Dänemark

Hallo,

in unserer Tageszeitung ging es um die Fehmarnbeltbrücke und deren Finanzierung. Dabei kam mir der Gedanke, ob Dänemark nicht der nächste Staat sein könnte, der finanztechnisch kopeister geht. Wie schon vor Jahren immer wieder zu lesen war, ist die dänische Währung absolut überbewertet, Dänemark ist ja nicht grade als Super-Industrienation bekannt.

Wie seht ihr das ?

Gruss

Andreas

Hallo,

der Gedanke, ob Dänemark
nicht der nächste Staat sein könnte, der finanztechnisch
kopeister geht.

na ja, in Dänemark ist schon seit längerem etwas los. So befindet sich die dänische Wirtschaft bereits seit dem vierten Quartal 2007 im Rückwärtsgang:

http://www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/346/183772/

Die dänische Notenbank übernahm schon im August eine in Schwierigkeiten geratende Bank und hat bereits am 27. Oktober von der EZB 12 Milliarden Euro an Finanzhilfen erhalten.

http://www.welt.de/wirtschaft/article2633986/EZB-unt…

Wie schon vor Jahren immer wieder zu lesen
war, ist die dänische Währung absolut überbewertet,

Aber die Dänische Krone ist im Rahmen des WKM II an den Euro gebunden mit einer Schwankungsbreite von nur +/- 2,25%.

Beste Grüße

Nicht richtig !!!
Hallo

Die dänische Notenbank übernahm schon im August eine in
Schwierigkeiten geratende Bank und hat bereits am 27. Oktober
von der EZB 12 Milliarden Euro an Finanzhilfen erhalten.

http://www.welt.de/wirtschaft/article2633986/EZB-unt…

bitte wenn schon den Artikel richtig lesen.

Das Ort Finanzhilfe ist hier völlig falsch !!!

Gruss
Börsenfan1968

PS: Ich warte nur noch drauf bis hier der erste im Forum den Staatsbankrott von Deutschland ernsthaft in Aussicht stellt.

Hallo,

http://www.welt.de/wirtschaft/article2633986/EZB-unt…

bitte wenn schon den Artikel richtig lesen.

Das Ort Finanzhilfe ist hier völlig falsch !!!

in dem Artikel steht, daß „Dänemark dringenden Finanzbedarf“ hat und daß die „Europäische Zentralbank (EZB) […] der dänischen Notenbank bei der Versorgung der angespannten Geldmärkte des Landes mit Euro [hilft].“

Für mich ist das eine „Hilfe“ auf dem Sektor „Finanzen“ = „Finanzhilfe“. Dänemark braucht Euro und die EZB gibt welche. Von selbst kann die dänische Notenbank doch keine Euro ausgeben, die sie nicht hat, oder?

Beste Grüße

Hallo,

Das Ort Finanzhilfe ist hier völlig falsch !!!

in dem Artikel steht, daß „Dänemark dringenden Finanzbedarf“
hat und daß die „Europäische Zentralbank (EZB) […] der
dänischen Notenbank bei der Versorgung der angespannten
Geldmärkte des Landes mit Euro [hilft].“

ok, die Presse braucht Schlagzeilen, nur leider triift dies nicht den Nagel auf den Kopf.

Es handelt sich um ein Tauschegschäft "Tauschgeschäft zwischen der EZB und der dänischen Zentralbank über zwölf Milliarden Euro abgeschlossen, ",
genauso wie „über ein Tauschabkommen mit der US-Notenbank Federal Reserve kann die EZB wiederum inzwischen ohne Limit Dollar-Liquidität in den europäischen Markt geben“.

Dies bedeutet ja auch nicht , dass die EZB Finanzhilfe aus den USA erhält.

Ich geb zu, die Presseschlagzeilen zeugen nicht immer von Sachverstand :smile:))

Gruss
Börsenfan1968

Hallo,

PS: Ich warte nur noch drauf bis hier der erste im Forum den
Staatsbankrott von Deutschland ernsthaft in Aussicht stellt.

was macht Dich so sicher, diesen als denkbares Szenario ausschließen zu können? Die Rettungsprogramme belaufen sich weltweit auf 3,5 Bio. Euro. Bist Du sicher, daß dieses Anleihevolumen plaziert werden kann, zumal der Verwendungszweck bekannt ist?

Gruß
Christian

PS: Ich warte nur noch drauf bis hier der erste im Forum den
Staatsbankrott von Deutschland ernsthaft in Aussicht stellt.

Aus dem heutigen Newsletter von HSBC Trinkaus & Burkhardt:

Staatsbankrott - reale Bedrohung oder Phantasie?
Die überwiegend fremdkapitalfinanzierten Rettungspakete haben dem Thema Staatsbonität in den letzten Wochen zu unfreiwilliger Popularität verholfen. Massiven Erhöhungen der 5- und 10-jährigen CDS-Prämien auf Staaten (s. Grafik) auf bis zu 180 BP sind die Folge. Griechenland zeigte in den letzten 14 Monaten eine Verachtzehnfachung des 5-jährigen CDS. Für wie wahrscheinlich hält der Markt staatliche Ausfälle damit? Klassenprimus ist im 5-jährigen Bereich mit 3,1 % die USA. Kurz vor Auflage des Rettungspakets waren es noch 1,3 % (Deutschland: 0,8 %). Der diesjährige Tiefstwert lag bei nur 0,4 %. Im 10-jährigen Bereich schlägt sich Deutschland mit 6,5 % am besten, nach 2,3 % zehn Wochen vorher. Wenig ruhmreicher Spitzenreiter beider Klassen ist Griechenland. Waren schon die Werte von 5,2 % bzw. 12,3 % Anfang September respektabel, stehen mittlerweile 16,0 % bzw. 30,0 % zu Buche. Zum Vergleich: Die implizite Ausfallwahrscheinlichkeit des im Durchschnitt vergleichbar gerateten iTraxx Europe liegt für 10 Jahre bei 24,0 % (Spread: 165 BP). Der im Mittel „B+“ geratete Crossover notiert bei 773 BP, was 72,5 % entspricht. Der Markt schätzt offenbar den Ausfall eines Landes der Eurozone auf Sicht von 10 Jahren alles andere als unmöglich ein. Ob dieses Szenario realistisch ist oder ob die europäische Staatengemeinschaft im Zweifel Rettungspakete für Staaten schnürt, ist offen. Nicht offen ist, dass auch ohne Finanzkrise in den nächsten Jahrzehnten aufgrund der demographischen Veränderung zusätzlicher Druck auf die Staaten entstehen wird.

http://www.hsbctrinkaus-markets.de/markets/tiles/dis…