Dämmstoffe

Hallo,

bis vor kurzem dachte ich, dass ein (neues) Haus so gut es nur geht gedämmt sein sollte.

Je mehr ich mich jedoch darüber informiere umso mehr Stimmen höre ich die sagen, dass z.B. tolle k-Werte nur auf dem Papier bestehen und dass extrem gedämmte Häuser nach 10 Jahren mehr Energie verpulvern als komplett konventionell gedämmte Häuser.
(z.B. http://home.t-online.de/home/konrad-fischer/ )

Kennt ihr seriöse Informationsquellen darüber, ob und was für Dämmmethoden gut und sinnvoll sind?

Habt ihr Erfahrungen sammeln können?

Grüße,
Jan

Hallo Jan,
habe gerade selber so eine Diskussion bei mir zu hause. Also wir haben ein Fachwerkhaus umgerissen (Komplettentkernung) und dabei für die Wände eine 10 cm Dämmung Glaswolle, dahinter haben wir eine Dämmfolie (inkl. Feuchtigkeistaustausch) angebracht. Davor kommt dann eine 2,5 cm OSB Platte, 4,5 cm Mineralholzweichfaserplatten (heißen so!!) und 2,5 cm Rigips. In der Decke liegen 18 cm dicke Glaswollschickt und als Bodenaufbau nochl 5 cm dicke Fermacel-Platten. Alle Ecken, Übergänge sind abisoliert (Iso-Dichtungsband, Silikon, etc) Um es kurz zu machen, haben wir uns an die Vorgaben unseres Archthekten gehalten. Löblich ist der Energieverbrauch. Jetzt das Problem: Wenn du nicht regelmäßig und ausreichend lüftes, kriegen wir ein Problem mit der Luft (abgestanden, feucht, etc) Nun muß man sagen, das unsere Räume nicht sehr groß sind und das dieses wohl auch dazu beiträgt, das es schwer ist, unsere Räume richtig zu belüften (man muß die Tricks kennen). Wir haben uns nun verschiedene Techniken von unserem Energielieferanten erläutern lassen und haben nun ein System gefunden, was die Energiekosten nicht in die Höhe treibt.

Letztendlich kann ich damit gut Leben und kann jedem nur empfehlen, sich von FACHLEUTEN beraten lassen. Versteht mich nicht falsch, ich will dem Baumarkt seine Kompetenz nicht absprechen. Nur ein gelernter Baustoff-Verkäufer im Fachhandel, kann euch da weiterhelfen. Natürlich vertraut nicht dem erst besten (und bitte keinem Archithekten.!!!Sorry aber is so!! Wäre auch mal ein anderes Thema, aber lassen wir das!) und vergleicht die Aussagen und Angebote.

Ihr werdet festellen, das es sich lohnen wird, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt.

Weiterhin habe ich von einem Bekannten gehört, der hatte das Lüftungsproblem so schlimm (sein Haus ist also so dicht) das er eine zusätzliche Be-Entlüftung einbauen mußte (Kosten mal eben 12800 Euro).
Da lohnt sich doch ein niedrig Energiehaus oder??

Gruß
Martin

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Hallo Martin,

die Berufsbezeichnung heisst Architekten und nicht Archthekten.

Wass haben Dir diese Menschen angetan, dass Du so grimmig reagierst?

Christian

Hallo Jan,

Dämmen muß immer mit Lüften zusammengehen, ansonsten baust Du Dir schnell eine Schimmelfalle. Leider hat sich das noch nicht bei allen ‚experten‘ rumgesprochen.

Da aber intensives Lüften die Dämmaßnahmen unterlaufen würde, da Du die erwärmte Luft durch das Fenster jagst, ist es bei Neubauten eigentlich immer sinnvoll direkt eine Wärmerückgewinnungslüftung einzubauen. Damit werden ca. 95 % der Wärmeenergie zurückgehalten, aber stets mit trockener Luft gelüftet.

Bei Altbauten sollte nach einer Isolierung idealerweise auch eine solche Anlage installiert werden. Ist das nicht möglich, so ist die Lüftung anzupassen. Stoßlüftung ist weit günstiger als ständig ein Fenster auf kipp.
Also möglichst alle Fenster einige Minuten öffnen, die Luft austauschen lassen und dann wieder schließen. Das ganze drei - viermal pro Tag, in der Küche nach Bedarf öfter.

Wenn das berücksichtig wird, ist ein nachträgliche Isolierung ken Problem. Bei Neubauten sollte, wie schon erwähnt, auf jeden Fall eine Wärmerückgewinnung eingebaut werden, die rechnet sich schon nach wenigen Jahren unddas RAumklima ist deutlich besser.

Gandalf

Hallo Christian,
jaaaa…, immer auf die armen Architekten schimpfen, aber noch nicht mal richtig schreiben können??? Sorry für die Verunstaltung.

Zum Thema Architekten hab ich nur meine persönlichen Erfahrungen eingebracht. Da ich Versicherungsonkel bin, weiß ich, das es in jeder Branche solche und solche Personen gibt.

Das Problem bei meinem Architekten war jetzt nicht existenzgefährdent, sondern spiegelte sich in der Arbeitsmoral und der Kreativität wieder.

Z. Bsp. Es wurde der Treppenaufgang geplant und als der Zimmermann fertig war, stellten wir fest, das er zwar die Zeichnung genau eingehalten hatt, aber das Loch zu tief war. Also einen Balken drangesetzt.

Dann kam der Treppenbauer und nahm die Maße der Treppe auf. Er stellte fest das der Ausschnitt auf dem Dachboden zwar nach Plan durchgeführt sei, aber zu schmahl wäre. Also dort was weggenommen.

Weiterhin stellte der Treppenbauer fest, das der Aufgang, zum besagten Dachboden, behindert ist, durch die Dachneigung. Ich schnauze voll und ruf den Archtekten an. Der war dann doch mal da (auf Androhung) und der sagte:„Tja, da müssen Sie wohl ein Dachfenster einbauen und die Maße die ich in der Bauzeichnung habe sind wohl nicht richtig“. Also los gings; teilweise Dach abgedeckt, Sparren raus, Iso raus, neue rein, Fenster rein, neu verkleiden, etc.

Auf die Frage der Kostenübernahme für den Mehraufwand teilte er mir mit, das ich ja der Bauherr sei (er hat nur die Planung/Zeichnung gemacht) und ich daher für alles verantwortlich wäre. Das ist wohl war, aber bei fehlerhaften Arbeiten müsse er ja wohl für seinen Mist haften. Jetzt halte dich fest Christian, die Antwort war: „Ja, das solle ich Ihm erstmal beweisen und das würde man dann sowieso vor Gericht klären“.

Da die Mehrkosten sich bei 1.000 Euro einpendeln, kannst du dir ja die Sinnhaftigkeit ausrechnen, mit sowas vor Gericht zu ziehen.

Es kamen noch einige andere Sachen mit dabei.

Letztendlich muß ich sagen, bin ich froh meinen Bau fertig zu haben und mich mit so einem Schei… nicht mehr beschäftigen zu müssen.

In der Hoffnung das es auch andere „Dienstleister“ gibt.

Gruß
Martin

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Hallo Gandalf,
mich würde mal die Rechnung interessieren nach der sich eine Wärmerückgewinnungsanlage rechnet. So alt kann man gar nicht werden.
Gruß
Stefan

oh mein Gott …
Hallo Martin,

ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber das, was Du mit Deinem Fachwerkhaus gemacht hast, das ist das Schlimmste, was Du hast machen können. Das Holz kann duch Deine „Dämmung“ faulen. Möglicherweise ist so eine Dämmung für ein Neubauhaus a la Ytong was, aber für ein Fachwerkhaus ist es das absolut falsche.

Fachwerkhäuser müssen mit Lehm und/oder Schilfrohr gedämmt werden. Silikon hat in einem Fachwerkhaus schon garnix zu suchen.

Übrigens: Die Meinung über Architekten kann ich nur mit Dir teilen :wink:. Wir hatten auch „so eine“.

Grüße Netti

Hallo Jan,
habe gerade selber so eine Diskussion bei mir zu hause. Also
wir haben ein Fachwerkhaus umgerissen (Komplettentkernung) und
dabei für die Wände eine 10 cm Dämmung Glaswolle, dahinter
haben wir eine Dämmfolie (inkl. Feuchtigkeistaustausch)
angebracht. Davor kommt dann eine 2,5 cm OSB Platte, 4,5 cm
Mineralholzweichfaserplatten (heißen so!!) und 2,5 cm Rigips.
In der Decke liegen 18 cm dicke Glaswollschickt und als
Bodenaufbau nochl 5 cm dicke Fermacel-Platten. Alle Ecken,
Übergänge sind abisoliert (Iso-Dichtungsband, Silikon, etc) Um
es kurz zu machen, haben wir uns an die Vorgaben unseres
Archthekten gehalten. Löblich ist der Energieverbrauch. Jetzt
das Problem: Wenn du nicht regelmäßig und ausreichend lüftes,
kriegen wir ein Problem mit der Luft (abgestanden, feucht,
etc) Nun muß man sagen, das unsere Räume nicht sehr groß sind
und das dieses wohl auch dazu beiträgt, das es schwer ist,
unsere Räume richtig zu belüften (man muß die Tricks kennen).
Wir haben uns nun verschiedene Techniken von unserem
Energielieferanten erläutern lassen und haben nun ein System
gefunden, was die Energiekosten nicht in die Höhe treibt.

Letztendlich kann ich damit gut Leben und kann jedem nur
empfehlen, sich von FACHLEUTEN beraten lassen. Versteht mich
nicht falsch, ich will dem Baumarkt seine Kompetenz nicht
absprechen. Nur ein gelernter Baustoff-Verkäufer im
Fachhandel, kann euch da weiterhelfen. Natürlich vertraut
nicht dem erst besten (und bitte keinem Archithekten.!!!Sorry
aber is so!! Wäre auch mal ein anderes Thema, aber lassen wir
das!) und vergleicht die Aussagen und Angebote.

Ihr werdet festellen, das es sich lohnen wird, wenn man sich
mit dem Thema beschäftigt.

Weiterhin habe ich von einem Bekannten gehört, der hatte das
Lüftungsproblem so schlimm (sein Haus ist also so dicht) das
er eine zusätzliche Be-Entlüftung einbauen mußte (Kosten mal
eben 12800 Euro).
Da lohnt sich doch ein niedrig Energiehaus oder??

Gruß
Martin

ih gitt :wink:
Eine Wärmerückgewinnungsentlüftung? - *iiih wie eklig*.

Ist Dir klar, dass die Kanäle aus geriffeltem Rohr sind? So können sich schön Keime und Pilze (die Luft im Raum ist ja feucht)breitmachen und man kann die Anlage garnicht sauber machen. Außerdem ist es dann verboten, Fenster zu öffnen. Also nix mit Fenster auf nach dem Duschen…

Grüße Netti

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Hallo,

ich denke, kommt immer auf Dein Haus drauf an. Unser Nachbar hat sein Fachwerkhaus zum Beispiel garnicht gedämmt und hat keine hohe Heizkostenrechnung.
Man muss ja auch bedenken, dass z. B. im Frühling, wenn die Sonne strahlt, eine übermäßige Dämmung dazu führt, dass man heizen muss. Ist das Haus nicht so sehr gedämmt, nimmt es die Wärme der Sonne auf und gibt es an die Räume ab.

Da gibt es auch tolle Bücher von Herrn Eisenschinck, der hat auch einige Artikel bei www.sancal.de veröffentlicht, einfach mal durchblättern, ist seeehr interessant.

Wusstet Ihr, dass eine überproportionierte Solaranlage das heiße Wasser im Sommer, wenns nicht gebraucht wird, in den Abguss leitet? - Von wegen Energiesparen…

Grüße Netti

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Hallo,

Wusstet Ihr, dass eine überproportionierte Solaranlage das
heiße Wasser im Sommer, wenns nicht gebraucht wird, in den
Abguss leitet? - Von wegen Energiesparen…

Wo hast Du denn den Blödsinn her? Solar-Heizungen haben ja einen geschlossenen Kreislauf und geben ihre Wärme genau wie die Öl- oder Gasheizung über einen Wärmetauscher an das Brauchwasser weiter. Wenn Du also den Wasserhahn nicht aufdrehst, läuft auch kein Wasser in den Ausguss. Und man spart (gerade in diesem Jahr) wirklich enorm in den Sommermonaten.

Gruß

Fritze

Und wenn das Wasser im Speicher schon kochend heiss ist und die Sonne weiter auf die Kollektoren brennt, dann öffnet das Sicherheitsventil …

Grüße Netti

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Hallo,

Und wenn das Wasser im Speicher schon kochend heiss ist und
die Sonne weiter auf die Kollektoren brennt, dann öffnet das
Sicherheitsventil …

Erstens hört sich diese Aussage schon ganz anders an als „Wenn Wasser nicht gebraucht wird, dann läuft es in den Abguss“ und zweitens ist es immer noch Blödsinn. Im Falle der drohenden Überhitzung wird schlicht die Pumpe wieder abgeschaltet und eine weitere Erwärmung des Brauchwassers verhindert.

Die Anlage selbst ist so dimensioniert (Dauerbetrieb ohne Brauchwassernutzung bei 1000 W/m^2 Strahlungsleistung), dass ein Überhitzen der Flüssigkeit im Primärkreislauf nahezu ausgeschlossen ist. Die Flüssigkeit im Primärkreislauf verdampft dann und rekondensiert, wenn die Einstrahlung nachlässt. Damit ein Überlauf nicht stattfinden kann, ist überdies ein Ausdehnungsbehälter von ausreichender Größe vorgesehen.

Das von Dir beschriebene Szenario ist völlig in den Haaren herbei gezogen. Wo hast Du denn diese Informationen her?

Gruß

Fritze

Hallo Fritze,

ich habe ja auch gesagt, dass das so ist, wenn die Anlage überdimensioniert ist, und das ist sie in den meisten Fällen, wenn noch die Heizung dran hängt.
Was passiert, wenn das Wasser oder die Solarflüssigkeit die 110 Grad Celsius-Marke übersteigt?

Grüße Netti

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Fritze,

Hallo Netti,

ich habe ja auch gesagt, dass das so ist, wenn die Anlage
überdimensioniert ist, und das ist sie in den meisten Fällen,
wenn noch die Heizung dran hängt.

Verstehe ich nicht. Wozu sollte ich einen Sonnenkollektor installieren, wenn ich ihn nicht mit meiner Heizung kopple?

Was passiert, wenn das Wasser oder die Solarflüssigkeit die
110 Grad Celsius-Marke übersteigt?

Nichts.

Gruß

Fritze

Hi Netti,

Eine Wärmerückgewinnungsentlüftung? - *iiih wie eklig*.

woher hast Du denn den Ekel?

Ist Dir klar, dass die Kanäle aus geriffeltem Rohr sind?

Nö, das ist mir nicht klar. Klar ist mir nur, daß jemand, der versucht mir so was anzudrehen postwendend rausfliegt. Wer so was macht hat nun mal keine Ahnung, sollte jemand in Deinem Bekanntenkreis so was tun, dann kündige ihm schnell die Feundschaft.
Solche Anlagen werden entweder in Glattrohren aus Metall (Alu oder Edelstahl) oder PVC ausgeführt. Dann gibt es noch eine Entwässerung und man kann die Dinger trockenen. Alles andere wäre wirklich eine Schimmelfalle.

Außerdem ist es dann verboten, Fenster zu öffnen. Also
nix mit Fenster auf nach dem Duschen…

Nicht unbedingt! Es besteht durchaus die Möglichkeit (bei ordentlich geplanten und ausgeführten Anlagen) einzelne Räume zeitweise abzukoppeln. Zudem wäre es in Zeiten ohne Haiezung kein Problem die Fenster zu öffnen.

Gandalf