Dach dämmen

Hallo @all,

ich habe eine Frage bezüglich einer Isolierung des Daches.
Ich habe unter den Dachpfannen keine Sperrfolie. Meine Frage ist nun, ob ich trotzdem zwischen den Sparren Dämmwolle verwenden darf.
Gibt es ansonsten alternativen ohne das Dach abdecken zu lassen, eine Folie zu spannen und das Dach wieder einzudecken?
Der Raum wird nicht benutzt dient nur als Speicher. Im Sommer ist es jedoch so heiß da oben wo wir meinen, die Hitze drückt runter auf das erste OG. Die Decke vom ersten OG ist nicht aus Beton. Wenn man später jedoch doch mal vorhaben sollte das Dach auszubauen, damit der Junior mal ein eigenes Reich für sich hat, ist dann direkt anders zu verfahren?
Freue mich schon im voraus für Eure Gedanken und Hilfe.

Bj vom Haus 1973.

Hallo,

Ich habe unter den Dachpfannen keine Sperrfolie. Meine Frage
ist nun, ob ich trotzdem zwischen den Sparren Dämmwolle
verwenden darf.

besser nicht. Wenn eine Pfanne mal kaputt gehen sollte, kann das eine Riesenssauerei werden, die deutlich teurer wird, als jetzt eine ordentliche Sanierung durchzuführen.

Gibt es ansonsten alternativen ohne das Dach abdecken zu
lassen, eine Folie zu spannen und das Dach wieder einzudecken?

Mir ist keine seriöse Methode bekannt.

Im Sommer
ist es jedoch so heiß da oben wo wir meinen, die Hitze drückt
runter auf das erste OG.

Durch die Isolierung wirst Du die Wärme nicht rauskriegen.
Es wird nur zeitlich verzögert.

Wenn demnächst Dein Filius dort leben soll, wartet bis es soweit ist und macht es dann ordentlich, sonst macht (und zahlt) ihr es doppelt.

Gandalf

Hallo,
wir haben das Dach von innen isoliert. Dazu wurde an den Balken direkt unter die Latten 3x3cm-Leisten angeschraubt. An diese wurden bitumengetränkte Pappplatten geschraubt, die zwischen den Balken dann etwas durchhängen. Diese dienen zur Isolierung gegen durch die Pfannen durchtretendes Wasser / Schnee. Dann auf die Balken eine Dampfsperre (Spezialpapier von der Rolle) geklebt (Spezialkleber). Wenn die Balken zu schmal sind, können sie für eine dickere Isolierung vorher aufgedoppelt werden (haben wir gemacht). Quer zu den Balken eine Lattung und darauf Rigipsplatten geschraubt. Und schließlich in den entstandenen Zwischenraum (zwischen Bitumenplatten und Dampfsperre) Isoflock (gerupftes Zeitungspapier) eingeblasen (muss man machen lassen).
Gruß
loderunner

Ich hatte auch schonmal daran gedacht in den Zwischenräumen der Sparren eine Folie zu fixieren (Sparrenabschluß zu den Pfannen). Zwischen die Sparren anschließend die Isolierwolle und auf die Wolle (Sparrenabschluß zum Raum) wieder eine Folie mit Gipskartonplatte.

Hallo loderunner,

hat das eine FAchfirma gemacht, oder ist das selbstgestrickt?

Gandalf

Hallo,

hat das eine FAchfirma gemacht, oder ist das selbstgestrickt?

empfohlen durch Fachfirma („Fachmarkt ökologisches Bauen“, genauen Namen ggf. per email, die auch das Material geliefert haben), gemacht größtenteils selber, das Einblasen wieder durch die Firma.

Das ganze ist jetzt 8Jahre her.

Siehst Du da irgendwo größere Probleme?

Gruß
loderunner

Hallo loderunner,

Siehst Du da irgendwo größere Probleme?

nun ja, diese Bitumenpappe ist sicher nicht diffusionsoffen und wenn irgendwie mal Wasser in die Isolierung kommen sollte, kommt es nicht mehr raus; mit allen Problemen die es dann bereitet.
Es geht solange gut, bis es schiefgeht.

Gandalf

Hallo,

nun ja, diese Bitumenpappe ist sicher nicht diffusionsoffen

Ehrlich gesagt: keine Ahnung.

und wenn irgendwie mal Wasser in die Isolierung kommen sollte,
kommt es nicht mehr raus; mit allen Problemen die es dann
bereitet.

Die ganz Sache ist momentan nach oben zum Dachboden hin offen (isoliert ist also die Schräge der Zimmer im Obergeschoss). Ansonsten könnten höchsten die Balken Feuchtigkeit nach außen führen. Ist also, nachdem Du schon darauf hinweist, fraglich, ob das die geeignete Methode für den Fragesteller ist.

Danke und * für Deinen Hinweis - irgendwann wollte ich auch den Dachboden isolieren (der Boden des Dachbodens ist natürlich schon isoliert), dann werde ich daran denken und mich erkundigen.

Gruß
loderunner

Hallo,

ich habe eine Frage bezüglich einer Isolierung des Daches.
Ich habe unter den Dachpfannen keine Sperrfolie. Meine Frage
ist nun, ob ich trotzdem zwischen den Sparren Dämmwolle
verwenden darf.

Nicht ohne eine Unterspannbahn, sonst wird diese durchnäßt.
Holzbalken in feuchte Watte eingepackt sind nicht zu empfehlen.

Gibt es ansonsten alternativen ohne das Dach abdecken zu
lassen, eine Folie zu spannen und das Dach wieder einzudecken?

Dach abdecken hört siche erstmal schlimm an, geht aber IMHO
mit passender Technik ratzbatz.
Alles andere ist elendes gefriemel.

Der Raum wird nicht benutzt dient nur als Speicher.

Einen nichtgenutzten unbeheizten Raum zu isolieren macht
eigentlich wenig Sinn. Auf dauer kann das eher Probleme machen.

Im Sommer
ist es jedoch so heiß da oben wo wir meinen, die Hitze drückt
runter auf das erste OG.

Wenn das so wäre, ist die Decke schlecht isoliert oder undicht.
Dann macht es aber immer noch wenig Sinn, oben drüber zu isolieren.
Belüften wäre evtl. zweckmäßiger

Die Decke vom ersten OG ist nicht aus Beton.

Muß ja auch nicht sein.
Aber wie isoliert?

Wenn man später jedoch doch mal vorhaben sollte das
Dach auszubauen, damit der Junior mal ein eigenes Reich für
sich hat, ist dann direkt anders zu verfahren?

Wenn ausgebaut werden soll, dann am besten richtig.
Dann müssen aber sicher auch noch andere Dinge gemacht werden.
-> Elektro, Heizung, Fußboden, Fenster usw.
Das sollte man dann im Ganzen planen um nicht dann doch wieder
friemeln zu müssen.

Gruß Uwi

Hi,

Ich hatte auch schonmal daran gedacht in den Zwischenräumen
der Sparren eine Folie zu fixieren

das wird nichts, denn der Abschluß nach außen muß diffusionsoffen sein, sonst kann ev. eindringende Feuchtigkeit nicht entweichen und Schimmel und Moder ist Tür und Tor geöffnet.
Die Abdichtung nach außen muß zudem peinlich genau dicht sein, sonst gibt es wieder Probleme.

Gandalf

Hallo,

ein Haus abzudecken, zu entlatten, Unterspannbahn aufbringen, neu verlatten und neu einzudecken dauert mit drei - vier Leuten einen Tag. Noch mal zwei halbe Tage um das Gerüst auf- und wieder abzubauen.

Dann hast Du eine grundsolide Lösung.
Das von Dir angesprochene Rumgefriemel dauert, bei hoher Fehleranfälligkeit, sicher länger.

Gandalf

Hallo,

nun ja, diese Bitumenpappe ist sicher nicht diffusionsoffen

Ich habe nachgefragt: sie ist duffusionsoffen. Also alles im grünen Bereich.
Trotzdem danke nochmal.
Gruß
loderunner

Hallo [EDIT: Name auf Wunsch entfernt],

Trotzdem danke nochmal.

aber immer doch, gerne!

Gandalf