Da hab ich noch einen

  1. Nach erneuter Nachfrage habe ich jetzt eine andere Summe vom Landkreis genannt bekommen nach der das Erziehungsgeld berechnet wird. Man nannte mir Anfangs ca. 15.000 € Netto. Die Auskunft, die mir die Beamtin nannte war schlicht weg falsch. Der Satz liegt bei ca. 50.000 €. Da fallen wir dann doch rein.

Also hab ich mich umsonst aufgeregt. Aber über die Unzulänglichkeit der Beamtin darf ich mich doch aufregen? schmunzel

Richtig. Es geht sie im Grunde überhaupt nichts an, wie Du in
den ersten drei Jahren Dein Kind versorgst. Erst dann
garantiert der Staat eine Betreuung.

  1. Es sollte bisher beruftätigen Frauen möglich sein wieder in das Berufsleben einzusteigen, wenn sie es wünscht. Und nicht erst, wenn nach drei Jahren Elternurlaub ein Kindergartenplatz zur Verfügung stehen muss.

  2. Hat keiner gesagt, dass ein Kindergartenplatz nichts kosten soll. Blos 50% meines Nettoeinkommens empfinde ich als sehr hoch. Nach Abzug meiner Fixkosten bleibt mir dann ‚0‘. Sollte ich nur halbtags arbeiten können, kann ich nicht mal mehr für meine laufenden Kosten aufkommen.

Ich bekam auch noch zu hören, es sollen die Omas auf den Wurm
aufpassen. Was maßen sich die Beamten eigentlich an?

  1. Hat sie das gar nichts anzugehen.
  2. Wir leben im 21. Jahrhundert, da müssen die Omas bis zum
    Rentenalter arbeiten gehen.

Wie lange sollten denn Omas arbeiten müssen? Bis fünf Jahre
vor der Rente? Es liegt nun mal in der Natur der Sache, daß
man so lange arbeiten muß, bis man in Rente geht (und damit
sein „pers. Rentenalter“ erreicht hat). Oder was wolltest Du
uns mit diesem Satz mitteilen?

  1. Da hast du etwas missverstanden. Es gibt tatsächlich Frauen die in den Mittfünfzigern sind und bis ins Rentenalter für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen. Von wollen kann da nicht die Rede sein. Daher fällt die Kindsbetreuung durch die Omas flach. Oder glauben die Beamten allen ernstes, dass alle Omas heute um die 70 Jahre sind? Das finde ich anmaßend. Wir leben nicht mehr in den 50igern und 60igern, wo die Omas nicht gearbeitet haben.

Nun, daß Du die 61€ als „Spottpreis“ bezeichnest, macht
deutlich daß Du (Ihr) über ein recht gutes Einkommen verfügst.
Jemand, der wirklich jeden Cent umdrehen muß (und die von Dir
genannten gehören dazu), kann davon seine Familie ein paar
Tage ernähren.

  1. Der Spottpreis bezieht sich auf die Summe von 380 €. Relativ gesehen, sind 61€ zu380 € ein Spottpreis.

Im übrigen ist die in diesem und im nächsten Absatz vertretene
Meinung hochgradig asozial!!!

  1. ist es ungerecht, dass Mütter, die zu Hause sind ihre Kinder in den Kindergarten abgeben können. Alle Kiddies sollen ihr soziales Miteinander trainieren. Ob nun von Sozi-Empfängern, Arbeitslosen o. Berufstätigen und Hausfrauen. Dennoch hätten die beiden ersten Gruppen, die Möglichkeit sie selber zu betreuuen. Diese beiden bedürftigen Gruppen sind vormittags wie nachmittags zu Hause. Ein Teil davon tuen alles, um wieder zu arbeiten. Ein Teil aber auch nicht. Und um diesen Teil geht es mir. Das dieser Teil ein Kita-Platz zur Verfügung gestellt bekommt, während eine Frau die einen Arbeitsplatz hat, und um ihn zu halten wieder arbeiten gehen muss, keinen bekommt, ist nicht ganz fair. Ich habe auch hart gekämpft, um meinen jetztigen Job zu bekommen. Das ich in der Probezeit schwanger wurde ist selber schuld und nicht zu ändern. Also versuche ich jetzt das Bestmögliche für uns herauszuholen. Das ich keine Unterstützung bekomme von unseren Behörden ist ärgerlich. Vielleicht erwarte ich auch zu viel. Mag sein!

Und zu guter letzt 7. gehört die Diskussion mittlerweile in das Eltern- und Kinderbrett.

Schönen sonnigen Tach noch

G

Sie kann doch Sozialhilfe beantragen.

Damit drehen wir uns im Kreis. Wenn ich bisher noch einen Job habe, lege ich meinem Arbeitgeber nahe mir zu kündigen (was ja gar nicht geht, bin ja schwanger) um Arbeitslosengeld, -hilfe und dann Sozi zuerhalten. Das für 307€? Total unrealistisch!

Grüßi Geishi

Liebe Geisha
Ich bin zwar nicht Goosy, aber möchte dennoch ein paar Antworten loswerden

  1. Nach erneuter Nachfrage habe ich jetzt eine andere Summe
    vom Landkreis genannt bekommen nach der das Erziehungsgeld
    berechnet wird. Man nannte mir Anfangs ca. 15.000 € Netto. Die
    Auskunft, die mir die Beamtin nannte war schlicht weg falsch.
    Der Satz liegt bei ca. 50.000 €. Da fallen wir dann doch rein.

Na also - das kann man aber auch bei jedem Prospekt, der bei einem gut sortierten Frauenarzt rumliegt, selbst lesen.
Dennoch hätte man dir die richtige Auskunft geben müssen.

Also hab ich mich umsonst aufgeregt. Aber über die
Unzulänglichkeit der Beamtin darf ich mich doch aufregen?
schmunzel

Wirklich Beamtin? nicht Angestellte oder so??
*g

  1. Es sollte bisher beruftätigen Frauen möglich sein wieder in

das Berufsleben einzusteigen, wenn sie es wünscht. Und nicht
erst, wenn nach drei Jahren Elternurlaub ein Kindergartenplatz
zur Verfügung stehen muss.

Du kannst während des Erziehungsurlaubes teilzeit bei deiner Arbeitsstelle arbeiten - wenn du in der Zeit dein Kind versorgt kriegst. Du kannst jedoch nicht erwarten, dass die Kommunen (oder wer auch immer) dafür sorgt, dass dein Kind quasi von Geburt an versorgt ist. ME hätten wir dann die Frau als „Geburtsmaschine“ die anschließend gefälligst wieder zu arbeiten hat.

  1. Hat keiner gesagt, dass ein Kindergartenplatz nichts kosten
    soll. Blos 50% meines Nettoeinkommens empfinde ich als sehr
    hoch. Nach Abzug meiner Fixkosten bleibt mir dann ‚0‘. Sollte
    ich nur halbtags arbeiten können, kann ich nicht mal mehr für
    meine laufenden Kosten aufkommen.

Ich gehe recht, dass du nicht Alleinverdienerin bist?
Dann wird das Gesamteinkommen der Familie bei dem Beitrag für den KiGa genommen. Wenn dabei dieser hohe Betrag herauskommt…
Du musst dich dann entscheiden: Solange das Kind zum KiGa geht „umsonst“ arbeiten aber im Beruf auf Stand bleiben oder halt nicht - diese Entscheidung nimmt dir keiner ab.
Wie gesagt: 380 EUR ist sicher der Höchstbeitrag - und wer den bezahlen muss, verdient entsprechend gut.

  1. Der Spottpreis bezieht sich auf die Summe von 380 €.
    Relativ gesehen, sind 61€ zu380 € ein Spottpreis.

„Every thing is relative“. Für Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger ist das wahrscheinlich mehr, als die 380 EUR für euch.

Im übrigen ist die in diesem und im nächsten Absatz vertretene
Meinung hochgradig asozial!!!

Hier bin ich immer noch der gleichen Ansicht.

  1. ist es ungerecht, dass Mütter, die zu Hause sind ihre
    Kinder in den Kindergarten abgeben können. Alle Kiddies sollen
    ihr soziales Miteinander trainieren. Ob nun von
    Sozi-Empfängern, Arbeitslosen o. Berufstätigen und Hausfrauen.
    Dennoch hätten die beiden ersten Gruppen, die Möglichkeit sie
    selber zu betreuuen. Diese beiden bedürftigen Gruppen sind
    vormittags wie nachmittags zu Hause. Ein Teil davon tuen
    alles, um wieder zu arbeiten. Ein Teil aber auch nicht.

Was denn nun?? Alle oder keiner oder…

Und um
diesen Teil geht es mir.

Kannst du das entscheiden, wer zu welchem Teil gehört??
Sollen dann (wenn du es kannst) die Kinder unter der Unzulänglichkeit der Eltern leiden?
Es geht im KiGa um die Kinder und nicht die Eltern.
Wenn Kinder im Kindergarten soziales Verhalten lernen, werden sie vielleicht später anders, als die „assozialen“ Eltern.

Das dieser Teil ein Kita-Platz zur
Verfügung gestellt bekommt, während eine Frau die einen
Arbeitsplatz hat, und um ihn zu halten wieder arbeiten gehen
muss,

DAS empfinde ich als Unsinn.
Du kannst mir nicht erzählen, dass irgendwer arbeiten muss, damit das Kind in den Kindergarten kann.
Es sei denn, wieder beim alten Thema, ihr seid nicht bereit, Abstriche in euerer Lebensführung hinzunehmen.

keinen bekommt, ist nicht ganz fair. Ich habe auch hart
gekämpft, um meinen jetztigen Job zu bekommen. Das ich in der
Probezeit schwanger wurde ist selber schuld und nicht zu
ändern.

Also von „Schuld“ zu reden bei einer Schwangerschaft ist nicht i.O.

Also versuche ich jetzt das Bestmögliche für uns
herauszuholen. Das ich keine Unterstützung bekomme von unseren
Behörden ist ärgerlich. Vielleicht erwarte ich auch zu viel.
Mag sein!

Hurra- du hast es.
Deine Erwartungen sind wirklich zu hoch.
Die Zeiten der Rundumbetreuung für Kinder sind seit dem Ende der DDR vorbei, es sei denn, irgendwer kann es sich leisten.
Die Kommunen pfeifen finanziell aus dem letzten Loch und können das nicht.
Oder wärest du bereit, noch höhere Steuern zu zahlen, damit die Vollkaskoversorgung durch den Staat gesichert ist (In Schweden war der Steuersatz mal bei über 90% - willst du das??)

Gruß
HaWeThie

Hallo zusammen,
verständlich das hier krasse Meinungen und Gegensätze aufeinander treffen.
Aber ich BITTE um ein wenig Netikette.
Toni07 und ich wären sonst gezwungen diese Diskussion zu beenden, und das scheint uns nicht sinnvoll.
Gruß
Dirk m.

Hallo Geisha,

  1. Nach erneuter Nachfrage habe ich jetzt eine andere Summe
    vom Landkreis genannt bekommen nach der das Erziehungsgeld
    berechnet wird. Man nannte mir Anfangs ca. 15.000 € Netto. Die
    Auskunft, die mir die Beamtin nannte war schlicht weg falsch.
    Der Satz liegt bei ca. 50.000 €. Da fallen wir dann doch rein.

Also hab ich mich umsonst aufgeregt. Aber über die
Unzulänglichkeit der Beamtin darf ich mich doch aufregen?
schmunzel

Damit stellt sich Dein Posting in einem etwas anderen Licht dar. Bei meiner ersten Antwort bin ich davon ausgegangen, daß Euer/Dein Einkommen über den 50.000€ (die ja nicht mal brutto sind) liegt. Und ich glaube die Aufregung über Dein Posting ist dann schon verständlich.

  1. Es sollte bisher beruftätigen Frauen möglich sein wieder in
    das Berufsleben einzusteigen, wenn sie es wünscht. Und nicht
    erst, wenn nach drei Jahren Elternurlaub ein Kindergartenplatz
    zur Verfügung stehen muss.

Hier sprichst Du ein generelles Problem der deutschen Familienpolitik an. Dies ist aber auf keinen Fall irgendwelchen Ämtern anzulasten und der Politik auch nur zum Teil. Es war in unserem Lande lange Zeit „üblich“, daß eine Frau nach der Entbindung zu hause zu bleiben hat. Dieses Denken ändert sich zwar, die daraus resultierenden Konsequenzen werden (können) aber nur langsam umgesetzt. Hier geht es ja nicht um Peanuts, sondern um eine grundlegend neue Ausrichtung der Familienpolitik. Und auch wenn es abgedroschen klingt: Solche Sozialleistungen müssen schließlich bezahlt werden und es ist Sache der Gesamtgesellschaft zu entscheiden, wie viel ihr die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wert ist.

  1. Hat keiner gesagt, dass ein Kindergartenplatz nichts kosten
    soll. Blos 50% meines Nettoeinkommens empfinde ich als sehr
    hoch. Nach Abzug meiner Fixkosten bleibt mir dann ‚0‘. Sollte
    ich nur halbtags arbeiten können, kann ich nicht mal mehr für
    meine laufenden Kosten aufkommen.

Hier ist Euer Familieneinkommen ausschlaggebend. Wenn die Kosten des Kindergartens/grippe den Familienhaushalt sprengen, läuft in der Tat etwas gehörig schief. Hierzu kann ich nicht viel sagen, da ich nicht weiß wo die Einkommensgrenzen liegen - das wird sicher variieren.

  1. Da hast du etwas missverstanden. Es gibt tatsächlich Frauen
    die in den Mittfünfzigern sind und bis ins Rentenalter für
    ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen. Von wollen kann da
    nicht die Rede sein. Daher fällt die Kindsbetreuung durch die
    Omas flach. Oder glauben die Beamten allen ernstes, dass alle
    Omas heute um die 70 Jahre sind? Das finde ich anmaßend. Wir
    leben nicht mehr in den 50igern und 60igern, wo die Omas nicht
    gearbeitet haben.

Mir würde nicht im Traum einfallen zu bestreiten, daß auch Mittfünfziger für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen. Aber es ist nun mal eine Tatsache, daß viele (auf Zahlen lege ich mich nicht fest) Omas eben nicht arbeiten und eine Kinderbetreuung sehr gerne übernehmen.
Ich habe das Gespräch zwischen Dir und dem/der Beamten(in) nicht miterlebt, deswegen werde ich dazu auch nichts sagen. Aber allein die Tatsache, daß auf die Oma als Betreuungsmöglichkeit hingewiesen wurde rechtfertigt beim besten Willen keine Aufregung.
Im Zweifel gilt hier was überall gilt: Du hast es mit Menschen und nicht mit Maschinen zu tun - und da gibt es sowohl rechthaberische wie hilfsbereite…

  1. Der Spottpreis bezieht sich auf die Summe von 380 €.
    Relativ gesehen, sind 61€ zu380 € ein Spottpreis.

In Relation zu unserem Bundeskanzler sind auch die von mir gezahlten Steuern ein Spottpreis! Sie tun mir aber trotzdem weh - wahrscheinlich mehr als einem gut verdienenden Bundeskanzler (oder Manager). Wenn Du schon Relationen herstellst, dann bitte Kindergartenbeitrag zu Einkommen und nicht die Beiträge untereinander. Es ist nun mal ein Grundpfeiler unseres Sozialsystems, daß jeder nach seiner Leistungsfähigkeit zahlt.

  1. ist es ungerecht, dass Mütter, die zu Hause sind ihre
    Kinder in den Kindergarten abgeben können. Alle Kiddies sollen
    ihr soziales Miteinander trainieren. Ob nun von
    Sozi-Empfängern, Arbeitslosen o. Berufstätigen und Hausfrauen.
    Dennoch hätten die beiden ersten Gruppen, die Möglichkeit sie
    selber zu betreuuen. Diese beiden bedürftigen Gruppen sind
    vormittags wie nachmittags zu Hause. Ein Teil davon tuen
    alles, um wieder zu arbeiten. Ein Teil aber auch nicht. Und um
    diesen Teil geht es mir. Das dieser Teil ein Kita-Platz zur
    Verfügung gestellt bekommt, während eine Frau die einen
    Arbeitsplatz hat, und um ihn zu halten wieder arbeiten gehen
    muss, keinen bekommt, ist nicht ganz fair.

Sei mir nicht böse, aber das ist eine Diskussion auf Stammtischniveau! Wie willst Du denn z.B. die Arbeitswilligen von den Unwilligen trennen? Das gleiche Problem besteht doch auch bei der Sozialhilfe: die allermeisten Empfänger sind wirklich bedürftig und versuchen alles um wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Daneben gibt es aber auch Sozialhilfeempfänger, die es sich bequem machen und der Allgemeinheit auf der Tasche liegen.
Es ist nun eine beliebte Übung diese Gruppe zum Standard zu erheben und die eigentliche Mehrheit als Ausnahme zu bezeichnen - und genau das machst auch Du unterschwellig.

Ich habe auch hart
gekämpft, um meinen jetztigen Job zu bekommen. Das ich in der
Probezeit schwanger wurde ist selber schuld und nicht zu
ändern. Also versuche ich jetzt das Bestmögliche für uns
herauszuholen. Das ich keine Unterstützung bekomme von unseren
Behörden ist ärgerlich. Vielleicht erwarte ich auch zu viel.
Mag sein!

Die Behörden sind hier schlicht der falsche Adressat! Hier ist die Politik gefragt. In diesem Sinne erwartest Du von den Behörden wirklich zu viel.
Aber ich gebe Dir recht, daß Du nichts Unmögliches verlangst. Ich frage mich allerdings, ob Du erst seit Deiner Schwangerschaft so denkst, oder ob Du, bevor Du an Kinder dachtest, auch zu finanziellen Einbußen bereit gewesen wärst um eine bessere Familienpolitik zu finanzieren…

Und zu guter letzt 7. gehört die Diskussion mittlerweile in
das Eltern- und Kinderbrett.

Wohl eher ins Politikbrett…

Schönen sonnigen Tach noch

Sonnig ist er…aber leider auch A…kalt!

Schöne Restwoche wünscht
Stefan

1 „Gefällt mir“

Das für 307€? Total unrealistisch!

Nein! Das ist überhaupt nicht unrealistisch. Es ist in hohem Maße krotesk! Genauso krotesk wie der von Nelly bemühte Vergleich zwischen einer Sozialhilfeempfängerin und einer Lohnempfängerin.

Äpfel und Birnen sind halt nicht vergleichbar…

Gruß Stefan