Cost Average Effekt

Hallo,

in Fonds kann man auch per Einmalbetrag investieren, statt länger per Spareinzahlungen.

Ist es nicht lohnenswerter, einen angenommenen Betrag in Höhe von 5000,- € per Sparplan verteilt auf einen Zeitraum kontinuierlich anzulegen?
Z.B. 100-500 € montlich.

Würde man einmalig den Betrag anlegen, würde dieser natürlich sofort an der Fondentwicklung partizipieren, jedoch könnte man doch über den Sparplan/Cost Average Effekt mehr Anteile erwerben und dies wiederrum würde sich in einer höheren Rednite ausdrücken?

Für wen lohnen sich denn eigentlich Einmalanlagen? (eine längere Anlagedauer in diesem Fond vorausgesetzt)

danke.

Hallo,

in Fonds kann man auch per Einmalbetrag investieren, statt
länger per Spareinzahlungen.

Ist es nicht lohnenswerter, einen angenommenen Betrag in Höhe
von 5000,- € per Sparplan verteilt auf einen Zeitraum
kontinuierlich anzulegen?
Z.B. 100-500 € montlich.

Würde man einmalig den Betrag anlegen, würde dieser natürlich
sofort an der Fondentwicklung partizipieren, jedoch könnte man
doch über den Sparplan/Cost Average Effekt mehr Anteile
erwerben und dies wiederrum würde sich in einer höheren
Rednite ausdrücken?

Hallöchen!

Die Rechnung ist eigentlich ganz einfach:
Bei Fonds mit starker Volatilität (Schwankung) wie Aktienfonds, Themenfonds, risikoreichen Rentenfonds etc. macht fast immer ein Sparplan Sinn. Die von Dir angesprochenen reduzierten durchschnittlichen Einstiegskosten ziehen die Effektiv-Rendite nach oben. Klappt aber halt nur, wenn die Kurse zwischenzeitlich auch mal nachgeben.
Wenn du einen Fonds mit stetiger Wertentwicklung hast wie konservative Rentenfonds, Immobilienfonds (ja, das mein ich ernst) und Geldmarktfonds, macht eine Einmalzahlung merh Sinn. Der Zinseszinseffekt ist immer größer als der Effekt durch den Cost Average Effekt - hier würdest du bei diesen Fonds nämhlich durchschnittlich mehr für die Anteile zahlen.

Für wen lohnen sich denn eigentlich Einmalanlagen? (eine
längere Anlagedauer in diesem Fond vorausgesetzt)

danke.

Im ersten Fall (s.o.) für jeden, wenn er
a) den richtigen Fonds
b) den richtigen Zeitpunkt
c) die richtige Bank
d) den richtigen Ausstiegszeitpunkt kennt.
Also… für nicht so viele …

Im zweiten Fall für jeden!

Frank

Das leuchtet ein, danke für die Erklärung.

Jetzt hab ich aber noch eine kurze Frage:
Wenn man nun jung ist (10 Jahre laufen sollen.

Geldmark-, Renten und andere Fonds empfinde ich eher als kurz bis mittelfristige Anlage, die man auch 3-5 Jahre besparen kann und wenig(er) Risiko darstellen.

Jetzt wird aber oftmals empfohlen noch immer min. einen Rentenfonds neben den Aktienfonds laufen zu haben, falls diese doch mal im Minus stehen…

Ich finde das aber bei der obigen Laufzeit der Aktienfonds, und dem Alter des Anlegers aber eher unnötig(?). Denn je länger Aktienfonds laufen, desto verlustärmer werden sie doch?!
Ist die empfehlung eines zusätzlichen Rentenfonds denn praktikabel - in so jungen Jahren-, oder eher verschenkte Rendite?

kurambu

Das leuchtet ein, danke für die Erklärung.

Jetzt hab ich aber noch eine kurze Frage:
Wenn man nun jung ist (10 Jahre laufen sollen.

Ist die empfehlung eines zusätzlichen Rentenfonds denn
praktikabel - in so jungen Jahren-, oder eher verschenkte
Rendite?

kurambu

Oha, da fragst du leider jemanden, der das Thema Risiko nicht anfasst wie ein Virologe, sondern eher wie ein Torrero.
Ich sehe es genauso wie Du - das Geld, was man WIRKLICH ÜBRIG hat und in den nächsten 3-7 JAHREN NICHT braucht, kann man mit monatlichen Sparplänen in Aktienfonds investieren.
Das Problem dabei ist eigentlich „nur“, dass man sich vernünftige aussuchen muss. So gibt es Fonds, die auch heute noch nicht Ihren Stand von 2000/01 erreicht haben, manch andere hatten das schon in 2004 erledigt. Wieder andere hatten in den letzten 5 Jahren kaum Verluste.
Aber die Suche ist zum einen aufwändig, nicht unkompliziert und für den Laien eher schwierig. Zum anderen macht eine Investition nur dann Sinn, wenn die Plattform passt, auf der Du zu geringen Gebühren handeln kannst und investiert bleiben kannst. Und zuguterletzt musst du natürlich entweder selber ein Auge drauf haben oder jemanden haben, der das für dich tut :wink:
Aber wenn du das berücksichtigst: Nur zu!

Frank Wilke

hallo kurambu,

das ist richtig. aber nur, wenn es sich um einen teilbeitrag eines gesamtportfolios handelt.
besonders geeignet für schwankungsintensive märkte wie emerging markets oder rohstoffe.
bei einem konservativen produkt eher nicht.

strubbel
Z:open_mouth:)

Das Problem dabei ist eigentlich „nur“, dass man sich
vernünftige aussuchen muss.
Aber die Suche ist zum einen aufwändig, nicht unkompliziert
und für den Laien eher schwierig.

Bei über 9000 Fonds… wie wahr.

Gehen wir mal aus, man hat seine(n) Fonds gefunden:
Theoretisch sollte es ja ausreichen, einen Fonds „welt“, einen Fond „europa“ und vielleicht noch Osteuropa/“emering market“ bzw. Asien etc. zu besparen…

Wäre es unsinnig, als Anleger nicht auch zwei Fonds „Europa“ zu halten?
Gehen zwar beide auf eine Region, aber können ebenso beide gut laufen…, oder eben schlecht… die Chancen sind aber auch nicht schlechter wenn man nur einen „europa“ nehmen würde, oder?

Gruß,
kurambu

Laufzeit
p.s.
kann man eigentlich irgendwo im internet auch sehen, ob bestimmte Fonds in ihrer Laufzeit begrenzt sind? z.B. nur 10 Jahre laufen.

p.s.
kann man eigentlich irgendwo im internet auch sehen, ob
bestimmte Fonds in ihrer Laufzeit begrenzt sind? z.B. nur 10
Jahre laufen.

Laufzeitbegrenzungen gibt es eigentlich nur bei Garantiefonds innerhalb von Lebensversicherungen… oder anders gesagt: Ich kenne sowas nicht aus anderen Fällen.
Frank

Das Problem dabei ist eigentlich „nur“, dass man sich
vernünftige aussuchen muss.
Aber die Suche ist zum einen aufwändig, nicht unkompliziert
und für den Laien eher schwierig.

Bei über 9000 Fonds… wie wahr.

1.) Streiche alle, die den Vergleichsindex NICHT dauerhaft schlagen.
–> Rest ca. 250
2.) Streiche alle, die nicht den Regionen, Themen oder Risikoklassen entsprechen, in denen Du anlegen willst
–> Rest ca. 25
Das ist doch schon übersichtlch oder? :wink:

Gehen wir mal aus, man hat seine(n) Fonds gefunden:
Theoretisch sollte es ja ausreichen, einen Fonds „welt“, einen
Fond „europa“ und vielleicht noch Osteuropa/“emering market“
bzw. Asien etc. zu besparen…

z.B., wenn das Deiner Neigung entspricht … Ich würde noch ein paar Rohstoffe dazu packen.

Wäre es unsinnig, als Anleger nicht auch zwei Fonds „Europa“
zu halten?

Nö…

Gehen zwar beide auf eine Region, aber können ebenso beide gut
laufen…, oder eben schlecht… die Chancen sind aber auch nicht
schlechter wenn man nur einen „europa“ nehmen würde, oder?

Ich würde dann schon Fonds von zwei Gesellschaften nehmen, oder zumindest von zwei verschiedenen Fondsmanagern, sonst ist der Sinn doch eher begrenzt.

Gruß,
kurambu

Munter!
Frank

hallo kurambu,

erstens hast du nach dieser aufteilung nur aktien im portfolio und zweitens gibt es mehr als nur fonds.

strubbel
$:open_mouth:)

Hallo,

der Cost Average Effekt ist ein Marketingtrick der Fondsbranche.

Ist es nicht lohnenswerter, einen angenommenen Betrag in Höhe
von 5000,- € per Sparplan verteilt auf einen Zeitraum
kontinuierlich anzulegen?
Z.B. 100-500 € montlich.

gemäß Cost Average Effekt wäre die Antwort: Der Sparplan ist im Durchschnitt günstiger.

Nur diese Frage stellt sich für den Anleger nicht. Wenn ich 5000 € anzulegen habe, hilft es mir nicht zu wissen, wie sich Sparpläne verhalten. Ich brauche ja eine Anlage meiter 5000 €! Es gibt keine Alternative: Entweder Sparplan oder Direktanlage.

Hallo,

der Cost Average Effekt ist ein Marketingtrick der
Fondsbranche.

Leider schon der zweite Beitrag heute, dem ich entschieden widersprechen muss. Der Cost Average Effekt ist eine für jeden Taschenrechner-Bediener nachzurechnende Möglichkeit, bei schwankenden Kursen GERADE BEI FALLENDEN MÄRKTEN durch den Kauf von mehr Anteilen den durchschnittlichen Einsteigskurse abzusenken.
Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, ist bei steigenden Kursen und/oder gleichbleibenden Kursen der Zinseszinseffekt weitaus größer.
Aber das als Marketingtrick zu bezeichnen, ist einfach falsch!!!

Der Sparplan ist im Durchschnitt günstiger.
Nur diese Frage stellt sich für den Anleger nicht. Wenn ich
5000 € anzulegen habe, hilft es mir nicht zu wissen, wie sich
Sparpläne verhalten. Ich brauche ja eine Anlage meiter 5000 €!

ich denke, hier liegt ein Tippfehler vor… was sollte da statt „meiter“ stehen?

Es gibt keine Alternative: Entweder Sparplan oder
Direktanlage.

Der ist gut! Was soll das heißen? Der Satz ist gleichbedeutend mit einer Aussage:
„Sie haben keine Richtungswahl, entweder links oder rechts“
oder
„Sie haben keine Alternative: Sie machen es, oder Sie lassen es!“

Ein verwirrter Frank Wilke

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Hallo,

was soll da statt „meiter“ stehen?

Sorry! „meiner“ wäre richtig gewesen

Der Cost Average Effekt ist eine für jeden
Taschenrechner-Bediener nachzurechnende Möglichkeit, bei
schwankenden Kursen GERADE BEI FALLENDEN MÄRKTEN durch den
Kauf von mehr Anteilen den durchschnittlichen Einsteigskurse
abzusenken.

unbestreitbar und unbestritten

Aber das als Marketingtrick zu bezeichnen, ist einfach
falsch!!!

Der Marketingtrick ist nicht der Cost Avarage Effekt für sich, sondern das Gegenüberstellen von Einmalanlage und Sparplan.

Es gibt keine Alternative: Entweder Sparplan oder
Direktanlage.

Der ist gut! Was soll das heißen? Der Satz ist gleichbedeutend
mit einer Aussage:
„Sie haben keine Richtungswahl, entweder links oder rechts“
oder
„Sie haben keine Alternative: Sie machen es, oder Sie lassen
es!“

Der Kunde hat ein konkretes Anlageproblem. Er hat entweder einen festen Betrag zum Anlegen oder den Wunsch, regelmäßig etwas auf die Seite zu legen.

Will er einen festen Betrag (z.B. 5000 €) anlegen, so kann er ausschliesslich die Einmalanlage wählen. Würde er nun sagen: Prima, der Sparplan bietet mir den Cost Average Effekt, also wähle ich den Sparplan! so würde er feststellen, dass der Abschluss des Sparplans sein Problem der Anlage seines bestehenden Kapitals nicht löst.

Der Anleger mit den 5000 € hat also wirklich keine Wahl. Er muss sich für die Einmalanlage entscheiden.

Das gleiche gilt auch für den Kunden, der regelmäßig etwas beiseite legen will. Was hilft dem die Kenntnis der Möglichkeit der Einmalanlage.

Wir haben hier also 2 unterschiedliche Problemstellungen (mit 2 unterschiedlichen Lösungen). Die eine mit der anderen zu vergleichen ist einfach nicht sachgerecht.

Bei der Gelegenheit zum Thema „Marketing“ bemerkt: Ich habe noch nie eine Fondsgesellschaft gesehen, die bei ihren Auszahlungsplänen den Kunden vor dem „umgekehrten Cost Averaging Effekt“ gewarnt hätte…

Der Kunde hat ein konkretes Anlageproblem. Er hat entweder
einen festen Betrag zum Anlegen oder den Wunsch, regelmäßig
etwas auf die Seite zu legen.
Will er einen festen Betrag (z.B. 5000 €) anlegen, so kann er
ausschliesslich die Einmalanlage wählen.
Der Anleger mit den 5000 € hat also wirklich keine Wahl. Er
muss sich für die Einmalanlage entscheiden.

Das ist doch nicht richtig, sorry. Wer ZWINGT mich denn, alles auf einmal anzulegen? Mit Anlage mein ich eine wirkliche Anlage, und nicht ein parken auf einem Tagesgeldkonto.
Das schöne daran, Kapital zu haben, ist doch die Möglichkeit sich entscheiden zu können, ob ich nun mal alles auf einen Schlag anlege oder parke und ratierlich einzahle.

Das gleiche gilt auch für den Kunden, der regelmäßig etwas
beiseite legen will. Was hilft dem die Kenntnis der
Möglichkeit der Einmalanlage.

Das ist wohl wahr. Ich kann bei einem Haushaltsüberschuss von 100€ monatlich ohne Kapital keine Einmalanlage von 5.000€ tätigen. Hurra, wir sind uns einig :wink:

Frank Wilke

Hallo,

Das ist doch nicht richtig, sorry. Wer ZWINGT mich denn, alles
auf einmal anzulegen? Mit Anlage mein ich eine wirkliche
Anlage, und nicht ein parken auf einem Tagesgeldkonto.
Das schöne daran, Kapital zu haben, ist doch die Möglichkeit
sich entscheiden zu können, ob ich nun mal alles auf einen
Schlag anlege oder parke und ratierlich einzahle.

Dann muss ich aber anders vergleichen. Vergleich wäre dann eine Einmalanlage gegen eine Kombination aus einem Sparplan, der aus einem (niedrig verzinsten) Tagesgeldkonto gespeist wird.

Hier haben wir den gleichen Cash Flow und damit eine sinnvolle Vergleichbarkeit. Nur wird diese Form im Marketing nicht gewählt, da der Sparplan dann (bedingt durch den niedrigen Tagesgeldsatz) schlechter als die Einmalanlage abschneiden kann.