Dämmung Spitzboden (Schüttung und/oder Sparren? Wo

Hallo Leute,

ich hatte ursprünglich geplant die Zwischensparren des unbewohnten/ungenutzten Spitzbodens zu dämmen. Außer Sparren, Latten und Ziegeln ist dort nichts vorhanden. Sozusagen eine gute Durchlüftung des Spitzbodens…

Heißt, ich bräuchte dann Dampfbremse, Zwischensparrendämmung und dann wieder eine Dampfbremse. Eine wirkliche Dampfsperre bekomme ich dort sowieso nicht hin.

Einfacher und evtl. günstiger und vielleicht sogar effektiver wäre vielleicht eine Dämmschüttung auf den Dachboden zu machen um so die darunterliegenden Wohnräume zu dämmen??
Die Decke besteht aus Querbalken die (wie vor 100 Jahren üblich) mit Lehmmischung ausgefüllt wurde.

Frage 1:
Ist das im ersten Zug ausreichend, oder muss man hier zwangsläufig auch zwischen den Sparren dämmen + Dampfbremse???

Frage2:
Wenn ich so eine Schüttung und darauf liegende OSB-Platten verwende, muss ich da unter oder über die Schüttung auch eine Dampfbremse einbauen??

Danke und Gruß
Dennis

ich hatte ursprünglich geplant die Zwischensparren des
unbewohnten/ungenutzten Spitzbodens zu dämmen. Außer Sparren,
Latten und Ziegeln ist dort nichts vorhanden. Sozusagen eine
gute Durchlüftung des Spitzbodens…

Guten Tag,Dennis !
Mit Zwischensparren meinst Du den (nicht vorhandenen Fußboden des Spitzbodens ?),also die Decke der Dachgeschoßzimmer.
Dämmen mußt Du hier ja unbedingt.
Entweder in der Decke,Dampfsperre unterhalb der Dämmung,also zimmerseitig!
Man kann auch das Spitzboden-Dreieck,also zwischen den restlichen Dachsparrenfeldern dämmen.Die Dampfsperre müßte dann im Spitzboden nach dem Dämmstoff aufgebracht werden(also sichtbar).

Heißt, ich bräuchte dann Dampfbremse, Zwischensparrendämmung
und dann wieder eine Dampfbremse. Eine wirkliche Dampfsperre
bekomme ich dort sowieso nicht hin.

Nein,nur eine Lage Dampfsperre,innenseitig nach der Dämmung.

Einfacher und evtl. günstiger und vielleicht sogar effektiver
wäre vielleicht eine Dämmschüttung auf den Dachboden zu machen
um so die darunterliegenden Wohnräume zu dämmen??
Die Decke besteht aus Querbalken die (wie vor 100 Jahren
üblich) mit Lehmmischung ausgefüllt wurde.

Auch das ist möglich. Hier käme die Sperre unter die Schüttung.

Frage2:
Wenn ich so eine Schüttung und darauf liegende OSB-Platten
verwende, muss ich da unter oder über die Schüttung auch eine
Dampfbremse einbauen??

Dampfsperre immer dort,wo die warme,feuchte Raumluft in die Dämmung tritt,also Zimmerseitig!

Hast recht habe mich bissel doof ausgedrückt.
Ich meinte die Dämmung zwischen den Dachbalken „Sparren“.

Wie ich im anderen Beitrag geschrieben habe, werde ich das Dach in Höhe des Wohnbereichs (Dach liegt ja hinter den Abstellwänden) zwischen den Sparren dämmen und wahrscheinlich die abgestellten Wände mit Styropor.

Der etwas größere Spitzboden (man kann durchaus stehen), soll nicht ausgebaut werden
und wäre durch die Ungleichheit der alten Balken wohl relativ aufwändig zu dämmen.

Größter Problembereich ist meiner Ansicht nach der Bereich wo die Sparren am Dachboden vorbeilaufen, nach unten in die Kämmerchen. Wie soll ich da im Bereich des Dachbodens/Zimmerdecke die Dampfbremse korrekt verbauen. Einfacher wäre es vor dem Hintergrund vielleicht eine Dämmschüttung auf dem kompletten Dachboden und OSB-Platten obendrauf und der Zwischensparrenbereich im Spitzboden einfach so lassen.

Die ganzen Übergänge mit der Dampfbremse sind halt schwierig. Wenn erstmal Wasser/Feuchtichkeit in die Zwischensparrendämmung kommt…

Daher vielleicht besser eine Schüttung??

Gruß
Dennis

Hallo Dennis,
ich habe bei mir einen ähnlichen Deckenaufbau.
Eine Dampfsperre wird immer an der warmen Seite der Dämmung angebracht.
Ich lese deine Frage jetzt so, dass die Räume unter der zu dämmenden Decke bereits fertig sind.
Wenn du jetzt oben auf der Decke die Dampfsperre anbringst und dann Schüttung/Styropor o.ä., dann kann es sein, dass oberhalb der Balkenlage Wasser auskondensiert und dir die Balken wegfaulen.
Bei mir habe ich den Aufbau wie folgt
Balkendecke mit Stroh/Lehmauflage
max. 4 cm Perlite-Schüttung zum Höhenausgleich
14 cm Styropor WLG 035
22 mm Verlegeplatte

Das ganze ohne Dampfsperre. Hält jetzt seit 10 Jahren und es zeigen sich keine Feuchtigkeitsschäden. Ich denke, dass die Lehmauflage der alten Decke evtl. entstehendes Kondenswasser gut aufnimmt und dann wieder abgibt.
Winddicht ist das ganze natürlich nicht, hat aber wärmetechnisch was gebracht.

Zu deiner zweiten Frage:
Den Kniestock würde ich auch nur von aussen mit 14-20 cm Styropor dämmen und den Boden bis zum Dach auch wie oben, evtl. ohne Verlegeplatten. Ist einfacher, als das Dach zu dämmen.
Das dazu, wie ich es gemacht habe. Das ganze aber am besten mit einem Fachmann durchsprechen! Vielleicht musst Du ja doch auf etwas besonderes achten.

Gruß
Vincenz

Hallo Dennis,
ich habe bei mir einen ähnlichen Deckenaufbau.
Eine Dampfsperre wird immer an der warmen Seite der Dämmung
angebracht.
Ich lese deine Frage jetzt so, dass die Räume unter der zu
dämmenden Decke bereits fertig sind.
Wenn du jetzt oben auf der Decke die Dampfsperre anbringst und
dann Schüttung/Styropor o.ä., dann kann es sein, dass oberhalb
der Balkenlage Wasser auskondensiert und dir die Balken
wegfaulen.
Bei mir habe ich den Aufbau wie folgt
Balkendecke mit Stroh/Lehmauflage
max. 4 cm Perlite-Schüttung zum Höhenausgleich
14 cm Styropor WLG 035
22 mm Verlegeplatte

Das ganze ohne Dampfsperre. Hält jetzt seit 10 Jahren und es
zeigen sich keine Feuchtigkeitsschäden. Ich denke, dass die
Lehmauflage der alten Decke evtl. entstehendes Kondenswasser
gut aufnimmt und dann wieder abgibt.
Winddicht ist das ganze natürlich nicht, hat aber
wärmetechnisch was gebracht.

Hhhmmm, das hört sich logisch an mit dem wegfaulen der Holzbalken.
Bei mir ist da auch die damals übliche Lehmmischung drin. Bis auf die Dachgaube, da ist Beton.

Wollte in den Dachgeschoss-Zimmern Holzdecken reinmachen, weil da logischerweise schnell Risse entstehen. Sieht optisch ja nicht so schön aus. Ob die Holzdecke da eher gut oder schlecht ist?

Zu deiner zweiten Frage:
Den Kniestock würde ich auch nur von aussen mit 14-20 cm
Styropor dämmen und den Boden bis zum Dach auch wie oben,
evtl. ohne Verlegeplatten. Ist einfacher, als das Dach zu
dämmen.

Der Boden in den Kammern ist ja untendrunter bewohnt, aber wird bestimmt trotzdem Kühl.

Problem ist halt, das ich 1 Holztür und 3 1x1m Luken habe wo es in die Kämmerchen geht. Wie ich das richtig abdichten soll?? Daher dachte ich in den Kämmerchen vorrangig an die Zwischensparrendämmung und als Unterstützung halt noch die Wände. Momentan bin ich etwas ratlos.

Wie ich in meinem anderen Beitrag ja geschrieben habe, ist vordringlichstes Problem momentan die Treppenhaus-Schimmel-Geschichte und das eine geplante Kinderzimmer wo ich die Abstellwand etwas nach hinten versetzen will und dann etwas Dachschräge im Raum habe.
Da wollte ich ja auch die Zwischensparrendämmung machen.

Nun lese ich, geht net so einfach mit der Dampfbremse (eingentlich heißt es wohl Unterspannbahn) die zuerst hingehört und eigentlich von außen draufgemacht wird. Sonst schimmel/fault mir der ganze Kram weg und ich habe mehr Ärger als der Kram wert war.

Bin für Tipps dankbar!!

Gruß
Dennis

Der Unterschied zwischen Deckenbalken und Dachsparren müsste erst mal geklärt werden.
Bei so viel Sachverstand sollte man wirklich überlegen ob bei diesen bizarren Örtlichkeiten ein Profi-Planer eingeschaltet wird ?