Hallo!
Wir haben uns ein Haus gekauft, hat 250qm Wohnfläche und ca. 1200qm Grundstück, echt super! Das Haus ist Baujahr 1937, Massivbauweise, die Wände sind über 36cm dick und die Kellerwände bestimmt 50cm. Fenster wurden im Laufe von einigen jahren komplett mit Isolierverglasung getauscht.Das ist ja schon mal was aber sollte ich jetzt das Haus von aussen trotz der dicken Wände dämmen? Und die Kellerdecke? Sie ist eine Ziegeldecke. Und die letzte Decke vor dem Dachboden? Das ist eine Lehmdecke und das soll ja auch schon dämmen. Denn das Dach ist nicht gedämmt. Der Vorbesitzer lebte da bestimmt 30 Jahre und der meint er hätte keine großen Heizkosten. Gut das man auch mit Holz heizen kann. Naja auf jeden Fall wenn ich Leute frage sagen manche ich bräuchte gar nichts dämmen und nirgendswo finde ich genaue Angaben ab welcher Dicke man dämmen sollte… HILFE!!! Bitte hat jemand eine aufklärende Antwort für mich? Danke!!!
Hi,
wenn ihr wirklich auf 250 qm auch wohnt, sprich heizt, wird sich eine weitere Dämmung lohnen. Googel mal noch bissel. Über Dach bzw Kellerdecke geht nicht so viel Wärme verloren. Schlimmer sind Fenster und Wände.
Aber Maßnahmen machen nur nach einer Gesamtbetrachtung Sinn. Beispielsweise tauschst du nur die Fenster aus, sprich machst sie Luftdicht, hast du schnell Schimmel in den Außenecken, wenn nicht richitg geheizt oder gelüftet wird.
gehe ambesten zu einem Energieberater kostet vielleicht 1000 € mit Aufmaßerstellung. Er kann dir genau sagen, wie dein Haus heute ist und was eine Dämmung bringen würde.
Mir hat mal einer gesagt, erst dämmen und dann die heizung tauschen. Nach der Dämmung weißt du genau, was du noch an energie brauchst und kannst die heizung danach besser dimensionieren. Erfolgt der Heizungstausch zu erst, könnte sie später überdimensioniert sein.
Grüße
Thomas
Hallo
Energieberater ist ein guter Rat.
Meine Empfehlung wäre trotzdem die Dämmung des Daches zwischen den Sparren, das ist nicht übermäßig teuer, kann man auch selbst machen und bringt schon was.
Die Stärke der Außenwand (wir haben auch 36,5 cm) sagt nicht viel, kommt immer auf den Stein an, der verwendet wurde.
Nur zum Vergleich: eine 20 cm starke Fertighauswand bringt mehr Heizkostenersparnis als eine 50 cm Steinmauer.
Lehmdecken kann man auch mit einer Spanplatte zusätzlich abdämmen.
Hallo Johannes
Ratsamist eine Dämmung auf jeden Fall. Nur was nutzt es wenn das Dach gedämmt wird und der Dachboden/Dachgeschoss nicht ausgebaut und beheizt ist?!
Ist dieser nicht ausgebaut, sollte die Decke zum Dachgeschoss gedämmt werden. Ist es jedoch ausgebaut/soll es mal ausgebaut werden, sollte das Dach gedämmt werden.
Hier mal noch ein interessanter Artikel und einige Daten wie was nach EnEV (Energie-Einsparverordnung)ausgeführt werden muß:
http://www.ursa.de/1197_1201.htm
Schönes Wochenende 
Gruß
Nelsont
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Danke erstmal! da waren ein paar gute Tipps dabei1 Also in ertser Linie suche ich maßnahmen die ich selber durchführen kann. Das ganze ´haus zu dämmen, eine nue Heizung oder ein Energieberater kann ich mir nicht leisten. Jetzt ertsmal nicht! Aber vielleicht habt ihr noch ein paar gute do-it-yourself Tipps zum Thema Dämmung für mich?!
Hallo
da muss ich widersprechen. Die Dämmung des Daches hat nichts damit zu tun, ob das DG ausgebaut ist oder nicht.
Der Wärmeverlust über ein nicht ausgebautes Dach geht durch die Decke in das untere Stockwerk.
Und eine Dachdämmung ist ja nun wirklich kinderleicht. Gibt vorgefertigtes Dämmmaterial, welches einfach nur zwischen die Sparren gelegt wird. Das reicht schon mal aus, zusätzlich kann man dann noch Holzverkleidung oder Rigipsplatten/Spanplatten vor der Dämmung anbringen.
Weiter kann man die obere Decke (also den Fussboden im DG) dämmen, ist auch nicht besonders schwierig oder bei der nächsten Renovierung im Geschoss darunter Rigipsplatten (gibt es heute auch schon mit Dämmung) unter der Decke in den einzelnen Räumen anbringen.
Das sind alles Gewerke, die man selbst ohne großen Aufwand ausführen kann und auch nicht so ins Geld gehen.
Hi Johannes,
oder ein
Energieberater kann ich mir nicht leisten.
aber hunderte von Talern durch den Schornstein zu blasen?!
Die Ausgaben für einen ordentlichen Energieberater recnen sich schnell!
Aber vielleicht habt ihr noch ein paar gute
do-it-yourself Tipps zum Thema Dämmung für mich?!
Eine fachgerechte Dämmung ist, auch wenn es diverse Baumärkte gerne suggerieren, keine so einfache Sache. Die praktische Durchführung ist da noch das geringste, die kriegt ein versierter Laie auch noch hin, wenn ein Fachmensch die Sache anschließend begutachtet. Das Problem ist häufig die Auslegung.
Da kann man viel falsch machen und solche Fehler können später ziemlich teuer werden.
Gandalf
Moin aus Bremen,
die Maßnahmen mal in der Reihenfolge:
1.) Oberste Decke oder Dachparren verdämmen, da geht sonst ca. 25-30% der Energie weg…
Lehmdecke ist schon mal was, aber das reicht bei den heutigen Energiepreisen in der Regel nicht mehr aus.
2.) Die Fenster und Haustüre auf Luftzug überprüfen, und wenn es zieht, abdichten und ausrichten, soweit schon doppelverglast, oder austauschen, wenn das noch einscheibenglsa ist, oder die Haustür so ein Teil aus den 60ern mit Alu-Profilen und Drahtglas…
3.)eine 36er Steinmauer kühlt genauso weit aus wie eine 12,5er nur braucht sie halt länger dazu.
Da hilft außen ggfs ein Wärmedämm-Verbundsystem.
4.) Heizung anschauen, wenn älter als 10 Jahre, dann mit dem Klempner über eine neue reden.
Der Enegieberater hilft Dir bei diesen Entscheidungen, und kostet auch keine 1.000 EUR.
Ich verlange z.B. in Bremen für ein Haus in der Größe wie beschrieben für die Ermittlung und einen Vorschlag der Maßnahmen ca. 350,00 EUR.
Weiteres Geld verlange ich für eine Beantragung von Fördermitteln und falls erwünscht, für die Hilfe bei Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten, sowie für die Überwachung der Ausführung.
Gruß, Heinrich Ostermeier