Hallo,
Grundsätzliches kann sich wie stets hier
https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmed%C3%A4mmung
aneignen.
Im Netz kursieren ansonsten unzählige Seiten, deren Qualität man nur mit geeignetem Fachwissen erkennen kann (insbesondere bestimmte Werbeseiten sind kritisch). Weitgehend gleich ist ihnen der allgemeine Aufbau über grundsätzliche bauphysikalische Themen und Begriffe. Für jeden Einzelfall jedoch ist die Summe aller Maßnahmen (Bauelemente wie Fenster, Feuchtigkeitsschutz, Winddichtigkeit, Materialsubstanz des Gebäudes etc.) von entscheidender Bedeutung, eine Gesamtbeurteilung über Art der Maßnahmen ist für Nicht-Fachleute unmöglich.
Ein weiterer Aspekt wären gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen. Daher ist es ratsam, einen Energieberater, ein fachkundiges Ingenieur- oder Architekturbüro, am besten mit Bauphysiker und Berechnungskompetenz, zu beauftragen.
Welche Alternativen gibt es denn zu dieser ganzen Styroporgeschichte?
Im Grunde genommen spricht grundsätzlich nichts gegen Styropor als Dämmmaterial. Es ist jedoch ein typischer Fall von gelungener Lobbyarbeit, dass diese Produkte entsprechende Zulassungen (z.B. Brandschutz) erhalten haben und die Vorschriften entsprechend formuliert sind. Alternative Dämmmaterialien können unter Berücksichtigung des konstruktiven Bautenschutzs jederzeit für Innen- und Außendämmung verwendet werden. Zusätzliche Dauerhaftigkeit wird gegebenenfalls durch chemische oder andere Behandlungsmethoden erreicht.
Und ist das überhaupt immer möglich, ein Haus nachträglich zu dämmen?
Ja. Die Qualität der Bausubstanz und Sicherheit hinsichtlich aufsteigender Feuchtigkeit sollten vor dem Kauf geprüft sein.
Und dämmt man besser von innen oder von außen, bzw. welche Vor- und Nachteile hat das?
Beide Systeme sind möglich. Beide müssen im Zusammenhang mit dem Gebäude, der Technik (Lüftung etc.), Innenraumgestaltung, Bauteilen wie Fenster/Türen usw. hinsichtlich Aufbau und Konstruktion stimmig sein.
Vielleicht hat jemand auch einfach nur einen guten Link, der das ganze einfach und übersichtlich erklärt.
Es gibt m.W. keinen Link, der alle Bereiche annähernd umfänglich abdecken kann. Ein Gebäude, insbesondere ein altes, ist hinsichtlich Wärme-, Brand-, Schallschutz und behördlicher/gesetzlicher Vorschriften (evtl. auch Denkmalschutz) ein sehr komplexes Thema. Ohne Fachleute würde ich ein derartiges Projekt nicht angehen.
Franz