Darf die Kita ausgewählte Kinder ablehnen?

Es besteht ein erheblicher Unterschied zwischen höherer Gewalt und einer defekten Heizung (insbesondere, wenn schon heute bekannt ist, daß die Heizung am Montag (auch noch) defekt sein könnte). Aber das ist in Österreich ganz sicher ganz anders. Aber schön, daß Du Deinen extrem hilfreichen Beitrag auch noch beigesteuert hast.

Kommt halt auch auf die Umstände an!

Es sind 7 Gruppen, also vermutlich auch mindestens 7 Räume.

Eine Gruppe auf 6 andere aufzuteilen ist das eine, 5 Gruppen auf 2 zu verteilen etwas ganz anderes!

Wir haben da schlicht keine Information was da in der Kita heizungstechnisch los ist und welche Aussagen die Handwerker gemacht haben.
Auch ist die Art des Problems nicht bekannt, kann auch sein, dass man Wände aufstemmen muss. Dann sind die betroffenen Räume auch mit dicken Pullis nicht benutzbar.

Der ganzen Geschichte wird schon genügend Aufmerksamkeit geschenkt, sonst würden die Handwerker nicht übers WE arbeiten! Probleme kann es aber auch mit Ersatzteilen geben, die meisten Hersteller liefern am Sonntag nicht!!

Was würden wir im Rechtsbrett lesen, wenn Claus Willhelm Hanwerker wäre und übers WE die Heizung in der Kita reparieren müsste?

MfG Peter(TOO)

Hallo C.,

Auch da gibt es Unterschiede. Eine defekte Umwälzpumpe macht auch kalt, ist aber schnell ausgetauscht.

Anders sieht es aus, wenn man irgendwo in einer Wand eine undichte Leitung hat! Dies würde auch zum Bild passen, dass nur einzelne Räume beheizt werden können. Die nächste Frage ist dann ob nur eine Muffe undicht ist oder ob grundsätzlich schlechte Rohre verlegt wurden…

MfG Peter(TOO)

Hallo,

damit machst es Du Dir mE etwas zu leicht

Ich denke, man kann auch von einer Kita eine Notfallplanung verlangen. Das hat für mich mit professionellem Handeln zu tun.
Schließlich hängt insbesondere für berufstätige Eltern Einiges davon ab.

Und auch da

kann ich Dir nicht folgen. Es gäbe durchaus objektive Kriterien, nach denen eine Auswahl erfolgen könnte wie zB Berufstätigkeit. Die müßten halt im Voraus festgelegt und bekannt gemacht werden. Auch das würde zu professionellem Handeln gehören.

&Tschüß
Wolfgang

Hallo,

bei derart dilettantischem Handeln der Leitung wäre ich durchaus gespannt, was ein Gericht zu evtl. für einzelne Eltern anfallenden zusätzlichen Betreuungskosten und/oder Verdienstausfall urteilen würde.

&Tschüß

Hallo,
ja, ich mache es mir gerne leicht - ich würde wegen genau dieses Falles nie auf den Gedanken kommen ein Gericht zu bemühen, aber das wäre auch leicht gemacht.
Gruss
Czauderna

Hallo,

erstens war das grundsätzliche Problem offensichtlich schon vorher bekannt. Man hätte also sehr wohl schon vorab abklären können, wer eine Betreuung dringend benötigt und wer nicht. Zweitens kennt man sich in einer Kita und insofern ist dort im Zweifel auch bekannt, in welchen Familien beide Elternteile arbeiten und in welchen Familien man flexibler ist. Drittens bestand ja offensichtlich die Möglichkeit der Kontaktaufnahme und die ist im Zweifel bidirektional. Man hätte also im Falle der Benachrichtigung auch direkt abfragen können, wer Betreuung braucht und wer nicht. Und viertens hätte man auch am Montag morgen abfragen können, wer möglicherweise seine Kinder wieder mit nach Hause nehmen kann.

Wie ich schon schrieb: manche Kitas machen es sich halt etwas zu einfach und gehen - in der Regel zu recht - von der Annahme aus, daß niemand deswegen ein Faß aufmachen wird. Im Falle eines geöffneten Fasses stünden viele Kitas allerdings ziemlich blöde da, denn - auch das erwähnte ich - es gibt eben nicht nur das Recht zur Entgegennahme der monatlichen Zahlungen seitens der Familien bzw. des Jugendamtes, sondern es gibt eben auch die Pflicht zur Betreuung und zu dieser gibt es nur recht wenige Ausnahmen (Streiks z.B. - also höhere Gewalt).

So rede mal ein Vermieter, der seinem Mieter mitteilt, er müsse mal für einen Tag aus der Wohnung raus, weil der Sohn des Vermieters in der Stadt ist und mal dringend ein Dach über dem Kopf braucht. Oder ein Arbeitnehmer muß mal dringend zu Hause bleiben, weil die Kita zu hat - natürlich ohne Urlaub zu nehmen oder einen unbezahlten Kinderkrankheitstag zu nehmen.

Vertrag ist Vertrag - auch bei Kitas.

Jau, das nächste mal schicke ich auch einen Nachbarn in mein Büro, wenn ich mal einen Tag Lust habe, einfach mal liegen zu bleiben.

Gruß
C.

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