Dämmung Zwischenwände (keine direkte Außenwand!)

Hallo Leute,

habe ein ca. 100 Jahre altes Haus.
EG = Steinmassiv
DG = Fachwerk
Dachboden = noch ungedämmt

Momentan geht es mir um das DG.
Hier sind in den Zimmern beidseitig die Dachschrägen mit einer Fachwerkkonstruktion abgestellt, so dass man überall gleich hohe (Raumhöhe) Wände hat ohne Dachschräge. Folglich befindet sich neben jedem Zimmer rechts und links eine Kämmerchen mit Zugang über eine Holztür oder kleine Luken.

Hierin möchte ich zwischen den Sparren mit Steinwolle dämmen und eine Dampfbremse anbringen. Von der Sperre wird mittlerweile ja oft wieder abgeraten.

Ich wollte die abgestellten Wände (keine Außenwände, vorher kommt ja das bald gedämmte Dach) zusätzlich mit ca. 10cm dicken Styroporplatten dämmen So der Plan…

Nun gibt es ja etliche Beiträge zu dem Thema Styropor, aber meistens geht es hier um Keller- oder Außenwände. Stichwort Schimmel.

Mein Anspruch ist kein Niedrigenergiehaus, aber etwas Dämmung sollte schon sein.

Was könnt ihr hier denn empfehlen?
Gibt’s da Probleme wenn ich die Zwischenwände mit Styropor dämme bzw. muss da zwangsläufig auch noch mal eine Dampfbremse vor oder hinter die Styroporplatten??

Gruß
Dennis

habe ein ca. 100 Jahre altes Haus.
EG = Steinmassiv
DG = Fachwerk
Dachboden = noch ungedämmt

Momentan geht es mir um das DG.
Hier sind in den Zimmern beidseitig die Dachschrägen mit einer
Fachwerkkonstruktion abgestellt, so dass man überall gleich
hohe (Raumhöhe) Wände hat ohne Dachschräge. Folglich befindet
sich neben jedem Zimmer rechts und links eine Kämmerchen mit
Zugang über eine Holztür oder kleine Luken.

Hierin möchte ich zwischen den Sparren mit Steinwolle dämmen
und eine Dampfbremse anbringen. Von der Sperre wird
mittlerweile ja oft wieder abgeraten.

Guten Tag,Dennis !
Ja,das ist sinnvoll und wegen der Größe der Abseite wohl auch gut nachträglich machbar.

Ich wollte die abgestellten Wände (keine Außenwände, vorher
kommt ja das bald gedämmte Dach) zusätzlich mit ca. 10cm
dicken Styroporplatten dämmen So der Plan…

Nun gibt es ja etliche Beiträge zu dem Thema Styropor, aber
meistens geht es hier um Keller- oder Außenwände. Stichwort
Schimmel.

Da sehe ich keine Probleme. Schimmel entsteht,wenn feuchte Raumluft auf kalte Wandstellen trifft(der Taupunkt wird unterschritten) und dort kondensiert. Diese Feuchtigkeit ist der Nährboden für in der Luft vorhandene Schimmelsporen.

Mein Anspruch ist kein Niedrigenergiehaus, aber etwas Dämmung
sollte schon sein.

Was könnt ihr hier denn empfehlen?
Gibt’s da Probleme wenn ich die Zwischenwände mit Styropor
dämme bzw. muss da zwangsläufig auch noch mal eine Dampfbremse
vor oder hinter die Styroporplatten??

Eine Sperrebene reicht.
Wenn Zusatzdämmung der Abseitenwände dann dort die Sperre unterhalb(zimmerseitig,denn von dort käme die warme,feuchte Luft). Dann an der Sparrendämmung keine zweite Sperrfolie!

Falls nur Sparrendämmung,dann nur dort nach der Dämmung eine Lage Folie anbringen.

MfG
duck313

Falls nur Sparrendämmung,dann nur dort nach der Dämmung eine
Lage Folie anbringen.

Hallo duck313,

mir wurde gesagt, für die Zwischensparrendämmung erst eine Dampfbremse, weil direkt dann die Dachlatten+Ziegel kommen und die bei Wind+Regen Feuchtigkeit durchlassen. Danach die Dämmung reinklemmen und dann abschließend wieder eine Dampfbremse (zimmerseitig).

Da ich nur ca. 12cm Dämmung zwischen die Sparren bekomme, wollte ich die Zwischenwänden in den Kämmerchen auf der Rückseite noch mit Styropor o. ä. dämmen. Hier war halt die Frage, ob ich zwischen Styropor und der Fachwerkwand auch noch mal eine Dampfsperre benötige? Wäre dann die dritte…

Gruß
Dennis

Hallo Dennis !

Was Du meinst,Folie direkt unter den Dachziegeln ist keine Dampfsperre.
Das ist die Unterspannbahn. Praktisch eine zweite,wasserführende Dachhaut nach den Pfannen.
Die kann man nicht von innen anbringen! Sie wird bei der Neudeckung von Außen aufgebracht direkt auf den Sparren,dann Konterlattung(parallel zu den Sparren,dann Dachlattung quer dazu,dann Pfannen.

Bei dieser Art kann man das Sparrenfeld bis zur Unterspannbahn mit Dämmstoff füllen. Ohne diese Folie(die diffusionsoffen ist,also Dampf von innen her durchläßt) darf man nicht die volle Sparrenstärke mit Dämmung ausnutzen,nicht an Pfannenunterseite stoßen!

Aha, da sieht man mal was man so alles hört (in dem Fall von einem befreundeten Bau-Ing.). Der meinte, da musst Du vorher einen Dampfbremse (keine Sperre) reinkleben. Jetzt hör ich, dass man das garnicht sollte. hhmm??
Hätte bis zu den Dachlatten gedämmt, die Sparren haben ja nur 10cm Tiefe.

Also auf dem Spitzboden doch besser eine Schüttung zur Dämmung draufmachen. Nur was mache ich in den Kämmerchen links und rechts der beide unter dem Spitzboden liegenden Zimmern?? Auch keine Dämmung zwischen den Sparren sondern nur die Trennwände.

Bei einem Zimmer wollte ich die Wand eigentlich 1m zurücksetzen um Raum zu gewinnen und hätte somit etwas Dachschräge im Zimmer. Wie dämme ich die Dachschräge dann??

Im Treppenhaus sind die Gipskartonplatten direkt auf die Sparren geschraubt. Keine Dämmung und dadurch relativ starker Schimmel.
Haus stand fast 1 Jahr leer, wurde vorher schlecht belüftet und nur im EG beheizt. Also alles gute Voraussetzungen für den Schimmel.

Wir wollten nun die Gipskartonplatten an der Treppenhausschräge abmachen, Dampfbremse, Zwischensparrendämmung und dann wieder Dampfbremse. Dann neue grüne Gipskartonplatten. Ab jetzt wird ja auch komplett beheizt incl. Kaminofen und auch regelmäßig gelüftet.

Ei ei ei, für morgen ist Hänger gemietet, da wir den ganzen Kram holen wollten und ab nächste Woche kommen die Familienhilfskräfte und es soll losgehen. Jetzt lese ich, dass mein befreundeter Bau-Ing. Schrott erzählt hat.

Was meint ihr??? Wäre dankbar für weitere Tipps!

Aha, da sieht man mal was man so alles hört (in dem Fall von
einem befreundeten Bau-Ing.). Der meinte, da musst Du vorher
einen Dampfbremse (keine Sperre) reinkleben. Jetzt hör ich,
dass man das garnicht sollte. hhmm??

Ja, da möchte ich eigentlich meiner Erfahrung in solchen Fällen folgend vermuten, dass der Kollege dir das richtig erklärt und du es nur falsch verstanden hast. Wäre nicht das erstemal, dass sich Baumarkstkünstler mit zusammengefragtem und unverdautem Halbwissen einen Sanierungsfall zusammenzimmern. OT: Operierst du deine Familienmitglieder eigentlich auch selber am Blinddarm? (Ich meine, weil man das Häuserbauen wie das Blinddarmoperieren eigentlich beides studieren muss, um es richtig zu machen.)

smalbop

Das kann natürlich auch sein. Will mich hier auch mit keinem anlegen…

Wie machen denn dann das die ganzen anderen Altbau oder Fachwerkhausbesitzer mit der Zwischensparrendämmung. Decken die alle das Dach ab und machen erstmal diese Unterspannbahn rein??

Man liest überall, dass die Zwischensparrendämmung ja so einfach ist. Dämmung reinklemmen und Dampfbremse gewissenhaft drüber machen, fertig. Dass man diese Unterspannbahn ohne die Dachhaut zu öffnen nicht reinbekommt schreiben die wenigsten.

Wie gesagt, speziell für die Schräge im Treppenhaus muss ich jetzt aktiv werden und ich wollte ja auch noch die Wand im Kinderzimmer zurücksetzen und muss mir für die Dachschräge dort dann auch was überlegen.

Wäre dankbar für Tipps!

Ansonsten werde ich heute Mittag erstmal Dämmung und Dampfbremse holen und es halt doch so probieren. Erst eine Dampfbremse reinkleben die Sparren im Treppenhaus etwas erhöhen um etwas mehr Tiefe zu bekommen.

Wie machen denn dann das die ganzen anderen Altbau oder
Fachwerkhausbesitzer mit der Zwischensparrendämmung. Decken
die alle das Dach ab und machen erstmal diese Unterspannbahn
rein??

Das ist die beste Lösung. Und wenn die Sparrendicke nicht ausreicht, kann man statt nur eine Unterspannbahn anzubringen, u.U. eine Aufsparrendämmung anbringen. Das ist immer dann sinnvoll, wenn man sowieso die Dacheindeckung sanieren muss.

Man liest überall, dass die Zwischensparrendämmung ja so
einfach ist. Dämmung reinklemmen und Dampfbremse gewissenhaft
drüber machen, fertig.

Wenn die Voraussetzungen stimmen ist das auch so.

Dass man diese Unterspannbahn ohne die
Dachhaut zu öffnen nicht reinbekommt schreiben die wenigsten.

Ich habe lange gesucht, aber dann einen Architekten gefunden, der mich in diesen Fällen berät. Ebenso pflege ich einen engen Kontakt zu entsprechenden Handwerkern. Die frage ich dann und berate mit denen wie es gehen kann. Das kostet dann zwar immer etwas, aber bevor ich irgendwelchen teuren Murks mache, gebe ich lieber vorher etwas mehr Geld für die Planung aus.

Wie gesagt, speziell für die Schräge im Treppenhaus muss ich
jetzt aktiv werden und ich wollte ja auch noch die Wand im
Kinderzimmer zurücksetzen und muss mir für die Dachschräge
dort dann auch was überlegen.

Für mich sieht die Lösung für Deine Dachschrägen wie folgt aus:
Zwischensparrendämmung bis etwa 2 cm unter die Dachlatten für ausreichende Hinterlüftung. Wenn möglich, dann Untersparrendämmung um auf ausreichende Dicke zu kommen. Dann Dampfsperre und Verkleidung.
Wenn dann mal das Dach saniert werden muss, nachsehen ob die Zwischensparrendämmung noch trocken ist und dann Unterspannbahn und ggf. Aufsparrendämmung anbringen. Ansonsten ab und an mal aufs Dach und einige Ziegel beiseite schieben um nachzusehen wie der Zustand der Dämmung ist.
Damit kommst Du erst mal innen weiter und kannst für eine Dachsanierung sparen.

Wäre dankbar für Tipps!

Bau Dir auf Dauer Kontakte zu Handwerkern und/oder Architekt auf.

Gruß
Vincenz