine das wäre schon ein Masterthema. Natürlich kommen global tätige Unternehmen sehr schnell in einen ethischen Zielkonflikt, denke an das Beispiel der DHL. Oft werden Dinge ins Ausland verlagert, die bei uns verboten sind, z.B Verchromung, Stonewashed Jeans, deren Herstellung ganze Flüsse in Afrika versauen und die Leute vergiften etc. Kleine Unternehmen können das nicht, was aber nicht heißt, dass sie es nicht tun würden, wenn sie könnten.

Natürlich soll das Ganze mit Beispielen aus der Praxis
geschmückt werden. (Wer hat welche Befugnisse, wie ist das
Unternehmen aufgebaut und wie erleichtert diese Organisation
die Lösung ethischer Konflikte)

Dazu könntest Du ja eine Umfrage bei verschiedenen Betrieben durchführen. Suche Dir zu jedem Organisationstyp 5 Firmen und befrage sie zu Deinem Thema. Frage dort nach, wie sie CSR eingeführt haben und was sie tun, um es zu leben. Das würde Dir den Frust in der Bibliothek nehmen und Deiner Arbeit sogar einen wissenschaftlichen Anstrich geben.

Wie Du siehst wird das eine sehr trockene und meiner Meinung
nach nicht sinnige Abhandlung des Themas werden. Die
Literaturbasis ist total schwach.

Bist Du immmer noch dieser Meinung? Eben! Deshalb gehe raus und mache eine Primärstudie daraus, das ist wesentlich interessanter und verhindet, dass Du Deine Zeit mit Abschreibübungen verschwendest. Da wird auch Dein Prof. die Augen aufreißen, ich garantiere es Dir!

(einzelne ethikförderliche

Organisationsstrukturen werden genannt. --> flache
Hierarchien, kommunikatives Klima usw.)

Das liegt doch auf der Hand, oder? Der Hausverstand läßt Grüßen. :wink:
Aber solche Strukturen hat nicht jeder und nur wegen CSR werden die wenigsten ihre Organisationsstruktur ändern, oder? Benutze Deinen Hausverstand! Und ich denke, dann bist du auch auf der Linie Deines Profs: denn dem geht es wahrscheinlich darum, herauszuarbeiten, welche Einführungsstrategien für die jeweilige Organisationsform die geeigneste ist. Allerdings bist Du damit meiner Meinung nach schon im Bereich einer Masterthesis.

Für eine Bachelorarbeit würde es meiner Meinung nach genügen, aufzuzeigen, welche Einführugsstrategien und Maßnahmen zur Etablierung derzeit bei unterschiedlichen Organisationen erkennbar sind.

Wenn Du geschickt bist, kannst Du Dir mit Deiner Bachelorarbeit vielleicht später zu einer Masterhesis ausbauen, falls Dich das Thema dann immer noch interessiert.

Dennoch das ganze nicht erfüllend. Ebenso bin ich mir nicht
sicher, was der Prof. erwartet!

dann frage ihn doch. Aufgabenklärung ist eines der wichtigsten Dinge im Leben. Auch später im Job. Und das kannst Du jetzt lernen. Geh mit Deinen Überlegungen zu Deinem Prof, rede mit ihm über Deine Bedenken und Lösungsansätze. Wenn der merkt, dass Du Dir Gedanken machst, wird er auch mit Dir diskutieren. Du würdest es an seiner Stelle auch so machen, oder nicht? Wichtig ist, dass Du frühzeitig ein klares Ziel für Deine Arbeit formulierst und das von Deinem Prof auch genehmigen lässt! Das fehlt den meisten Diplomarbetien, deshalb gibt es auch so viel Wissensmüll. :wink:

Ich hoffe, es waren ein paar Gedanken dabei, die Dich motivieren konnten und Deinem Vorhaben einen Sinn geben.

Gruß, Sausewind

Hallo,

CSR kann nur ein Teil des Fachgebietes Wirtschaftsethik sein, da die Ethik nicht nur soziale Belange der Unternehmen betrifft, sondern alle Beteiligten einer Gesellschaft tangiert. Wirtschaftsethik umfasst auch Corporate Citizenship, Corporate Governance, Individualethik, Institutionenethik, Antikorruption, Sozialstandards usw.

CSR bzw. CSR-Konzepte beleuchten die Verantwortungskette vorrangig in größeren Unternehmenn und die so beteiligten Stakeholder des Unternehmens. In KMU’s wird dies meist nicht als „extra“-Aktivität aufgefasst. Einen guten Ausgangspunkt bildet die Verantwortungspyramide von Caroll.

Viele Grüße sendet
Silvia

Hallo,

die Frage ist ja nun etwas her. Sorry.

„S“ steht für social. Nun stellt sich die Frage, wie man „social“ richt ins Deutsche übersetzt. Meiner Meinung kann das „social“ mit „gesellschaftlich“ übersetzt werden. Ob „gesellschaftlich“ gleich „ethisch“ ist … ???

Die 2. Frage ist ein gutes Diplomarbeitsthema :wink:
Ist Unternehmensethik nicht CSR? Dies hängt sehr vom Standpunkt ab. Michael Porter mit seiner strategischen Ausrichtung hat einen anderen Schwerpunkt als Milton Friedman, der von der Einhaltung gesellschaftlicher Regeln spricht.

Es ist ein weites Feld. Jeder macht sich seine eigene Definition. Es liegt nun aber auch daran, dass jeder einer anderen Denkschule angehört und die Anforderungen so unterschiedlich sind. Google hat andere Herausforderungen zu meistern als BP …

Ich empfehle den Original Text von Friedman zu lesen. Er spricht da nicht von „The Business of Business is Business“, sondern von der Gewinnmaximierung unter Einhaltung der Regeln, welche per Gesetz und ***gesellschaftlicher Norm*** vorgegeben sind.

Letztlich waren die 2 Fragen aus Bereich Germanistik oder Philoshie.

Wünsche viel Glück bei der Arbeit und sorry für die späte Antwort.

Gruß & viel Erfolg