Darf die Oma über das Konfirmationsgeld bestimmen?

Hallo,
mein Sohn (14) hat zur Konfirmation von seiner Oma, Tante und seinem Onkel 600,00€ bekommen. Ein Teil davon sollte aufs Sparbuch für einen Führerschein. Jetzt will die Oma ihm das Geld nicht geben, hat es sogar bei seinem Onkel „gelagert“. Mein Sohn hat im Moment keinerlei Möglichkeiten, an sein Geld zu kommen. Ist so etwas rechtens?

Schon mal vielen lieben Dank im Voraus für die Hilfe

Gruß
Maren Sylle

Hallo, ich nochmal,
hab von meinem Sohn gerade die Information bekommen, dass das Geld bereits ohne sein Einverständnis auf das Sparbuch eingezahlt wurde. Seine Oma hat auf ihren Namen vor längerer Zeit ein Sparbuch angelegt, u.a. für den Führerschein. Sorry, dass ich nicht alle Infos sofort parat hatte.
Nochmal vielen Dank im Voraus für die Hilfe :smile:

Hallo, Maren,
können die Eltern nicht auf die Oma Einfluss nehmen? Ich denke, zumindest einen kleinen Betrag zur Erfüllung verständlicher Wünsche müsste doch wohl drin sein.

Gruß
Eckard

Hallo, ich nochmal,
hab von meinem Sohn gerade die Information bekommen, dass das
Geld bereits ohne sein Einverständnis auf das Sparbuch
eingezahlt wurde. Seine Oma hat auf ihren Namen vor längerer
Zeit ein Sparbuch angelegt, u.a. für den Führerschein.

das finde ich sehr vernünftig von der oma.

gruß
ann

1 „Gefällt mir“

Ich finde das nicht sehr vernünftig! Stirbt die Oma geht das Geld an ALLE direkten Erben!!! Schön, wenn sich dann alle einig sind, daß es einem bestimmten Enke gehört. Oder sie muß in Pflege, dann müssen alle Geldgeschenke der letzten 10 Jahre zurückgezahlt, oder dieses Geld für ihre Pflege verwendet werden. Das Risiko einzugehen finde ich sogar mehr als nur mies! Das Konto ist auf IHREN Namen, aber es ist SEIN Geld. So gehört ihm daran NULL! Kein einziger Cent!

MfG
ausnahmefall

3 „Gefällt mir“

nun brems dich mal etwas!
früher haben wir unseren kindern und enkeln einfach sparbücher auf deren namen angelegt. seit kreditinstitute aber angst haben, baby meier könnte mit den 100 € auf seinem konto betrügerische geldwäsche betreiben, geht das nun mal nicht mehr.
die idee bleibt gleich: geld fürs kind/enkel, an das es frühestens nach erreichend er volljährigkeit rankommt. mit zinsen selbstverständlich.

und für den fall, dass oma stirbt, wird der enkel bzw. seine erziehungsberechtigten sicher keine mühe haben, dieses geld aus der erbmasse herauszuhalten.

1 „Gefällt mir“

Hallo Maren,
was die Oma darf, hängt davon ab, wie es genau war:

  • hat die Oma dem Junior das Geld zugesagt, dann aber auf ein Sparbuch gepackt, ist das ihr gutes Recht. Sie hätte es auch versaufen können, um es mal salopp zu sagen. Dass man Versprechungen einhalten _sollteist eine andere Sache.

  • hat die Oma das Geld dem Junior wirklich geschenkt, also ihm gegeben, auf seinen Gabentisch gelegt, dann sollte sie es nicht einfach zurücknehmen. Ob sie es rein rechtlich darf, weiß ich nicht zu sagen. (Bei Ex-Liebespaaren ist das oft so, dass etwas zurückgefordert werden kann, weil man erwartet hatte, dass die Beziehung hält.)

Also, die Oma möchte eigentlich doch kein frei verfügbares Geld schenken, sondern einen Grundstein zum Führerschein. Ist doch nett! Wenn sie das Geld auf ein Sparbuch ihres Namens packt, ihre Entscheidung. Vielleicht könnte sie ein Sperrwort eintragen lassen und dem Junior dann das Buch aushändigen - dann können weder sie noch er einfach etwas abheben. Junior hätte das Gefühl, es ist mein Geld, Oma wäre sicher, dass er es nicht „verplempert“.

Nebenbei: Warum soll eigentlich eine Konfirmation, die doch ein Glaubensbekenntnis sein sollte, mit Geld zu tun haben? (Ich vermute, dass 80% der Jugendlichen hauptsächlich aus diesem Grund zur Konfirmariion gehen, aber das steht auf einem anderen Blatt.)

Vielleicht sollten Oma und Enkel mal wieder mehr miteinander reden…

Gruß
Jette_

Hallo Maren,

ist das eine juristische oder moralische Frage?
Vielleicht eine Frage als Hilfestellung, wem gehört das Geld? Zunächst den Großeltern. Sie können entscheiden, ob sie es verschenken und in welcher Form.

Nun ist das Problem, dass hier Denkwelten aufeinanderstoßen. Zwischen Konfirmation und Führerschein liegen einige Jahre. Für ein Kind scheint der Erwerb des Führerscheins weiter entfernt zu sein, als die Rente für einen Abiturienten.

Das Geld auf einem Sparkonto ist etwas abstraktes, insbesondere wenn das Kind nicht mal das Sparbuch hat. Es hat das Gefühl irgendwie gar nichts bekommen zu haben, obwohl andere sagen das es viel ist.

Für die Generation der Großeltern hat sparen wiederum eine immense Bedeutung. Sparbücher waren gängige Geschenke und hatten einen hohen ideellen Wert. So ein Sparbuch mit einer nennenswerten Summe vermittelte ein gutes Gefühl.

Welche Lösungsmöglichkeiten könnte es geben?
1.)Dem Kind den Wert des Sparbuchs vermitteln
2.)Mit den Großeltern über ein kleineres physisches Geschenk reden.

Gruß
Carlos

4 „Gefällt mir“

Wenn die Oma aber in Pflege muß, dann interessiert es trotzdem keinen, daß das Geld eigentlich dem Enkel gehört.

Und doch, rein erbrechtlich gehört es zur Erbmasse, weil das Konto und damit das, was drauf ist, der Oma gehört. Wie gesagt, schön, wenn man sich einig ist. Wenn nicht, dann ist im schlimmsten Fall ein Teil des Geldes weg.

Außerdem finde ich es ehrlich gesagt unverschämt von der Oma, über Geld zu verfügen, welches ihr gar nicht gehört. Klar mag sie es nur gut meinen, aber das Kind ist keine 3 Jahre mehr alt. Und es ist trotzdem immer noch SEIN Geld über das er rechtlich frei verfügen darf. Das Geld, was direkt von ihr kam mag sie mit „Auflagen“ verschenken dürfen, die dann auch eingehalten werden müssen. Aber das Geld, was von Onkel und Tante kam, ist außerhalb ihres Verfügungsrahmens, das geht sie schlicht nichts an.

Man kann auch durchaus ein Konto auf den Namen des Kindes machen - müssen die Eltern halt unterschreiben. Dann ist bis zum 18. Geburtstag der Eröffner verfügungsberechtigt, das Geld gehört aber dem Kind! So hat es der Patenonkel von meinem Sohn auch gemacht! Und mein Sohn ist erst 13 Monate, also definitiv aktuell.

Die Frage war ja nicht, ob das vernünftig ist, daß sie es tut, sondern ob sie es darf. Und mit dem Geld, was von Onkel und Tante kam, darf sie das eben nicht.

LG
ausnahmefall

3 „Gefällt mir“

Hallo,

Und mit dem Geld, was von Onkel und
Tante kam, darf sie das eben nicht.

Außer Onkel und Tante wollen das so.

Gruß
Elke

Ich finde das nicht sehr vernünftig! Stirbt die Oma geht das Geld
an ALLE direkten Erben!!!

Nicht wenn Oma schlau genug war zeitgleich… oder schleunigst jetzt… gleichzeitig einen Vertrag zu Gunsten dritter abzuschliessen.

Dann fliesst es nicht in die Erbmasse.

Gruss HighQ

Vielen Dank an alle, die mir geantwortet haben. Es waren viele interessante Meinungen und Aspekte dabei, die ich mir durch den Kopf gehen lassen werde.
Ich hoffe auch, dass ich mit meiner Familie einen vernünftigen Konsens finde, nur sind wir im Moment recht zerstritten, weil ich vor einiger Zeit meine Meinung gesagt habe. Musste mit Schrecken feststellen, dass dies wohl nicht gern gesehen wird… Aber das ist eine ganz anderre Geschichte und tut hier nichts zur Sache.

Also nochmal vielen Dank an Euch, ich hoffe, dass ich auch mal einen so tolle Hilfe sein kann. :smiley:

Liebe Grüße
Maren