Cqd = sos

Ich weiss nicht, ob die Frage hier richtig ist, aber weiss jemand, wofür CQD (früher für SOS) steht?

Ich weiss nicht, ob die Frage hier richtig ist, aber weiss
jemand, wofür CQD (früher für SOS) steht?

CQD stand für „Come Quick - Danger“ (muß ich wohl nicht übersetzen, oder?), wurde so ab 1910 stückweise von SOS abgelöst.

„Legenden“ besagen, im Jahre 1912 hätte einer der Funker auf der Titanic kurz nach Rammen des Eisbergs -scherzhafterweise- dem „Diensthabenden“ empfohlen, einmal das „neue“ Funksignal SOS auszuprobieren, man wisse ja nicht, ob man je noch dazu die Gelegenheit habe.

Es verabschiedet sich

Das Grübelmonster

Kurz zum Artikel meines Vorredners

Ich weiss nicht, ob die Frage hier richtig ist, aber weiss jemand, wofür CQD (früher für SOS) steht?

CQD hieß come quick danger und war das von der Marconi Wireless Telegraph Corporation seit 1897 praktizierte Notsignal. Guglielmo Marconi war der Erfinder des Funkgeräts - und zugleich ein gnadenloser Geschäftsmann. Im Jahre 1912 waren 88% der zivilen Funker der Welt Angestellte der Marconi-Gesellschaft; die beiden Funker der Titanic Phillips und Bride gehörten dazu.

Ein Konkurrenzunternehmen zu Marconi, de Forest, verwendete das Notsignal „NC“. Zeitweilig war auch „SES“ im Gebrauch; daß sich das „SOS“ durchsetzte, lag an der guten Lesbarkeit des Signals (drei Punkte, drei Striche, drei Punkte).

Dafür, daß die Titanic „SOS“ gefunkt hätte, kenne ich keinen Beweis. Der am 15.4.1912 um 0.35 Uhr von der „Carpathia“ aufgefangene Funkspruch der „Titanic“ begann mit „CQD“.
Aber es gibt einen Hinweis auf die Quelle der Legende um „Titanic und SOS“. Das Schwesterschiff der „Titanic“, das Passagierschiff „Lusitania“, wurde am 7. Mai 1915 von dem deutsche U-Boot „U 20“ (Kapitänleutnant Schwieger) warnungslos angegriffen und torpediert. Die „Lusitania“ verwendete das Notsignal „SOS“, aber das nutzte genauso wenig wie die ausreichend vorhandenen Rettungsboote. Trotz Gegenflutens bekam der Kapitän die tödlich getroffene „Lusitania“ nicht auf ebenen Kiel; auf der einen Seite hingen die Boote zuweit weg, auf der anderen schrammten sie die Bordwand herunter, und bereits 20 Minuten nach dem Torpedotreffer war das Passagierschiff gesunken. Der Panzerkreuzer „Achilles“ rettete 761 Menschen aus dem Wasser; 1.198 ertranken. Vielleicht war das der Anfang für die Legende, die Titanic habe ergebnislos „SOS“ gefunkt. (Exkurs: „U 20“ wurde noch im Jahre 1915 versenkt, es gab keine Überlebenden. Der Panzerkreuzer „Achilles“ besiegte am 16. März 1917 in einem erbitterten Gefecht den deutschen Kreuzer „Leopard“. Deswegen und wegen der Rettung der „Lusitania“-Passagiere heißt bis heute immer ein britisches Kriegsschiff „Achilles“.)

  • Django -

Hier irrt Django

Das Schwesterschiff der „Titanic“, das

Passagierschiff „Lusitania“, wurde am 7. Mai 1915 von dem
deutsche U-Boot „U 20“ (Kapitänleutnant Schwieger) warnungslos
angegriffen und torpediert.

Die „Lusitania“ war kein Schwesterschiff der Titanic, sondern der „Mauretania“ (außer Dienst gestellt 1931). Diese Schiffe gehörten der Cunard Line.

Die Schwesterschiffe der „Titanic“ hießen „Olympic“ (außer Dienst gestellt 1935; erstes Schiff des Baumusters und Namensgeber der „Olympic Class“) und „Britannic“ (gesunken nach Minentreffer am 21.11.1916 vor Mudros; für dieses Schiff war auch mal der Name „Gigantic“ in der Diskussion gewesen). Diese Schiff gehörten der White Star Line. Olympic wurde allerdings später an Cunard verkauft.

Dafür, daß die Titanic „SOS“ gefunkt hätte, kenne ich keinen
Beweis. Der am 15.4.1912 um 0.35 Uhr von der „Carpathia“
aufgefangene Funkspruch der „Titanic“ begann mit „CQD“.
Aber es gibt einen Hinweis auf die Quelle der Legende um
„Titanic und SOS“. Das Schwesterschiff der „Titanic“, das
Passagierschiff „Lusitania“, wurde am 7. Mai 1915 von dem
deutsche U-Boot „U 20“ (Kapitänleutnant Schwieger) warnungslos
angegriffen und torpediert. Die „Lusitania“ verwendete das
Notsignal „SOS“, aber das nutzte genauso wenig wie die
ausreichend vorhandenen Rettungsboote. Trotz Gegenflutens
bekam der Kapitän die tödlich getroffene „Lusitania“ nicht auf
ebenen Kiel; auf der einen Seite hingen die Boote zuweit weg,
auf der anderen schrammten sie die Bordwand herunter, und
bereits 20 Minuten nach dem Torpedotreffer war das
Passagierschiff gesunken. Der Panzerkreuzer „Achilles“ rettete
761 Menschen aus dem Wasser; 1.198 ertranken. Vielleicht war
das der Anfang für die Legende, die Titanic habe ergebnislos
„SOS“ gefunkt. (Exkurs: „U 20“ wurde noch im Jahre 1915
versenkt, es gab keine Überlebenden. Der Panzerkreuzer
„Achilles“ besiegte am 16. März 1917 in einem erbitterten
Gefecht den deutschen Kreuzer „Leopard“. Deswegen und wegen
der Rettung der „Lusitania“-Passagiere heißt bis heute immer
ein britisches Kriegsschiff „Achilles“.)

in dem text hinter diesem link gibt es schon hinweise auf die benutzung beider notrufe der titanic:
http://www.movie-mistakes.com/

am besten das dokument zur titanic raussuchen und dann die seite nach „sos“ suchen … das ist der artikel in dem es zuerst erwähnt wurde. (der schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig)

…Lucitania… warnungslos angegriffen und torpediert.

http://www.tocopixel.com/hannibal/lucitani.htm
die Lucitania ist abgedunkelt gefahren und hatte nach geheimdienstlichen berichten munition an bord (leider ist sie deshalb so schnell versunken) … es gab mal einen ausführlichen bericht im tv darüber (wie die leichen in schottland angespült wurden usw.usw.) … wird garantiert nochmal wiederholt (phönix, 3. …)
zu kriegszeiten seinen gegner vor einem angriff zu warnen macht militärisch wenig sinn, oder

STK

Der warnungslose Angriff auf die ‚Lusitania‘
Die „Lusitania“ war in der Tat kein Schwesterschiff der „Titanic“, sondern der „Mauretania“.

die Lucitania ist abgedunkelt gefahren und hatte nach geheimdienstlichen berichten munition an bord

Ob das so war, kann letztlich dahinstehen. Der Torpedoangriff geschah am hellen Tag, so daß es auf „abgedunkeltes“ Fahren nicht ankommt. Und die Besatzung von „U 20“ kannte die Ladung der „Lusitania“ nicht. Sie torpedierten also nicht deswegen, weil Munition an Bord war.

zu kriegszeiten seinen gegner vor einem angriff zu warnen macht militärisch wenig sinn, oder?

MILITÄRISCHE Ziele mußten natürlich nicht gewarnt werden. Für ZIVILE Schiffe sah die Pariser Seerechtskonvention von 1856 vor, daß sie angehalten und durchsucht werden müssen, bevor sie erbeutet oder versenkt werden dürfen; dieses Verfahren hieß „Prisenordnung“. In der Anfangszeit des U-Boot-Krieges wurde die Prisenordnung auch eingehalten.

Problematisch waren die bewaffneten Handelsschiffe - und noch mehr die sog. „Hilfskreuzer“, d.h. die hinter der Fassade eines Handelsschiffes getarnten Kriegsschiffe, die von Deutschland ab 1915 ausgesandt wurden. Deutscherseits beliebt war der Mißbrauch der neutralen norwegischen Flagge. Der deutsche als Handelsschiff getarnte Kreuzer „Leopard“ zeigte während des ganzen Gefechts mit dem Panzerkreuzer „Achilles“ (16.3.1917) die norwegischen Nationalfarben an der Bordwand.

  • Django -

Hallo !

„Warnungslos“???

Die deutsche Reichsregierung hatte den bedingungslosen U-Bootkrieg auch in den USA bekanntgemacht.
Vor Auslaufen der Lusitania wurden die Passagiere und Besatzung der Lusitania von der deutschen Reichsregierung durch große, ganzseitige Zeitungsartikel, davor gewarnt, mitzufahren, da dieses Schiff auch vom U-Bootkrieg betroffen ist.
Die US-Regierung ignorierte das und ließ das Schiff fahren.
Erstens, weil Munition und Kriegsausrüstung an Bord war und zweitens, weil sie, die USA, bisher keinen Grund hatten, in den Krieg einzutreten.
Mit der Versenkung der Lusitania war dieser Grund gegeben.

Gruß Werner

Nachschlag
Hi Werner

„Warnungslos“???

Die deutsche Reichsregierung hatte den bedingungslosen
U-Bootkrieg auch in den USA bekanntgemacht.

So isses


Die US-Regierung ignorierte das und ließ das Schiff fahren.

Zusatz: Die Lusitania gehörte der Britischen CUNARD-Reederei. Die US-Regierung hätte das Auslaufen gar nicht verhindern können.

Der U-Boot Angriff auf die Lusitania war nicht geplant, da die deuteschen U-Boote viel langsamer waren als dieses Schiff, das zu den schnellsten der Welt zählte. Es lief unglücklicherweise einfach vor die Rohre.

Erstens, weil Munition und Kriegsausrüstung an Bord war und
zweitens, weil sie, die USA, bisher keinen Grund hatten, in
den Krieg einzutreten.
Mit der Versenkung der Lusitania war dieser Grund gegeben.

Es wird immer wieder unterstellt, das die Briten die Lusitania sozusagen opferten. Das ist Unsinn, denn aufgrund der hohen Geschwindigkeit war die Lusitania ein schwer zu treffendes Ziel. Die Briten hielten es (zu Recht) für sehr unwahrscheinlich, das das Schff gefährdet sei. Es lief dann halt blöd.
Niemand konnte dieses Ereigniss vorhersehen oder gar planen!

Die propagandistische „Verwertung“ dieses Vorfalles war etwas ganz anderes und wurde von den Briten sehr geschickt durchgeführt.

Ursächlich für den Kriegseintritt der USA war nicht der Lusitania-Zwischenfall, sondern die sog Zimmermann-Depesche, in der D ein Bündniss mit Mexico anregte, um gemeinsam gegen die damals noch neutrale USA loszuschlagen. (Der Mann muss echt einen Knall gehabt haben…)

Gruss
Mike

Hi Werner

„Warnungslos“???

Die deutsche Reichsregierung hatte den bedingungslosen
U-Bootkrieg auch in den USA bekanntgemacht.

So isses


Die US-Regierung ignorierte das und ließ das Schiff fahren.

Zusatz: Die Lusitania gehörte der Britischen CUNARD-Reederei.
Die US-Regierung hätte das Auslaufen gar nicht verhindern
können.

Aber sicher doch. Ein ausländisches Schiff in einem Hafen unterliegt den Bestimmungen dieser Behörde, nicht der, seines Flaggenlandes. Hindert eine Hafenbehörde ein Schiff am Auslaufen, so ist dieses Schiff machtlos dagegen.
Siehe auch die vielen deutschen internierten Schiffe in den ausländischen Häfen bei Beginn der beiden Kriege.
Man hat sehr einfache Mittel, dieses durchzusetzen : Man läßt keinen Lotsen an Bord, läßt keine Schlepper zum Schiff, die Behörden kommen nicht letztmalig an Bord usw…

Ursächlich für den Kriegseintritt der USA war nicht der
Lusitania-Zwischenfall, sondern die sog Zimmermann-Depesche,
in der D ein Bündniss mit Mexico anregte, um gemeinsam gegen
die damals noch neutrale USA loszuschlagen. (Der Mann muss
echt einen Knall gehabt haben…)

Spiegelleser wissen mehr. Die Zimmermann-Depesche regte die amerik. Regierung auf, aber die Bevölkerung der USA war damit nicht vom Krieg überzeugt. Erst der Tot einiger amerik. Staatsbürger auf der Lusitania regte die US-Bürger so weit auf, daß der Präsident einen Kriegsbeitritt anregen und durchsetzen konnte.
Werner

Gruss
Mike

Hi Werner


Die US-Regierung ignorierte das und ließ das Schiff fahren.

Zusatz: Die Lusitania gehörte der Britischen CUNARD-Reederei.
Die US-Regierung hätte das Auslaufen gar nicht verhindern
können.

Aber sicher doch. Ein ausländisches Schiff in einem Hafen
unterliegt den Bestimmungen dieser Behörde, nicht der, seines
Flaggenlandes. Hindert eine Hafenbehörde ein Schiff am
Auslaufen, so ist dieses Schiff machtlos dagegen.

Richtig, aber auch dies unterliegt den lokal geltenden und internationalen Gesetzen. Ein Schiff einer Kriegführenden Macht kann nicht am Auslaufen gehindert werden, wenn es sozusagen Liniendienst versieht oder nur für eine kurze Zeit diesen Hafen anläuft.

Anderst sieht es aus, wenn ein Schiff vor dem Feind in einen hafen flieht. dann MUSS die neutrale Nation eine Frist bis zum Auslaufen setzen (Das ist flexibel) Sobald die Frist abgelaufen ist, wird das Schiff an die Kette gelegt. Zweck der übung ist, das neutrale Häfen nicht als Schutzbasis missbraucht werden.
Das war der Fall bei den deutschen Schiffen.

Siehe auch die vielen deutschen internierten Schiffe in den
ausländischen Häfen bei Beginn der beiden Kriege.

Man hat sehr einfache Mittel, dieses durchzusetzen : Man läßt
keinen Lotsen an Bord, läßt keine Schlepper zum Schiff, die
Behörden kommen nicht letztmalig an Bord usw…

Die wären dann vermutlich bis in die Steinzeit verklagt worden…und die Briten hätten US-Schiffe ebenfalls an die Kette gelegt. Übrigens wurden Deutsche Handels-U-Boote NICHT interniert!

Ursächlich für den Kriegseintritt der USA war nicht der
Lusitania-Zwischenfall, sondern die sog Zimmermann-Depesche,
in der D ein Bündniss mit Mexico anregte, um gemeinsam gegen
die damals noch neutrale USA loszuschlagen. (Der Mann muss
echt einen Knall gehabt haben…)

Spiegelleser wissen mehr. Die Zimmermann-Depesche regte die
amerik. Regierung auf, aber die Bevölkerung der USA war damit
nicht vom Krieg überzeugt. Erst der Tot einiger amerik.
Staatsbürger auf der Lusitania regte die US-Bürger so weit
auf, daß der Präsident einen Kriegsbeitritt anregen und
durchsetzen konnte.

ÄHM, Die Lusitania wurde 1915 versenkt, die Zimmermann-Depesche war 1917. Irgendwie stimmt da was zeitlich nicht so ganz…
das grosse Geschick der Briten war eben, diese Affäre 2 jahre lang am Kochen zu halten.
Der Kriegseintritt der USA war auf die generell beknackte deutsche Aussenpolitik zurückzuführen. Von der Kriegszieldebatte mal ganz abgesehen.
Der Spiegel hat nicht immer recht…

Gruss,
Mike

Anderst sieht es aus, wenn ein Schiff vor dem Feind in einen
hafen flieht. dann MUSS die neutrale Nation eine Frist bis zum
Auslaufen setzen (Das ist flexibel) Sobald die Frist
abgelaufen ist, wird das Schiff an die Kette gelegt. Zweck der
übung ist, das neutrale Häfen nicht als Schutzbasis
missbraucht werden.
Das war der Fall bei den deutschen Schiffen.

Damit meinst Du vielleicht die „Graf Spee“ in Montevideo. Dies war bekanntlich ein Kriegsschiff und suchte tatsächlich Schutz.
Aber - im 1. Weltkrieg lagen 11 deutsche Frachtsegler im mexikanischen Hafen Santa Rosalia fest. Sie waren von der mexik. Regierung interniert worden. Bis 1921, also noch drei Jahre nach dem Krieg.

Siehe auch die vielen deutschen internierten Schiffe in den
ausländischen Häfen bei Beginn der beiden Kriege.

Die wären dann vermutlich bis in die Steinzeit verklagt
worden…und die Briten hätten US-Schiffe ebenfalls an die
Kette gelegt. Übrigens wurden Deutsche Handels-U-Boote NICHT
interniert!

Ursächlich für den Kriegseintritt der USA war nicht der
Lusitania-Zwischenfall, sondern die sog Zimmermann-Depesche,
in der D ein Bündniss mit Mexico anregte, um gemeinsam gegen
die damals noch neutrale USA loszuschlagen. (Der Mann muss
echt einen Knall gehabt haben…)

Hier ein kleiner Abschnitt aus dem Buch des amerik. Professors für Seekriegsgeschichte an der Naval Academy :
Noch bevor Wilson den Amtseid für seine zweite Regierungsperiode geleistet hatte, hatte Deutschland den uneingeschränkten U-Bootkrieg erklärt. Die Note, die der amerik. Regierung diese Entscheidung ankündigte,enthielt die in amerik. Sicht provozierende Bemerkung, es sei e i n e m amerik. Schiff pro Woche erlaubt, nach UK zu fahren. Vorausgesetzt, daß es den deutschen Weisungen strikt folge und keine Konterbande trüge.
Angesichts diese Affronts brach Wilson, wie er es auf Grund der Sussex-Verpflichtung gar nicht anders konnte, am 3.2.1917 die dipl. Beziehungen ab. Dazu die Zimmermannaffaire.

Spiegelleser wissen mehr. Die Zimmermann-Depesche regte die
amerik. Regierung auf, aber die Bevölkerung der USA war damit
nicht vom Krieg überzeugt. Erst der Tot einiger amerik.
Staatsbürger auf der Lusitania regte die US-Bürger so weit
auf, daß der Präsident einen Kriegsbeitritt anregen und
durchsetzen konnte.

ÄHM, Die Lusitania wurde 1915 versenkt, die
Zimmermann-Depesche war 1917. Irgendwie stimmt da was zeitlich
nicht so ganz…

Trotzdem war die amerik. Bevölkerung durch den Lusitania-Zwischenfall voll auf Seiten des Krieges, während Wilson alles tat, nicht am Krieg teilzunehmen.

das grosse Geschick der Briten war eben, diese Affäre 2 jahre
lang am Kochen zu halten.

Das stimmt.

Der Kriegseintritt der USA war auf die generell beknackte
deutsche Aussenpolitik zurückzuführen. Von der
Kriegszieldebatte mal ganz abgesehen.
Der Spiegel hat nicht immer recht… (Aber meistens)

Gruß Werner

Gruss,
Mike

die Lucitania ist abgedunkelt gefahren und hatte nach eheimdienstlichen berichten munition an bord

Ob das so war, kann letztlich dahinstehen. Der Torpedoangriff
geschah am hellen Tag, so daß es auf „abgedunkeltes“ Fahren
nicht ankommt.

nagut - hab ich mich wohl im schiff geirrt.
ich hab dafür noch einen schönen link mit viel text gefunden: http://home.primusnetz.de/schrader/

Und die Besatzung von „U 20“ kannte die Ladung
der „Lusitania“ nicht. Sie torpedierten also nicht deswegen,
weil Munition an Bord war.

ich weiss nat. nicht was die seefahrer wussten, aber beim beladen des schiffes kann man auf jedenfall auspionieren was geladen wird usw. … (schade das ich den tv-bericht nicht aufgenommen habe.)

STK

nö, siehe posting unter django (o.T.)
oT heisst ohne text

cqd-korrektur
die funkerei bediente sich anfangs des vokabulars der telegrafie. CQ war das kürzel für einen anruf an „alle stationen“. marconi hat dieses „all stations“ für den seefunk 1904 um das D – für distress, verzweiflung bzw. seenot – ergänzt. cqd wurde erst später als come qucik, danger übersetzt.

ein zweiter kandidat für das internatonaer anerkannte seenotsignal war übrigens das US-notsignal NC, das noch heute im Flaggenalphabet den Notfall bezeichnet.

(aus mare nr. 29, thema „seenot“)

d)