Hallo Anton,
ich habe vor 20 Jahren ein Dach wärmegedämmt, das bis heute keine Feuchteschäden hat. Zugleich erfüllt auch heute noch locker die harten Wärmedämmanforderungen der EnEV (Energie-Einsparverordnung, früher WsVO Wärmeschutzverordnung)
Die theoretischen Grundlagen kannst Du Dir in meinem kostenlosen online-Fachbuch für Schreiner (wir sagen Tischler) aneignen:
www.tischler-ole-welzel.de
Du brauchst das nicht tun, ich kann Dir auch so sagen, was gut ist:
Wärmedämmung gehört möglichst weit nach außen, damit Du keine Feuchteschäden bekommst.
Weiter außen als zwischen den Dachsparren kannst Du nachträglich gar nicht kommen. Das ist also genau richtig.
Wenn das Haus älter ist, hast Du vielleicht keine „Unterspannbahn“ (Folie) zwischen Sparren und Dachlattung. Hier besteht die Gefahr, das Deine Glaswolle von außen durchfeuchtet. Da nasse Dämmwolle wie Wasser selbst sehr gut Wärme leitet, hast Du dann keine Dämmwirkung mehr.
In diesem Fall nimm bitte Polystyrolschaum (z.B.: Styropor) oder besser noch Polyurethanschaumplatten.
Auf der Innenseite musst Du eine Isolierung (Dampfsperrfolie) befestigen. Die „Nähte“ (Überlappung zwischen der einen zur anderen Folie) müssen sorgfältig mit einem speziell dafür erhältlichen Klebeband abgedichtet werden, ebenso die Ränder.
So verhinderst Du, dass Nässe von Innen nach außen wandert und die Wolle von innen durchfeuchtet.
Die Folie kannst Du mit Dachlatten auf dem Sparren befestigen. Auf die Lattung kannst Du Gipskarton- (z.B.: Rigips) oder Faserzementplatten (z.B.: Fermazell) befestigen.
Grundsätzliches zum Dämmmaterial:
Mineralwolle und normaler Polystyrolschaum (PS 040) haben eine Leitfähigkeit (klein-lambda) von 0,04 W/mK.
Je kleiner der Wert, um so besser die Dämmwirkung: Kleine Leitfähigkeit = große Dämmung.
Es gibt auch Polystyrolplatten mit 0,025 W/mK.
Doppelt so gut wie Dämmwolle sind Polyurethanschaumplatten des Typs PUR 020 mit 0,020 W/mK.
Beide, PS- und PUR-Platten gibt es im Dachdeckerhandel mit umlaufender Nut und Federverbindung, die die Platten untereinander abdichten.
Trotzdem solltest Du zur Sicherheit auch hier auf die Dampfsperre (siehe oben) nicht verzichten.
Ich habe damals 12cm dicke PUR-Platten verwendet.
Hinten (außen) habe ich dünne Leisten an den Sparren getackert und dann die Platten „knirsch“, d.h. stramm mit Spannung eingepasst.
Viel Erfolg
tischler-ole-welzel