Hallo Leute,
also, der Arbeitskollege meines Mannes läßt sich des öfteren
krankschreiben, obwohl er gar nicht krank ist.
Wer hat festgestellt, dass er nicht krank ist. Krankheit muss man nicht äusserlich sehen.
Er kündigt dies
regelmäßig an und fehlt dann auch entsprechend. Nun aber hat
er sich sogar rückwirkend krankschreiben lassen.
Dies geschieht mit Sicherheit nicht. Was Du hier darstellst ist so als ob der Kollege gearbeitet hätte und rückwirkend krank geschrieben wurde. Es ist wohl doch so, dass der Kollege krank wurde und nach Krankheitsantritt dann die Krankmeldung vorgelegt hat. Dies ist allgemein so üblich, dass man erst eine Meldung des Arztes vorlegt, wenn man erkrankt ist. Und eine Krankmeldung ist je nach Tarifvertrag und Unternehmen spätestens am dritten Tag nach Eintritt der Erkrankung dem Arbeitgeber vorzulegen.
Wo andere
Urlaub nehmen müssen um sich in den Karneval stürzen zu
können, spart er seinen Urlaub auf und nimmt sich lieber eine
paar Kranktage.
Also, wäre dies so, dann wäre der Kündigungsgrund völlig klar. Und der Arbeitgeber müsste hier nichts an Abfindung zahlen. Aus Deinen Hinweisen ist eine tiefe Abneigung gegen diesen Kollegen Deines Mannes ersichtlich und Deine Vorwüfe sind derart schwer, dass kein Arbeitgeber dies mitmachen würde. Ich meine, dass hier etwas anderes eine Rolle spielt, das hier nicht angesprochen wird. Der Grund Deiner Frage liegt nach meiner Meinung weniger in der Krankheit des Kollegen. Was ist zwischen Deinem Mann und diesem Kolegen wirklich im Gange ? Wer von den beiden verdient mehr, wer steht beim Chef höher im Kurs. Kann Dein Mann nicht früher heim, weil er länger bleiben muss und die Arbeit des Kollegen macht ? Muss Dein Mann wegen dem Kollegen länger am Abend arbeiten ?
Der Arbeitgeber weiß darüber bescheid, aber er sagt vor einem
Arbeitsgericht hätte er keine Chance diesen Mann ohne eine
hohe Abfindung loszuwerden (er ist bereits seit 27 Jahren in
dem Betrieb). Die deutschen Gesetzte sind immer auf der Seite
des Arbeitnehmers, selbst wenn sich dieser noch so
betrügerisch verhält.
Dies trifft nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes nicht zu. Wer Krankheit ankündigt , auch wenn er dann tatsächlich krank wird, dem kann fristlos gekündigt werden. Wer Krankheit ankündigt und nicht krank ist, dem kann sowieso fristlos gekündigt werden. Da ist auch nichts mit Abfindung drin. Der Hintergrund in diesem Vorgang ist wohl tiefer. Der Kranheitsgrund ist wohl dem Arbeitgeber bekannt. Den Kollegen nicht (geht diese auch nichts an).
Aber wie ist es denn mit dem krankschreibenden Arzt? Kann man
nicht gegen den vorgehen? Ich meine er schreibt jemanden immer
wieder krank, der gesund ist und stellt sogar rückwirkend
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen aus.
Du unterstellst hier einem Arzt Betrug.
Kann man nicht mal bei
der Ärztekammer anrufen oder wo sonst einer bereit ist einem
zuzuhören?
Du kannst natürlich Dich an die Ärztekammer wenden, nur, es ist nicht Dein Problem, sondern das des Arbeitgebers. Er muss tätig werden. Wenn Du tätig wirst, kann Dir dies eine Strafanzeige einbringen.
Das ist doch Betrug, den wir alle bezahlen müssen!
Der Kollege meines Mannes weiß, dass er fast unkündbar ist
Er ist entweder unkündbar oder bei erheblichen Verstössen (was eine vorsätzliche Arbeitsverweigerung durch vorgetäuschte Krankheit sein würde) kann ihm selbstverständlich nach Abmahnung fristlos gekündigt werden. Bei groben Verstössen ist niemand durch seine Unkündbarkeit geschützt und darf so handeln.
und
spielt diese Tatsache ekelhaft überheblich aus. Was tun?
Dieser Satz ist Grund, warum ich nachfrage, was zwischen Deinem Mann und diesem Kollegen los ist. Wenn eine Ehefrau sich so äussert, ist meist die Stellung des eigenen Mannes, dessen eigene Position zum Chef, Probleme am Arbeitsplatz ein Grund. Arbeitsüberlastung, tatsächliche oder angebliche Überstunden, kein Urlaub oder private Gründe spielen da oft mit. (Zumindest so meine mehrjährige Erfahrung als Verwaltungsleiter - in einer früheren Berufstätigkeit)
Gruss Günter