Das Dach hat keinen nennenswerten Dachüberstand, unterhalb des Fussbodens (auch hinter dem Kniestock) ist Wohnraum.
Angedacht ist eine 160er Zwischensparrendämmung (WLG 035) und eine 40er Querdämmung (WLG 040), Anschl. folgt die Dampfbremse und eine Lage Gipskarton 12,5mm (ein Dachdecker hat angeraten lieber 2 Lagen Gipskarton herzustellen, ist dies zwingend erforderlich und wo lägen hier die Vorteile, ausgenommen Brandschutz)
Die Dampfbremse wird vor dem Kniestock heruntergezogen. Der Bereich innerhalb des kniestocks bleibt absolut ungenutzt (wird auch nicht für Installationen verwendet)
Dampfbremse und Dämmung sollen wie auf der Skizze verelgt werden (gelbe Linie)
Mir stellt sich nun die Frage ob ich den Bereich hinter dem Kniestock (die 1,60m Schräge) dämmen soll oder nicht? Die 1,10m hinter dem Kniestock (Fussboden) wollte ich mit 160er oder 200er Dämmung versehen, da der Bereich ja innterhalb meiner Zimmerdecken liegt.
Wäre das ok so? Meiner Ansicht nach wäre die Schräge hinter dem Kniestock dämmen unsinn da der Raum ungenutzt ist. Die Mehrkosten dafür sind auch nicht zu verachten.
Auch der Spitzboden wird nie genutzt und soll nicht gedämmt werden.
Als Unterspannbahn kam anfang der 90er eine vermutlich diffusuionsgeschlosse Unterspannbahn zum Einsatz. Hier habe ich vor 2-4cm Luft zwischen Dämmung und Unterspannbahn zu lassen. Damit wären die Sparren und der Spitzboden hinter bzw. unterlüftet.
Da ich den Kniestock nach dem Fussbodenaufbau neu ausrichten muss (orangene Linie) hätte ich auch innerhalb des Daches vor der Dampfbremse eine Installationsebene.
Im Abseitenbereich,also hinter dem Kniestock dämmst Du nur den Fußboden,weil das beheizter Raum vom Erdgeschoss her ist. Das genügt.
Dort keien Folie.
Dampfsperre raumseitig über der Hauptdämmung würde ich empfehlen,dann Lattung und Querdämmung. Dann Innenbekleidung aus Rigips.
Zweilagig hat den Vorteil einer massiveren,stabileren Verkleidung,wenn man deutlich auf den Fugenversatz achtet.
Brandschutz ist nicht das Problem,er wird nicht gefordert sein.
Durch die hier leicht innenliegende Dampfsperre ist diese Folie einfach besser geschützt,als wenn sie direkt unter der Rigipsplatte liegen würde.
Man hat so auch Installationsplatz für Hohlwanddosen,die schädigen nicht die Folie.
Wenn man an einer Kniestockseite die Verkleidung etwas raumseitig hereinzieht und neu errichtet(Leichtkonstruktion),dann ändert sich nichts,die Folie bliebt am alten Kniestock über der Dämmung drauf.
Auch da wird man automatisch die Installationsebene haben,die die Folie nicht schädigen kann.
Die Sparren sind so dick,dass man sogar noch eine Belüftungsebene von 2-4 cm unter der unbekannten Unterspannbahn einrichten kann ?
Da sollen dann noch 200 m Dämmung rein = 24 cm Sparrenhöhe ?
Die alte Unterspannbahn kann eigentlich nicht dicht sein,denn es hatte doch schon eine Altdämmung oder nicht ?
freut mich das Du mir hier antwortet. Ich habe irgendwie gehofft von Dir zu hören.
Bisher ist und war dort nichts gedämmt. Ich denke das die Unterspannbahn nicht diffusuionsoffen ist, weil mit das ein Dachdecker sagte. Dieser hat auch angeraten 3-4 cm Luft zwischen Dämmung und Unterspannbahn zu lassen.Anbei mal ein Bild vom IST Zustand: http://s14.directupload.net/images/130114/iqsl8oy6.jpg
Die Sparren sind auf dem Bild nur 16-18cm stark, dann kommt das später extrem störende Windrisenband (wo ich die Dämmung wohl mühevoll zurechtschneiden muss). Geplant ist die Sparren soweit aufzudoppeln das ich 160er Dämmung reinbekomme. Anschl. dann Querlattung und Dämmung von 4cm.
Mir wurde geraten das ich die Folie raumseitig erst nach der 2. Dämmschicht erstellen soll da die 4cm Dämmung zu dick sind um sie vor die Folie zu legen. Die Faustregel besagt wohl das man maximal 1/6 der Dämmung vor die Folie legen darf. Das wären dann nur 2,6cm.
Mir wurde geraten das ich die Folie raumseitig erst nach der
2. Dämmschicht erstellen soll da die 4cm Dämmung zu dick sind
um sie vor die Folie zu legen. Die Faustregel besagt wohl das
man maximal 1/6 der Dämmung vor die Folie legen darf. Das
wären dann nur 2,6cm.
Das ist wohl eine Fehlinformation. Es gibt einen U-Wert-Rechner, mit dessen Hilfe Du einen geplanten Aufbau der Dachdämmung überprüfen kannst. Ich habe Deine Werte eingegeben und dabei die Dampfbremse zwischen die beiden Dämmschichten gelegt. Das Ergebnis sagt:
"Die Oberflächentemperatur der Innenseite beträgt 19,3 °C was zu einer relativen Luftfeuchtigkeit von 52 % an der Oberfläche führt.
Unter diesen Bedingungen sollte nicht mit Schimmelbildung zu rechnen sein
Feuchteschutz
Unter den angenommenen Bedingungen bildet sich kein Tauwasser."
Probiere es selbst aus: http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/#
Wenn Du mit der Innendämmdicke ein wenig spielst, stellst Du fest, dass (theoretisch) bei einer Innendämmdicke von 90mm zum ersten mal Tauwasser auftritt (bei angenommener Luftfeuchte von 50%).
Aber eine Frage: Warum dämmst Du die dicke Schicht nicht auch mit 0.04er Mineralwolle?
Ich habe mit 160mm 0.04, dann Dampfbremse und dann noch 50mm 0.04 und GK den Dachaufbau gestaltet. Der Aufbau wurde durch einen Bausachverständigen (öffentlich bestellt und vereidigt) überprüft und freigegeben.
Etwas anderes ergibt sich natürlich, wenn auf der Innenseite erhöhte Luftfeutigkeit herrscht. Aber auch diese Vorgaben kann man im Rechner variieren.
Ach ja…
…ich würde Dir dringend davon abraten, die Dampfbremse direkt unter die GK-Platten zu legen. Irgendein Dösbaddel wird irgendwann eine Schraube eindrehen und Dir die Dampfbremse beschädigen.
Wenn Du Dich für die sichere Seite entscheidest und die Dampfbremse unter die zweite Dämmschicht legst, solltest Du unbedingt noch mal eine konterlattung aufbringen um hinter den GK-Platten Platz zu schaffen. Dann braucht man auch keine Angst vor den Dämlichkeiten der Menschen (oder im Zweifel der eigenen - ich zumindest würde mich nicht ausnehmen wollen) zu haben…
danke für die Info. Mit dem U-Wert Rechner habe ich auch schon gespielt. Ich muss allerdings sagen das 52% relative Luftfeuchtigkeit hier eher ein Traum sind. Wir wohnen an einem Bach und haben auf der Nordseite einen Wald. Die Gegend hinter dem Haus ist eher sumpfig. Wir haben in den Räumen (UG) immer so um die 55%-60% im Schnitt. Wir lüften 2x täglich etc (weit, nicht kipp). Hier ist also etwas höhere Luftfeuchtigkeit. Im Sommer sogar mal an die 70% in Räumen in denen wir uns aufhalten.
Daher wäre das Risiko wohl doch recht hoch.
Ich glaube auch nicht das wir Böhrungen an den Schrägen vornehmen, ich wüßte zumindest nicht wozu.