ich habe mir gerade ein Haus (Baujahr 1955) angeschaut, dass auf mich einen sehr gepflegten Eindruck macht.
Die Besitzer sind verstorben und die Kinder verkaufen nun das Haus.Keller trocken, Gasheizung aus 2010, Dämmung der Fassade mit 6 cm. …
Was mich jedoch stutzig macht ist folgendes:
Der Spitzboden ist nicht ausgebaut aber das Dach ist an den Sparren gedämmt und eine Dampfbremse angebracht. Der Boden des Spitzbodens ist nicht gedämmt. Macht dies überhaupt einen Sinn?
Kann man erkennen ob der darunter liegende ausgebaute Dachgeschoss mit zwei Dachgauben gedämmt oder ungedämmt ist? Falls es wirklich ungedämmt ist, was macht es für einen Sinn den Spitzboden an den Sparren zu dämmen und den Rest nicht?
Hallo,
den Spitzboden einfach mit z.B. Glaswolle dämmen und dann sollte das Problem geklärt sein. Du hast recht, wenn du sagst, dass es keinen Sinn ergibt ihn nicht zu dämmen, da sonst im Winter die dennoch relative kalte Luft bzw im Sommer die warme Luft in das Haus gelangt, da der Spitzbogen ungedämmt eine Wärmebrücke bildet. Dennoch solltest du eventuell einen Gutachter beaftragen, der sich das komplette Haus mal anschaut. Da kann man dann auch sicher sein, dass alles in Ordnung ist.
Naja der Spitzboden ist ja zumindest an den Sparren gedämmt aber wie erkennt man, dass der darunter liegende Dachgeschoss gedämmt wurde oder eben nicht. Sollte man dann die Schrägen von Innen dämmen oder reicht da nur der Boden des Spitzbodens.
Ein Gutachter bzw. erfahrender Architekt macht wohl Sinn.
lässt sich erkennen, dass die Dämmung modern ist? Wie sehen demgegenüber die Schrägen in den ausgebauten Zimmern aus? Auch alles modern? Dann spricht viel dafür, dass das alles in einem Zug komplett gemacht worden ist (was nicht heißt, dass man damit absolute Sicherheit hätte, auf die es aber nicht unbedingt ankommen muss, s.u.). Machen die Schrägen einen uralten Eindruck, dann kann hier nicht von innen gedämmt worden sein.
Dann könnte man sich die Kosten für den Gutachter zumindest bzgl. Dach und dessen Isolierung sparen, und sich darauf einigen, dass das DG ungedämmt ist, und sich dementsprechend preislich treffen.
Natürlich ist sehr wichtig festzustellen, ob die Dachschrägen im bewohnbaren Dachgeschoss gedämmt sind !
Das ist das A und O. Da geht die Wärme verloren, wenn es nicht/wenig gedämmt wäre.
Eigentlich sollte man vom Spitzboden aus reinschauen können, evtl. mit Hilfe eines Endoskops mit Licht. Sonst müsste man kleine Löcher in Innenverkleidung bohren und mit Endoskop Einblicken. Mit Glück hat es Kriechtür im Drempel um in hinter die Schräge zu gelangen (Abstellflächen).
Dass der Boden = Decke des DG nicht gedämmt ist, aber die Schrägen des Spitzbodens schon, ist nicht ganz so bedenklich.
Zwar besteht dort sicherlich ein Temperaturgefälle , beheiztes DG zu unbeheiztem Spitzboden, aber das nachzudämmen ist in Eigenleistung keine große Sache.
Aber wenn Dielen liegen, dann sieht man die Deckendämmung vielleicht nur nicht. Auch das ist sehr leicht kontrollierbar.
10 mm Loch und Endoskop.
Jeder Bausachverständige, den man vor Kauf zu Rate zieht ist so ausgestattet oder hat andere Mittel, die Dämmung nachzuweisen.
Falls es wirklich ungedämmt ist, was macht es für einen Sinn den Spitzboden an den Sparren zu dämmen und den Rest nicht?
Sinn würde es keinen machen - aber es gibt schliesslich oft wundersame Dinge … gerade am Bau
Wenn das Dachgeschoss ausgebaut ist, dann sollte dort eigentlich ebenfalls eine Dammdämmung mit Dampfbremse sein.
Möglicherweise hat man also dort tatsächliche eine Zwischensparrendämmung eingebaut und die eben auch über den Spitzboden fortgeführt - z.B. um Anschlussprobleme zu vermeiden. Somit wäre die Dämmung der obersten Geschossdecke (über ausgebautem Dachgeschoss/am Spitzboden) entbehrlich.
Ebenso sind Bekannte verfahren. Die haben nun in der obersten beheizten Etage Probleme mit Schimmel im Deckenbereich, weil die Etage darüber nicht beheizt wird, die Decke also auskühlt. Um das zu vermeiden müsste also trotz vorhandener Dachdämmung bis an den Giebel die oberste Geschossdecke nachträglich doch gedämmt werden.
Sollte man dann die Schrägen von Innen dämmen oder reicht da nur der Boden des Spitzbodens.
Das gesamte Dämmkonzept muss zu den Nutzungs-/Heizverhältnissen passen.
Ein Gutachter bzw. erfahrender Architekt macht wohl Sinn.
Ganz genau
Ob/wie gut gedämmt ist, kann durch Bauteilöffnung festgestellt werden - oder zerstörungsfrei mit einem Wärmekamerabild - aber genausogut lässt sich das an den unterschiedlichen Temperaturen der Gebäudehülle durch einfache Bauteil-Temperaturmessung von innen feststellen. Für unter 100 Euro gibt es sogar spezielle Pyrometer-Taupunktscanner, mit denen völlig berührungslos Schwachstellen in der Dämmung aufgedeckt werden können.
Einfach selber danach googlen - leider werden entsprechende Links hier im Forum rigoros gelöscht.
Der Spitzboden ist nicht bewohnt / bewohnbar, daher muss es nicht schön ausehen.
Eine Gipskartonverkleidung ist daher nicht notwendig, da die Dämmung nicht durch Gipskarton sondern durch die Dämmung geschieht.
Sicherlich wäre es sinnvoll den Boden im Spitzboden zu dämmen, denn ansonsten ist das Raumvolumen im Dachgeschoss welches Geheizt werden muss schließlich höher.
Bei einer gedämmten Decke heizt man hier nicht mit.
Dies kann man für nicht begehbare Spitzböden aber mit einfachsten mitteln tun. Ist auch nicht sehr Kostenaufwändig.
Die Dämmung des Dachgeschosses kann man natürlich so nicht optisch begutachten.
Hierzu wäre es sinnvoll die Details zu kennen.
Vielleicht haben die Verkäufer noch eine Rechnung über den Ausbau?
Darin könnte stehen welche Dämmmaßnahmen durchgeführt wurden.
Ansonsten kann man dies auch durch Wärmebildkameras o.ä. nachvollziehen wie gut die Dämmung ist.
Eine Wärmebildkamera kann man sich bei diversen Werkzeugfirmen leihen oder jemanden mit der Messung beauftragen.
Dies ist sicherlich die beste Variante.
Wichtig wäre nicht nur zu wissen ob gedämmt wurde sondern auch wie.
Daher würde ich als ersten Schritt mit den Verkäufern sprechen ob es darüber aufzeichnungen gibt. Ansonsten messen lassen.