Darf ein AN Arbeitsmaterialien nachhause nehmen?

Hallo,

wenn ein AN während seiner Arbeitszeiten erkennt, das er die ihm vorgegebene Frist zur Erstellung des geforderten Arbeitsergebnisses nicht einhalten kann, darf er dann …

1.) … freiwillig ohne Anspruch auf Bezahlung zuhause arbeiten (um das Arbeitsergebnis noch fristgerecht abliefern zu können)?

2.) … seine für das Arbeiten notwendigen Büro-Unterlagen nachhause nehmen?

Irgendwie gibt es doch eine Regelung zur (sinngemäß) Schweigepflicht des AN über seine Tätigkeiten, oder so ähnlich.

Wie heißt dieses Gesetz?
Wo findet man das?
Und: verstößt der AN gegen dieses Gesetz, wenn er Unterlagen zum Arbeit mit nachhause genommen hat?

Gruß
Green

Hallo,

darf er dann …

1.) … freiwillig ohne Anspruch auf Bezahlung zuhause
arbeiten (um das Arbeitsergebnis noch fristgerecht abliefern
zu können)?

Kommt drauf an. Siehe unten (Schweigepflicht + Datenschutz).

2.) … seine für das Arbeiten notwendigen Büro-Unterlagen
nachhause nehmen?

Nein, darf er nicht.

Irgendwie gibt es doch eine Regelung zur (sinngemäß)
Schweigepflicht des AN über seine Tätigkeiten, oder so
ähnlich.

Das kann natürlich erschwerend hinzukommen, dass Schweigepflicht oder Datenschutz eine Rolle spielen. Dann wird das auch nichts mit freiwillig zu Hause arbeiten (egal ob mit oder ohne Unterlagen des AG).

MfG

Hallo,

1.) … freiwillig ohne Anspruch auf Bezahlung zuhause
arbeiten (um das Arbeitsergebnis noch fristgerecht abliefern
zu können)?

zu Hause darf jeder kostenlos arbeiten. Er darf nur nichts danach fordern:wink:

2.) … seine für das Arbeiten notwendigen Büro-Unterlagen
nachhause nehmen?

Nur nach Absprache mit dem Arbeitgeber. In meinem Unternehmen musst Du Dir für das mitnehmen von Unterlagen etc. einen Torschein austellen lassen, ansonsten kannst Du an der Wache abgefangen werden. Den Schein bekommst Du über Deinen Scheffe.
Ansonsten wird bei uns ein Netzzugang von zu Hause inkl. Laptop gerne gesehen:wink: Das ist ja ein eindeutiger Hinweis, dass ein kostenloses Arbeiten von zu Hause nicht unmöglich ist. Ich finde es aber immer wieder schick, am Freitag alle meine Mails abgearbeitet zu haben, am Montag sehr früh ins Büro zu kommen und trotzdem schon 20 neue Mails zu haben, weil die ganzen „Dynamiker“ am Sonntag gearbeitet haben. Da könnte ich gleich kotzen.

Grüße
Jürgen *ohne Zugang von zu Hause*

Hallo,

wenn ein AN während seiner Arbeitszeiten erkennt, das er die
ihm vorgegebene Frist zur Erstellung des geforderten
Arbeitsergebnisses nicht einhalten kann, darf er dann …

1.) … freiwillig ohne Anspruch auf Bezahlung zuhause
arbeiten (um das Arbeitsergebnis noch fristgerecht abliefern
zu können)?

2.) … seine für das Arbeiten notwendigen Büro-Unterlagen
nachhause nehmen?

Das kommt ganz auf das Unternehmen, die Position des AN, 1001 sonstige Kleinigkeiten an. Wenn ich die Frage so für sich lese, dann sollte der AN im vorliegenden Fall auf jeden Fall vorher fragen, weil es offenbar seiner Position im Unternehmen und der üblichen Vorgehensweise im Unternehmen nicht zu entsprechen scheint, dass man Arbeitsunterlagen mitnehmen darf. Und dies wäre auch die pauschale rechtliche Wertung, ohne besondere Umstände des Einzelfalls zu kennen.

Führungskräfte nehmen üblicherweise auch mal Unterlagen mit, wenn diese nicht gerade besonderer Geheimhaltung unterliegen, und von ihnen wird auch erwartet, dass sie ohne besondere Abrechnung mal am Wochenende noch mal in Dinge reinlesen, oder mal ein Mail nach Feierabend schreiben, etc. Vom allgemeinen Fußvolk word solches Engagement nicht erwartet, und es sollte daher Unterlagen nur mitnehmen, wenn dies mit dem Vorgesetzten so abgesprochen wurde.

Gruß vom Wiz

Off Topic

Ich finde es aber immer wieder schick, am Freitag alle
meine Mails abgearbeitet zu haben, am Montag sehr früh ins
Büro zu kommen und trotzdem schon 20 neue Mails zu haben, weil
die ganzen „Dynamiker“ am Sonntag gearbeitet haben. Da könnte
ich gleich kotzen.

Wieso könntest du kotzen, wenn jemand am Wochenende fleißig war? Vielleicht möchte diese Person einfach etwas im Unternehmen erreichen…

Hallo Ecki,

ich glaub, der meint nicht mich. Der meint eher, dass er bis Freitag sich supergut anstrengt, um ein erholsames Wochenende zu haben und am Montag in aller Ruhe in die Woche zu starten. Kaum macht er seinen PC an, kullern ihm schon die ersten mails und somit auchdirekt die ersten Aufgaben entgegen. Wer mails schreibt, erwartet in der Regel umgehende Antworten. Will man dem nachkommen, kann man direkt mit dem Antworten beginnen, obwohl man gerade erst das Büro betretenhat und noch die schönen Stunden des WoEndes im Kopf hat.

Schmelle email-Welt!

Grüße
Greeen

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Wieso könntest du kotzen, wenn jemand am Wochenende fleißig
war? Vielleicht möchte diese Person einfach etwas im
Unternehmen erreichen…

Weil die Leute entweder meinen, sie seien so wichtig, dass sie rund um die Uhr erreichbar sein müssten (grenzenlose Selbstüberschätzung) oder völlig missorganisiert sind (und damit als Manager überfordert).

Nebenbei: In diesem Zusammenhang halte ich Emails für das größte Verbrechen in der Bürokommunikation. Jeder Pups wird zu jeder Unzeit in den Orkus des firmeninternen Netzes gejagt. Und glaub mir: 50 Emails und mehr am Werktag reichen, da müssen nicht noch 50 am Wochenende dazukommen. Das ist schlicht überflüssig, schlechter Stil und kein Zeichen für besonderes Engagement.

Grüße
Jürgen

Hallo,

Weil die Leute entweder meinen, sie seien so wichtig, dass sie
rund um die Uhr erreichbar sein müssten (grenzenlose
Selbstüberschätzung) oder völlig missorganisiert sind (und
damit als Manager überfordert).

Oder sie teilen sich ihr Arbeits-/Berufs-/Freizeitleben anders ein (nicht jeder hat die gewisse Beamtenmentalität). Und genießen ihre Arbeit trotzdem. Du musst nicht am WE antworten, erwarten sie auch nicht. Außer, es sind deine Vorgesetzten oder wichtige Kunden, dann ärgert es dich.
Oder sie werden von vorgesetzten Delegationshengsten, sich selbstüberschätzend in vielen arbeitsorganisatorischen Aufgaben, mit mehr oder weniger sinnlosen Aufgaben überschüttet (meist selbstverschuldete Terminengpässe), damit sie selbst pünktlich und „wohlorganisiert“ in den Feierabend gehen können.

Nebenbei: In diesem Zusammenhang halte ich Emails für das
größte Verbrechen in der Bürokommunikation.

Naja, wenn ich schon alleine an den Versand von Zeichnungsdateien denke …

Jeder Pups wird zu
jeder Unzeit in den Orkus des firmeninternen Netzes gejagt.

Das liegt wohl an falschen Anweisungen der oberen Führungsetagen. Jeder sollte wissen, wer für was zuständig und damit „empfänglich“ ist.

Und glaub mir: 50 Emails und mehr am Werktag reichen, da
müssen nicht noch 50 am Wochenende dazukommen.

Ist eigentlich egal, wann sie kommen. Wenn alle am Montag früh um acht ihre Mails an dich senden, ändert es nichts an deiner Tätigkeit.

Das ist schlicht überflüssig, schlechter Stil und kein Zeichen für
besonderes Engagement.

Nicht etwas Schubladendenken? Nur weil du es anders handhabst?

Gruß
Der Franke