Liebe/-r Experte/-in,
ich habe ein Problem mit meinem 6 jährigen Briard-Rüden. Er hatte schon seit seinem 2.Lebensjahr immer leicht ehöhte Harnstoffwerte. 2 Tierärzte haben mich immer beruhigt, daß das von seinem hoch fleischhaltigen Futter ausgelöst würde. Im September hatte er plötzlich auch einen erhöhten Creatininwert. Im Herbst war dieser wieder im oberen Normbereich und Anfang 2011 ebenfalls. Jetzt vor wenigen Tagen war er wieder leicht erhöht ( 114,9 - Referenz 106). Allmählich wird mir das unheimlich und ich habe einen Termin bei Prof. Nickel in der Tierklinik Norderstedt zum US der Nieren und zur Untersuchung auf Ektoper Urether für nächste Woche vereinbart. Wenn man sich versucht einzulesen in das Thema, so findet man eigentlich nur eine Erklärung, daß es sich um chronische Niereninsuffizienz handeln müsse. Die Urinwerte waren alle in Ordnung, sowohl im Herbst als auch jetzt vor wenigen Tagen.
Gibt es denn absolut keine andere Erklärung für erhöhte Creatinwerte?
Hier zur Übersicht:
März 2010 : Harnstoff 26,8 (
bei Prof. Nickel in der Tierklinik Norderstedt zum US der
Nieren und zur Untersuchung auf Ektoper Urether für nächste
Woche vereinbart.
hallo, ich versteh die anfrage nicht so ganz…ihr habt doch ein termin zum fragen in der tierklinik…warum fragt ihr nicht dort bzw. er wird schon eine diagnose stellen!
das ganze als guterachterauskunft zu geben ist nicht einfach…denn man kann ja nur nach sachlage entscheiden und das ist immer schwierig ohne patienten.
es wäre alle nur reine spekulation und als behandelnder tierarzt gibt es fast nichts schlimmeres als tierbesitzer mit gefährlichen halbwissen aus dem internet 
warte doch den termin ab und wenn ihr dann noch fragen habt…
gruß
mtb
hallo, ich versteh die anfrage nicht so ganz…ihr habt doch
ein termin zum fragen in der tierklinik…warum fragt ihr
nicht dort bzw. er wird schon eine diagnose stellen!das ganze als guterachterauskunft zu geben ist nicht
einfach…denn man kann ja nur nach sachlage entscheiden und
das ist immer schwierig ohne patienten.es wäre alle nur reine spekulation und als behandelnder
tierarzt gibt es fast nichts schlimmeres als tierbesitzer mit
gefährlichen halbwissen aus dem internetwarte doch den termin ab und wenn ihr dann noch fragen
habt…gruß
mtb
Hallo, sorry, ich wollte niemandem auf den Geist gehen, es ist nur einfach so, daß ich völlig erschrocken bin aufgrund der Informationen, die ich bisher hatte. Daher ist es für mich noch scheinbar unheimlich lang bis zu dem Termin. Ich wollte einfach hören, ob es auch eine harmlosere ERklärung gibt.
Grüße
Edith
Hallo Edith!
Dann will ich mal versuchen, was dazu zu sagen, ich bin ja auch kein Tierarzt, aber arbeite eben seit vielen Jahren bei einem.
Ich fang mal mit dem Anfang Deiner Mail an.
Mein Chef würde bei erhöhten Werten (auch wenn es nur leicht ist, das sollte ein junger Hund dennoch nicht haben)nicht einfach auf _eine_ der mehreren Möglichkeiten tippen und es dabei bewenden lassen. Dass er eben sagt, es liegt`wahrscheinlich´ am Futter und fertig. Das sollte man schon genauer abklären.
Dazu übrigens eine Kopie von Wiki:
"In folgenden Fällen kann die Kreatinin-Clearance zu niedrig sein:
* Nierenerkrankungen
* Nierenschäden durch Flüssigkeitsverluste (Durchfall, Erbrechen, Dürsten, Schock)
* Exzessive Fleischzufuhr
* Längere körperliche Arbeit vor der Blutabnahme"
Man achte auf „zu niedrig“ und auf „Exzessive Fleischzufuhr“, ist ja völlig andersherum, als die Herren Doktoren sagten. Denn Kreatinin ist ja nun mal ein Harnstoffwert.
Zum Thema Niereninsuffienz, das ist natürlich nicht ausgeschlossen. Obwohl das hauptsächlicvh sehr alte Hunde oder Katzen bekommen. Ich würde auch vermuten, wenn er das hätte, hättest Du es schon gemerkt, denn dann wäre er ganz schwach und matt und außerdem müsste der Harnstoff stark erhöht sein und das auch schon länger. Oder es müsste wirklich gerade erst dazu gekommen sein, aber müde und schwach ist er ja nicht, oder?
Aber es kann natürlich durchaus sein, dass etwas mit den Nieren nicht in Ordnung ist, doch da gibt es in den meisten Fällen auch etwas, was man dagegen tun kann, so dass der Hund wieder ganz gesund wird. Ebenso gut kann es sein, dass er vielleicht sein Leben lang Tabletten nehmen muss, aber dennoch gutund lange damit leben kann.
Es könnte z.B. sehr gut eine Benigne Prostatahyper-plasie sein. Auch keine schöne Krankheit, aber behandelbar.
Aber ich möchte auf jeden Fall auch sagen, dass es genauso gut was ganzganz Harmloses sein kann!!!
Ich würde viel Hoffnung auf diesen Termin setzen, das hört sich gut an, was der vor hat.
„Kann ein Zusammenhang mit der Anaplasmose und den Nierenwerten bestehen?“
Nein, die wenigen Blutwerte, die sich bei Anaplasmose verändern, haben allesamt nichts mit den Nieren oder dem Harnsystem zu tun.
Ob man jetzt oder erst in einigen Wochen den Titer neu bestimmt, kann ich nicht beantworten, das sollte der Arzt entscheiden.
Aber er sollte auf jeden Fall noch mal getestet werden und nicht einfach im Sande verlaufen.
Und ich denke und hoffe, dass Willy jetzt einen sehr guten Zeckenschutz hat? Bitte nichts aus dem Supermarkt nehmen, auch nicht aus der Apotheke, sondern unbedingt vom Tierarzt, der darf ja ganz andere Wirkstoffe verkaufen. Und der berät dann auch, was am Besten gegen Zecken hilft. Meine beiden Hunde kommen super mit Exspot zurecht. Da sagte mir mein Chef zwar, es wäre zwar 1 A gegen Zecken, aber gegen Flöhe möglicherweise nicht so langfristig wirksam, wie gegen Zecken. Aber die Erfahrung habe ich nicht gemacht. Seit ich das jetzt, seit es warm ist da drauf habe, hatten die beiden nicht 1 Zecke und nicht 1 Floh.
Mit dem Medi Forthyron (Wirkstoff Thyroxin) sollte man übrigens bei noch nicht geklärten Nierenproblemen vorsichtig sein. Z.B. darf man es bei Nebennieren-Insuffizienz nicht verabreichen.
Aber das würde ich an Deiner Stelle alles mit dem Prof besprechen, mach Dir am Besten einen Zettel, was Du alles fragen möchtest.
Aus welchen sonstigen Gründen der Kreatininwert erhöht sein könnte, kann ich leider nicht sagen, sorry.
Ich wünsche Euch beiden aber alles Gute und natürlich für Willy erst mal hauptsächlich Gesundheit!
Liebe Grüße,
Caillie
Ich glaube bei Prof. Nickel in Norderstedt sind Sie in den allerbesten Händen, er wird der Sache auf den Grund gehen , viel mehr kann ich aus der Ferne nicht dazu sagen.
Alles Gute !
Kann leider nicht ausfühlich antworten, weil ich weinig Zeit habe. Zusammenhang Anaplasmose denkbar. Rundzellen im Urin deuten auf Nierenbeteiligung hin.Anaplamen versacken im Knochenmark und werden periodisch ausgeschüttet. Deshalb ist es so schwer, an sie ranzukommen und nur deshalb muß man ziemlich lange mit Doxy behandeln, um so eine Phase zu erwischen. Das wiederum geht auf die Nieren. Die Creawerte sind ja nur marginal erhöht. Man sagt ja, dass, wenn der obere Referenzbereich überschritten ist, nur noch 1 Drittel der Nierenkapazität zur Verfügung steht zur Entgiftung und sich spezialisiertes Nierengewebe nicht regeneriert. Da auch Kristallurie vorliegt, würde ich notgedrungen doch von der Fleischfütterung abgehen und eine steinlösende Diät füttern. Das entlastet auch die Nieren. Bei Fleischfütterung bitte kein Schweinefleisch, weil das besonders viele Purine enthält, die in den Nieren abgelagert werden und zu Nierenschäden führen. Unabhängig von der Ursache ist es doch viel wichtiger, wie man den Crea wieder in den Normalbereich bekommt, oder? Frage deinen TA nach Renes viscum PLV-Ampullen, Die kann man anfangs als Injektion, später auch oral durch den Besitzer geben. Regt tatsächlich die Nierenregeneration an und bringt die Werte innerh. weniger Wochen wieder auf Normal.
Viel Erfolg!
Liebe/-r Experte/-in,
ich habe ein Problem mit meinem 6 jährigen Briard-Rüden. Er
hatte schon seit seinem 2.Lebensjahr immer leicht ehöhte
Harnstoffwerte. 2 Tierärzte haben mich immer beruhigt, daß das
von seinem hoch fleischhaltigen Futter ausgelöst würde. Im
September hatte er plötzlich auch einen erhöhten
Creatininwert. Im Herbst war dieser wieder im oberen
Normbereich und Anfang 2011 ebenfalls. Jetzt vor wenigen Tagen
war er wieder leicht erhöht ( 114,9 - Referenz 106).
Allmählich wird mir das unheimlich und ich habe einen Termin
bei Prof. Nickel in der Tierklinik Norderstedt zum US der
Nieren und zur Untersuchung auf Ektoper Urether für nächste
Woche vereinbart. Wenn man sich versucht einzulesen in das
Thema, so findet man eigentlich nur eine Erklärung, daß es
sich um chronische Niereninsuffizienz handeln müsse. Die
Urinwerte waren alle in Ordnung, sowohl im Herbst als auch
jetzt vor wenigen Tagen.
Gibt es denn absolut keine andere Erklärung für erhöhte
Creatinwerte?
Hier zur Übersicht:
März 2010 : Harnstoff 26,8 (
Hallo Edith,
Eine Aussage anhand von Laborbefunden ist immer schwierig. Die Erhöhung der Kreatininwerte in Verbindung mit den erhöhten Harnstoffwerten und den Befunden im Harnsediment deuten schon auf eine Funktionsstörung im Bereich der Niere oder Blase hin. Allerdings ist Kreatinin eigentlich ein Muskelenzym, dass auch bei Störungen im Muskelstoffwechsel freigesetzt wird. Hat der Hund den klinische Symptome oder nur ab und zu erhöhte Werte? Bekommt er Nierendiätfutter?
Ich gehe aber davon aus, das eine tiefergehende Funktionsuntersuchung Klarheit schaffen wird
Mit freundlichen Grüßen
drbecht
Zur erhöhten Crea:
Bei allen Urinproben waren erhöhte leukos und/oder Bakterien vorhanden.
Das zeigt eine chronische Blasenentzündung an, die immer aufsteigen kann und die Nieren schädigen.
Eine Blasenentzündung sollte deshalb schnell und ausreichend behandelt werden. Sonst führt es eben zu solchen chronischen Verlauf. Die Niere regeneriert nur schlecht, eher fast gar nicht und diese Werte werden sich dann kaum verbessern, man kann nur eine Verschlechterung aufhalten.
Eine Behandlung der immer wieder auftretenden oder schon chronischen Blasenentzündung wäre sinnvoll um die Niere zu schonen.
Die Anaplasmose wurde nicht behandelt.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Anaplasmose vollständig eliminiert ist, so wäre eine Titermessung sicher sinnvoll.
Wünsche gute Besserung,
p.s. es gibt gute Pflanzliche und homöopathische Mittel zur Blasenbehandlung, eine chronische Erkrankung weist immer auf ein schwaches oder, wie bei Ihrem Hund, der vielleicht immer noch die Anaplasmose in Schach halten muss, ein zu stark beschäftigtes Immunsystem hin.
Ich würde die Anaplasmose nochmals testen und gegebenenfalls behandeln und das Immunsytem stärken.
Welche Behandlung da zu tun ist, weiß Ihre Tierärztin.
MfG Kessler
Die Vermutung liegt auf jeden Fall nahe und bevor in irgendeiner Art teuer Diagnostik betrieben wird, würde ich die Titerbestimmung wirklich empfehlen!
Aber selbst wenn der Titer nicht angestiegen ist, können die Toxine der Anaplasmen ebenfalls Auslöser sein, dass wird auch in der Literatur vermehrt verbreitet. Jedoch wissen es nicht alle rein Schulmedizinisch denkenden Mediziner!!!
Ansonsten kann ich aus Erfahrung nur sagen, regelmäßige Entwurmungen sind auch hier als Prophylaxe sehr wichtig!
Alles Gute!
MFG
Anja Buchheister-Gagalo
Hallo drbecht,
danke für die Antwort! Ich habe inzwischen einen Ultraschall der Niere machen lassen. Das Ergebnis: Leicht verdickte Nierenrinde. Zur besseren Abklärung solle ich eine Kreatinin-Clearance machen lassen. Das habe ich getan. Vergangenen Freitag bekam mein Hund nüchtern Blut abgenommen, dann wurde ihm Kreatinin gespritzt. 10 Minuten später, als wir wieder draussen waren, hat er einen unglaublichen Durchfall bekommen. Den ganzen Tag über hat er immer wieder Durchfall gehabt und sich auch erbrochen. Angeblich gibt es dafür keine Erklärung???
Dann wurde ihm in 1-Stunden Abständen noch wieder Blut abgenommen. Das Ergebnis bekam ich Anfang der Woche:
" endogenes Kreatinin 1,2 (