Dämmung mit Glaswolle

Liebe Experten

Ist Glaswolle in der Dämmung gesundheitlich bedenklich?
Konkret geht es darum das wir größtenteils das Dach mit Spanplatten ausgebaut haben, allerdings die Dachschrägen als Stauraum nutzen und hier sind einige Stellen nicht mit Spanplatten verkleidet. Hier schaut die blaue Folie die über die Dämmung gezogen wurde, hervor. 

Frage:
Müssen diese Stellen ebenfalls vollständig bedeckt werden? Der Stauraum ist nicht separat sondern mit dem Dachgedchoss verbunden, d.h. in der Wandmitte ist eine Offnung um den Stauraum zu nutzen.

Können die Fasern durch die Folie durch? Die Dämmung hatte auf einer Seite eine Alu-Schicht. Sollte doch damit doppelt geschützt sein. 

Wir haben zwei solcher Stauräume, der restliche Raum ist komplett verkleidet und verputzt. Kann der Raum, auch von den Kindern, genutzt werden?

Seit 4 Jahren nutzen wir diesen Raum und leider habe ich erst jetzt über die Bedenklichkeit von Glaswolle gelesen.

Wer kennt sich mit dem Material aus und kann mir hierzu Näheres sagen?

Hallo Esther,

soweit ich weiss, werden zwei Folien verarbeitet …

Die erste befindet sich „außen“ unter der Lattung der Dachpfannen und oberhalb der Dämmwolle. Die Folie, schonmal als Deltafolie bezeichnet, verhindert, dass Flugschnee, Regen, etc. von außen auf die Dämmwolle triift und diese sich wie ein Schwamm vollsaugt.

Die andere Folie, Dampfsperre genannt, wird auf der Innenseite der Dachschräge montiert, nachdem die Zwischenräume mit Dämmwolle verfüllt worden sind. Hier ist es ganz wichtig, durch saubere Übergänge an den Nähten wirklich eine geschlossene Folie zu erreichen

Später kannst Du dann die Schrägen von innen verkleiden, je nach Geschmack und Geldbeutel. Damit dürften sich keinerlei Partikel des Glaswolle auf den Weg in den wohnraum machen können

Viel Glück

Hallo!
Denke, was Du als blaue Folie bezeichnest ist die Dampfsperre, somit können keine Glasfasern in den Innenraum „geweht“ werden, die Spanplatten schützen die Folie nur vor mechanischer Beschädigung.
MfG
airblue21

Hallo!

Moderne Glaswolle(nehme an, es geht um solche, also aus den letzten 10-15 Jahren) ist nicht bedenklich.
Und Du schreibst doch, sie ist korrekt mit der „blauen Folie“, offenbar die Dampfsperre eingekapselt und überall an Stößen und Anschlüssen ans Bauwerk abgeklebt.

Wenn nicht, wäre das schlecht, nicht aus rein gesundheitlichen, sondern aus bau-physikalischen Gründen. Es wird Feuchte in Dämmung entstehen und damit Schimmel und Bauschäden !

Folie also nicht als Schutz vor den „bösen Fasern“, sondern sichert die Dämmeigenschaft und schützt vor Bauschäden durch die eindringende Raumfeuchte !

Die Verkleidung mit Platten dient in der Abseite als Folienschutz gegen Beschädigung.

In Abseite hätte man auch auf Platten verzichten können. Man muss dann eben mehr achtgeben, dass man Folie nicht mit Lagergut zersticht und aufreißt.
Ist verkleidet und guckt nur wenig Folie raus, besteht ja auch kaum Gefahr der Beschädigung.

Übrigens, wenn man Dampfsperre machen muss(Regelfall),dann hätte man auch Mineralwolle ohne Alu nehmen können. Die modernen Mineralfasern sind bei Zuschnitt und Verlegung gesundheitlich unbedenklich. Und sie klemmen gut zwischen den Sparren und müssen nicht angetackert werden.
Die Alukaschierung hat also keine Schutzfunktion für den Verarbeiter oder Bewohner.

MfG
duck313

Vielen Dank für eure Rückmeldungen. 
Jetzt habe ich noch eine Frage:
Auf der einen Seite ist der Boden noch Beton, diesen habe ich nicht abgedeckt, nach Verlegung der Folie wurde der Boden aber gekehrt, gesaugt.
Ist hier noch mit Reststaub von Wolle zu rechnen (Rest aus Verarbeitung). 
Meine Recherchen im Internet sind bezugnehmend zur Glaswolle sehr widersprüchlich, auch wenn neuere Verfahren eine Gefährdung angeblich ausschließen…

Würdet ihr den Raum nutzen evtl. also auch unbesorgt schlafen?

Hallo!

ich verstehe nicht, wenn man so besorgt ist, warum hat man sich nicht vorher sich über versch. Dämmstoffe informiert und eben keine Mineralwolle genommen ?
War wohl teurer ?
Beim Geld sind die Sorgen dann unwichtig ? Ist irgendwie inkonsequent.

Die Fasergröße von modernen Mineralfasern(auch Glasfasern) ist möglicherweise reizend in den Atemwegen(Pappmaske aufsetzen), sie dringt aber nicht in tiefere Lungenschichten ein, bzw. kann sich dort nicht festsetzen.
Je nach Anfälligkeit reizen die aufgewirbelten Fasern. Deshalb der Rat, Schutzmaske und langärmlige Schutzkleidung und Handschuhe nutzen (weil es auch die Haut reizen kann).

Wer hat denn eigentlich gesagt, man solle NICHT nachher entstauben ,ausfegen und saugen. Und was spricht gegen feucht aufwischen ?
Was nicht mehr da ist, kann auch nichts mehr anrichten.
Und das man nach und bei der Dämmarbeit gut durchlüften sollte wäre ebenso selbstverständlich gewesen.

Du machst Dir aus meiner Sicht unnötige Sorgen.

MfG
duck313

Nein, eher Unwissenheit.
Die Dämmung Haben wir übernommen und ich wäre damals nicht auf Idee gekommen das zu hinterfragen. Müsste ich heute neu planen, würde ich es versuchen anders zu lösen und ehrlich gesagt wüsste ich gleichzeitig keinen Ersatz.

Mir war wichtig zu wissen, ob die Folie ausreicht um evtl. Fasern fern zu halten.