Hi d-fox,
ich komme nciht umhin, Dir hier weitgehend Recht zu geben. Ich wollte Dir ja nicht mehr antworten, aber was soll´s…
Die Antwort hast du schon bekommen - lies einfach die
Antworten.
Zusammenfassend kann man es so sehen:
Der deutsche Stolz besteht aus dem Negieren von Nationen („was
kann ich dafür, daß ich da geboren bin“), aus dem Gleichmachen
aller Kulturen („Jeder Stolz auf ein Land ist sinnlos“), aus
dem Heruntermachen des eigenen Landes mit derselben
Leidenschaft, mit der ein Franzose oder Italiener von seinem
Land spricht. Besonders zeigt sich der deutsche Stolz, indem
Patrioten als moralisch zweifelhaft dargestellt werden
(„stellen sich selbst in die rechte Ecke“), sei es Leute aus
dem eigenen oder LEute aus anderen Ländern („auch bei Amis
genauso schlimm“).
Das ist wirklich häufig zu beobachten. Was unter den Nazis zu extrem verfolgt wurde, wird nun unter den Linken zu extrem verteufelt.
Ein gesundes Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln blieb den Deutschen bislang versagt. Man flüchtet sich in Zynismus.
Dies führt dann auch zu einer kaum vorhandenen Verbundenheit zum Staatswesen und der allseits gut bekannten und weit verbreiteten Abzocker- und Vollkaskomentalität.
Mittelbar erwachsen Deutschland so auch massive außenpolitische Nachteile, s. v.a. in der EU.
Diese Art Stolz ist noch arroganter und herablassender als
jeder Nationalist es je sein kann, denn es ist moralische
Überheblichkeit.
Das kann man nur vollstens unterschreiben.
Der Linke an sich ist ein seine Wurzeln negierender Arroganzling und Besserwisser, der jedem, der anderer Meinung ist und die bürgerlichen Werte innerhalb eines Staatswesens für wichtig hält, die Fähigkeit zur Geschichtsrelexion abspricht.
Ärgerlich nur, dass das Bürgertum langsam verschwindet und die ehemals bürgerlichen Parteien Leuten wie Lafontaine, Fischer, Roth & Co. nichts entgegenzusetzen haben.
Die Deutschen machen alles in bester Absicht,
beteiligen sich an allen erdenklichen Dingen, die sie selbst
für gut befunden haben (Friedensmissionen und das Rote Kreuz,
und was nicht). Die Deutschen haben das beste Heer, das nie
Kriege führt, und die besten Politiker, die sich in ihren
Reden immer an alle Konventionen, Grundgesetze, die
Mülltrennung und andere Regeln halten.
Klar. Denn ehrliche, offenen und eben somit auch schmerzliche Diskussionen über Wahrheiten und Notwendigkeiten will der Deutsche nicht hören. Er denkt immer noch, man muss nu die „Reichen“ und die „UNternehmen“ höhrer besteuern, dann wird schon alles gut und er muss sich selber um nichts kümmern und weniger arbeiten.
Am allerwichtigsten: Verantwortung übernehmen für alles Übel
in der Welt (vom schreckliche CO3-Ausstoß bis zur
verbrecherischen Gründung Israels!) sind die Deutschen immer
an allem Schuld.
Ja, der deutsche Schuldkomplex. Und die Ableitung daraus ist, wie vor 70 Jahren: „am Deutschen Wesen soll die Welt genesen“.
Die Welt will aber nicht und buttert die Deutschen dabei politisch und wirtschaftlich langsam unter.
Und irgendwann muss dann wieder der „starke Mann“ her, anstatt sich rechtzeitig eine starke Position zu verschaffen.
Und dieses Schuldbekenntnis erhebt sie über
alle anderen Nationen, denen diese Art des Denkens fremd ist,
es macht sie zu besseren Menschen: zu moralischen
Herrenmenschen.
So fühlt der deutsche Linke und kommuniziert es offen. Man sehe sich Lafontaine, Gysi, Biski an. Wer gegen ihre Ideen stimmt, sieht sich einem polemischen Redeschwall gegenüber, dem er gar nciht mehr antworten möchte.
Weshalb ist es so schwer, einfach ein gesundes Verhältnis zu Staat, Nation und dem Gemeinwesen zu entwickeln, in dem man lebt?
Grüße,
Mathias