Hallo,
Ich weiß, es gibt verschiedene Kabel-Qualitäten… aber wenn
man die mal außer acht lässt:
Bei Deiner Problemstellung ausgerechnet die Kabelqualität außer Acht zu lassen halte ich für einen Fehler 
Angenommen, bei mir kommen direkt am Router ca. 6000 kb/s an.
wenn ich nun meinen PC mit einem 100m Cat5 Kabel verbinde,
wieviel kommt dann noch an? Und wie berechnet man das?
Du hast eine falsche Vorstellung von „Dämpfung“. Da werden nicht die Bits langsamer wie ein ausrollender Ball, sondern die Signalqualität wird zunehmend schlechter, und die Empfänger bekommt zunehmend Bitfehler. Ein einziges gekipptes Bit, und der Empfänger muss die kompletten Daten eines Pakets (im schlimmsten Fall ca. 1,5 KByte, macht Milchmädchen gut 12000 Bits) noch einmal anfordern. Daher steigt die Kabelbelastung, aber der Anteil nutzbarer Daten wird immer kleiner, im Endeffekt sinkt dadurch die Übertragungsgeschwindigkeit scheinbar. Aber das ist ein Trugschluss.
Ist für ein 100m Kabel vieleicht Cat7 oder so zu empfehlen?
100m Kabel werden meiner Meinung nach schon mit normalem Cat-5 Wandverlege-Kabel mit 100 Mbit gehen, aber Du bist natürlich außerhalb der Specs. Mit Gigabit habe ich sowas noch nie versucht. Je nachdem wie die Elektronik in Deinen Komponenten drauf ist kanns gehen oder auch nicht, oder, was meistens schlimmer ist, mal gehts und dann wieder nicht. Wenn man die Ethernet-Specs verletzt bekommt man selten den „bequemen“ Ausfall, dass gleich gar nichts mehr geht. Statt dessen bekommt man schwer zu lokalisierende, sporadisch auftretende Störungen.
Fazit: wenn es für Dich daheim ist, und Du weißt dass Dein Kabel nicht ganz koscher ist, und Dein Leben nicht davon abhängt, dann kannst Du damit leben. Nimm ein gutes Kabel und gute Markenkomponenten und nicht Billigkram aus dem Baumarkt, das erhöht im Grenzbereich die Trefferquote. Fatal sind vor allem die beliebten kleinen Billigswitche, weil man an denen weder Diagnose betreiben noch Ports verstellen kann.
Im geschäftlichen Bereich hat so eine Wackellösung nichts verloren. Da bist Du mit einer Glasfaser und einem Transceiver an jedem Ende besser bedient, weil da die Zeit Geld kostet, und wenn Du andere Mitarbeiter anhängst als Dich selber muss es verlässlich klappen, sonst ist Dein Kopf ab. Selbst wenn das Kabel geht - bei jeder Störung die irgendwie nach Netzwerk riecht wird sich irgendein Schlaumischlumpf mit der Frage, ob es denn nicht „an dem langen Kabel liegen“ könnte, aus der Ecke wagen. Interessant wäre freilich nicht die Frage, sondern die Antwort, und wie feststellen, ohne Messmittel …
AL.