Dachsanierung mit alten Dachplatten

Hallo zusammen,

bei uns steht eine Dachsanierung bevor. Da eine komplette Dachsanierung für die meisten Eigentümer schon zu teuer war, wollen sie jetzt nur eine „Teilsanierung“ durchführen lassen. Das Haus wurde 1972 gebaut, Dachziegel sind aus Beton und total vermoost. Ich selber wohne im 2. Stock, unterm Dach und habe Feuchtigkeit in der Küche (auf die Nordseite) und sogar teilweise im Schlafzimmer und Kinderzimmer. Die Eigentümergemeinschaft hat jetzt die Sanierung genhemigt (Austausch der kaputten Dachplatten, Dachlatten und evtl. Anbringen der Folie (falls kaputt). Ein Energieberater hat noch empfohlen die Erhöhung der Isolierung im bewohnten Bereich von 12 auf 16 cm. Aber die weigern sich alle Dachplatten auszutauschen. Macht es Sinn jetzt Geld zu investieren und in ein paar Jahren die nächsten Platten auszutauschen? Sind die alten Zeigel noch ok? haben sie die benötigten Eigenschaften? Ich mache mir Sorgen, dass wir jetzt das Geld bezahlen und in 1- 2 Jahren müssen wir wieder ran.
Muss der Dachdecker sich einzelne Dachplatten anschauen und überprüfen?

Hallo!

42 Jahre für Betondachsteine ist zwar schon ein hohes Alter,aber das allein rechtfertig noch keine Neudeckung.  Hersteller geben 30 Jahre Garantie, da ist also noch kein Ende erreicht.
Dachdecker soll sich Dach mal von oben anschauen. Nach Sprüngen oder schon echten Schadstellen,abgesprungende Ecken usw.

Moos könnte man auch mittels einer Dachreinigung beseitigen lassen. Das hat mehr als optische Effekte, Moos wächst ja in die Fälze der Dachsteine rein und drückt sie auseinander,es wird dort breiter und Schlagregen kann rein.

Und wenn es kein Unterdach gibt, also keine Unterspannbahn,dann wirds innen in Dämmung und Dachwohnung auch mal nass. Kann aber auf Nutzungsfehlern dort zurückzuführen sein oder auf Baumangel (Luftdichtigkeit)  Ein fehlendes Unterdach ist eigentlich allein ein Grund für Maßnahmen.

Das Verbesseren der Dämmung im Zuge der Neudeckung ist aber ein guter Rat.  Nur um 4 cm ? Das lohnt sich eigentlich nicht !   Ist nicht mehr Platz ?
Dann würde man an Aufsparrendämmung nachdenken,so schafft man gleich ein wasserdichtes Unterdach.

Lasst Angebote einholen für versch. Maßnahmen. Dann gibts Fakten für die Eigentümerversammlung.

MfG
duck313

Danke. Die Erhöhung um 4 cm hat der beauftragte Energieberater empfohlen. Dann würden „die geforderten Werte für das beheizte Dachgeschoß, nach EnEv erreicht werden“.

Hallo!

Nicht der aktuellen EnEV, die schreibt einen Mindestdämmwert vor (u-Wert 0,20 W/m²K), der mit gängigen(und preiswerten) Baustoffen i. d. R. erst mit 20 cm (Gesamt)Dämmstärke erreicht wird.
Das wäre Mindeststandard.
Und wenn Sparrenstärke/Unterspannbahn es ermöglichst, würde man hier auch voll ausdämmen, denn Arbeitsaufwand ist gleich,nur das Material ist etwas teurer,je dicker es ist.
Das käme aber immer durch Energiekosteneinsparung herein.

KfW-Klassen erfüllt das noch lange nicht.

MfG
duck313

Hallo Biber07,

das klingt definitiv risikoreich. Konntet Ihr nicht mehr Informationen von dem Energieberater bekommen? Wenn möglich, würde ich ihn nochmal versuchen, telefonisch zu erreichen und ein paar konkrete wie allgemeine Sanierungsvorschläge einholen!

Der Austausch der Ziegel hört sich eigentlich zwingend an - auch wenn eine Vermoosung nicht unmittelbar auf eine schlechte Qualität der Substanz hindeuten muss.

Eine ordentliche Aufsparrendämmung würde sich definitiv anbieten - dafür in jedem Fall einen Fachhandwerker zu Rate ziehen. Der kann auch direkt die Qualität der Betonziegel bewerten.

Eine zusätzliche Untersparrendämmung könntet Ihr ergänzend in Eigenregie machen und somit sicher schnell für ein besseres Raumklima in Deiner Wohnung sorgen.

Schau doch mal hier rein:[Werbelink vom Mod entfernt]

Viel Erfolg und lass doch mal was hören… :wink: