Dachdecker

Liebe/-r Experte/-in,
Mein Schuppendach ( ca. 42 m²)mit leichtem einseitigen Gefälle wird renoviert. Ich bin dabei, und habe die Balkenlage erneuert und obendrauf dicht an dicht 25 mm Bretter geschraubt. Nun weiss ich nicht weiter, dh. welchen Bitumenbelag soll ich nehmen.Ich hatte als Unterlage 333 nackt gedacht und darauf v60 10 cm überlappend verweißt. Meine Frage: ist meine Vorstellung sinnvoll?

Hallo Kuki,
in den sechziger Jahren waren diese Materialien gängig und das hat Jahrzehnte funktioniert – bis heute.

Stand der heutigen Technik ist:
Untergrund:
Vollholzschalung aus gespundeten Brettern (Nut und Feder).

Trenn- und Ausgleichsschicht auf der Holzschalung:
Die Trenn- und Ausgleichschicht kann auch durch lose Verlegung oder teilflächige Verklebung der nachfolgenden Lage hergestellt werden.
DU Bahnen für die untere Lage einer mehrlagigen Dachabdichtung
z.B. Bitumenschweißbahn G 200 S4-E2-DU Auf die Holzfläche lose verlegen, in den Stößen und in der Bahnenmitte im Abstand von 10 cm mit verzinkten Breitkopfstiften befestigen, in den Bereichen wegen der Windlasten eventuell noch zusätzliche Nagelreihen ausführen. Die Nähte und Stöße können verschweißt werden.

Abdichtung für nicht genutzter Dächer:
Dachabdichtung aus aus Bitumen- und Polymerbitumenbahnen.
DO Bahnen für die Oberlage einer mehrlagigen Dachabdichtung
z.B. Bitumenschweißbahn PYE PV 200 S5-E1-DO beschiefert, vollflächig aufschweißen.

Bei der Ausführung würde ich einen Feuerlöscher parat halten, denn beim Schweißen wird mit offener Flamme gearbeitet, die hat Power unter Schuppen kann ganz schnell abfackeln. Bitte an die Absturzsicherung denken, denn man kann meist nur einmal runter fallen. Durchstarten geht nur beim Landeanflug von Flugzeugen.

Diese Tipps aus dem Bauch, ohne Kenntnis der örtlichen Situation.

Mit freundlichen Grüßen Hans-Gert

Danke für die Antwort, falls die Landeübungen vom Dach nicht geklappt haben, schicke ich eine Karte aus dem Krankenhaus.
MfG Kaulo ( Helmut Kubersky)

Hallo,
Die Unterlage ist nicht falsch.
Doch unnötiger Materialverbrauch.
Unter einem Schuppendach verstehe ich das die Eindeckung aus schuppenförmigen Materialien besteht.
Z.B. Naturschiefer, Schindeln oder Eternit-Dachplatten.
In dem Fall wird eine Unterlage aus besandeter 333er oder 555er Dachpappe verlangt.
Sie wird nur lose verlegt und mit verz. Dachpappstifte
vernagelt.

Als schutzlage für das Holz eine g200dd besandet, diese
wird Mechanisch befestigt (Nageln) und nicht verschweisst
oder verklebt, dient nur als Flammschutz.
Als Oberlage eine PYE PV 20 S5 beschiefert.

Hoff ich konnte helfen
Gruß