DA-Wandler

Ich verwende einen 16bit DA wandler +/-10V. Am Ausgang habe ich ca. 50mV Rauschen. Ist das normal bei einem eher billigen DA-wandler?
Ich hätte gerne ca. 2mV Rauchen. Muss ich da einen teuren DA-wandler verwenden (50euro) oder kann ich das Rauchen mit irgend einer Trickschaltung reduzieren?

merci…

Haut fast hin
15 mV Rauschen (1 LSB) wäre völlig normal. Mit sehr guten Wandlern und einem optimalen Layout der Leiterplatte sind evtl. 1/2 LSB = ca. 8 mV Rauschen erreichbar.

Ist das Rauschen auch Frequenzbegrenzt gemessen? Also nur bis 20 KHz? Sonst ist das Ergebnis (z.B. vom Oszilloskop abgelesen) sowieso gelogen. Dann siehst Du vornehmlich Taktreste und Glitches.

Wird mehr Rauschabstand (mehr als 96 dB linear/85 dB A-bewertet) gebraucht, mußt Du mit einem Noise-Gate den Ausgang „putzen“.

Gruß

Stefan

Hallo,

Ich verwende einen 16bit DA wandler +/-10V. Am Ausgang habe
ich ca. 50mV Rauschen. Ist das normal bei einem eher billigen
DA-wandler?

Nein, denke nicht. So krass fettes Rauschen bekommt man erst, wenn
man einen Verstärker mit richtig viel Verstärkung hat.
Der DAC hat aber keine Verstärkung (oder nur sehr wenig).

Ich denke, das Du da auch nicht nur Rauschen hast, sondern
Störspannungen (aus der Umgebung, aus der Schaltung und
Stromversorgung usw.)
Ein schlechte Masseführung, fehlende Schirmung und hochohmiger
Abschluß usw. können das verursachen.

Ich hätte gerne ca. 2mV Rauchen. Muss ich da einen teuren
DA-wandler verwenden (50euro) oder kann ich das Rauchen mit
irgend einer Trickschaltung reduzieren?

Wenn die Schaltung schlecht ist, bringt auch ein DAC für 500€
kaum eine Verbesserung.
Welche Bandbreite brauchst Du. Im einfachsten Fall erstmal einen
ordentlichen Tiefpaß dranhängen.
Ansonsten kann man alles mögliche machen, um seine Schaltung
sauber zu bekommen. Was konkret hängt vom Anwendungsfall und den
Randbedingungen ab.
Gruß Uwi

Hallo Ihr zwei,

15 mV Rauschen (1 LSB) wäre völlig normal. Mit sehr guten

Glaube ich in diesem Fall eher nicht. Der Phillipp „sieht“ diese Spannung wahrscheinlich nur dann, wenn der DA einen Festwert ausgibt - also kein Quantisierungsrauschen, wie Du offensichtlich annimmst. Quantisierungsrauschen ist sehr schwierig zu messen.

Wandlern und einem optimalen Layout der Leiterplatte sind
evtl. 1/2 LSB = ca. 8 mV Rauschen erreichbar.

Beim Quantisierungsrauschen wären es eigentlich 20V/(sqr(12)*2^16) = 90uVeff oder 20V/(2^16) = 300uVss. Beides ist aber erst vorhanden, wenn ein veränderliches Signal gewandelt wird.

Ist das Rauschen auch Frequenzbegrenzt gemessen? Also nur bis
20 KHz? Sonst ist das Ergebnis (z.B. vom Oszilloskop
abgelesen) sowieso gelogen. Dann siehst Du vornehmlich
Taktreste und Glitches.

Wahrlich. Dazu gehört noch ein sauberer Anschluss des Tastkopfes - kurze Masse, Vermeidung von Brummschleifen etc…

Wird mehr Rauschabstand (mehr als 96 dB linear/85 dB
A-bewertet) gebraucht, mußt Du mit einem Noise-Gate den
Ausgang „putzen“.

Du unterstellst Audio (dann wären es sogar 98dB). Aber was ist ein Noise-Gate? Ist das nicht eine Einrichtung, die das Signal bei leisen Passagen dämpft? Von Reduzierung des Rauschabstands würde ich da nicht wagen, zu sprechen. Außerdem: Hat der Phillipp Audio? Leider lässt er sich dazu überhaupt nicht aus!

Grüße

Uwe