Da hab ich noch einen

Hallo,

ich erwarte im Sommer ein Baby. Da wir kein Erziehungsgeld bekommen, muss ich wieder arbeiten gehen. Also mache ich mich jetzt schon mal auf die Suche nach einem Kinderkrippenplatz.

Erster Anruf bei dem Jugendamt Braunschweig. Ergebnis: Tut uns leid, sie müssen sich in ihrem Landkreis um einen Platz bemühen. Seh ich ein. Ich rufe in meinem zuständigen Landkreis an. Ergebnis: Ja, wir haben eine (wohlgemerkt 1!) Kinderkrippe, aber die dürfen nur von den Bewohnern genutzt werden, die direkt in PeineStadt wohnen. Erklärung: ich wohne im Randgebiet von Peine, näher an Braunschweig als an Peine.

Also keine Möglichkeit für mich das Kind betreuuen zu lassen. Das nenn ich mal gelungene Politik, Bürokratie und vieles mehr.
Ich muss also zu Hause bleiben. Erschwerend kommt hinzu, die Kinderkrippen kosten im Monat ca. 380 € plus Essensgeld. Da geh ich ja beinahe nur für den Kindergarten arbeiten. Ein toller Sozialstaat.

Ich bekam auch noch zu hören, es sollen die Omas auf den Wurm aufpassen. Was maßen sich die Beamten eigentlich an?

  1. Hat sie das gar nichts anzugehen.
  2. Wir leben im 21. Jahrhundert, da müssen die Omas bis zum Rentenalter arbeiten gehen.
  3. Warum bekommen eigentlich Sozialhilfeempfänger und Arbeitslose Kindergartenplätze (und das zu einem Spottpreis von 61 € im Monat). Die sind doch den ganzen lieben langen Tag zu Hause, die haben die Zeit sich um die Kinder zu kümmern.
  4. Wenn die oben genannte Bevölkerung ein Anrecht auf einen Kindergartenplatz hat, dann ich wohl erst recht.

Jetzt klapper ich die Tagesmütter ab. Mal sehen, was mich dort erwartet.

Schönes Wochenende

G

Hallo Geisha,

ich wollte meinen Erziehungsurlaub abkürzen und hatte dann das gleiche Problem wie Du…ich hab den Kleinen nicht untergebracht.
Ich habe mich auch nach einer Tagesmutter umgesehen, kam aber dann zu der Überzeugung, daß ich niemals mit ruhigem Gewissen meinen Sohn anvertrauen könnte…und habe dann wieder Abstand genommen.
Eine Ganztagesbetreuung bei einer Tagesmutter wird aber auch nicht billig. Bei mir damals verlangten die Mütter zwischen 5-10 DM die Stunde.

Gruß Maja

Hallo Geisha,

Du irrst, wenn Du glaubst, ein Sozialhilfeempfänger zahlt für einen Kiga Platz oder ähnlich!!! Vollkasko ohne SB, so sieht es aus und Du bist zu recht verbittert. Nur, es hilft Dir keiner.
Wir haben in unserem Dorf tatsäclich aus ähnlichen Gründen eine private Initiative gegründet, wo gegen ein deutlich geringes Entgelt Kinder professsionell beaufsichtigt werden, während die Eltern schaffen, um die Erstgenannten zu finanzieren. Dieser e.V. hat eine arbeitslose Erzieherin angestellt und es läuft. Es gibt sogar Zuschüsse. Und das beste: diser e.V. ist auf einem Bauernhof untergebracht (hier ist nämlich auch Randgebiet). Die Kidis haben es sehr schön da. Denk mal drüber nach.
cu
ede

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Hallo,

Hallo,

einmal kurz:

ich erwarte im Sommer ein Baby. Da wir kein Erziehungsgeld
bekommen,

off: noch nicht mal die ersten sechs Monate? müsst Ihr gut verdienen.

muss ich wieder arbeiten gehen. Also mache ich mich
jetzt schon mal auf die Suche nach einem Kinderkrippenplatz

Erster Anruf bei dem Jugendamt Braunschweig. Ergebnis: Tut uns
leid, sie müssen sich in ihrem Landkreis um einen Platz
bemühen.

Ist so auch richtig.

Seh ich ein. Ich rufe in meinem zuständigen Landkreis
an. Ergebnis: Ja, wir haben eine (wohlgemerkt 1!)
Kinderkrippe, aber die dürfen nur von den Bewohnern genutzt
werden, die direkt in PeineStadt wohnen. Erklärung: ich wohne
im Randgebiet von Peine, näher an Braunschweig als an Peine.

Kinderkrippen, zumindest die mit kommunaler Trägerschaft, sind freiwillige Leistungen der Kommunen. Keine Kommune (auch Kreis) ist gezwungen, eine Krippe einzurichten, im Gegensatz zum Kindergarten.

Also keine Möglichkeit für mich das Kind betreuuen zu lassen.
Das nenn ich mal gelungene Politik, Bürokratie und vieles
mehr.

Da hat mit Bürokratie nichts zu tun - die Politik bestimmt, wofür das Geld ausgegeben wird, es sein denn, die Gesetze schreiben die Ausgaben vor (mehr als 85% der Ausgaben einer Gemeinde sind so durch Pflichtaufgaben gebunden).

Ich muss also zu Hause bleiben. Erschwerend kommt hinzu, die
Kinderkrippen kosten im Monat ca. 380 € plus Essensgeld. Da
geh ich ja beinahe nur für den Kindergarten arbeiten. Ein
toller Sozialstaat.

s.o. - wenn du keinerlei Erziehungsgeld bekommst musst du, bzw. ihr, nicht schlecht verdienen - da könnt ihr euch den Krippenplatz bestimmt leisten - ein paar Abschläge an euerer „Lebensqualität“ müsst ihr jedoch in Kauf nehmen.

Ich bekam auch noch zu hören, es sollen die Omas auf den Wurm
aufpassen. Was maßen sich die Beamten eigentlich an?

hm - Vorschläge, wie du dein Problem lösen kannst?
Willst du nicht hören - schade.

  1. Hat sie das gar nichts anzugehen.

Prüfung der Bedürftigkeit: wo eine Oma ist, ist die Bedürftigkeit nicht so groß, als wenn gar keine da ist.
Du schreibst doch selbst, dass nur eine Krippe im Kreis vorhanden ist - irgendwie muss doch da ausgewählt werden.

  1. Wir leben im 21. Jahrhundert, da müssen die Omas bis zum
    Rentenalter arbeiten gehen.

kein Kommentar

  1. Warum bekommen eigentlich Sozialhilfeempfänger und
    Arbeitslose Kindergartenplätze (und das zu einem Spottpreis
    von 61 € im Monat).

Wir bitte nicht Kindergarten und Kinderkrippe durcheinander.
Die Preise für die Kindertagesstätten richten sich entweder nach dem Einkommen (z.B. NRW) oder nach der Anzahl der Kinder (z.B. RLP).
Hier gilt auch, wie fast überall: jeder soll nach seiner Leistungsfähigkeit zahlen. dazu bei dir: s.o.

Die sind doch den ganzen lieben langen Tag
zu Hause, die haben die Zeit sich um die Kinder zu kümmern.

Kindergärten dienen auch zur Schulung der Sozialfähigkeit,.
Bitte keinen Sozialneid schüren - ich glaube, mancher Arbeitslose wäre froh, den Höchstsatz für die KiGa-Betreuung zahlen zu müssen - dann hätte er nämlich Arbeit.

  1. Wenn die oben genannte Bevölkerung ein Anrecht auf einen
    Kindergartenplatz hat, dann ich wohl erst recht.

Thema: Sozialneid.
Du hast genau so viel Recht, wie die anderen auch. Kinderkrippen sind jedoch freiwillige Leistungen.
Dass die sich heute kaum noch eine Kommune leisten kann, kannst du fast täglich in der Zeitung lesen.

Gruß
HaWeThie

Hi,

ich erwarte im Sommer ein Baby.

Herzlichen Glückwunsch!!

Da wir kein Erziehungsgeld
bekommen, muss ich wieder arbeiten gehen. Also mache ich mich
jetzt schon mal auf die Suche nach einem Kinderkrippenplatz.

Bist Du Dir da ganz sicher, dass Ihr überhaupt kein Erziehungsgeld bekommen werdet? Immerhin ist die maßgebliche Einkommensobergrenze für das Elternpaar bis zum Ende des ersten Lebenshalbjahres des Kinder 100.000 DM…

Erster Anruf bei dem Jugendamt Braunschweig. Ergebnis: Tut uns
leid, sie müssen sich in ihrem Landkreis um einen Platz
bemühen. Seh ich ein. Ich rufe in meinem zuständigen Landkreis
an. Ergebnis: Ja, wir haben eine (wohlgemerkt 1!)
Kinderkrippe, aber die dürfen nur von den Bewohnern genutzt
werden, die direkt in PeineStadt wohnen. Erklärung: ich wohne
im Randgebiet von Peine, näher an Braunschweig als an Peine.

Wie das mit den Krippen (im Gegensatz zu Kindergärten) läuft, hat ja schon ein Vorschreiber sehr schön erläutert.

Also keine Möglichkeit für mich das Kind betreuuen zu lassen.
Das nenn ich mal gelungene Politik, Bürokratie und vieles
mehr.

Moment mal: Der Staat hat sich nicht für Dein Kind entschieden, sondern ihr beide. Hier geht, für mein Dafürhalten, Deine Kritik eindeutig zu weit, auch wenn ich natürlich der Meinung bin, dass sich der Staat zu wenig um eine effektive Förderung berufstätiger Eltern kümmert.

Gleichzeitig stelle ich mir die Frage, weshalb Du so immens daran interessiert bist, Dein Kind gleich in eine Krippe zu geben? An die Geschichte mit dem Erziehungsgeld, das ja gerade einmal um die 300 € ausmachen würde, kann ich bei einem Jahresbruttoeinkommen von über 100.000 DM einfach nicht glauben!

Ich muss also zu Hause bleiben. Erschwerend kommt hinzu, die
Kinderkrippen kosten im Monat ca. 380 € plus Essensgeld.

Auch das könntet ihr euch bei einem derartig hohen Einkommen locker leisten, vermute ich mal.

Da geh ich ja beinahe nur für den Kindergarten arbeiten. Ein
toller Sozialstaat.

Diese Rechnung erscheint mir immernoch verquer. Von der Einstellung mal ganz abgesehen.

Ich bekam auch noch zu hören, es sollen die Omas auf den Wurm
aufpassen. Was maßen sich die Beamten eigentlich an?

Vielleicht war es ja eine ganz normale Angestellte *gg*?? Im Übrigen muss sie diese Frage stellen, da bei dringlicher Vergabe viele Faktoren eine Rolle spielen. Das hat mit Anmaßung überhaupt nichts zu tun.

  1. Hat sie das gar nichts anzugehen.

Doch…

  1. Wir leben im 21. Jahrhundert, da müssen die Omas bis zum
    Rentenalter arbeiten gehen.

Wenn sie das mal täten…

  1. Warum bekommen eigentlich Sozialhilfeempfänger und
    Arbeitslose Kindergartenplätze (und das zu einem Spottpreis
    von 61 € im Monat). Die sind doch den ganzen lieben langen Tag
    zu Hause, die haben die Zeit sich um die Kinder zu kümmern.

Bei Sozialhilfeempfänger kenne ich mich nicht aus. Aber ein Arbeitsloser, der keine Unterkunft für sein Kleinkind vorweisen kann, steht dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung und könnte somit in die Sozialhilfe abrutschen. Ganz davon abgesehen sind 61 € bei Arbeitslosengeld, das sehr oft unter dem Sozialhilfesatz liegt, eine schöne Stange Geld. Unsozial erscheint mir hier Deine Kompetenz.

  1. Wenn die oben genannte Bevölkerung ein Anrecht auf einen
    Kindergartenplatz hat, dann ich wohl erst recht.

Sprachen wir nicht von „Krippenplatz“? Anrecht auf einen Krippenplatz hat gar niemand.

Jetzt klapper ich die Tagesmütter ab. Mal sehen, was mich dort
erwartet.

Ja, genau. Diesen Vorschlag hätte ich Dir jetzt auch gemacht. Zusammen mit der Überlegung, dass ein Säugling in den allerseltensten Fällen unproblematisch einen ganzen Tag lang in fremde Pflege gebracht werden kann. Es wird sich nicht vermeiden lassen, dass er oft krank ist (die 2x10 Tage Kind krank im Jahr wirst Du locker übertreffen). Das bekommst Du dann auch nicht bezahlt, oder nur anteilig und Monate später von der Krankenkasse.

Ein kleiner Lichtblick: Seit diesem Jahr kann man Kinderbetreuungskosten von der Steuer absetzen, so man nachweist, dass man zu den Zeiten in Arbeit stand. Ist doch schon mal nicht schlecht, oder?

Viele Grüße und keep cool :wink:

Jana

Erst mal Danke für die Antworten.

Das Paradoxe ist, dass weder Landkreis noch Stadt zuständig sind. Darüber rege ich mich auf. Wie immer von den Behörden allein gelassen. Eigentlich müsste man sich daran gewöhnt haben. Es wird einem nicht leicht gemacht seinen Job zu halten.

Danke und viele Grüße

G

Hallo geisha,

ich kann deinen Ärger gut verstehen !

Spätestens in dem Moment, wo du ein Kind bekommst ist es vorbei mit der angeblichen Gleichberechtigung ! Du musst mangels qualifizierter Betreuungsangebote daheim bleiben und die meisten Männer finden es völlig in Ordnung, dass dafür kein Geld da ist…

Wie dem auch auch sei : Leider dürfte es inzwischen zu spät sein, einen Abtreibungswunsch vorzutäuschen.
Dann könntest du nämlich plötzlich mit wesentlich mehr Unterstützung durch unsere Gesellschaft rechnen. Das ungeborene Leben gilt hier als deutlich schützenswerter als das geborene !

Wäre die Arbeitslosigkeit eine Alternative ? Ist wahrscheinlich ein Rechenexempel.

Ansonsten kannst du dich ja vielleicht mit deinem Mann oder einer anderen Mutter so arrangieren, dass du wenigstens einen Tag in der Woche hast, wo du einer Tätigkeit nachgehen kannst. Weniger wegen dem Geld, mehr damit dir daheim die Decke nicht auf den Kopf fällt.

Ich drück dir jedenfalls die Daumen, dass du eine befriedigende Lösung für dich und dein Kind findest !

Heidi

Hallo nochmal

Erst mal Danke für die Antworten.

gern geschehn :wink:

Das Paradoxe ist, dass weder Landkreis noch Stadt zuständig
sind. Darüber rege ich mich auf.

Wie bereits unten geschrieben ist es nicht Aufgabe der Kommunen, für Kinderkrippen zu sorgen. Insofern kann auch keiner zuständig sein. Erst wenn sich eine Gemeinde entschließt, eine Kinderkrippe einzurichten (schau dir die Finanzlage der Gemeinden an, dann weißt du, wie groß die Chance ist) dann wird sie auch zuständig.

Wie immer von den Behörden
allein gelassen.

neien!!!
nochmal: nicht die Behörden bestimmen, wofür Geld verwendet wird, sondern die Politiker. Vielen ist halt der Brunnen auf dem Dorfplatz wichtiger - das gibt mehr Wählerstimmen.
Die Behörden führen grds. nur aus, was die Politik entscheidet.
Willst du es schriftlich: Art. 20 Abs. 3 Grundgesetz.
NB: über diese Punkte hättest du dir, ihr euch, vorher im Klaren sein müssen. Es geht leider nicht, Kinder zu kriegen und diese dann von Vater Staat (war’n Wortspiel) kostenlos erziehen zu lassen. Ein paar Abstriche in der Lebensführung müsst ihr schon machen - aber keine Angst: die Zeit geht vorbei und Kinder geben einem vielfach zurück, was sie einem „kosten“.

Eigentlich müsste man sich daran gewöhnt
haben. Es wird einem nicht leicht gemacht seinen Job zu
halten.

Es hindert dich keiner daran, Erziehungsurlaub zu machen, bis das Kind drei Jahre ist - dann ist die Kommune in der Pflicht.

Ist jedoch eine Sache über die nur euere Finanzlage entscheiden kann.
Dennoch: ich (bzw. meine Frau) habe trotz FH-Studium und Anstellung im geh. Dienst Erziehungsgeld erhalten (beim zweiten allerdings gekürzt) obwohl man da nicht schlecht verdient (man wird nicht reich, aber es reicht)

Gruß
HaWeThie

Hallo Geisha,
das ist völlig normal. Ich habe Leute in Verwaltungen kennengelernt, die haben mir offen und ehrlich gesagt, ich bin in die Verwaltung gegangen, weil ich nicht arbeiten will. Und die haben wirklich nichts anderes getan als Papier umzustapeln und zu jammern, wie viel Arbeit sie hätten.
Gruss
Rainer
P.S.: Es gibt in Verwaltungen aber auch andere Leute, die wirklich kompetent sind ,und wissen, von was sie gerade reden.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo geisha,

erstmal mein Beileid, du erlebst grade das, was jede berufstätige Frau in D erlebt, die irgendwann mal gedacht hat, Berufstätigkeit und Kinderkriegen ließe sich in D vereinbaren.

Ich kann dir nur raten, dich nicht auf Behörden oder den Staat zu verlassen. Bei den Arbeitslosenzahlen in D ist jede Frau, die z.B. wegen einem Kind aus dem Berufsleben ausscheidet politisch erwünscht. Daher wird mal auch wohl kaum Geld für Hortplätze ausgeben. Wenn du also deinen Beruf weiter ausüben willst, musst du dich vermutlich auf private Initiativen verlassen.

Lass dich blos nicht auf die drei Jahre Erziehungszeit vertrösten. Es gibt keinerlei berechtigte Annahme, dass die Situation sich nach den 3 Jahren wesentlich verbessert und mit Beginn der Schulzeit wird die Betreuungssituation dann sogar nochmal wieder schlechter. So werden aus ein paar Monaten Mutterschutz dann schnell mal 10 Jahre und wie deine Chancen nach 10 Jahren, die du nicht im Beruf warst, aussehen, kannst du dir selbst denken.

Private Initiative bedeutet übrigens nicht zwangsläufig Tagesmutter. Du könntest z.B. auch mal mit deinem jetzigen Arbeitgeber reden, ob z.B. die Möglichkeit besteht, dass du einen Teil deiner Arbeit von zu Hause aus erledigst etc. Falls ihr Platz genug habt (oder schaffen könnt) wäre auch die Aufnahme eines Au-pairs eventuell zu überlegen. Solche Möglichkeiten lassen sich aber nur sehr individuell abklären. Falls du nach weiteren Möglichkeiten suchst, frag nochmal im Brett Frauen und Feminismus an, da ist das Problem Beruf und/oder Kind öfter mal Thema :smile:

Gruss und alles Gute
Marion

Hi Marion,

endlich mal jemand, der/die es verstanden hat.

Danke dir

Geisha

Zum Thema Erziehungsgeld… (off Topic)
…möchte ich bei der Gelegenheit gerne mal meine Meinung sagen. Darüber rege ich mich schon lange auf. Das wäre doch mal ein Ansatz, wo der Staat sparen könnte.
Berufstätige Frauen können vom Erziehungsgeld wohl kaum leben, wenn sie dafür ihren Job aufgeben. Und bei Sozialhilfeempängern wird das Erziehungsgeld nicht als Einkommen angerechnet, sie bekommen es zusätzlich zur Sozialhilfe. (Darüber braucht jetzt nicht diskutiert und gemutmaßt werden - es IST so). Erziehungsgeld ist ein Anreiz für Sozialhilfeempfänger, alle 2 Jahre einen neuen Sozialhilfeempfänger in die Welt zu setzen. Ansonsten hat es meiner Meinung nach keinen tieferen Sinn.

Gruß
Nelly

unglaublich…
…was hier manche Leute vom Stapel lassen!

Sozialhilfeempängern wird das Erziehungsgeld nicht als
Einkommen angerechnet, sie bekommen es zusätzlich zur
Sozialhilfe. (Darüber braucht jetzt nicht diskutiert und
gemutmaßt werden - es IST so).

Und? Wo liegt das Problem? Ich finde das völlig in Ordnung - Deutschland braucht dringend Nachwuchs.

Erziehungsgeld ist ein Anreiz
für Sozialhilfeempfänger, alle 2 Jahre einen neuen
Sozialhilfeempfänger in die Welt zu setzen. Ansonsten hat es
meiner Meinung nach keinen tieferen Sinn.

Diese Sätze stammen aus der untersten der primitiven Schubladen! Das hat nichts mehr mit „Meinung“ zu tun - hier spricht blanker Haß auf Sozialhilfeempfänger! (Abgesehen davon, daß EG nicht nur Sozialhilfeempfängern gezahlt wird)
Ich frage mich ernsthaft, was Deine Berufsangabe „im sozialen Bereich“ bedeuten soll. Am Ende anrbeitest Du auf einem Sozialamt und bist einer der Gründe dafür, warum Sozialhilfeempfänger regelmäßig Mordgedanken bekommen…

ohne Gruß

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Hi geisha,

ich erwarte im Sommer ein Baby.

Herzlichen Glückwunsch!!!

Da wir kein Erziehungsgeld bekommen, muss ich wieder arbeiten gehen.

Wie die anderen schon sagten: das kann schlicht nicht sein. Wenn ihr keinen EG-Anspruch habt, ist Euer Familieneinkommen weit über dem Durchschnitt, da kann von „müssen“ keine Rede mehr sein.

Also keine Möglichkeit für mich das Kind betreuuen zu lassen.
Das nenn ich mal gelungene Politik, Bürokratie und vieles
mehr.
Ich muss also zu Hause bleiben. Erschwerend kommt hinzu, die
Kinderkrippen kosten im Monat ca. 380 € plus Essensgeld. Da
geh ich ja beinahe nur für den Kindergarten arbeiten. Ein
toller Sozialstaat.

Ah ja… Der Sozialstaat darf nichts kosten, denn Steuern und Abgaben sollen ja deutlich sinken. Wir sind schließlich mündige Bürger, die selbst besser wissen wie das Geld sinnvoll eingesetzt wird. Außerdem wird damit eh nur ein paar Faulenzern oder sonstigem Gesocks das Saufen finanziert (oder wahlweise der Urlaub, die Drogen oder was sonst).
AAAAAber, wenn ich schon so selbstlos bin und dem Staat ein Kind schenke, dann hat er mir gefälligst zum Nulltarif eine genau für mich passende Kinderbetreuung zu liefern und zwar vom ersten Tag an. Es kann doch nicht sein, daß ich für das Kind (bzw. für mich, denn meine Karriere soll ja nicht stocken) auch noch bezahlen soll, wo kommen wir denn da hin? Toller Sozialstaat…

Ich bekam auch noch zu hören, es sollen die Omas auf den Wurm
aufpassen. Was maßen sich die Beamten eigentlich an?

  1. Hat sie das gar nichts anzugehen.

Richtig. Es geht sie im Grunde überhaupt nichts an, wie Du in den ersten drei Jahren Dein Kind versorgst. Erst dann garantiert der Staat eine Betreuung.

  1. Wir leben im 21. Jahrhundert, da müssen die Omas bis zum
    Rentenalter arbeiten gehen.

Wie lange sollten denn Omas arbeiten müssen? Bis fünf Jahre vor der Rente? Es liegt nun mal in der Natur der Sache, daß man so lange arbeiten muß, bis man in Rente geht (und damit sein „pers. Rentenalter“ erreicht hat). Oder was wolltest Du uns mit diesem Satz mitteilen?

  1. Warum bekommen eigentlich Sozialhilfeempfänger und
    Arbeitslose Kindergartenplätze (und das zu einem Spottpreis
    von 61 € im Monat). Die sind doch den ganzen lieben langen Tag
    zu Hause, die haben die Zeit sich um die Kinder zu kümmern.

Nun, daß Du die 61€ als „Spottpreis“ bezeichnest, macht deutlich daß Du (Ihr) über ein recht gutes Einkommen verfügst. Jemand, der wirklich jeden Cent umdrehen muß (und die von Dir genannten gehören dazu), kann davon seine Familie ein paar Tage ernähren.
Im übrigen ist die in diesem und im nächsten Absatz vertretene Meinung hochgradig asozial!!!

  1. Wenn die oben genannte Bevölkerung ein Anrecht auf einen
    Kindergartenplatz hat, dann ich wohl erst recht.

Du hast den selben Anspruch wie jeder andere…
Aber ich vergaß: Du bist ja im Gegensatz zu den von Dir genannten ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft. Auf das arbeitslose Gesocks kann man ja getrost verzichten.

Ich gebe Dir recht, daß noch eine ganze Menge getan werden muß um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Es ist zwar schon vieles umgesetzt, aber das reicht bei weitem nicht. Nur muß dann die Gesellschaft auch mal sagen, an welchen Stellen das nötige Geld eingespart werden soll.
Aber was Du hier in die Tastatur hämmerst ist z.T. grob unsinnig. Und verabscheungswürdig finde ich es, zwei bedürftige Gruppen gegeneinander auszuspielen.

Gruß Stefan

Hi,
eine Frau, die vorher gearbeitet hat, und für das Kind aufhört zu arbeiten, bekommt 300,- Euro Erziehungsgeld - STATT ihres Erwerbseinkommens. Eine Sozialhilfeempfängerin, die vorher nicht gearbeitet hat, bekommt ebenfalls 300,- Euro Erziehungsgeld - ZUSÄTZLICH zur Sozialhilfe. Findest du das gerecht?

Gruß
Nelly

Gerechtigkeit wiederherstellen

Hi,
eine Frau, die vorher gearbeitet hat, und für das Kind aufhört
zu arbeiten, bekommt 300,- Euro Erziehungsgeld - STATT ihres
Erwerbseinkommens. Eine Sozialhilfeempfängerin, die vorher
nicht gearbeitet hat, bekommt ebenfalls 300,- Euro
Erziehungsgeld - ZUSÄTZLICH zur Sozialhilfe. Findest du das
gerecht?

Sie kann doch Sozialhilfe beantragen. Dann bekommt sie das Erziehungsgeld auch ZUSÄTZLICH.
Ob sie den mit dem Schritt in die Sozialhilfe verbunden niedrigen Lebensstandart besonders genießen wird, steht auf einem anderen Blatt…

Man kann natürlich auch Äpfel mit Birnen vergleichen…

Hi Nelly,

es ist ganz einfach:
Wenn du einen Vorschlag hast, der allen und jedem gerecht wird, dabei auch noch finanzierbar ist ohne dass die Steuern noch mehr angehoben werden müssen: mach ihn bitte, die ganze Republik wird dir dankbar sein

Ich gebe Goosy an sich recht (insbe. die „unterste Schublade“), habe das aber auch schon selbst geschrieben.

BTW: Jemand der EG kriegt, darf eine gewisse Anzahl Stunden nebenbei arbeiten gehen, ohne dass das EG gekürzt wird - einer Sozialhilfeempfängerin würde die Sozialhilfe gekürzt.
ME genau so gerecht bzw. ungerecht wie dein Einwurf.

Gruß
HaWeThie

(*wie du mit der Einstellung „im sozialen Bereich“ arbeiten kannst, versteh ich nicht - evtl. hat G. hier auch recht??*)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Sie kann doch Sozialhilfe beantragen. Dann bekommt sie das
Erziehungsgeld auch ZUSÄTZLICH.
Ob sie den mit dem Schritt in die Sozialhilfe verbunden
niedrigen Lebensstandart besonders genießen wird, steht auf
einem anderen Blatt…

Eben! Und wenn sie weiterarbeitet, um nicht zum Sozialfall zu werden, dann wird ihr das Erziehungsgeld gekürzt oder ganz gestrichen. Tolle soziale Gerechtigkeit.

Gruß
Nelly

Hi Nelly,

eine Frau, die vorher gearbeitet hat, und für das Kind aufhört
zu arbeiten, bekommt 300,- Euro Erziehungsgeld - STATT ihres
Erwerbseinkommens. Eine Sozialhilfeempfängerin, die vorher
nicht gearbeitet hat, bekommt ebenfalls 300,- Euro
Erziehungsgeld - ZUSÄTZLICH zur Sozialhilfe. Findest du das
gerecht?

Öh…als ich im Erziehungsurlaub war bekam ich Erziehungsgeld UND Sozialhilfe.
Und ich denke mir, daß wenn sie ganz mit der Arbeit aufhört und nirgendwoanders Geld herkommt, dann kriegt sie auch Erziehungsgeld und Sozi.

Gruß Maja

Hi Nelly,

sehs doch mal anders rum… wenn eine berufstätige Mütter das volle Erziehungsgeld erhalten würden, dann bekämen wieder einmal die mehr, die eh schon genug Geld hätten.

Gruß Maja