Hallo Wolfgang,
Kortison wird ja selbst in der Nebennierenrinde vom Körper gebildet.
Zu unterschiedlichen Tageszeiten, wird auch unterschiedlich viel gebildet. Deshalb ist die Verabreichung genau zu überlegen.
Durch Medikamentengabe entsteht jetzt ein Überschuß und der Körper reagiert darauf…siehe dicke Hand, weil Kortison auch in der Wasserhaushalt eingreift.
So wie ich das mal vor langer Zeit gelernt habe, täuscht ein zu viel an Kortison, dem Körper einen anderen Zustand im Körper vor.
Das Medikament ist eigentlich als Therapie von Entzündungszuständen gedacht. Ist denn Dein Handgelenk entzündet???
Es dockt an Zellrezeptoren an und das Immunsystem denkt…prima…alles in Ordnung. Also wird das Immunsystem dadurch unterdrückt, reagiert erst wieder, wenn es kein Medikament mehr gibt.
Wird das Medikament nicht mehr verabreicht, kehrt meist der alte Zustand zurück oder es wird besser.
Aber jeder Körper ist anders und bei Dir ist es dann wohl nicht die richtige Therapie.
Ich denke auch nicht, dass der Effekt später kommt, denn Kortison wirkt ja eigentlich sofort.
Vielleicht ist in Deinem Fall eine Ruhigstellung mit einem Compressionsverband, der über die Finger gehen sollte, für das Handgelenk besser.
Die Ursache dafür muß gefunden und ausgeschalten werden. Wie z.B. veränderte Arbeitsweise. Vielleicht kann Dir da eine Krankengymnastin einige Tipps geben.
Denn auf Dauer sind ja Medikamente auch nicht hilfreich.
Das Handgelenk kannst Du aber erst Bandagieren, wenn die Flüssigkeit raus ist. Ansonsten wird das Gewebe zu sehr gequetscht. So oft wie möglich hochlagern. Und wenn es nicht möglich ist, eine leichte Faust machen, denn durch die entstandene Spannung, kann das Gewebe nicht so volllaufen.
Alles Gute
merkur3