Hallo,
ich möchte das Dachgeschoss meines Hauses (Bj.46) ausbauen. Dabei möchte ich den Sparrenzwischenraum und den Raum zwischen der vor den Sparren aufzubringenden Konterlattung mit Isoliermaterial füllen. Der Dachaufbau ist z.Zt. Sparren, Lattung, Pfanne. Also keine Sperre gegen Schneeflug etc. Da es sich um eine riesige Dachfläche eines Bauernhauses handelt möchte ich den enormen Aufwand für das Entfernen von Pfannen und Latten für das Einbringen einer Folie oder anderen Maßnahmen auf die Sparren von außen als Feuchtigkeitsbremse vermeiden.
Damit gibt es nach meinem Verständnis folgende Möglichkeiten für mich zur Isolierung:
1.Einbringen einer durchgehenden diffusionsoffenen Folie von innen auf die Sparren und Außenlattung, die das Eindringen von Schnee und Sturmregen verhindert, aber das Entweichen von (normalerweise dank Dampfsperre nicht vorhandener) Luftfeuchtigkeit ermöglicht. Dann weiterer Aufbau nach innen mit Isolierung, Dampfsperre und Konterlattung wie bekannt und in diesem Forum bereits behandelt.
2.Verwenden einer wasserdichten Isolierung. Dabei denke ich an aufgesprühten PU Schaum, wie man es auch im Hallenbau macht. Da der PU Schaum eine geschlossene Oberfläche hat und auch geschlossene Poren hat, kann ja kein Wasser eintreten. Kann ich dann nicht sogar auf die innenseitige Dampfsperre verzichten? Wenn der Kondensationspunkt im PU liegt kann doch nichts passieren da ja kein Wasserdampf drin ist, der dort kondensieren könnte.
Ich bin mir beiden Varianten nicht sicher, ob die Sparren und die Außenlattung wegen der fehlenden Hinterlüftung faulen werden. Oder reicht die nach außen vorhandene Oberfläche um das von dort evtl. eindringende Wasser auch wieder entweichen zu lassen, wie es mir von Zimmerleute gesagt wurde?.
Ich danke euch für jeden Tip der mir bei der Lösung dieser bereits viel diskutierten Aufgabe weiterhilft.
Gruß
Klaus