Dachschräge dämmen

Hallo allseits. Ich habe folgendes Problem. Das Dach wurde vor etwa 6 Jahren neu gemacht. Opa hat nicht aufgepasst, hat es einfach nicht gewusst und somit ist keine Unterspannbahn verbaut
Ich muss das Dach isolieren.
Nun will ich zu den Ziegeln hin, unter die Lattung eine Unterspannbahn einbringen. Rechts und links mit einer Latte an den Sparren nageln/schrauben. Zu überlegen ist, ob mittig zwischen den Sparren eine Latte eingezogen wird, damit liegt die Folie nicht an den Latten an und eine Luftzirkulation wird möglich. Zwischen Unterspannbahn und Verkleidung zu Innenraum würde ich Isoflock oder Styroporflocken einbringen.
Gibt es hierzu Erfahrungen? Erneut 30 T€ auf den Tisch zu legen, ist mir einfach nicht möglich.
Joachim.Konzack(at)gmx.de oder j.konzack(at)gbv-guben.de
Dank für Tipps usw. im voraus.
J. Konzack

habe die email-Adressen so verändert, daß sie nicht mehr ‚maschinenlesbar‘ sind. (MOD)

Hallo,
wir haben unser Dach von innen mit Isoflock und in einem anderen Raum mit Perlite isoliert. Dazu haben wir an die Balken direkt an den Latten schmale Leisten angeschraubt (30x30mm), an diese wurden dann von innen Bitumenpappplatten wiederum geschraubt. Diese hängen ein wenig durch, so dass evt. eintretendes Wasser wie in einer Rinne vom Balken weg geführt wird. Ritzen zwischen den Platten und den Balken wurden mit Bauschaum abgedichtet.
Die Balken wurden mit weiteren Leisten aufgedoppelt, also verstärkt, um mehr Raum für die Isolierung zu bekommen (die Zimmer werden dann natürlich entsprechend etwas kleiner). Darauf folgt eine Dampfsperre (mit Spezialkleber auf die Leisten geklebt), eine Konterlattung, dann Fermacellplatten. Erst nachdem diese komplett angebracht waren, wurde der Hohlraum vom Dachboden her (also von oben) gefüllt - Isoflock eingeblasen, Perlite eingeschüttet (war nur ein Raum, einblasen wäre zu viel Aufwand gewesen). Das Einblasen muss nicht von oben erfolgen, es geht auch durch freigelassene Löcher. Am besten den fragen, der das später macht. Die Fermacellplatten mussten erst angebracht werden, damit die Dampfsperre nicht platzt.
Alle Materialien kamen vom selben Laden, der auch das Einblasen gemacht hat.
Gruß
loderunner (kein Fachmann, nur Heimwerker)

Hallo Joachim,

Erneut 30 T€ auf den Tisch zu
legen, ist mir einfach nicht möglich.

wie kommst Du auf den Betrag von 30.000 €?
Soviel hab ich nicht für meinen kompletten Dachstuhl ausgegeben.

Was müsstest Du machen?
Das Dach abdecken, wobei die Pfannen problemlos wiederverwendet werden können. Rechne mit rund 10 % Bruch.
Die Latten abnehmen, Unterspannbahn drauf, Konterlattung, Lattung, und wieder eindecken.
Allein das abdecken unter Erhalt der Pfannen ist etwas arbeitskräfteintensiv, da müssen ca. sechs Leute ca. 2 h asten (so wars bei mir).
Der Rest wird mit zwei Leuten gemacht.
Laß Dir Angebote von zwei Dachdeckern machen, aber die 30.000 Taler sind m.E. weit zu hoch gegriffen.

Wenn Du es so machst, hast Du eine handwerklich einwandfreie Lösung und die ist wahrscheinlich weit weniger arbeits- und vielleicht sogar weniger kostenintensiver als die von loderunner.

Gandalf

Hallo,

und die ist wahrscheinlich weit weniger arbeits- und
vielleicht sogar weniger kostenintensiver als die von
loderunner.

Ich habe leider vergessen zu erwähnen, dass meine Dachpfannen alte Tonpfannen sind, die von innen verschmiert sind. Weshalb abdecken und wieder drauflegen nicht in Frage kam.

Kostenintensiver war meine Variante sicher nicht - konnte ich alles selber machen (bis auf das allerdings preisgünstige Einblasen).

Wieviel Arbeit das macht, kann ich allerdings nicht beurteilen. Ich habe eh’ das komplette Dachgeschoss neu ausgebaut, da kam ich dann von unten ans Dach ran. Wenn schon alles fertig gewesen wäre, hätte ich das gar nicht so machen können.

Und was die Isolierung allein gekostet hat, weiß ich leider nicht - war halt nur ein (kleiner) Teil der Gesamtkosten des Umbaus.

Gruß
loderunner

Moin Joachim,

Perlite kenne ich eigentlich nur aus der Dämmung im Schornstein!?.. anyway.

Wie der Gandalf schon sagt, seine Variante ist die kostengünstigste und mit einigen, schwindelfreien Leuten „schnell“ gemacht. Ich habe selbst oft genung auf dem Dach gesessen oder in der Kehle zum Anzeichnen gelegen… :o))
Bei einbetonierten Tonpfannen ist das natürlich so eine Geschichte…
Ohne Hammer und Meißel wirst Du nicht weiter kommen und das dabei Bruch entsteht ist klar. Fraglich ist, ob Du die Pfannen auch noch nachbestellen kannst…

Gutes Gelingen
Katinken

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