wie schon geschrieben sind wir dabei ein Haus zukaufen - und die eine oder andere Frage wird hier sicher noch im Forum fallen!
Wir haben uns nun praktisch für ein Haus entschieden! Der Makler hat es uns reserviert - er ist im Urlaub und in 10 Tagen wieder da.
Wie geht man nun weiter vor? Wie verhandelt man am besten über den Kaufpreis?? Was ist mit der Courtage - wie setzt sie sich vor allem zusammen? Wir finden die mit 5,8% sehr hoch! Sind „Bank-Makler“ grundsätzlich bereit darüber zu verhandeln?
Sollte man in jedem Fall einen Bau-Sachverständigen zu einer 2. oder 3. Besichtigung mitnehmen?
gezielte Frage nach Mängel - wenn welche da sind, müssen diese in dem Kaufvertrag aufgezählt werden. Wenn nämlich dann später versteckte, nicht gemeldete kommen, hat man einen Anspruch auf Schadensersatz oder Minderung, ggf. Rückgabe.
Vergleichbare Häuser in vergleichbarer Lage ansehen, deren Preise ermitteln und wenn diese billiger sind, dann den Verkäufer darauf hinweisen.
Frech sein - Wenn jemand 220.000 verlangt, dann biete ich 180.000 - Ergebnis 200.000 (die Immobilien, die wir kauften, hatten eine ähnliche Preisentwicklung erlebt - nur härter)
Vorher in das Grundbuch schauen. Wenn dort ein ZV-Vermerk ist (eine Zwangsversteigerung droht), dann gibt es mit Sicherheit einen Sonderrabeatt.
Normal sind 3 % zzgl. MwSt als Maklerprov. (außer, seltsamerweise in der Berliner Region; da wird noch mehr verlangt). Grundlage ist der Kaufpreis, der beim Notar vereinbart wurde. Wenn der Banker/Makler nicht mitzieht, dann ihm klarmachen, daß man das Haus nicht kaufen will. Der soll sich die fehlende Provision beim Verkäufer holen. Klingt hart - mir geht es nicht anders! Ich bin selbst in der Branche tätig.
Sachverständiger ist nur dann notwendig, wenn Du Zweifel an der Qualität des Hauses hast oder die Preisvorstellung jeseits von Gut und Böse ist. Marktpreis zB rund 200.000 - Kaufpreisforderung 300.000; da ist dann was faul. Vorab hilft gezielte Frage nach Mängeln und Altlasten (was war früher auf dem Grundstück - eine Deponie? Bergbau darunter?). Wie sieht die Umgebung aus (Sägewerk, Großstallungen, laute Industriebetriebe)?
Es ist nicht zu empfehlen, dß zB beim Notar 150.000 beurkundet werden und 50.000 so über den Tisch rutschen. Zum Einen kann es bei Mängel (im Prozeß) wegen Nichtigkeit des Kaufvertrages Probleme geben (der Notar ist natürlich auch beschissen worden; mit diesem Risiko muß er aber leben) und das Finanzamt fragt nach, woher kommt die Kohle? Schwarzgeld sollte man auf bessere Art weißfärben.
Es gibt Taschenbücher nach dem Prinzip „wie kaufe ich ein Haus?“. Kaufen, lesen und handeln.
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