D-Day

Hi,

ich schreibe eine Facharbeit in Geschichte.
Das heißt ich bearbeite ein Thema unter einer bestimmten Fragestellung.
Die genaue Fragestellung bei mir lautet:

„Welche Probleme in der Organisation und Logistik in den deutschen Reihen erleichterten den Allierten 1944 die durchführung der Operation Overlord, nzw. die Landung in der Normandie!“

Nun bin ich auf der Suche nach Literatur und Links die ich als Quelle nutzen kann! Also primär Texte, sekundär Texte von (so stehts in den bedingungen) personen die ernsthafte Studien darüber gefürht haben usw…

Kann mir wer weiterhelfen?

lg Muntiman

geh mal auf „Achtung_Panzer.com“…die habe ne Menge links zu Overlord, allerings in Englisch. Frag auch mal im „Forum_der_Wehrmacht.de“ nach. Die haben da wirklich Ahnung…und sind nicht braun!

Eine gute Übersicht allgemein und insbesondere zur 2., 3. und 5. FJ-Division findet sich in Stimpel, Martin „Gechichte der deutschen Fallschirmtruppe“ , Bd. 2

Anbei dann noch ein paar Stichpunkte:

  • Qualität der Truppe; Verluste an Offizieren und Unteroffizieren konnten nicht mehr adequat ausgeglichen werden;

  • Ausrüstung mit panzerbrechenden Waffen fehlte oft oder war mangelhaft

  • Motorisierung war unzureichend,; selbst Panzerdivisionen waren nicht mehr vollständig motorisiert

  • Unterlegenheit in der Luft; zur Abwehr der Angriffe aufs Reichsgebiet wren starke Jägerverbände abgezogen worden; die Luftwaffe war so etwa 10:1 in Frankreich unterlegen

  • Führungschaos…Artilleriebatterien an der Küste unterstanden dem Heer (Feldartillerie), der Marine (schw. Küstenart.), der Luftwaffe (Teile der FLAK), der Waffen-SS…die mußte man dann irgendwie koordinieren

Ja, danke das hilft mir schonmal weiter! :wink:
Falls noch irgendwer Infos hat, immer her damit :wink:

  • Motorisierung war unzureichend,; selbst Panzerdivisionen
    waren nicht mehr vollständig motorisiert

Es gab im dritten Reich keinen einzigen Großverband, der komplett motorisiert war!

  • Unterlegenheit in der Luft; zur Abwehr der Angriffe aufs
    Reichsgebiet wren starke Jägerverbände abgezogen worden; die
    Luftwaffe war so etwa 10:1 in Frankreich unterlegen
  • Führungschaos…Artilleriebatterien an der Küste
    unterstanden dem Heer (Feldartillerie), der Marine (schw.
    Küstenart.), der Luftwaffe (Teile der FLAK), der
    Waffen-SS…die mußte man dann irgendwie koordinieren

Zwei wichtige Punkte, der wichtigste war aber der unkoordinierte Einsatz und der dilettantische Eingriff Hitlers in die Verteidigungsbemühungen. Hitler selbst hielt Tagelang Reserven zurück bei deren sofortigem Einsatz die Bildung eines alliierten Brückenkopfes zumindest in Frage gestellt worden wäre.

Gruß Andreas

Hallo,

Es gab im dritten Reich keinen einzigen Großverband, der
komplett motorisiert war!

Und was ist mit der Panzer-Lehrdivision?

Gruß

Was soll mit der sein? Wenn ich schreibe dass es keinen einzigen vollmotorisierten Großverband gab schließt das diese Division doch ein, oder? :wink:
Einfach mal nachschauen, wie viele Pferde in den einzelnen Großverbänden zu finden sind - wenn diese Zahl bei Null liegt (was es nicht gab) könnte man eventuell über Vollmotoriesierung reden - eventuell war aber auch die Versorgungslage nur so schlcht, dass die Pferde in den Suppentopf gewandert sind.

Gruß Andreas

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ball flach halten

Was soll mit der sein? Wenn ich schreibe dass es keinen
einzigen vollmotorisierten Großverband gab schließt das diese
Division doch ein, oder? :wink:

Ich bin durchaus der deutschen Sprache mächtig, o.a. Division ist aber nun mal als vollmotorisiert bekannt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Panzerlehrdivision

Einfach mal nachschauen, wie viele Pferde in den einzelnen
Großverbänden zu finden sind - wenn diese Zahl bei Null liegt
(was es nicht gab) könnte man eventuell über
Vollmotoriesierung reden - eventuell war aber auch die
Versorgungslage nur so schlcht, dass die Pferde in den
Suppentopf gewandert sind.

Nenn mir einfach mal die Quelle wo man die Anzahl der Pferde pro Großverband nachsehen kann.

Gruß

tach…

dass die Panzerlehrdivision nicht vollmotorisiert war, jedefalls zu Beginn der Landung halte ich für wenig plausibel. Ich beuge mich einer Quelle aber so hört sich das unwahrscheinlich an, weil

…die Panzerlehrdivision bevorzugt ausgerüstet wurde. M. W. waren bei ihr als einziger Division die PzGrenRgter vollständig mit SPZ ausgestattet. Ihr war aus einer schw. PzAbteilung eine Tiger-Kompanie zugewiesen. Und ich meine mich zu erinnern, dass sie auch über zusätzliche Artillerie verfügte.

Ich bin durchaus der deutschen Sprache mächtig, o.a. Division
ist aber nun mal als vollmotorisiert bekannt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Panzerlehrdivision

:wink: Gute Quelle - ich könnte den Beitrag auch so verändern, dass es die einzige vollmotorisierte luftverlastbare Division war.

Nenn mir einfach mal die Quelle wo man die Anzahl der Pferde
pro Großverband nachsehen kann.

Ich würde es mit den einschlägigen Archiven versuchen. Auch wenn es einzelne Verbände gab, die bevorzugt Ausrüstung und Personalersatz bekamen gab es auf deutscher Seite im zweiten Weltkrieg keinen Großverband (zu Lande - das die Marine ihr Schiffe nicht geschoben und die Luftwaffe ihre fliegenden Einheiten nicht getragen hat möchte ich dann doch zugestehen) der vollmotorisiert war, das hat die Versorgungslage nie zugelassen. Insbesondere auch in der Zeit vor 1939 war der zu schnelle Aufwuchs der Wehrmacht hier ausschlaggebend - und über die Zeit im Krieg brauche ich wohl nicht zu reden.

Gruß Andreas

:wink: Gute Quelle - ich könnte den Beitrag auch so verändern,
dass es die einzige vollmotorisierte luftverlastbare Division
war.

:wink: Ich hab wenigstens eine. Wenn Dir die nicht reicht kannst Du auch gerne in deinen einschlägigen Archiven nachsehen…
Sowohl die Tatsache daß sie aus Kontigenten von Panzertruppenschulen aufgestellt wurde, als auch die Gliederung sprechen für eine vollmotorisierte Division.

Nenn mir einfach mal die Quelle wo man die Anzahl der Pferde
pro Großverband nachsehen kann.

Ich würde es mit den einschlägigen Archiven versuchen.

Die da wären?

Gruß

:wink: Gute Quelle - ich könnte den Beitrag auch so verändern,
dass es die einzige vollmotorisierte luftverlastbare Division
war.

:wink: Ich hab wenigstens eine. Wenn Dir die nicht reicht kannst
Du auch gerne in deinen einschlägigen Archiven nachsehen…
Sowohl die Tatsache daß sie aus Kontigenten von
Panzertruppenschulen aufgestellt wurde, als auch die
Gliederung sprechen für eine vollmotorisierte Division.

Man du Amateur - du scheinst nicht mal ne Ahnung zu haben, was „vollmotorisiert“ bedeutet.

Aber schau mal in deiner lustigen „Quelle“ mal unter http://de.wikipedia.org/wiki/Panzerdivision

Dann hast du vielleicht wenigstens eine grobe Ahnung, was für Einheiten in einem solchen Großverband vorkommen.

Gruß Andreas

PS: Wenn die Infanterie von a nach b laufen muss, weil kein motorisierter Transportraum zur Verfügung steht oder Feldhaubitzen und PAK von Pferden oder Soldaten gezogen werden müssen, ja spätestens dann ist ein Verband nicht vollmotorisiert. :wink:

Man du Amateur - du scheinst nicht mal ne Ahnung zu haben, was vollmotorisiert" bedeutet.

Ist ja auch so schwer zu verstehen. Da bin ich ja froh, daß mir ein Experte wie du mal Nachhilfe gibt.

Aber schau mal in deiner lustigen „Quelle“ mal unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Panzerdivision
Dann hast du vielleicht wenigstens eine grobe Ahnung, was für
Einheiten in einem solchen Großverband vorkommen.

Du weißt aber noch, daß es hier nicht um irgendeine Panzerdivision oder Großverbände im allgemeinen ging, sondern speziell um die Panzer-Lehrdivision? Ich warte nach wie vor auf die Beweise, daß ein Verband der PLD nicht vollmotorisiert war. Du hast ja nun lang und breit die Merkmale der Vollmotorisierung runtergebetet, da dürfte es für einen Profi wie dich ja kein Problem sein, die Differenzen zur PLD aufzuzeigen.

PS: Wenn die Infanterie von a nach b laufen muss, weil kein
motorisierter Transportraum zur Verfügung steht oder
Feldhaubitzen und PAK von Pferden oder Soldaten gezogen werden
müssen, ja spätestens dann ist ein Verband nicht
vollmotorisiert. :wink:

Wie lange haben die Soldaten gebraucht, ihre Feldhaubitze nach Frankreich zu ziehen?

Gruß

Wie lange haben die Soldaten gebraucht, ihre Feldhaubitze nach
Frankreich zu ziehen?

In aller Regel wurde das dann mit der Bahn gemacht…oder mit Pferden oder im Ausnahmefall mit LKW - bzw., wenn Pferde und LKW nicht vorhanden waren per Hand…

vollmotorisiert versus vollgepanzert
Hallo zusammen!

Sorry, aber jetzt muss ich mich bei Eurer Diskussion doch mal einklinken.

Kann es sein, dass Ihr einem Fehler in der Begrifflichkeit aufliegt?

Ich meine, Ihr solltet zwischen vollmotorisiert und vollgepanzert unterscheiden.

Vollmotorisierte Verbände waren bei der „Schnellen Truppe“ zumindest bis zur Kriegsmitte, aber auch darüber hinaus die Regel. Bei der „Schnellen Truppe“ (ab Frühjahr 1943 „Panzertruppe“) handelte es sich hauptsächlich um die Panzerdivisionen und motorisierte Infanteriedivisionen (ab Frühjahr 1943 „Panzergrenadierdivisionen“).

Woher ich das wissen will – ganz einfach: Dafür gab die Kriegsstärkenachweisungen (KStN) http://chrito.users1.50megs.com/kstn/kstnmain.htm
sowie Gliederungsübersichten (z.B. Schema „Panzerdivision 44“ – da hab ich leider gerade keinen Link zur Hand – findet sich aber in der entsprechenden Literatur – z.B.: Thomas L. Jentz, Die Deutsche Panzertruppe, Band 1 &2 )!
Geht man die KStN bei den Panzertruppen durch findet man keine bespannte oder „zu Fuss“ Einheit! Das gilt auch für die Gliederungsübersichten.

Ausserdem bitte ich zu beachten: Wären Teile der „Schnellen Verbände“ bespannt gewesen, wäre die klassische „Blitzkrieg-Taktik“ nicht möglich gewesen. Es war ja gerade das revolutionäre Konzept von verbunden Waffen (wie man bei der Bundeswehr heute sagt), sprich der Einsatz kombinierter Truppen aus Panzer, motorisierter Infanterie („motorisierte Schützen“ – ab Frühjahr 1943 „Panzergrenadiere“), die diese Taktik ausgemacht hat.

Ich habe in den letzten beiden Tagen meine Literatur gewälzt und keinerlei Angaben gefunden, dass die Verbände der „Schnellen Truppe“ oder Teile nicht vollmotorisiert waren.
Einzige wissentliche Ausnahme: Die 18. Panzerdivision (18.PD), in deren Panzerartillerieregiment eine Abteilung mangels Zugmaschinen bespannt war.
Dies war aber eine Folge der Verluste im Winter 1941/42. In dieser Zeit haben im Übrigen aufgrund der zwischenzeitlich eingetretenen Verluste und der extremen Witterung tatsächlich auch motorisierte Verbände Pferde geführt – anders war an kein Fortkommen mehr zu denken.
Die motorisierten Verbände der Sommeroffensive 1942 wurden dann auf Kosten anderer Verbände wieder aufgefüllt (typisches Beispiel: Die Abgabe kompletter Panzerabteilungen – z.B. auch der oben genannten 18.PD). Diese Verbände waren dann die Speerspitze beim Vorstoss Richtung Kaukasus und Wolga (Stalingrad).

Ein gutes und interessantes Beispiel dazu: Die 24. PD.
Entstanden ist diese Einheit ab Mitte Nov. 1941 durch Umgliederung, Auffrischung und Aufstockung der bis Oktober in Mittelrussland eingesetzten 1. Kavallerie-Division. Das Panzergrenadierregiment 21 entstand z.B. aus dem Reiter-Regiment 1 und wurde auf Kfz.-70(das ist ein kleiner Lkw. für eine Gruppe von ca. 8 Mann) beweglich gemacht. Das Panzergrenadierregiment 26 wurde entsprechend aus dem Reiter-Regiment 26 umgegliedert (das I. Bataillon ausgerüstet mit Schützenpanzerwagen).
Von Pferden keine Spur mehr, obwohl die aus Reiter-Regimenter entstandenen Panzergrenadierregimenter weiterhin statt „Kompanie“ die Bezeichnung „Schwadron“ in Ihren Teileinheiten führten und „Gold“ (= Kavallerie) als Waffenfarbe in Ihren Abzeichen führen durften (= als Hinweis auf die Herkunft von der Kavallerie zu verstehen).

Noch ein Anhaltspunkt zum Thema Vollmotorisierung: Nach den Verlusten im Winter 1942/43 (insbesondere bei Stalingrad und bei der Heeresgruppe Süd generell) wurde die (jetzt so genannte) „Panzertruppe“ neu organisiert und strukturiert. Dabei sollte die 14. mot. Infanteriedivision – ID(mot) – in eine Panzergrenadierdivision umgewandelt werden (entsprechend der neuen Gliederung „Panzergrenadierdivision 43“). Aus Mangel an Kraftfahrzeugen wurde der Befehl dazu rückgängig gemacht und die 14. ID(mot) in eine normale ID (ohne den Zusatz „mot“) umgestellt und wechselte zur „Infanterie-Truppe“. In den Jahren 1941/42 war diese Division aber fester Bestandteil der „Schnellen Truppen“.

Wichtig ist grundsätzlich(!) die Unterscheidung zwischen den „Schnellen Truppen“ und der normalen Infanterietruppe. Diese war i.d.R. bespannt und stellte rein zahlenmässig (nach Köpfen und Einheiten) den grössten Teil des Feldheeres.
Obwohl man auch hier bemüht war Abhilfe zu schaffen, z.B. wurde nach Möglichkeit die schwere Abteilung des Artillerieregiments einer Division mit Zugmaschinen ausgestattet – also eine Teilmotorisierung.

Augenfällig wird diese Unterscheidung z.B. während der Offensiven im Sommer/Herbst 1941 in Russland. Während die „schnellen Truppen“ schon weit ins Hinterland vorgestossen waren und Widerstandsnester möglichst ignorieren (=> „Blitzkrieg-Taktik) mussten die zu Fuss(!) nachrückenden Infanterieverbände zwangsläufig weit hinterher hinken, zumal sie durch die Ausschaltung der Widerstandsnester z. T. unter horrenden Verlusten noch weiter aufgehalten wurden (ein Beispiel dafür ist der Kampf um Brest-Litowsk).

Dass vorwiegend mit der Bahn die Truppen verschoben wurden ist zutreffend. Das galt aber für jede Truppengattung. Schonung des Materials (gerade bei Panzerverbänden, als dann „Panther“ und „Tiger“ eingeführt waren wurde dies noch dringlicher, da die beiden Kampfwagen mechanische Unzulänglichkeiten aufwiesen) sowie der Faktor Zeit waren da sicher mit die wichtigsten Gründe.

Damit wäre ich nun endlich beim Begriff „gepanzert“ angelangt:
Wenn bei den motorisierten Schützen (ab Frühjahr 1943 „Panzergrenadiere“) keine Schützenpanzer vom Typ SdKfz. 251 auftauchen, heisst das nicht, dass diese nicht motorisiert waren – sie waren dann nur nicht gepanzert. An den KStN ist dieser Umstand klar ersichtlich (s.a. oben die Angaben zur 24. PD):
gepanzerte Panzergrenadierkompanie: http://chrito.users1.50megs.com/kstn/kstn1114cgpfg1j…
motorisierte Panzergrenadierkompanie:
http://chrito.users1.50megs.com/kstn/kstn1114afg1nov…

Dass eine Einheit gepanzert war, wurde im der Einheitsbezeichnung im Anhang mit „(gp)“ für „gepanzert“ deutlich gemacht (also z.B. I./PzGrR26(gp) = was soviel heisst , wie: Gepanzertes 1. Bataillon des Panzergrenadierregiments 26).

Was aber gepanzerte Einheiten betrifft – da gab es innerhalb der motorisierten Divisionen nun wirkliche Defizite. Bis 1943 gelang es z.B. bestenfalls in jeder Panzerdivision ein Panzergrenadier-Bataillon (von 4) mit Schützenpanzern auszurüsten, z.T. sogar nur eine einzelne Kompanie! Bei den Panzergrenadierdivisionen war dies noch weniger der Fall.
Guderian wollte daher unbedingt eine Aufstockung der Schützenpanzerwagen erreichen, da die nur motorisierten Panzergrenadiere für das Gefecht nur bedingt tauglich waren (die Personalverluste waren z.B. um bis zu 50% höher).
Eine Quelle zum Thema Panzergrenadiere: Wolfgang Fleischer, Richard Eiermann, Die motorisierten Schützen und Panzergrenadiere des deutschen Heeres. 1935-1945 - Waffen, Fahrzeuge, Gliederung, Einsätze.

Als eine Ausnahme gilt allgemein die bereits diskutierte Panzerlehrdivision (PLD). Ihre beiden Panzergrenadierregimenter 901 und 902 waren in allen 4 Panzergrenadierbataillonen mit Schützenpanzern ausgerüstet und führten daher den Zusatz „(gp)“. Da auch die Panzeraufklärungslehrabteilung 130 (Sd.Kfz 250, 251, 234 u.a.) , das Panzerpionierbataillon 130 (Sd.Kfz 251 u.a.) sowie die Panzerjägerlehrabteilung 130 (Selbstfahrlafetten, gepanzerte Zugmaschinen) komplett gepanzert waren, spricht man von der PLD als der einzigen voll gepanzerten(!) Division der Wehrmacht.

Einen ähnlich hohen Grad erreichte bestenfalls noch die Panzergrenadierdivision „Grossdeutschland“ (eigentlich eine Panzerdivision mit Sondergliederung) mit immerhin 2 gepanzerten Panzergrenadier-Bataillonen (bei insg. 6 Bataillonen). Bei den Waffen-SS-Panzerdivisionen waren bei 6 Bataillonen ein gepanzertes Bataillon sowie zusätzlich noch einzelne Kompanien üblich.

Die Angaben im Wikipedia-Artikel zur PLD sind daher nicht korrekt. Dort wird nur von „vollmotorisiert“ gesprochen, was aber (wie oben bereits dargestellt) auch auf andere Verbände der „Schnellen“ bzw. „Panzertruppe“ zutrifft und eigentlich „vollgepanzert“ heissen müsste.

Übrigens: Das Panzerartillerieregiment 130 der PLD führte nur in der II. Abteilung Panzerhaubitzen – die restlichen Abteilungen waren klassisch motorisiert mit Zugmaschinen. Ob und inwiefern die Zugmaschinen der anderen Abteilungen gepanzert waren kann ich nicht sagen. Da es aber von den Zugmaschinen gepanzerte Versionen gab, fanden die hier vielleicht auch Verwendung (das ist jetzt reine Vermutung meinerseits). Da die Artillerie aber zu den Kampfunterstützungstruppen zählt, ist dies hinsichtlich der „Vollpanzerung“ nicht von Belang.

Als weitere Literatur – kurz und bündig – empfehle ich von Rolf Stoves: Die gepanzerten und motorisierten deutschen Grossverbände 1935 – 1945.

Theoretischer, aber nicht minder interessant: Walter K. Nehring, Die Geschichte der deutschen Panzerwaffe 1916 bis 1945 (Nehring war vor dem Krieg am Aufbau der Panzerwaffe mit beteiligt, veröffentlichte auch verschiedene theoretische Werke, im Krieg war er u.a. Kommandeur der 18. PD und später verschiedener Panzerkorps).

So – hoffe etwas geholfen zu haben und nicht noch mehr für Verwirrung gesorgt zu haben.

Viele Grüsse

Tom

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Einen hab’ ich noch
Habe, ergänzend zu Thomas seinem sehr informativen Beitrag (* von mir), noch folgendes gefunden:
Bis Ende Mai 1944 verfügte die am 30. Dezember 1943 aufgestellte Panzer-Lehr-Division (PLD) über 260 Panzer und 800 armierte Kettenfahrzeuge. Damit war sie die einzige deutsche PD, die zu 100 Prozent gepanzert und mit Kettenfahrzeugen ausgestattet war.

Quelle: Franz Kurowski, Panzertechnik 1939-1945, [ISBN-10: 3850014622 Buch anschauen]

Und jetzt kommst Du…

Gruß

Wie lange haben die Soldaten gebraucht, ihre Feldhaubitze nach
Frankreich zu ziehen?

Keine Sekund: Hummeln SIND vollmotorisiert:wink:

Hallo zusammen!

Sorry, aber jetzt muss ich mich bei Eurer Diskussion doch mal
einklinken.

Kann es sein, dass Ihr einem Fehler in der Begrifflichkeit
aufliegt?

Ich meine, Ihr solltet zwischen vollmotorisiert und
vollgepanzert unterscheiden.

Vollmotorisierte Verbände waren bei der „Schnellen Truppe“
zumindest bis zur Kriegsmitte, aber auch darüber hinaus die
Regel. Bei der „Schnellen Truppe“ (ab Frühjahr 1943
„Panzertruppe“) handelte es sich hauptsächlich um die
Panzerdivisionen und motorisierte Infanteriedivisionen (ab
Frühjahr 1943 „Panzergrenadierdivisionen“).

Woher ich das wissen will – ganz einfach: Dafür gab die
Kriegsstärkenachweisungen (KStN)
http://chrito.users1.50megs.com/kstn/kstnmain.htm
sowie Gliederungsübersichten (z.B. Schema „Panzerdivision 44“
– da hab ich leider gerade keinen Link zur Hand – findet sich
aber in der entsprechenden Literatur – z.B.: Thomas L. Jentz,
Die Deutsche Panzertruppe, Band 1 &2 )!
Geht man die KStN bei den Panzertruppen durch findet man keine
bespannte oder „zu Fuss“ Einheit! Das gilt auch für die
Gliederungsübersichten.

Ausserdem bitte ich zu beachten: Wären Teile der „Schnellen
Verbände“ bespannt gewesen, wäre die klassische
„Blitzkrieg-Taktik“ nicht möglich gewesen. Es war ja gerade
das revolutionäre Konzept von verbunden Waffen (wie man bei
der Bundeswehr heute sagt), sprich der Einsatz kombinierter
Truppen aus Panzer, motorisierter Infanterie („motorisierte
Schützen“ – ab Frühjahr 1943 „Panzergrenadiere“), die diese
Taktik ausgemacht hat.

Ich habe in den letzten beiden Tagen meine Literatur gewälzt
und keinerlei Angaben gefunden, dass die Verbände der
„Schnellen Truppe“ oder Teile nicht vollmotorisiert waren.
Einzige wissentliche Ausnahme: Die 18. Panzerdivision (18.PD),
in deren Panzerartillerieregiment eine Abteilung mangels
Zugmaschinen bespannt war.
Dies war aber eine Folge der Verluste im Winter 1941/42. In
dieser Zeit haben im Übrigen aufgrund der zwischenzeitlich
eingetretenen Verluste und der extremen Witterung tatsächlich
auch motorisierte Verbände Pferde geführt – anders war an kein
Fortkommen mehr zu denken.
Die motorisierten Verbände der Sommeroffensive 1942 wurden
dann auf Kosten anderer Verbände wieder aufgefüllt (typisches
Beispiel: Die Abgabe kompletter Panzerabteilungen – z.B. auch
der oben genannten 18.PD). Diese Verbände waren dann die
Speerspitze beim Vorstoss Richtung Kaukasus und Wolga
(Stalingrad).

Dass vorwiegend mit der Bahn die Truppen verschoben wurden ist

zutreffend. Das galt aber für jede Truppengattung. Schonung
des Materials (gerade bei Panzerverbänden, als dann „Panther“
und „Tiger“ eingeführt waren wurde dies noch dringlicher, da
die beiden Kampfwagen mechanische Unzulänglichkeiten
aufwiesen) sowie der Faktor Zeit waren da sicher mit die
wichtigsten Gründe.

Damit wäre ich nun endlich beim Begriff „gepanzert“ angelangt:
Wenn bei den motorisierten Schützen (ab Frühjahr 1943
„Panzergrenadiere“) keine Schützenpanzer vom Typ SdKfz. 251
auftauchen, heisst das nicht, dass diese nicht motorisiert
waren – sie waren dann nur nicht gepanzert. An den KStN ist
dieser Umstand klar ersichtlich (s.a. oben die Angaben zur 24.
PD):
gepanzerte Panzergrenadierkompanie:
http://chrito.users1.50megs.com/kstn/kstn1114cgpfg1j…
motorisierte Panzergrenadierkompanie:
http://chrito.users1.50megs.com/kstn/kstn1114afg1nov…

Dass eine Einheit gepanzert war, wurde im der
Einheitsbezeichnung im Anhang mit „(gp)“ für „gepanzert“
deutlich gemacht (also z.B. I./PzGrR26(gp) = was soviel heisst
, wie: Gepanzertes 1. Bataillon des Panzergrenadierregiments
26).

Was aber gepanzerte Einheiten betrifft – da gab es innerhalb
der motorisierten Divisionen nun wirkliche Defizite. Bis 1943
gelang es z.B. bestenfalls in jeder Panzerdivision ein
Panzergrenadier-Bataillon (von 4) mit Schützenpanzern
auszurüsten, z.T. sogar nur eine einzelne Kompanie! Bei den
Panzergrenadierdivisionen war dies noch weniger der Fall.
Guderian wollte daher unbedingt eine Aufstockung der
Schützenpanzerwagen erreichen, da die nur motorisierten
Panzergrenadiere für das Gefecht nur bedingt tauglich waren
(die Personalverluste waren z.B. um bis zu 50% höher).
Eine Quelle zum Thema Panzergrenadiere: Wolfgang Fleischer,
Richard Eiermann, Die motorisierten Schützen und
Panzergrenadiere des deutschen Heeres. 1935-1945 - Waffen,
Fahrzeuge, Gliederung, Einsätze.

Als eine Ausnahme gilt allgemein die bereits diskutierte
Panzerlehrdivision (PLD). Ihre beiden
Panzergrenadierregimenter 901 und 902 waren in allen 4
Panzergrenadierbataillonen mit Schützenpanzern ausgerüstet und
führten daher den Zusatz „(gp)“. Da auch die
Panzeraufklärungslehrabteilung 130 (Sd.Kfz 250, 251, 234 u.a.)
, das Panzerpionierbataillon 130 (Sd.Kfz 251 u.a.) sowie die
Panzerjägerlehrabteilung 130 (Selbstfahrlafetten, gepanzerte
Zugmaschinen) komplett gepanzert waren, spricht man von der
PLD als der einzigen voll gepanzerten(!) Division der
Wehrmacht.

Einen ähnlich hohen Grad erreichte bestenfalls noch die
Panzergrenadierdivision „Grossdeutschland“ (eigentlich eine
Panzerdivision mit Sondergliederung) mit immerhin 2
gepanzerten Panzergrenadier-Bataillonen (bei insg. 6
Bataillonen). Bei den Waffen-SS-Panzerdivisionen waren bei 6
Bataillonen ein gepanzertes Bataillon sowie zusätzlich noch
einzelne Kompanien üblich.

Die Angaben im Wikipedia-Artikel zur PLD sind daher nicht
korrekt. Dort wird nur von „vollmotorisiert“ gesprochen, was
aber (wie oben bereits dargestellt) auch auf andere Verbände
der „Schnellen“ bzw. „Panzertruppe“ zutrifft und eigentlich
„vollgepanzert“ heissen müsste.

Übrigens: Das Panzerartillerieregiment 130 der PLD führte nur
in der II. Abteilung Panzerhaubitzen – die restlichen
Abteilungen waren klassisch motorisiert mit Zugmaschinen. Ob
und inwiefern die Zugmaschinen der anderen Abteilungen
gepanzert waren kann ich nicht sagen. Da es aber von den
Zugmaschinen gepanzerte Versionen gab, fanden die hier
vielleicht auch Verwendung (das ist jetzt reine Vermutung
meinerseits). Da die Artillerie aber zu den
Kampfunterstützungstruppen zählt, ist dies hinsichtlich der
„Vollpanzerung“ nicht von Belang.

Als weitere Literatur – kurz und bündig – empfehle ich von
Rolf Stoves: Die gepanzerten und motorisierten deutschen
Grossverbände 1935 – 1945.

Theoretischer, aber nicht minder interessant: Walter K.
Nehring, Die Geschichte der deutschen Panzerwaffe 1916 bis
1945 (Nehring war vor dem Krieg am Aufbau der Panzerwaffe mit
beteiligt, veröffentlichte auch verschiedene theoretische
Werke, im Krieg war er u.a. Kommandeur der 18. PD und später
verschiedener Panzerkorps).

So – hoffe etwas geholfen zu haben und nicht noch mehr für
Verwirrung gesorgt zu haben.

Viele Grüsse

Tom

Warum bleiben in diesem Artikel die Sturmgeschütze unerwähnt?

Gehörten diese zur Artillerie? - Wenn ja, wie war die Integration in die Kampfverbände

Tamdure

Hi Tamdure,

da ich mittlerweile schon seit fünf Wochen mit gebrochenen Fussgelenk daheim herumliege und mich das langsam wirklich annervt – zur Ablenkung eine etwas ausführlichere Antwort! Hab ja die Zeit… :wink:

Du hast Dir die Antwort selbst gegeben: Die Sturmgeschütze (StuG) waren von Anfang an der Artillerie unterstellt (na ja – Ausnahmen gab es später natürlich auch da – s.u.).

Zu diesem Zweck wurden ab 1940/41 Sturmgeschützabteilungen aufgestellt.
Der Hintergrund war, dass man mit den Sturmgeschützen eine gepanzerte Unterstützungswaffe für die Infanterie schaffen wollte.

Der fehlende Turm im Vergleich zum Kampfpanzer war dabei kein grosser Nachteil, da die Hauptaufgabe eben in der Infanterieunterstützung liegen sollte (später änderte sich dies – dazu weiter unten mehr).

Anfangs bestand eine Abteilung aus 22 StuG. Ende 1942 trat aber eine neue Gliederung in Kraft.
Die Stärke der Abteilungen lag nun bei 31 Sturmgeschützen. Die Batterie zu 10 StuG. (s. http://chrito.users1.50megs.com/kstn/kstn446a1nov42.htm).

Später (1943/44) mit merklichem Anstieg der Produktion wurden auch Abteilungen mit 45 StuG üblich. Die Batterie hatte hier dann 14 StuG (s. http://chrito.users1.50megs.com/kstn/kstn4461jun44.htm).
Beide Gliederungsarten waren bis Kriegsende gültig – in der Praxis an der Front im Übrigen eh nicht haltbar (Ausfälle durch Pannen und Kampf).

Anfang 1944 wurden die Abteilungen in „Sturmgeschützbrigaden“ umgegliedert. Diese entsprachen aber weitgehend der bisherigen Abteilung.
Mit ein Grund war, dass bei verschiedenen Infanteriedivisionen in der Panzerjägerabteilungen Kompanien mit Sturmgeschützen (zu 10 später auch 14 StuG) eingeführt wurden (jetzt der Panzertruppe unterstellt und als „Jagdpanzer-Kompanie“ bezeichnet – s. http://chrito.users1.50megs.com/kstn/kstn11491feb44.htm).
Diese wurden dort aber als „Abteilungen“ bezeichnet. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass dies auch aus Tarnungsgründen geschah, um den Gegner zu verwirren. Deshalb wohl auch die neue Bezeichnung „Sturmgeschützbrigade“ für die eigentlichen Abteilungen.

Eine weitere neue Gliederung kam ebenfalls 1944 auf: Die „Sturmartilleriebrigade“.
Da die Infanterie mit Fortschreiten des Krieges nicht mehr so gut in der Zusammenarbeit mit den StuG ausgebildet war (was oft genug zu unnötigen Verlusten führte), versuchte man Abhilfe zu schaffen, indem eine „Begleitbatterie“ (s. http://chrito.users1.50megs.com/kstn/kstn4481dez44.htm) geschaffen wurde. Dabei handelt es sich um eine Infanteriekompanie, die fester Bestandteil der „Brigade“ wurde und die im Zusammenspiel geübt war.
Zur Unterscheidung zu den normalen Brigaden (ohne Begleitbatterie) trugen diese dann eben die Bezeichnung „Sturmartilleriebrigade“.

Als man 1942 von der kurzen 7,5cm Kanone L/24 (http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Waffen/Bildersei…) zur längeren L/48 (http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Waffen/Bildersei…) überging, befähigte man das StuG nun auch zur Panzerbekämpfung. Dies war einerseits so gewollt (die Infanterie musste sich feindlicher Panzer ja immer mehr erwehren), anderseits kam der ursprüngliche Zweck der Infanterieunterstützung immer mehr zu kurz.
Da die Zahlen in der Fertigung anstiegen, versuchte man sich damit zu helfen, das man einen Teil der Fahrzeuge als Sturmhaubitze 42 (http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Waffen/Bildersei…) mit einer 10,5cm Haubitze fertig stellte.
In verschiedenen (nicht allen) Abteilungen wurden je Batterie ein Zug mit diesen Sturmhaubitzen ausgerüstet. Bei der Truppe waren diese Fahrzeuge allerdings nicht sonderlich beliebt (begrenzte Panzerabwehrfähigkeit – die Munition war nicht einteilig, wodurch die Feuergeschwindigkeit geringer war, grössere Rauchentwicklung usw.).

Eingesetzt wurden die Abteilungen/Brigaden als Heerestruppe, d.h. sie waren selbständig und wurden anderen Truppenteilen (z.B. Armeekorps oder Infanteriedivision) je nach Bedarf zeitlich begrenzt zugeteilt (auch hier gab es wieder vereinzelte Ausnahmen).
Hier wird auch noch einmal die Bedeutung der Begleitbatterie deutlich: Diese Männer blieben permanent bei den StuG und konnten diese entsprechend unterstützen (im Angriff, als Sicherung, auf Wache usw., so dass die Besatzungen entlastet wurden).

Als weitere Ausnahmen müssen noch Abteilungen als integraler Bestandteil von Divisionen genannt werden – z.B. hatte die Panzergrenadierdivision „Grossdeutschland“ eine StuG-Abteilung („StuG-Abteilung Grossdeutschland“), die Divisionen der „Waffen-SS“ verfügten meisst über eine Batterie, teilweise auch über komplette Abteilungen.

Ein weiterer interessanter Aspekt der Sturmgeschütze ist, dass bis 1943 das Personal ausschliesslich aus Freiwilligen der Artillerie bestand. Diese brachten eine entsprechende Schiessausbildung sowie z.T. auch schon Fronterfahrung mit. Die Fahrer kamen in vielen Fällen – i.d.R. auch als Freiwillige – von der Ersatz- und Ausbildungsabteilungen der Panzertruppe.

Die Verwendung von StuG blieb aber nicht nur auf die Artillerie beschränkt. Neben der schon genannten Verwendung in den Jagdpanzer-Kompanien der Infanteriedivisionen wurden StuG auch in verschieden Panzer- und Panzergrenadierdivisionen eingesetzt.
Grund dafür war der Anfang 1943 sich abzeichnende Mangel an Kampfpanzern.

In Panzerdivisionen (PD) wurden z.B. Abteilungen, die zur Hälfte oder ganz StuG bestanden aufgestellt. Beispiele dafür sind einzelne Abteilungen der wieder aufgestellten 14., 16. und 24. PD (waren alle drei in Stalingrad untergegangen) oder auch eine Panzerabteilung im Panzerregiment der 10. SS-PD.
Gemäss der Gliederung der Panzertruppe hatten die Kompanien hier 22 StuG (2 im Kompanieführungstrupp + 4 Züge zu 5 StuG) und wurden „Panzer-Sturmgeschütz-Kompanien“ genannt.
In der Praxis haben sich solche Abteilungen (auch in gemischter Form mit Panzerkampfwagen) wohl nicht recht bewährt – nachzulesen bei: Thomas L. Jentz, Die Deutsche Panzertruppe, Band 1 &2.
Besonders im Angriff war der Nutzen begrenzt, da das StuG sich immer mit dem gesamten Fahrzeug (hat ja keinen Turm) dem Feind zudrehen musste, was die Angriffsgeschwindigkeit minderte, die Angriffsrichtung und –wirkung negativ beeinflusste. Am besten haben die StuG sich in der Zusammenarbeit mit den Panzergrenadieren bewährt – also wieder in ihrer eigentlichen Rolle!

Ab Sommer 1943 wurden die Panzerabteilungen der Panzergrenadierdivisionen aus gleichen Gründen i.d.R. nur mit StuG ausgerüstet – hier meisst 45 StuG entsprechend der Gliederung einer StuG-Abteilung/Brigade.

Im Fall der Panzer- und Panzergrenadierdivisionen trugen die StuG also zum Grad der „Panzerung“ der Division bei. Da sie hier aber als Teil der Panzerabteilungen verstanden werden, habe ich sie in meinem letzten Artikel zum Thema Motorisierung/Panzerung nicht weiter berücksichtigt.

Guderian wollte die StuG übrigens der Panzertruppe unterstellen, da deren Produktion zu Lasten der Panzerkampfwagenproduktion ging. Da dies aber wiederum zu Lasten der Unterstützung der Infanterie gegangen wäre, die mit Fortschreiten des Krieges immer mehr die Hauptlast der Kämpfe tragen musste, konnte er sich nicht durchsetzen. Er erreichte einzig, dass ab Mai 1943 100 StuG pro Produktionsmonat an die Panzertruppe abgegeben wurden.

Als Literatur zu empfehlen: Wolfgang Fleischer, Die Deutschen Sturmgeschütze 1935-1945 – erschienen beim Verlag Podzun-Pallas. Klein aber fein! Einige der oben gemachten Angaben habe ich daraus. Im Handel sind übrigens auch Mängelexemplare erhältlich, die qualitativ völlig in Ordnung sind und v.a. günstiger!

Was mehr die technische Seite betrifft (auch mit Gliederungsübersichten und Einsatzberichten):
Walter J. Spielberger, Sturmgeschütze. Entwicklung und Fertigung der sPak (Gebundene Ausgabe) – derzeit in einer supergünstigen Sonderausgabe zum halben Preis meiner Originalausgabe erhältlich. Hier bleiben eigentlich keine Fragen offen.

So – hoffe damit die Frage nach den Sturmgeschützen auch umfassend beantwortet zu haben! :wink:

Gruss und schönen Sonntag noch

Tom