Dachten die Juden das es auch andre Götter gab

hallo
Nun Tigger hat mir ein Bericht gegeben und darin fand ich die Aussage:

Doch selbst wenn die Prophetie eintraf, mussten die Propheten und ihre Lehren mit der bereits bestehenden Offenbarung übereinstimmen und an dem wahren Gott festhalten. „Wenn in deiner Mitte ein Prophet aufsteht oder einer, der Träume hat, und er gibt dir ein Zeichen oder ein Wunder und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat, indem er sagte: „Lass uns anderen Göttern - die du nicht gekannt hast - nachlaufen und ihnen dienen!“, dann sollst du nicht auf die Worte dieses Propheten hören…“ (5.Mo 13,1-4).

Als ich das las stellte sich für mich eine neue frage, haben die Juden auch die möglichkeit ofen gelassen das es auch andere Götter geben kann.

MFG
Hicham Bekouri

Auch hallo.

Man kann viele Götter anbeten: den Fussballgott, den Weingeist,…
ABER man soll nur einem dienen und diesen verehren und dieser gibt einem dafür einiges zurück. Ausserdem steht in dem Zitat schon drin, dass man nur den einen Gott verehren soll :wink: Das vereinfacht die Sache schon unheimlich…

HTH
mfg M.L.

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indem er sagte: „Lass uns anderen Göttern - die du nicht
gekannt hast - nachlaufen und ihnen dienen!“, dann sollst du
nicht auf die Worte dieses Propheten hören…“ (5.Mo 13,1-4).

Moin Hicham,

so als Anhalt - es ist ein Gebot Gottes an sein Volk:

„Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus herausgeführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ (5. Mose 5,6-7)

Wenn hier von anderen Göttern die Rede ist, muss es wohl andere Götter geben (gegeben haben). Ich meine, Israel würde ja aus Ägypten geführt, wobei sich in der Vorstellung der Ägypter ja „andere Götter“ nur zahlreichst tummelten. Ob es sie auch wirklich gab, ist wohl eine andere Frage. Fakt aber sicherlich ist, dass der Gott der Juden und der Christen nicht will, dass er sich mit anderen Dingen einen ebenbürtigen Verehrungsrang teilt. Und ich finde, das lehnt er zurecht ab - das aber nur am Rande bemerkt.

Aus christlicher Sicht kann ich vielleicht noch sagen, dass sich viele Menschen ja auch heute noch „andere Götter“ suchen, die ihnen teils sogar wichtiger sind als Gott. Wie wäre es z. B. mit der „Formel-I“, oder mit verschiedenen „Fussball-Göttern“. Geld hat auch für viele Menschen einen Gottstatus. In Computerspielen gibt es den „God-Mode“. Man nennt sowas auch Götzenanbetung. Vielleicht ist das auch ein Bestandteil dessen, was Gott seinem Volk mit seinem Gebot in 5. Moses 5,6-7 sagen will.

Gruss
tigger

haben
die Juden auch die möglichkeit ofen gelassen das es auch
andere Götter geben kann.

dem text nach ist das eindeutug zu bejahen. vgl.

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

das besondere der israelitischen (nicht unbedingt jüdischen) gottesverehrung ist nicht, daß es nur einen gott gibt, sondern daß israel nur einen gott haben darf und nicht zwei.

die „übertretung par excellence“ ist das verehren fremder götter. (nicht unbedingt ein wie immer gearteter „glaube“).

zwei dinge kamen später in das jüdische denken:

  1. daß es nur einen gott gibt.
  2. daß dieser ein gott für alle menschen ist.

beides läßt sich nicht aus dem text direkt herauslesen, sondern eher das genaue gegenteil davon.

der schwenk in diesen grundüberzeugungen rührt m.e. aus der philosophischen entwicklung des abstrakten denkens.

gruß
dataf0x

Nicht bloß andere Götter, auch
andere Menschen, die nicht aus dem Paradies geflogen waren!

Wie sonst erklärt sich, dass in 1. Mose 4,17 plötzlich eine Frau für Kain da ist im Lande Nod, östlich von Eden.

Die hat dann wohl der dortige Regionalgott gebacken oder geknetet oder ausgespukt!

Fritz

hi hicham

darüber gibt es viele meinungen. im AT seht „ihr sollt keinen gott haben, ausser mir“. dies impliziert tatsächlich, dass es noch andere götter gab, sonst hätte diese regel nicht explizit aufgestellt werden müssen.

ich habe schon gelesen, dass yahwe eine frau/partnerin mit namen ashera/asherath gehabt hat (gleichbedeutend mit der isis in ägypten oder der astharte von babylon). ihre statue wurde im tempel des solomon verehrt. trotz massiver zerstörungsversuche seitens der jüdischen könige wurde sie aber über jahrhunderte von den menschen angebetet.

es gibt nun theologen, die sagen, dass sie später zu shekina wurde und von den nachfolgenden männlichen religionsführern in den geschlechslosen oder sogar männlichen „heiligen geist“ umgewandelt wurde, welchen die christenheit ebenfalls noch in ihrer trinität hat.

allerdings bin ich kein profi auf diesem gebiet und ich freue mich über ernsthafte/wissenschaftliche korrekturen.

mit lieben grüssen
coco

hallo
Nunh Tigger hat mir ein Bericht gegeben und darin fand ich die
Aussage:

Doch selbst wenn die Prophetie eintraf, mussten die Propheten
und ihre Lehren mit der bereits bestehenden Offenbarung
übereinstimmen und an dem wahren Gott festhalten. „Wenn in
deiner Mitte ein Prophet aufsteht oder einer, der Träume hat,
und er gibt dir ein Zeichen oder ein Wunder und das Zeichen
oder das Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat,
indem er sagte: „Lass uns anderen Göttern - die du nicht
gekannt hast - nachlaufen und ihnen dienen!“, dann sollst du
nicht auf die Worte dieses Propheten hören…“ (5.Mo 13,1-4).

Als ich das las stellte sich für mich eine neue frage, haben
die Juden auch die möglichkeit ofen gelassen das es auch
andere Götter geben kann.

MFG
Hicham Bekouri

God Mode
Hallo Tigger,

„Fussball-Göttern“. Geld hat auch für viele Menschen einen
Gottstatus. In Computerspielen gibt es den „God-Mode“. Man
nennt sowas auch Götzenanbetung.

Mal wieder ein typischer Fall von keine Ahnung aber 'ne Meinung, oder wie?
Der God Mode in Computer spielen erhält daher seinen Namen, dass man zugriff auf alle DEV-Tools hat und somit eben „gottgleiche“ Fähigkeiten in der Spielwelt erhält (z.B. erschaffen von Dingen, verändern der Umgebung etc.). Was das mit Götzenbverehrung zu tun hat, kannst Du mir mal bitte erklären.

Moin,

mir ist schleierhaft, was jetzt noch einer gesonderten Erklärung bedarf. Lies meinen Beitrag einmal ganz bewusst, dann verstehst Du auch, wie’s gemeint war.

Gruss
tigger

Hallo.

Als ich das las stellte sich für mich eine neue frage, haben
die Juden auch die möglichkeit ofen gelassen das es auch
andere Götter geben kann.

Selbst heute und gerade auch in Europa treffen wir an vielen Orten diese anderen G"tter an, wobei es im Hebräischen hier nie G"tter als Mehrzahl von G’tt heißt, sondern andere Begriffe verwendet werden, welche immer darauf hindeuten, dass sie gemacht wurden. Somit wundert es wohl kaum, dass eben genau diese so auch im Tanach auftauchen.

Scholem,
Eli

Hallo datafox.

beides läßt sich nicht aus dem text direkt herauslesen,
sondern eher das genaue gegenteil davon.

Ich frage mich immer, woher denn das Wissen von einem „später“ und „früher“ kommen soll, wenn es sich eben so nicht im Text findet. Die Torah fängt mit „Bereschit“ an und dieses zeigt deutlich, dass es nur einen G’tt gibt, aus welchem alles kommt. Alles andere erscheint mehr sekuläres Wunschendenken zu sein.

Scholem,
Eli

Hallo.

Wie sonst erklärt sich, dass in 1. Mose 4,17 plötzlich eine
Frau für Kain da ist im Lande Nod, östlich von Eden.

Die Erklärung ist ganz einfach und steht sogar so in der Torah, dass nämlich Adom und Chava zahlreiche Kinder hatten und eben nicht nur die namentlich genannten, welche eine besondere inhaltliche Bedeutung haben.

Scholem,
Eli

Alles andere erscheint mehr sekuläres Wunschendenken zu
sein.

:wink:

darüber ob es gott gibt und wie es so ist, habe ich nichts gesagt. ich würde mich hüten. sondern nur über die anschauungsweisen der menschen darüber. die haben sich nunmal geändert. das sind zwei paar schuhe.

gruß
dataf0x